f 650 gs für die Reise?

  • Hallo


    Ich bin auf der Suche nach einem Reisefähigen Motorrad und habe hierzu 8000€ zur Verfügung, daher dachte ich unter anderem an eine BMW f 650 GS.
    Als Wiedereinsteiger müsste ich sie auf 48 Ps gedrosselt fahren, wie viel Drehmoment geht verloren und wie schnell wäre sie dann noch?


    Ist dieses Motorrad Reisetauglich, mit Sozia und Gepäck?
    Wie teuer sind die Inspektionen und in welches Intervallen finden sie statt?
    Wie lange hält ein Kettensatz und was kostet ein neuer?
    Wie haltbar ist der Motor?


    Kaufe würde ich ein Modell neueren Baujahres mi dem 800 ccm Motor und wenig Kilometern.


    Für Antworten wäre ich dankbar.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Driver50 ()

  • Ich bin auf der Suche nach einem Reisefähigen Motorrad und habe hierzu 8000€ zur Verfügung, daher dachte ich unter anderem an eine BMW f 650 GS.

    da würde ich das Nachfolgemodell, die F700GS, auch mal in Betracht ziehen.

    Als Wiedereinsteiger müsste ich sie auf 48 Ps gedrosselt fahren, wie viel Drehmoment geht verloren und wie schnell wäre sie dann noch?

    Drosselung erfolgt i.d.R. über einen geänderten Anschlag der Drosselklappe.
    Vmax 165
    Drehmoment unverändert


    Ist dieses Motorrad Reisetauglich, mit Sozia und Gepäck?

    hab eine F800GS, also keine Ahnung. Die weiteren Angabe sind für die F800GS, da aber der Motor eigentlich identisch ist ...

    Wie teuer sind die Inspektionen und in welches Intervallen finden sie statt?

    hier mal die Daten einer F800GS, aber die sollten prinzipiell gleich sein
    "kleine" Inspektion alle 10 000km -> ca. 200Euro
    "große" Inspektion alle 20 000km -> ca. 300-350 Euro
    laut BMW Inspektion unabhängig von Kilometerleistung einmal im Jahr


    Wie lange hält ein Kettensatz und was kostet ein neuer?

    ca. 30 000km, hängt aber von Einsatz und Pflege ab
    Kosten neuer: ca. 120-150 Euro

    Wie haltbar ist der Motor?

    sehr haltbar, vor 2013 gab es bei manchen Probleme mit der Benzinpumpe, die Lichtmaschine ist so ab 40 000km anfällig für defekte (aber manche halten auch doppelt so lange)
    Mit der Überarbeitung im Modelljahr 2013 wurden die Problem behoben.

  • Als Wiedereinsteiger müsste ich sie auf 48 Ps gedrosselt fahren


    Aus dem Grund würde ich eher zum Eintopf raten ... vor allem, wenn die Reise noch mit Sozius gefahren werden muss (da zählt dann doch jedes Kilo).


    Bei der (kleinen) Twin müssen immer hin über 20 PS "abgewürgt" werden - beim Eintopf nur 2!
    Oder du suchst nach einer G650GS - die hat von Werk aus bereits "nur" 48 PS.


    In der Regel (und das gilt für alle Rotax-Motoren in den GS'n, sowie für den Nachbau in der G-Reihe) ist alle 10 Tkm eine Pflege-Inspektion und alle 20 Tkm die eigentliche Inspektion fällig.
    Selber bei einer jährlichen Laufleistung von über 20 Tkm spare ich mir die Pflege-Inspektionen und mache nur noch alle 20 Tkm die eigentliche Inspektion (min. ein mal im Jahr).


    Was die Wartbarkeit angeht, so ist auch hier der Einspritzer-Eintopf die bessere Wahl ... etwas weniger Elektronik (z.B. Ringantene, die einem bei der Fehlersuche auf freier Flur zum Wahnsinn treiben kann). Andererseits sind bei einer gebrauchten Twin ab 100 Tkm (zwangsweise) fast alle Kinderkrankheiten langsam draußen ... nur wird man da nicht viele finden (die meisten werden vorher schon auf den Markt zurück "geschmissen" - noch mit den "Kinderkrankheiten").


