Sie will nicht mehr (ich dann irgendwann auch nicht mehr...)

  • Hi,


    sorry, dass ich jetzt so lange gebraucht hat.... der Sensor ist noch nicht da, insofern muss ich mit einer möglichen (Miss)Erfolgsmeldung noch warten...


    Der Sensor ist laut Bedienungsanleitung im Bereich von 190-300 Ohm spezifiziert. In dem Bereich war er bei der Messung (am Steckverbinder) auch, daher die Aussage "vernünftiger Bereich"


    Melde mich sobald ich ein Update habe


    Schönen Abend noch!
    Viele Grüsse
    Oli

  • Hallo, ich habe letzte Tage auch mitgelesen, da ich das gleiche Problem hatte.
    Ich hatte schon im letzten Jahr die Probleme, die Maschine ist nicht immer sofort eingesprungen ist. Im kalten Zustand immer sofort, sonst nach Lust und Laune.
    Weil bei dem Ölwechsel auf der Ölablassschraube Metallspäne waren, kam ich sehr spät auf die Idee dass der OT Geber durch Metallspäne überbrückt ist( die Lötstellen wo die Kabel angebracht sind, sind einfach nicht isoliert).
    Die Maschine an die linke Seite gelegt und den Limadeckel abgeschraubt, und siehe da. Die Metallspäne haben sich positioniert im Bereich des Magnetfeldes.
    Ich füge ein Bild welches mit meinem alten Handy (ohne Makro) gemacht habe um überhaupt das zu verstehen, rot markierter Bereich ist voll mit Metallspänen.
    Vor zwei Wochen hatte mein Motor etwas erneuert, von dem alten Motor geblieben sind beide Deckel, Kupplung und Zylinder mit Kopf. Nach der Reparatur ging mit dem starten noch schlimmer.
    Jetzt geht wieder wie ein Uhrwerk an wie und wann ich wieder will.
    -trotz Metallspänen wurde Widerstand von 222Ohm gemessen
    -auf den Kerzen immer ein Funken, ABER!
    Weil bei anlassen immer wieder in die Drosselklappe gepatcht hat (es kam auch richtige Flamme raus), deutete das auf falschen Zündpunkt, also OT Geber.
     
    Ich hoffe mein Fall wird anderen helfen, so wie TexasQ mich erleuchtet hat.
    Gruß aus Wuppertal


    Dabei möchte noch ein Mythos mit Leerlauf kalibrieren zerstören, also das mit dem GAS geben bis Ende und wieder zurück.
    Leerlaufregler fährt zurück wenn man die Zündung einschaltet und öffnet den Bypass, wird wieder geschlossen wenn man Zündung ausschaltet. Leerlaufregler bewegt sich gar nicht wenn man bei ausgeschaltetem Motor Gas gibt.
    Natürlich soll man nicht mit Gas starten, da wenn die Drosselklappe geöffnet ist, ist der Druck vor und hinter der Drosselklappe gleich, also Leerlauf Bypass hat keine Funktion mehr.
    Das wäre eine Idee für dich TexasQ, schraube den Leerlaufregler ab und schaue ob der Kolben sich bewegt. Bitte wieder nur einschrauben, wenn der Kolben eingefahren ist!!!

  • Einen wunderschönen guten Abend zusammen,


    gute Neuigkeiten, es war tatsächlich der Sensor. Die Optik ist ähnlich wie bei Edi


    https://betriebsfarbe.files.wo….com/2015/03/p1010938.jpg
    https://betriebsfarbe.files.wo….com/2015/03/p1010937.jpg
    https://betriebsfarbe.files.wo….com/2015/03/p1010936.jpg
    https://betriebsfarbe.files.wo….com/2015/03/p1010939.jpg


    Neuer rein, zugeschraubt, Maschine läuft. Leider hat die Deckeldichtung nicht ganz mitgespielt und sifft, aber das ist kein Problem.
    Woher die ganzen Späne allerdings kommen... weiß nicht, ob ich das wissen möchte. Auf jeden Fall werde ich bei meiner Dakar bei der nächsten Inspektion auch mal aufmachen und nachschauen, wie das aussieht. Der Fehler taucht dort auch 4mal im Fehlerspeicher auf.


    Ich denke ja, dass sich der Sensor durch säubern reparieren lässt. Werde mal mit einem guten Ohmmeter vorher / nachher Messungen machen und schauen.


    Auf alle Fälle vielen lieben Dank für Eure Tipps!
    Ölige Schraubergrüsse
    Oli

  • An der Stelle zeigt sich mal wieder, wie toll das Forum ist :-)


    TexasQ hat ein Problem, grenzt es - auch durch die Hilfe der anderen Teilnehmer - ein und Edi bringt daraufhin die nicht offensichtliche aber passende Lösung zutage. Super Teamwork :thumbsup: 
    Auch wenn ich dieses Problem nicht habe, freut mich so ein Abschluss immer wieder!


    Und ja, ich hatte ein oder zwei Cider und bin voller guter Energie :-) (aber nur zu Fuß!)

    Hier könnte Ihre Signatur stehen!

