F650GS geht immer aus, saugt drei Batterien leer, Reglerwechsel half nicht

  • Hallo liebe Experten,

    meine F650GS macht überhaupt nicht mehr, was sie soll, und ich bin ratlos. Ständig geht sie aufgrund von Batterieschwäche auf Reisen in die Knie - bereits vier Mal ist mir das jetzt passiert. Beim ersten Mal im Stadtverkehr hat der ADAC gesagt, ich solle die Batterie austauschen, das habe ich gemacht. Bin wieder liegengeblieben, mit 120 auf der Autobahn, was kein Spaß war. Daraufhin in Werkstatt, die den Regler der Lichtmaschine ausgetauscht haben. Nächste Reise bleibe ich wieder liegen, die neue Batterie macht wieder schlapp. Ein BMW-Meister, vor dessen Grundstück ich zufällig liegenblieb, half mir und hat alles durchgemessen. Er sagte, der Regler sei wohl falsch eingestellt, er würde die Batterie im Betrieb zu stark aufladen. Ich solle also eine neue einbauen (sofort gemacht) und alle Verbraucher einschalten. Da blieb ich nach 130 km wieder liegen, und die wieder neue Batterie gibt keinen Mucks mehr von sich, jedenfalls geht die Zündung nicht mehr an und die Uhanzeige spinnt. Ich liege jetzt auf dem Land bei Lübeck fest. Klar muss sie wieder in die Werkstatt zurück. Aber hat das jemand von euch schon mal ähnlich erlebt? Und was war dann bitte das Problem? Die Werkstatt hatte mir gesagt, die Lichtmaschine sei i.O., das hätten sie durchgemessen. Vielleicht mag ja jemand etwas dazu schreiben? Wäre schön.

    LG - barefoot

  • Hallo,

    hat der ADAC gesagt, ich solle die Batterie austauschen

    Man kann von einem Pannenhelfer keine tiefgründige Analyse erwarten, aber zumindest ist mal die Richtung klar, in der man suchen muss.

    Werkstatt, die den Regler der Lichtmaschine ausgetauscht haben

    Von einer Werkstatt erwartet man natürlich mehr Gründlichkeit, aber Erwartungen werden nicht immer erfüllt und manchmal ist es auch schwer, im Zusammenwirken der Komponenten Regler, Lichtmaschine und Batterie die fehlerhafte Komponente zu finden.

    Ein BMW-Meister, vor dessen Grundstück ich zufällig liegenblieb, half mir und hat alles durchgemessen. Er sagte, der Regler sei wohl falsch eingestellt, er würde die Batterie im Betrieb zu stark aufladen.

    Einstellen kann man den Regler nicht. Verhält er sich wie beschrieben, ist es entweder der falsche Typ oder er ist einfach kaputt. Liefert er eine zu hohe Spannung, verkocht die Batterie, eine wartungsfreie ist dann auch kaputt, eine nachfüllbare kann man manchmal noch retten.

    jedenfalls geht die Zündung nicht mehr an und die Uhanzeige spinnt

    Du hast Deinen Beitrag in die Zweizylinder-Kategorie gesetzt. Wenn das stimmt, hast Du ja nicht nur eine Uhr, sondern noch ein paar andere Anzeigen, meist hat man den Bordcomputer. Ich habe nur ganz wenige Zweizylinder ohne einen solchen gesehen. Der Tip von Mac bezieht sich auf die Einzylinder.

    Die Werkstatt hatte mir gesagt, die Lichtmaschine sei i.O., das hätten sie durchgemessen.

    Die Zweizylinder haben ja als Schwachstelle die Lichtmaschine: Wegen zu geringer Kühlung können die verbrennen, dann wird die Batterie nicht mehr geladen. Siehe hier: http://www.800gs.de/threads/au…ach-stratorwechsel.41317/


    Bei Reglerfehlern kann das auch passieren, häufiger ist da aber der Fehler, der zur Überladung wegen Überspannung führt.