    Wenn du nur zeitweise gedrosselt fahren willst/musst und das Gefährt aber eh länger betreiben willst, ist eine Twin mit Drossel nicht uninteressant - vorausgesetzt du kannst die Drossel dann auch wieder einfach entfernen. (Also auf die Art der Drosselung achten - da gibt es nämlich verschiedene Ansätze, die bereits umgesetzt wurden - die von rotax erwähnte ist dabei eine der günstigsten und einfachsten; bei denen ab Werk sieht es anders aus).
    Bei dem Weg ist mit der Drossel und Sozius schon eine gewisse "Trägheit" zu verzeichnen (kommt auch auf die Art der Drosselung an), aber wenn dann die Drossel mal wieder raus kommt, ist sie im Sozuis-Betrieb der bessere Tourer.


    Aber wie oben erwähnt dann lieber eine F700GS (also ab/nach Modelljahr 2013), als eine davor ... wegen der "Kinderkrankheiten".


    Selber fahre ich zwar auch schon länger eine F800GS, trauer aber immer wieder in einigen Situationen meiner Dakar (Eintopf-GS) nach - war das wenigerere Moped und auf kleinen Straßen mit engen Kurven der bessere "Flitzer".

  • Ich hatte eine F700 GS neueren Datums im Fokus also auf alle Fälle so ab 2013 und wurde auch fündig.
    Einem Eintopf sagt man nach das die Haltbarkeit nicht sonderlich hoch ist, dies wäre in meinem Fall kontraproduktiv da ich das Motorrad länger fahren will und auch muss.


    Da zu möchte ich um des besseren Verstehen etwas erklären.


    Ich bin ja schon "Motorrad" gefahren 125 ccm um genau zu sein das ist natürlich kein Vergleich.
    Da ich Frühberentet bin könnte ich mir ein Motorrad auch so nie leisten (Anschaffung), das Geld hierzu kommt aus einem Entschädigungsfond der Bundesregierung für ehm. Heimkinder.
    Daher such ich ein Motorrad mit dem man sowohl reisen kann (auch mit Sozia) und mit dem man eben auch Spaß haben kann und es sollte vom Motor her sehr haltbar sein.


    Die BMW f 700 GS scheint diese Kriterien zu erfüllen, das zukünftige Bike sollte neben ausreichend Hubraum (Drehmoment auch um bis zu 80 PS haben, offen versteht sich.
    Da es natürlich viele Motorräder gibt die diese Kriterien erfüllen muss man hier sondieren, über geblieben sind eigentlich 2 ein Japaner und eben die BMW wobei etwas deutsches auch schön wäre.


    Zudem würde ich die Maschine mit einem hohen Windschild, Motor Schutzbügel und Alukoffern ausstatten wollen.

  • Zitat von »Driver50«




    Ich bin auf der Suche nach einem Reisefähigen Motorrad und habe hierzu 8000€ zur Verfügung, daher dachte ich unter anderem an eine BMW f 650 GS.
    da würde ich das Nachfolgemodell, die F700GS, auch mal in Betracht ziehen.

    165 km/h würden ja erst mal reichen

    Zitat von »Driver50«




    Ist dieses Motorrad Reisetauglich, mit Sozia und Gepäck?
    hab eine F800GS, also keine Ahnung. Die weiteren Angabe sind für die F800GS, da aber der Motor eigentlich identisch ist ...

    ok

    Das wäre dann eher schon günstig, Japaner sind da teurer

    Zitat von »Driver50«




    Wie lange hält ein Kettensatz und was kostet ein neuer?
    ca. 30 000km, hängt aber von Einsatz und Pflege ab
    Kosten neuer: ca. 120-150 Euro

    Ich würde die Maschine mit einen Kettenöler ausrüsten und natürlich pflegen.
    Worauf genau ist denn hier zu achten, zb. nach einer Fahrt auf gesalzter Fahrbahn, wie würdest du sie dann reinigen?

    Zitat von »Driver50«




    Wie haltbar ist der Motor?
    sehr haltbar, vor 2013 gab es bei manchen Probleme mit der Benzinpumpe, die Lichtmaschine ist so ab 40 000km anfällig für defekte (aber manche halten auch doppelt so lange)
    Mit der Überarbeitung im Modelljahr 2013 wurden die Problem behoben.

