Helite Airbagweste - meine Erfahrung

  • Hey Leute,


    Ich möchte euch mal mal von meiner Helite Airbag Weste berichten. Da ich seit einem glimpflichen Unfall nur noch komplett in Montur fahre und mich auch der Rückenprotektor unterm Leder bzw der Jacke nervt, da man immer so schwitzt im Sommer, habe ich mich für die Airbagweste Turtle entschieden. Ich hoffe dass ich sie niemals brauchen werde...


    Ok, die Größenangaben auf der Website sind echt seltsam, von daher Ist sehr wichtig, diese anzuprobieren und auch auszulösen.
    Ich habe nun eine Größe S, die mir allerdings noch etwas weit ist in der Taille. Das macht aber nichts, da ich sie auch ausprobiert habe.


    Also ich war bei einem Händler, und hatte also die Weste über meiner Lederkombi. Er löste sie mit vorführpatronen aus, da kann man sich kein Stück mehr bewegen, der Oberkörper ist fixiert und schließt an den Helm an. Es hört sich an als ob ein Reifen platzt:biggrin: Und man ist total steif. Der luftsack behält die Luft für ca. 2 min. Wenn die Luft wieder raus ist, kann man einfach einen neue Patrone einsetzen (kostet 25€) und die Weste ist wieder einsatzbereit.


    Die turtle Varainte hat den Rückenprotektor direkt in der Weste, so dass man keinen Protektor mehr in der Jacke benötigt.


    Man hat dazu eine Reißleine, die zwischen Sitzbank und Tank am Rahmen befestigt wird. Diese sollte man auf die richtige Länge einstellen, so dass man sich noch aufrichten kann, aber so kurz ist, dass sie den Airbag richtig auslösen kann. Nun werdet ihr sagen, dass das "Anschnallen" auf dem Bock doof sei, und man das vergessen kann, aber mittlerweile ist es so wie das Anschnallen im Auto, da denkt man nicht mehr drüber nach und macht es einfach in einem Automatismus.


    Falls man vergisst, sich abzuschnallen, merkt man direkt den Widerstand, denn es ist eine Kraft von ca. 30kg notwendig, damit die Weste auslöst.


    Allerdings war meine Reißleine am ersten Tag zu kurz eingestellt...wir führen mit Freunden, und plötzlich war da eine hektische Situation, einer musste zurück, alle hielten an. Ich stieg mit Schmackes und Schwung von meinem Motorrad ab und da tat es einen lauten Knall, ich stand da wie ein Brett :rofl1: aufgepustet und leicht schockiert.
    Danach habe ich die Reißleine optimal eingestellt, so dass ich nun beim absteigen direkt merke, wenn ich noch angeschnallt bin.


    Ich habe sie glücklicherweise noch nie im Ernstfall ausprobieren müssen, dennoch wollte ich meine positiven Erfahrungen mit euch teilen. Die Weste ist nicht ganz billig, aber ich sehe es als Investition in die Sicherheit, und was Sicherheit angeht, da hab ich noch nie gespart. Es gibt auch komplette Jacken, in denen die Weste schon eingenäht ist. Aber da ich 3 verschiedene Monturen habe, bin ich so flexibler, indem ich sie einfach drüberziehe.


    Das einzige kleine Manko, was ich sehe, die Weste trägt auf, wenn man schmal oder normal gebaut ist. Mag für manche unverständlich klingen,aber das stört mich etwas. Aber darüber sehe ich hinweg, denn wenn ich mich im Ernstfall vor Rippenbrüchen oder inneren Verletzungen schützen kann, ist die Optik zweitrangig.


    Hier noch die Webseite dazu:
    helite turtle


    Was die Wartung der Weste angeht, man soll einmal im Jahr die CO2 Patrone wiegen, und logischerweise optisch auf Beschädigung kontrollieren.


    Ich habe auch Erfahrungsberichte gelesen, bei denen die Weste auslöste, und der Verunfallte 20m auf Asphalt, danach noch 30m im kiesbett gerutscht ist, dabei ist nicht mal der Helm auf den Boden aufgekommen und die Weste konnte danach wiederverwendet werden. Er war soweit unverletzt und das finde ich super.

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