    Reglerfehler sind bei der Vergaser-F ein häufiger Ausfallgrund, bei den Einspritzermodellen, Ein- wie Zweizylinder weniger.


    Ansonsten sind die Steckverbindungen zwischen Lichtmaschine und Regler eine häufige Fehlstelle.


    Hast Du sowieso einen Werkstattaufenthalt vorgesehen, wäre die nähere Analyse Aufgabe der Werkstatt.

    Ansonsten wären Spannungsmessungen - schon ganz oft im Forum beschrieben - der nächste Schritt.


    Eckart

  • Lieber Eckhart,

    zunächst einmal die Bitte um Entschuldigung, ich habe den Beitrag falsch eingestellt - es handelt sich um eine Einzylinder-Einspritzer-Maschine. Danke für die wertvollen Hinweise! Die Werkstatt war typenoffen. Ich neige jetzt dazu, doch zu BMW zu gehen - allerdings wäre das vielleicht unklug, weil ja möglicherweise die andere Werkstatt was verbockt hat, z.B. die Steckverbindung nicht richtig zusammengefügt...

    Schönen Abend noch!

    barefoot


    Ein Danke auch an mac!

  • Das eine Überspannung des Reglers die Batterie in einer halben Stunde killt kann ich mir schwer vorstellen. 100% ausschliessen will ich dies nicht.

    Ein BMW-Meister, vor dessen Grundstück ich zufällig liegenblieb, half mir und hat alles durchgemessen. Er sagte, der Regler sei wohl falsch eingestellt, er würde die Batterie im Betrieb zu stark aufladen. Ich solle also eine neue einbauen (sofort gemacht) und alle Verbraucher einschalten.

    Hat der Regler eine Überspannung (grösser 14.8 Volt), so ist der Tipp vom Mechaniker mit möglichst viel Verbraucher einstellen, richtig. Einzige echte und langfristige Anhilfe ist ein neure Regler, falls ein Fehler an der Sense Leitung ausgeschlossen werden kann.


    Einstellen kann man den Regler nicht. Verhält er sich wie beschrieben, ist es entweder der falsche Typ oder er ist einfach kaputt. Liefert er eine zu hohe Spannung, verkocht die Batterie, eine wartungsfreie ist dann auch kaputt, eine nachfüllbare kann man manchmal noch retten.

    Praktisch und ohne Modifikationen kann man den Regler nicht einstellen. Theoretisch oder in einem Fehlerfall jedoch schon. Ein funktionstüchtiger Regler regelt so, dass am Sense-Eingang eine Spannung von ca. 14 Volt anliegt. Wenn ein Spannungsabfall zwischen Regler-Ausgang und Sense-Eingang vorliegt, dann wird die Ausgangsspannung unweigerlich in die Höhe schiessen und den Abfall kompensieren. Einen solchen Abfall können z.B. korrodierte oder verbrannte Steckerverbindungen verursachen. Been there done that. Wie man so schön sagt. War im Chablais mit der Uhr-F. Zuerest leergekochte Batterie welche ich mit Evian "Mineralwasser" o_O (hat zum sehr wenig Mineralien) notdürftig wieder zum Leben erweckt hatte. Nach Einbau einer neuen Batterie auch innerhalb von einer Stunde wieder liegengeblieben (Zum Glück gerade bei einer Autowerkstätte) Route https://goo.gl/maps/yNajUKXQ6f52. Der Stecker Ausgangs Regler war total verkohlt.


    Weisst Du evtl. noch den Spannungswert welcher der Mechaniker im Leerlauf oder bei leichtem Gas gemessen hat?


    Von deiner Beschreibung vermute ich aber eher, dass die Batterie gar nicht geladen wird. Gründe können Kabel, Stecker und Verbindungen, Regler oder Lichtmaschine sein.