    Kannst du etwas zu den möglichen Laufleistungen sagen?

    Zitat von »Driver50«




    Ich bin auf der Suche nach einem Reisefähigen Motorrad und habe hierzu 8000€ zur Verfügung, daher dachte ich unter anderem an eine BMW f 650 GS.
    da würde ich das Nachfolgemodell, die F700GS, auch mal in Betracht ziehen.

    Das habe ich schon, die f 650 GS wurde nur zuerst angezeigt.

    Das wäre dann die gute Nachricht.

    Zitat von »Driver50«




    Ist dieses Motorrad Reisetauglich, mit Sozia und Gepäck?
    hab eine F800GS, also keine Ahnung. Die weiteren Angabe sind für die F800GS, da aber der Motor eigentlich identisch ist ...

    Wie groß ist denn der Unterschied zur f 800 GS?

    Auch hier ist BMW ehr günstig gegen der Konkurrenz aus Fernost.

    Zitat von »Driver50«




    Wie lange hält ein Kettensatz und was kostet ein neuer?
    ca. 30 000km, hängt aber von Einsatz und Pflege ab
    Kosten neuer: ca. 120-150 Euro

    30.000 ist doch schon mal etwa

    Zitat von »Driver50«




    Wie haltbar ist der Motor?
    sehr haltbar, vor 2013 gab es bei manchen Probleme mit der Benzinpumpe, die Lichtmaschine ist so ab 40 000km anfällig für defekte (aber manche halten auch doppelt so lange)
    Mit der Überarbeitung im Modelljahr 2013 wurden die Problem behoben.

    ich wollte eh eins so ab 2013 kaufen, nicht älter.

  • Eintopf sagt man nach das die Haltbarkeit nicht sonderlich hoch ist


    Bei japanischen Eintöpfen vielleicht ... aber wir reden hier von einem Rotax-Eintopf.


    Wenn du mal im Thread zu den aktuellen Kilometerständen dir die Mopeds mit über 100 Tkm ansiehst, so findest du bei den 20 Stück nur eine Twin (meine)! ... also wie war das nochmal mit der Haltbarkeit?


    Und auch in den Nachbarforen zur Twin findest du nicht all zu viele mit über 100 Tkm, aber generell mehr BMW/Rotax-Eintöpfe, die darüber sind.

  • Hallo,

    könnte ich mir ein Motorrad auch so nie leisten (Anschaffung),

    Ein Motorrad ist ja nicht unbedingt ein billiges Fortbewegungsmittel. Zwar sind die Benzinkosten verglichen mit einem Auto etwas niedriger, dann sicher auch Steuern und Versicherung, aber letztere fallen insgesamt nicht so ins Gewicht, aber die Wartungskosten sind vergleichbar, natürlich auch davon beinflusst, wieviel man selber machen kann ud will. Hinzu kommen noch die nicht zu vernachlässigenden Kosten für Kleidung inkl. Helm, in Deinem Fall für 2 Leute.


    Einem Eintopf sagt man nach das die Haltbarkeit nicht sonderlich hoch ist

    Das ist ein Allgemeinplatz, der für den F650GS-Eintopf nicht zutrifft. Ich hatte mit meiner Einzylinder-F650GS 90000 km erreicht, bis die erste große Sache - Kupplung - auftrat.


    eher zum Eintopf raten

    Außer dem Namen haben die F650GS-Einzylinder, heute G650GS, und die F650GS-Zweizylinder, die heute F700GS bzw. F800GS heißen, nicht viel gemeinsam.


    Ich hatte eine F700 GS neueren Datums im Fokus also auf alle Fälle so ab 2013 und wurde auch fündig.

    Grundsätzlich keine schlechte Wahl.


    Sozia

    macht sich auf den größeren, also den Zweizylindern sicher besser als bei den Einzylindern.


    bis zu 80 PS haben, offen versteht sich

    Soll sie später offen sein, kämen die Einzylinder F650GS bzw. G650GS nicht mehr in Betracht.