  • Ich habe mir auch schon Gedanken über die Späne gemacht.
    Im meinen Fall ist fasst sicher dass es von den Anlasser Zahnrädern kommt, da ich dort einen Schaden hatte. Ein Zahnrad zwischen Anlasser und Freilauf hatte einen verbogenen Zahn so dass an der Stelle ziemlich schwer ging.
    Wenn man Ölkreislauf in der Maschine sich anschaut, kann nur von der Lima Seite stammen, oder Kurbelwelle (was auch unwahrscheinlich ist), da die beide Räume verbunden sind (Öl von den Nockenwellen kommt links an der Kette richtung Kupplung runter).
    Natürlich ein Polrad ist schon was feines, weil alle Eisenhaltigen Späne werden dort aufgefangen. Leider auch durch den OT Geber.
    Bei nächsten Mal wenn ich die Lima abschrauben würde, werde ich die beiden Lötstellen irgendwie versiegeln.
    Gruß

  • Hallo zusammen,


    hoffe Ihr wart schon ein bisschen ausreiten und habt das wunderbare Frühlingswetter geniessen können.


    Ich bin noch ein paar Untersuchungsergebnisse "schuldig", hab endlich mal "Jugend forscht" gespielt. Wo fang ich an....
    1.) Der mit Spänen verschmutze Sensor hat bei Raumtemperatur einen Widerstand von ca 240Ohm (gesäubert auch! Dazu gleich mehr)
    2.) Lege ich einen Magneten auf den Sensor, ändert sich der Widerstand temporär, um sich dann wieder auf die 240Ohm einzupendeln.


    Daraus folgere ich, dass der Sensor differenziell arbeitet, d.h. der Wert des Widerstands entspricht dem Maß der Veränderung des Magnetfeldes. Dabei ist die Veränderung abhängig von der Stärke ds Magneten und der Geschwindigkeit, mit der sich der Magnet am Sensor vorbeibewegt.


    Die Motorelektronik generiert sich also die Kurbelwellenposition aus der Magnetfeldänderung, die aus durch das angetriebene Polrad entsteht. Lagern sich nun Späne auf dem Sensor an, verändert sich zwar nicht der Nullwert des Sensors, wohl aber seine dynamischen Eigenschaften, d.h. das Maß der Widerstandsänderung durch die Magnetfeldänderung. Und damit bekommt die Elektronik dann halt irgendwann Probleme, denn sie kann die Signale vom Sensor nicht mehr interpretieren.


    Heißt für mich auch: die Lötstellen haben damit nix zu tun, es sei denn ein langer Span läge wirklich über beide Kontakte drüber und würde diese kurzschliessen.


    Nochmals danke für Eure Tipps und das Mitfiebern :krank: 
    :thanx:


    Viele Grüsse und gute Fahrt!
    Oli


    P.S. Seither ist auch der hier beschriebene Effekt weg! Ob es damit zusammenhängt?

  • Hall Sensoren werden meines Wissens immer "digital" ausgewertet. Da gibt's nur einen "Referenzwert", bei dem dann von 1 auf 0 und umgekehrt geschaltet wird. Alles über dem Referenzwert ist z.B. 1, alles darunter 0 (Hysterese jetzt mal außer acht gelassen). Aber der zu hohe Innenwiderstand des Sensors kann dein Problem erklären. Normalerweise ist der "Referenzwert" so gelegt, dass die beiden überwachten Zustände sicher erkannt werden. Wenn aber der Sensor einen zu hohen Innenwiderstand hat wird evtl. die Umschaltung nicht richtig erkannt.

  • Hallo,

    Daraus folgere ich, dass der Sensor differenziell arbeitet, d.h. der Wert des Widerstands entspricht dem Maß der Veränderung des Magnetfeldes. Dabei ist die Veränderung abhängig von der Stärke ds Magneten und der Geschwindigkeit, mit der sich der Magnet am Sensor vorbeibewegt.

    So wie Du das bechreibst, kann es sich aber eigentlich nicht um einen Hall-Sensor handeln, wie Du mit der Frage schon unterstellt hattest:

    Der Hallsensor macht auch einen vernünftigen Eindruck

    Es mag zwar sein, dass das

    üblicherweise über einen Hall-Sensor an der Nocken- oder Kurbelwelle gemacht

    wird, aber es geht auch anders. Leider geben die Unterlagen, die ich für dieses Modell zu diesem Theme noch habe, nicht viel her, allerdings erwähnen die gar keinen Hall-Sensor, sondern einen induktiven Sensor. Das würde nämlich auch viel besser zu der Beschreibung passen:

    Daraus folgere ich, dass der Sensor differenziell arbeitet, ... Dabei ist die Veränderung abhängig von der Stärke ds Magneten und der Geschwindigkeit, mit der sich der Magnet am Sensor vorbeibewegt.

    Mit anderen Worten: Es handelt sich um eine "ganz gewöhnliche" Spule, die eine Spannung aufgrund des Magnetfelds oder seiner Veränderung induziert. Dabei ändert sich der Widerstandswert nicht, aber die induzierte Spannung verfälscht die Messung mit dem Ohmmeter, so dass dieser Eindruck enstehen könnte.


    Eckart