    Kabel verschmort - bitte was? und 3-adriges gelbes Kabel zwischen Regler und Lichtmaschine


    Ist es eine normale Batterie bei der man den Flüssigkeitsstand sieht? Wenn ja ist noch in allen Zellen die Flüssigkeit über Min.?


    Falls ja und wenn du eine Möglichkeit hast die Batterie zu laden, dann mach das. Mit Glück ist sie nicht ganz kaputt. Danach wieder an das Motorrad anschliessen und Zündung einschalten.


    Dann diesen Messmarathon durch ziehen (leider bezieht der sich auf die Ur-F, dein Regler ist natürlich nicht unter dem Sitz, und du hast evtl. auch nicht diese Schwänzchen.) Farben können auch anders sein.

    Muss mal bei meiner Dakar schauen wie es sich genau verhält.


    Spannung direkt an der Batterie von Minus nach Plus (soll: Ausgeschaltet >12 Volt, Zündung ein >12 Volt, im Leerlauf 13 - 13.8 Volt , und 13.8 - 14.5 Volt bei >3500 rpm).


    Spannung von Batterie Plus zu Motorradrahmen (unlackiertes Teil/Schraube finden, soll negative Batteriespannung) Finden wir nirgendwo so ein Teil, dann haben wir einen Fehler gefunden.

    Spannung von Batterie Minus zu Motorradrahmen. (soll 0V)

    Spannung von Batterie Plus zur grünen Leitung am Laderegler (das Kühlrippenteil unter der Sitzbank). (soll 0V)

    Spannung von Batterie Plus zur roten Leitung am Laderegler. (soll 0V)

    Spannung von Batterie Minus zur braunen Leitung am Laderegler (das kleine Schwänzchen, dass am Rahmen angemacht ist. Bitte am möglichst am Draht und nicht an der Öse oder Schraube messen). (soll 0V)

  • Hallo,

    Das eine Überspannung des Reglers die Batterie in einer halben Stunde killt kann ich mir schwer vorstellen.

    Mir kommt das auch unwahrscheinlich vor. Aber bei Überladung könnte die Spannung so ansteigen, dass die Elektronik nicht mehr richtig funktioniert. Ohne Kenntnis der Zusammenhänge und genauere Diagnose könnte man das fälschlich als Batterie kaputt deuten.

    falls ein Fehler an der Sense Leitung ausgeschlossen werden kann.

    Kann er, weil es diese Leitung bei der GS nicht gibt; damit erübrigen sich auch alle davon abgeleiteten Überlegungen.


    Nun liegt das Fall ja schon eine Woche zurück, wir werden auf die Rückmeldung des Fragestellers warten müssen, vermutlich nachdem er bei einer Werkstatt war ?


    Eckart

  • Ihr seid toll! Danke für eure Überlegungen! Ich habe das Moped jetzt seit drei Wochen in der Werkstatt. Man findet dort keinen Fehler. Um es nochmal zusammenzufassen: Drei Batterien haben schlappgemacht (davon die Ursprungsbatterie, die 10 Jahre alt war und zwei neue Gel für 99 Euro von Luis), nach der zweiten Batterie wurde ein neuer Spannungsregler eingebaut, dennoch blieb die Maschine noch zwei Mal liegen - einmal nach ca. 300 km, dann mit wieder neuer Batterie nach nur 120 km. Jetzt hat die Werkstatt eine teurere Batterie (natürlich auf meine Kosten) eingebaut und fährt das Motorrad solange, bis der Fehler auftaucht (die Saison geht so dahin...), zusätzlich haben sie ein Voltmeter installiert (die Spannung geht nie über 14,8 Volt!). Der Mechaniker hegt nun die Vermutung, dass die Batterien Sch... waren. Ich frage mich dann bloß, warum der angeblich kaputte Spannungsregler für 350 Euro ausgetauscht wurde. Klar, die geben ihr Bestes, aber irgendwie steckt da der Wurm drin. Die ganze Sache hat mich bis jetzt mit Reparuturen, Abschleppkosten (ADAC prüft noch, weil es ja dasselbe Problem war...), Reparaturen und diverse Batterien 850 Euro gekostet - ohne, dass das Problem beseitigt ist. Sorry für die Tränen, aber es ist zum Haareraufen.