    Was die Wartbarkeit angeht, so ist auch hier der Einspritzer-Eintopf die bessere Wahl ... etwas weniger Elektronik

    Mit der Elektronik der Zweizylinder hatte ich mit meiner F800GS, die der F700GS in diesem Punkt weitgehend gleicht, noch keine Probleme, auch wenn ich um das Problem mit der Lichtmaschine der älteren Baujahre weiß. Andere Anfälligkeiten sind mir bei diesem Modell auch nicht bekannt.
    Was die Wartbarkeit angeht, habe ich gehört, dass die Zweizylinder weniger verbaut sind, was die Werkstattkosten senkt. Für einen Rentner mit viel Zeit zum Basten vielleicht nicht der wichtigste Punkt.


    Wie groß ist denn der Unterschied zur f 800 GS?

    Der Motor ist m. W. nicht wie geschrieben, identisch, sondern nur ähnlich, in den meisten Bauteilen baugleich, aber m. W. unterscheidet sich die Kurbelwelle. Vom Fahrwerk ist die F700GS etwas niedriger ... und ansonsten kannst Du ja mal selber in den Beschreibungen von BMW schauen. Insgesamt hat die F800GS etwas mehr G als die F700gS.


    Ich würde die Maschine mit einen Kettenöler ausrüsten und natürlich pflegen.

    Ich bin immer ohne Kettenöler ausgekommen ! Wenn der so wichtig wäre, gäbe es das serienmäßig.


    Worauf genau ist denn hier zu achten, zb. nach einer Fahrt auf gesalzter Fahrbahn, wie würdest du sie dann reinigen?

    Wie jedes andere Motorrad auch, jedenfalls ist das keine modellspezifische Frage - man könnte die zum Winter zurückstellen. Wer mit dem Motorrad vor dem Eiscafé repräsentieren möchte, fährt einfach nicht im Winter, sieht man es hingegen mehr als Fortbewegungsmittel, macht man sich über diese Frage keine so großen Gedanken.






    Eckart

  • Einem Eintopf sagt man nach das die Haltbarkeit nicht sonderlich hoch ist, dies wäre in meinem Fall kontraproduktiv da ich das Motorrad länger fahren will und auch muss.

    Die Rotax Eintöpfe erreichen eine sehr hohe Laufleistung. Schau einfach mal im Thread mit der Kilometerleistung nach, dort ist z.B. eine GS mit 170 000km ohne große Reparaturen. Meine Dakar geht auf die 130 000km zu und dort war auch noch nichts am Motor ....
    Für mich ist es ein Gerücht, das Einzylinder nicht lange halten.


    Aber ein Eintopf ist mindestens 9 Jahre alt und wie die Ersatzteilversorgung wird auch nicht besser.


    Also an deiner Stelle würde ich eher zur F700GS tendieren.


    Ich würde die Maschine mit einen Kettenöler ausrüsten und natürlich pflegen.
    Worauf genau ist denn hier zu achten, zb. nach einer Fahrt auf gesalzter Fahrbahn, wie würdest du sie dann reinigen?

    Kettenöler sollte die Lebensdauer verlängern


    Nach Fahrt in Salzwasser, Motorrad gründlich mit kaltem Wasser abspritzen, inkl. Kette. Anschliessend trockene Kette wieder schmieren.


    Kannst du etwas zu den möglichen Laufleistungen sagen?

    schwierig, es gibt auch Automotoren die nach 30 000km den Geist aufgeben ...


    Aber ich gehe davon aus, das 100 000km wirklich kein Problem sind. Mechanisch sind mir keine Schwachstellen bekannt.
    Also bezüglich Laufleistung würde ich mir keine Sorgen machen.


    Wie groß ist denn der Unterschied zur f 800 GS?

    sehr groß, hier mal die größten Unterschiede
    - 800 ist auf Leistung abgestimmt, 700er auf Drehmoment
    - Sitzhöhe 800er viel höher als 700er
    - komplett unterschiedliches Fahrwerk und Abstimmung
    - 800er 21'' Vorderrad 700er 19''
    - 800er ein "Geradeausläufer", 700er eher "wendig"


    Zitat

    ich wollte eh eins so ab 2013 kaufen, nicht älter.