    Schöne Grüße und ja, wenn euch noch etwas einfällt...

  • Hallo,

    Die ganze Sache hat mich bis jetzt mit Reparuturen, Abschleppkosten (ADAC prüft noch, weil es ja dasselbe Problem war...), Reparaturen und diverse Batterien 850 Euro gekostet - ohne, dass das Problem beseitigt ist.

    Die Enttäuschung kann ich nachfühlen.

    wenn euch noch etwas einfällt

    Eine Schwierigkeit zu helfen ist, dass wir, das Forum, mit Dir sprechen, aber Deine Werkstatt das Motorrad hat. Tips hast Du ja bekommen, aber wir wissen nicht genau, was nun alles genau getan wurde.

    Man findet dort keinen Fehler.

    Natürlich gibt es sporadische Fehler, die sich nur machmal zeigen und so einer Analyse entziehen, sodass man evtl. Teile auf Verdacht wechseln muss. Aber am Anfang sollte die Analyse stehen, bei der systematisch nach Fehlern gesucht wird.

    Drei Batterien haben schlappgemacht

    Wenn die erste 10 Jahre gehalten hat, war das ein guter Wert.

    zwei neue Gel für 99 Euro von Luis

    Zweimal das gleiche Modell ?

    Nicht dass Du da Opfer eines Serienfehlers geworden bist, denn so klingt es ja fast, wenn

    Der Mechaniker hegt nun die Vermutung, dass die Batterien Sch... waren.


    Was bedeutet eigentlich

    die Spannung geht nie über 14,8 Volt

    Ist das ein gelegentlich erreichter Spitzenwert oder der meistens anstehende Wert ?
    Das käme mir ein wenig viel vor ohne dass ich mir sicher wäre, dass das ein wirklich zu hoher Wert ist.


    Ich mag ungern von der nächsten Batterie sprechen, wenn es aber doch sein muss, würde ich erst einmal eine billige Blei-Säure-Batterie nehmen - das hat in diesem Fall mehrere Vorteile:

    • Ein Überladen erkennt man leicht am Schwinden der Säure
    • Man kann sie nochmal "reparieren" durch Nachfüllen von Wasser
    • Der Verlust ist nicht so hoch, wenn er sich wiederholt.
    • Eine Fortsetzung eines möglichen Serienfehlers der Batterie ist ausgeschlossen.


    Ich frage mich dann bloß, warum der angeblich kaputte Spannungsregler für 350 Euro ausgetauscht wurde.

    Klar, die geben ihr Bestes

    Das Beste ist vielleicht nicht gut genug ?

    Entweder war der Wechsel wirklich voreilig weil ohne Analyse oder aber es gab wirklich konkrete Anhaltspunkte wie eine verkochte Batterie, entsprechende Messergebnisse oder eben die von Dir übermittelte Aussage

    Ein BMW-Meister, vor dessen Grundstück ich zufällig liegenblieb, half mir und hat alles durchgemessen. Er sagte, der Regler sei wohl falsch eingestellt, er würde die Batterie im Betrieb zu stark aufladen.

    Vor einem erfolgreichen Abschluss oder sonst näheres Wissen um das Vorgehen kann ich die Maßnahme nicht missbilligen.


    Du hattest von einer typenoffenen Werkstatt gesprochen. Da ist die Erfahrung mit diesem Motorradmodell unklar. Vertragswerkstätten oder wenigstens auf bestimmte Modelle spezialisierte Werkstätten kennen die Macken vielleicht besser und sind vielleicht auch eher mal zu einem probeweisen Teiletausch in der Lage. Die Entscheidung wegen eines Werkstattwechsels kann ich Dir aber nicht abnehmen, zumal ich Deine Alternativen nicht kenne.