    :thumbsup2:

  • Nach dem was ich hier so gelesen und auf you tube gesehen habe werde ich mir/uns wohl eine F700 GS kaufen, bei mobile.de gibt es Händlerfahrzeuge mit Safety sowie Comfort Paket und 1.800 km auf der Uhr für 7.990 Euro.
    Im Laufe der Zeit kämen dann noch Koffer, Handprotektoren und Motorschutzbügel hinzu, fertig.
    Wie es scheint kann man mit ihr doch schon soweit ins Gelände fahren wie es die meisten wohl eher nie tun würden, zum Abstecher in die Botanik im Urlaub reicht es allemal.
    Ich stehe nun mal auf Made in Germany.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Driver50 ()

  • Eintopf sagt man nach das die Haltbarkeit nicht sonderlich hoch ist

    Bei japanischen Eintöpfen vielleicht ... aber wir reden hier von einem Rotax-Eintopf.


    Wenn du mal im Thread zu den aktuellen Kilometerständen dir die Mopeds mit über 100 Tkm ansiehst, so findest du bei den 20 Stück nur eine Twin (meine)! ... also wie war das nochmal mit der Haltbarkeit?


    Und auch in den Nachbarforen zur Twin findest du nicht all zu viele mit über 100 Tkm, aber generell mehr BMW/Rotax-Eintöpfe, die darüber sind.

    Das heißt jetzt aber nicht das der Rotax Twin keine 100.000 km schafft, oder etwa doch?

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Eckart () aus folgendem Grund: Zitatklammern berichtigt

  • Das heißt jetzt aber nicht das der Rotax Twin keine 100.000 km schafft, oder etwa doch?


    Die mir bekannten kann ich bis jetzt an einer Hand abzählen ... und meine steht da an der Spitze :whistling: (über 170 Tkm in 6,5 Jahren).


    Ein Tipp zu den Twins: Lasse sie nie länger als 6 Tage stehen und wenn dann nicht unter 100 km fahren - dann reichen alle Standard-Inspektionen und nur ab und zu muss mal eine der Kinderkrankheiten beseitigt werden (wenn sie denn auftreten). ... und man hat mit dem Rotax keine Probleme (gilt eigentlich auch für den Eintopf). :giggle:

  • Hallo,
    Ich habe mal Deine Zitatklammern berichtigt. Vielleicht sollte man, wenn man im Forum noch nicht ganz so trittsicher ist, seine Beiträge vor dem Senden mal mit der Vorschau prüfen, denn wenn sie wirr erscheinen, werden sie bestenfalls schlecht bis gar nicht verstanden, im schlechten Fall gar nicht erst gelesen.


    Das heißt jetzt aber nicht das der Rotax Twin keine 100.000 km schafft, oder etwa doch?

    In der Kilometerliste sind ja auch ein paar 800er. Kilometerfresser tuxbrother ist da ja schon weit drüber, ich nähere mich knapp 90000. Es ist aber immer so, dass noch nicht ganz so alte Modelle erst ein paar Jahre brauchen, bis eine wahrnehmbare Anzahl in diese Kilometerklasse fällt. Statistische Aussagen lassen sich auf solchen Listen auch schwer ableiten - nur Anhaltspunkte.


    Eckart

  • Ein Tipp zu den Twins: Lasse sie nie länger als 6 Tage stehen und wenn dann nicht unter 100 km fahren

    So einem Tip würde ich mir nicht zu Herzen nehmen und er kann leicht so verstanden werden, als müsse man so ein Fahrprofil einhalten, weil sich das Modell sonst nicht eigne.
    Natürlich müssen bei einem Kilometerfresser die Kilometer irgendwo her kommen und das geht natürlich nicht mit Fahrten nur ums Eck. Zwar habe auch ich noch eine überdurchschnittliche Kilometerleistung, aber der Löwenanteil meiner Fahrten ist weit unter 100 km, z. B.: 16 km zur Arbeit bzw. zurück. Selbstverständlich hat sich das Motorrad nach mir zu richten und nicht umgekehrt. Kann ja sein, dass man Vorteile aus einer längeren durchschnittlichen Strecke ziehen kann, wenn das aber nicht klappt, ist das auch kein Problem !


    Eckart

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Eckart () aus folgendem Grund: z. B.

  • Weil bei mir das Thema Sozia ja auch aktuell ist, fahrt, wenn möglich, mal eine 800er und eine 700er gemeinsam Probe.


    Mein Gedanke, auf einem größeren Mopped sitzt es sich für die Sozia bequemer und sie wird lieber mitfahren. Auf eine F700 würde ich mein Weib wohl kaum bekommen, wenn es mal weiter als zum Biergarten geht. Bei ner F800 sollte das kein Thema sein.