    Solltest Du Dein Motorrad mit unklarem Fehlerstatus zurückbekommen, könntest Du fürs Erste eine Reservebatterie mitschleppen, ein Messgerät mitführen, sofern das Voltmeter nicht eingebaut bleibt, und wenn Du jetzt eine Blei-Säure-Batterie haben solltest, den Flüssigkeitsstand in zunächst sehr kurzen Abständen prüfen.


    Eine Powerbank wäre eventuell noch eine Alternative zur Ersatzbatterie: mobile Starthilfegeräte


    Eckart

  • Okay, ich habe das Motorrad jetzt zurück - mit einer sehr teuren Gelbaterie, einen Fehler hat man trotz längeren Fahrens und Voltmeter-Einsatz nicht gefunden. Angeblich lädt die Lichtmaschine die Batterie ordnungsgemäß. Die Idee, eine Ersatzbatterie mitzuführen erscheint mir dennoch sinnvoll, denn ich traue der Sache keineswegs.


    Gerade habe ich auch festgestellt, dass das Motorrad kein Öl mehr hat. Der Stab zeigt gerade Mal ein Tröpfchen am aller untersten Ende an. Die Maschine hatte ich vor einem Jahr wegen Ölverlusts in derselben Werkstatt , die eine Schraube am Motorblock neu eingeklebt hat (das Problem hatte ich hier geschildert). Da ich nicht so besonders viel gefahren bin, die Maschine war ja andauernd in der Werkstatt, frage ich mich jetzt, ob das Ölproblem überhaupt beseitigt worden ist. Und es schwindet mein Vertrauen in den Laden rapide, denn auch, wenn der Ölstand nicht Gegenstand der jüngsten Untersuchung war, hätte der Schlosser ja mal danach sehen können, wenn er die Maschine eine Woche lang fährt, um den Batteriefehler zu finden. Kurzum, jetzt bin ich vollens abgegessen. Und ja, eine BMW-Werkstatt ist jetzt mein nächstes Ziel, die typenoffene hatte ich bloß wegen der Nähe zu meinem Wohnort gewählt. Natürlich habe ich keine anständigen Papiere in der Hand, mit denen ich jetzt in Regress gehen könnte. Es steht ja immer nur auf der Rechnung: Schraube gewechselt, Spannungsregeler gewechselt, Batterie gewechselt. Da habe ich jetzt was lernen müssen, und das kumpelhafte Gehabe ist wohl auch nur Makulatur... Ich werde morgen nochmal anrufen und meine Irritation in Worte fassen. Ob es hilft...?

  • Bevor du dich jetzt blamierst nur nochmal zum sicher gehen:

    Du hast den Ölstand richtig gemessen, ja? Betriebswarmer Motor (nicht nur n paar Minuten Leerlauf sondern durchgewärmt und gefahren, Minimum 10-15 Minuten), auf ebener Fläche auf den Hauptständer gestellt und 2 Minuten stehen lassen, dann gemessen?

    Anderenfalls kommen bei der F mit Trockensumpfschmierung völlig falsche Ergebnisse raus.

    Ansonsten: eine Werkstatt, die mit einem spezifischen Problem beauftragt wurde sieht normalerweise nur nach dem Problem und ggf nach Sachen, die auf dem Weg zum Problem liegen. Da du jetzt ein Elektrik Problem hast wüsste ich für den Mechaniker keine Veranlassung, nach dem Öl zu sehen. Sowas wird bei einem (kostenpflichtigen) Service gemacht.

    Und wenn du Ölverbrauch hattest und die haben etwas unternommen dann ist es deine Aufgabe, zu prüfen, ob das Problem nun tatsächlich behoben wurde oder nicht. Und so blöd das auch klingt, bei manchen Problemen hilft nur Trial and Error. Wobei ich nicht so recht wüsste, welche Schraube man bei Ölverbrauch einkleben würde aber ich war ja auch nicht dabei.