    Und wegen der Drosselung, mein Kürbis ist auch auf 48PS (von original 95) gedrosselt und ich hab selten Probleme den Anschluß zu halten, wenn nicht sogar wegzufahren. Heute auf dem Namlos und dem Hahntennjoch wieder gemerkt :biggrin:


    Also ich würde bei deinen Anforderungen nach einer 800er schauen :g:

  • Ich habe ein Budget von 8.500 - 9.000 Euro zur Verfügung da wird es nichts mit einer f 800 gs und wenig Kilometer, die aber sollen es sein da ich selber Vielfahrer bin und auch Fernreisen geplant sind, da kommen dann schnell
    Was ist denn mit der Kombi f 700 gs und Komfortsitzbank wäre sie dann für den Soziabetrieb besser geeignet?
    Anders gefragt wo genau liegen denn die Unterschiede zwischen beiden Modellen außer im KW/NM Bereich ist sie denn soviel besser als ihre kleine Schwester?

  • Allein wegen der Laufleistung mich auf ein Modell einzuschießen halte ich für eine falsche Methode.
    Bei dem Budget finden sich ja doch einige F800GS, die gerade mal bisl was über 10.000km haben. Das ist doch grad eingefahren.
    Beispielsweise die hier: BMW F 800 GS
    Da sind sogar schon Koffer dran. Würde ich nicht schon meinen Kürbis haben, das wäre eine, die ich mir sicher anschauen würde.


    Ausserdem bin ich eh der Meinung, das ein Motorrad mit mehr Kilometer auf dem Buckel unterm Strich trotzdem das besser Fahrzeug sein kann, als das mit wenig Kilometer, das aber nicht ordentlich behandelt wurde.


    Ob die 700er mit Soziussitzbank besser ist, keine Ahnung, bin ja beide noch nicht gefahren. Aber mehr Platz ist mehr Komfort. Gerade wenn man verreisen will.
    Probiert doch einfach mal beide aus, dann merkt man das recht schnell.
    Ne ordentliche Sitzbank würde ich mir so oder so zulegen als Vielfahrer.

  • Gerade wenn du selbst Vielfahrer bist ist doch die km Leistung eigentlich völlig egal. Ob die jetzt 15 oder 50.000 auf der Uhr stehen hat, in 3 Jahren steht eh eine 1 vorne.
    Außerdem noch eine Grundregel des Gebrauchtkaufs: niemals fast das gesamte Budget für's Motorrad selbst ausgeben. Ich würde immer 10-20% des Budgets (in dieser Preisklasse jedenfalls) für fällige Wartungen und Reparaturen bzw Modifikationen zurückhalten. Und mich bei der Suche auf Modelle beschränken, die die gewünschten Modifikationen schon haben. Koffer z. B. Sind für lange Reisen zu zweit unausweichlich. Wenn du die Teile neu bei Touratech holst bist du gerne mal über 1000 Euro los (für alle 3 Koffer). Der zu erwartende Aufpreis bei einem gebrauchten Motorrad mit gebrauchten Koffern liegt deutlich darunter (schätze etwa 200-300).
    Zu den Motorrädern kann ich leider nicht viel beitragen. Bin die 700er nur 1 mal gefahren und da hatte ich meinen Führerschein noch nicht (Autobahnfahrt), die 800er noch gar nicht. Kann dir aber bestätigen, dass die Einzylinder für Fernreisen zu zweit nicht ideal ist. Der Eintopf ruckelt auf Dauer doch ganz schön und die 48PS haben kräftig mit dem Gewicht zu kämpfen.
    Vorschlag zur anderen Aufteilung der 8500 Euro: Frauchen macht für 1500 einen eigenen Motorrad führerschein und vom restlichen Budget werden dann 2 schön erhaltene F Einzylinder gekauft :)

  • Mein Gedanke,

    Oder ist der Gedanke vielleicht der:

    auf einem größeren Mopped sitzt es sich für die Sozia bequemer und sie wird lieber mitfahren

    und nicht auf die Idee kommen, selber fahren zu wollen, denn da käme sie nämlich womöglich mit den Füßen nicht auf die Erde.


    Ich habe ein Budget von 8.500 - 9.000 Euro zur Verfügung

    Für das Geld bekäme man ja auch schon ein Neumotorrad, natürlich keine F800GS. Aber wenn das Budget so scharf umrissen ist: Sind denn da auch die Nebenkosten eingeplant ? Größer Posten ist da sicherlich die bei einem Wiedereinsteiger vielleicht nicht mehr passend bzw. vollständig vorhandene Fahrerausstattung mit Helm, Stiefel, Anzug und Handschuhen, die auch nochmal mit größenordnungsmäßig 1000 EUR pro Person hinzukommt - mehr geht locker auch, klar gibts noch den low budget Bereich, aber wenn ich lese

    Fernreisen

    Die kosten ja auch was. Wo soll es denn hingehen ?


    Was ist denn mit der Kombi f 700 gs und Komfortsitzbank wäre sie dann für den Soziabetrieb besser geeignet?

    Die Standardsitzbank der F800GS und vermutlich auch der F700GS gilt als unbequem - auch bei mir - und deshalb hatte ich mit eine Sitzbank aus dem Zubehör geholt, von Touratech die niedrige Sitzbank. Die Höhe ist damit zwar kaum geringer, aber bequemer ist die schon. Das kann ich zwar nur aus dem Blickwinkel des Fahrers sagen, aber das reicht ja schon.


    Eckart

  • Was die KM-Leistung bei gebrauchten Twins angeht, so wäre eine über 20 Tkm, die bereits die 20T-Inspektion hinter sich hat nicht verkehrt.
    Warum: Bei der 20er (Voll-)Inspektion werden zumeist einige (Start-)Mängel beseitigt und ggf. auch entsprechende Updates eingespielt. Das könnte für jemanden nicht uninteressant sein, der dann eh mehr selbst die kommenden Inspektionen machen will (wird sonst nämlich teuer, wenn man dann doch mal wieder in eine BMW-Werkstatt deswegen muss).


    Somit könnte bei dem Budget auch mehr Auswahl vorhanden sein.


    Was die Unterschiede angeht: Ich kenne jemanden, der (vor allem auf Grund seiner eigenen Größe/Kleinheit) sagt, dass die kleine Twin die bessere 800er ist - aber hier sind auch einige Umbauten getätigt worden (und mittlerweile fährt er doch eine 800er ADV).
    Hierzu: Wenn eh primär befestigte Straßen im Fokus sind, ist das 19er Vorderrad an sich die bessere Wahl.
    Andererseits: Wenn Fernreisen im Fokus stehen und damit auch mehr die unbefestigten Wege unter die Räder kommen (werden), so sind viele vom 21er Vorderrad der großen Twin überzeugt (aber auch von den längeren Federwegen).


    Noch ein (vielleicht) Nachteil an der großen Twin: Die lange Übersetzung gerade im ersten Gang. Die kleine Twin ist hier kürzer übersetzt und einige Fahrer der großen Twin haben auf die Übersetzung der kleinen Twin umgerüstet (die ADV hat vom Werk aus die kürzere Übersetzung).
    Selber hab ich mit der langen Übersetzung der großen Twin kein Problem ... im Winter kann es sogar von Vorteil sein, da im ersten Gang problemlos auch mit 50 km/h gefahren werden kann und bei Eis und Schnee somit die Beschleunigung und Verzögerung besser kontrolliert werden kann (ein Gangwechsel bei einem anderen Moped hat mich da schon eher ins Schleudern gebracht). (Dies vor allem innerhalb geschlossener Ortschaften und dies bisher auch nur in für hiesige Verhältnissen extremen Wintern von Nöten gewesen.)


    Was Vielfahrer angeht (da ich selber dazu gezählt werde): Die oben erwähnte Sache mit "nicht zu lange stehen lassen" hat einen Grund: Wenn du in den Foren durchgehst, wirst du feststellen, dass viele ihre Batterien im Frühjahr wechseln (und das teilweise sogar obwohl sie ein Ladegerät mit Erhaltungsladung über den Winter dran hatten). Meine Erfahrung ist (gerade im Winter), dass wenn die Batterie beim Starten "Schwächeanzeichen" zeigt, dann schaue ich alsbald eine Runde um die 100 km zu fahren - damit hab ich meine Batterie bis heute erhalten geschafft ... und das ohne Ladegerät.