  • Tja, was soll man Dir raten ?

    Gerade habe ich auch festgestellt, dass das Motorrad kein Öl mehr hat. Der Stab zeigt gerade Mal ein Tröpfchen am aller untersten Ende an. Die Maschine hatte ich vor einem Jahr wegen Ölverlusts in derselben Werkstatt

    Vor einem Jahr ... müsste dann nicht inzwischen schon mal das Öl gewechselt worden sein ?

    frage ich mich jetzt, ob das Ölproblem überhaupt beseitigt worden ist

    Da wäre es zu allererst Deine Aufgabe, das im Auge zu behalten.

    Bekannt ist ja, dass ein intakter F650GS-Motor praktisch kein Öl verbraucht.

    Also müssten sich Ölverluste außen zeigen: Ölige Stellen ? Ölfleck auf Deinen Parkplatz ?

    Ölstand richtig messen ist bei der F650GS ja auch gar nicht so einfach: Hast Du die in der Anleitung beschriebene Prozedur beachtet ? Nicht, dass es nur eine Fehlmessung ist ?

    (sehe gerade, dass bwm was dazu geschrieben hat)

    Schließlich hattest Du selber dazu geschrieben

    von da an war Ruhe


    Wann hattest Du denn das letzte mal davor nach dem Öl gesehen ?

    hätte der Schlosser ja mal danach sehen können, wenn er die Maschine eine Woche lang fährt

    Du warst in einer Schlosserei ?

    Hätte .... Bedenke, dass Werkstätten nicht das gleiche Verhältnis zu den Kundenmotorrädern haben wie Du zu Deinem. Wenn ein Fall gelöst ist, ist er vergessen, andernfalls hättest Du es reklamieren müssen.

    Es steht ja immer nur auf der Rechnung: Schraube gewechselt, Spannungsregeler gewechselt, Batterie gewechselt.


    Im Idealfall gibt es eine Auftragsbestätigung, in der steht, was der Kunde bemängelt hat, z. B. sowas wie Batterie immer leer, Fehler suchen. Der Werkstattauftrag wäre dann, den Fehler zu beseitigen, nicht irgend welche bestimmten Teile zu wechseln.

    Ich werde morgen nochmal anrufen und meine Irritation in Worte fassen. Ob es hilft...?

    Was willst Du denn sagen ?

    Dass Du ein Motorrad zurück bekommen hast, das offensichtlich fährt und keinen offensichtlichen - oder soll ich sagen offensichtlich keinen - Fehler hat ?

    Ich würde bei einer Reklamation schon schauen, etwas Greifbares in der Hand zu haben und das was Du hier geschildert hast, gibt dafür m. E. nicht genug her.

    Mühe scheinen sie sich ja gegeben zu haben, mit welchem Erfolg wird sich noch zeigen müssen.

    Und was soll es helfen, was möchtest Du erreichen ?

    Ist es die Höhe der Rechnung, die Dir nicht schmeckt ? Was hat denn eine Woche Dein Motorrad fahren gekostet ?


    Natürlich bleibt ein ungutes Gefühl, wenn ein Fehler nicht lokalisiert wurde und jetzt keiner mehr erkennbar ist. Entweder handelt es sich um einen sporadischen Fehler, der nur gelegentlich auftritt - da können auch Werkstätten keine Wunder mit Hellsehen vollbringen, aber alles Mögliche dagegen wurde ja trotzdem unternommen. Oder der Fehler ist jetzt wirklich nicht mehr da.


    Die große Lösung wäre jetzt, sich vom Motorrad zu trennen und eine neues zu kaufen - neues Spiel, neues Glück !


    Ansonsten ist die Idee mit der Ersatzbatterie für den Notfall in einer unklaren Lage nicht die schlechteste - dafür gibt es ja jetzt moderne Lösungen wie diese: mobile Starthilfegeräte

    Das deckt vielleicht nicht alle Widrigkeiten ab, ist aber einfacher zu transportieren als eine Zweitbatterie.