    Wenn du eh schon nach "neueren" Baujahren suchst, solltest du das LiMa-Problem nicht haben - Änderung dazu war so 2011 und ist vor allem seit 2012 in allen vom Werk aus behoben.
    Selber hab ich irgend wann wechseln müssen und mit dem neuen Stator bin ich mittlerweile über der Zeit, bei dem die Probleme mit dem alten angefangen haben. (Es waren primär die großen Twins davon betroffen.)


    Vielleicht noch was: Bei ca. 100 Tkm hab ich das Federbein hinten gewechselt (umgerüstet auf ein Wilbers) - der Grund: es hat sich langsam angefühlt wie bei so einem Hillbilly-Cruser aus den 60ern. Mittlerweile hätte ich sogar eine Adresse für eine günstige aber gute Überarbeitung, die vollens hätte ausreichen können (für ca. gerade mal ein Fünftel vom Preis des Wilbers).


    Noch eine Empfehlung: LKL - achte darauf, dass hier bei einem Wechsel sehr sauber und korrekt gearbeitet wird. Auch hier ein Fett einzusetzen, dass gegen Rost wirkt (z.B. aus dem Hochsee-Bootsbau) kann von Vorteil sein.
    (Die Geschichte dazu will ich hier jetzt lieber nicht ausbreiten, hat aber mehrere LKLs gekostet, die eine zeitlang fast alle unter 10 Tkm hatten gewechselt werden müssen - mehrere davon gingen sogar auf Gewährleistung von BMW selbst, die den ersten Wechsel dazu "versaut" hatten. Mit Hilfe einer freien Werkstatt hatte ich das Problem dann erst wieder in den Griff bekommen.)




    PS.: Erklärung zu "große Twin" vs. "kleine Twin":
    Die Ggroße Twin ist die F800GS - die kleine Twin ist die F650GS oder F700GS. Der Punkt: Alle drei Modelle sind 800er, dennoch gibt es gerne Verwechslungen. Gerade bei der F650GS wurde am Anfang immer oft mit dem Eintopf, der ebenfalls F650GS heißt, verwechselt, was gerade in Foren zu irrwitzigen und manchmal irritierenden Beiträgen geführt hat.
    Dazu sind die Motoren der (im Namen) 650er und 700er sehr identisch - hier kommen die Unterschiede eher durch das Facelifting beim Wechsel von der F650GS zur F700GS ... somit werden diese gerne zusammen als "kleine Twin" bezeichnet.
    Die Unterscheidung ist somit eher durch die Leistungsbegrenzung entstanden: Die große Twin hat über 80 PS, die kleine hat halt nur etwas über 70 PS ... ist aber in keinster Weise als Degradierung o.ä. zu sehen sondern dient eigentlich nur der Unterscheidung, da der Leistungsunterschied auch durch Teile im Motor selbst wiederspiegeln (sprich es gibt hier ein paar gravierende Unterschiede - z.B. Nockenwelle).

  • @ Eckhard


    Wir wollen zb. nach Bayern, Österreich, Tschechien, Dolomiten und vielleicht mal nach Norwegen.


    Da kommen ja doch so einige Km zustande was mich persönlich davon abhält ein Motorrad zu kaufen mit km Stand im 5 Stelligen Bereich.
    Motorrad Bekleidung ist bereits vorhanden und auch Helme sind bereits gekauft da das hier kein Geld mehr investiert werden müsste, anders sieht es aus in Bezug auf das Bike, hier müssten Koffer, Navi, Motorschutzbügel und höherer Windschild montiert und natürlich auch bezahlt werden.


    Die Original BMW Variokoffer sind günstiger als die aus dem Touratech Sortiment kosten aber immer noch knapp 1000 Euro, im Internet habe ich eine Maschine gefunden an der bereits fast alles montiert war bis auf den Motorschutz.
    Auf you tube sind Videos wo es mit eine f 700 gs durch Südamerika geht sie scheint daher doch schon sehr offroad tauglich zu sein wobei ich nicht behaupte das die f 800 gs nicht doch alles besser kann.
    Wieviel km Gesamtlaufleistung traut ihr den Motoren denn zu, gute Pflege und Wartung vorausgesetzt?