    Du hat ja jetzt das Voltmeter (ist es noch dran ?) als Frühindikator und solange nicht die Strecken zurückgelegt sind, nach denen das Problem üblicherweise auftrat, würde ich nicht auf Reisen damit gehen.


    Ob es jetzt - also ohne dass der Fehler sich zeigt - sinnvoll ist zu einer (anderen) Werkstatt zu gehen ? Da könntest Du Achselzucken ernten. Aber wenn der Fehler erneut auftritt, wäre das sinnvoll. Immerhin besteht die Hoffnung, dass es der Regler war und die Panne nach seinem Ersatz auf die Schädigung der Batterie vor dem Reglerwechsel beruhte.


    Eckart

  • Hallo zurück,

    naja, jetzt schäme ich mich schon etwas: Ich habe den Ölstand am kalten Motor gemessen, weil ich unten einen Tropfen Öl gefunden habe, der an außen an der Ablassschraube hing. Das Voltmeter ist nicht mehr dran und ich bezweifle auch, dass ich das richtig einsetzen könnte. Der Fehler ist aber, wie gesagt, nach dem Reglerwechsel wieder aufgetreten, woraufhin ich noch eine weitere (die 2 Luis-Batterie) eingebaut habe. Das ist korrekt gelaufen schon, weil dieser BMW-Meister es gemacht hat. Ich gebe euch Recht, ja, das Problem ist momentan nicht da. Kann es auch nicht, ich habe ja eine neue Batterie. Nein, einen Ölwechsel habe ich noch nicht wieder durchführen lassen. Ich wollte die Maschine erst einmal überhaupt fahren. Und einen Kfz-Schlosser gibt es nicht mehr als Berufsbild oder geht es um den fehlenden Zusatz? Wenn ja und in jedem Fall will ich natürlich die korrekte Bezeichnung verwenden. Ich bin auch froh, dass ihr mich ein wenig mit der Werkstatt versöhnt, ich habe ja auch noch nie ein schlechtes Gefühl gehabt da, meines Problems hat sich der Chef persönlich angenommen und im Bauch ist auch alles okay soweit. Und vielen, vielen Dank fürs aufs Pferd setzen!


  • Ich habe den Ölstand am kalten Motor gemessen

    Und stimmt er jetzt ?

    unten einen Tropfen Öl gefunden

    Ein Tropfen ist eigentlich auch schon einer zuviel, aber wegen eines Tropfens muss man nicht in Panik verfallen, aber bei weiteren Tropfen würde ich Handlungsbedarf sehen.

    Unter

    Kfz-Schlosser

    stelle ich mir wen mit Hammer und Meißel vor, aber ich kenne mich mit den Abgrenzungen nicht wirklich aus - heute muss man wohl Kfz-Mechatroniker sein, der PC ersetzt den Hammer, das Voltmeter den Meißel.

    meines Problems hat sich der Chef persönlich angenommen

    Gut gewollt ich noch nicht gut gekonnt. Aber aus der Entfernung kann ich das nicht beurteilen.

    Das Voltmeter ist nicht mehr dran und ich bezweifle auch, dass ich das richtig einsetzen könnte.

    Aber so schwer ist das nicht:

    Hätte ich so ein Problem, würde mich das Messgerät jedenfalls etwas beruhigen.

    Leider habe ich keine weiteren Tips für Dich.

    Du könntest aber mal vermelden, wie sich die Sache weiterentwickelt, hoffentlich nur zum Guten.


    Eckart

  • Hallo allerseits!

    Ein kleines Update zum Ölthema: Habe jetzt korrekt gemessen, alles gut, aber wieder ein neuer Tropfen an der Ablassschraube, wenn auch keine Ölflecken unter der Maschine. Nun die Frage, ob ich damit in die Werkstatt rauschen sollte oder (noch) nicht. Es sieht ja schon so aus als ob da immer wieder etwas durchdrückt.

    Karsten