G 310 GS ......

  • ............... technische Informationen zu dem neuen Modell gibt es auf der BMW Website G310 GS


    Motor 
    Bauart Wassergekühlter Einzylinder-Viertakt-Motor, vier Ventile pro Zylinder, Schlepphebel-betätigt,
    zwei obenliegende Nockenwellen und einer Ausgleichswelle, Nasssumpfschmierung
    Bohrung x Hub 80 mm x 62,1 mm
    Hubraum 313 ccm
    Nennleistung 25 kW (34 PS) bei 9500 U/min
    max. Drehmoment 28 Nm bei 7500 U/min
    Verdichtungsverhältnis 10,6 : 1
    Kraftstoffaufbereitung / Motorsteuerung Elektronische Einspritzung BMS-E2
    Abgasreinigung geregelter 3-Wege-Katalysator, Abgasnorm EU-4
    Fahrleistung / Verbrauch
    Höchstgeschwindigkeit 143 km/h
    Verbrauch nach WMTC auf 100 km 3,33 l
    Kraftstoffart Mindestens 91 RoZ (Europa empfohlen: 95 RoZ, Brasilien E27)


    Elektrik 
    Lichtmaschine Drehstromgenerator 308 W
    Batterie 12 V / 8 Ah, wartungsfrei


    Kraftübertragung
    Kupplung Mehrscheibenkupplung im Ölbad, mechanisch betätigt
    Getriebe Klauengeschaltetes Sechsgang-Getriebe, im Motorgehäuse integriert
    Sekundärantrieb Endlos Z-Ring-Kette, Ruckdämpfung in der Hinterradnabe


    Fahrwerk / Bremsen
    Rahmen Gitterrohrrahmen
    Vorderradführung / Federelemente Upside-Down Gabel Ø 41 mm
    Hinterradführung / Federelemente Gezogene Aluminiumdruckgussschwinge, direkt angelenktes Zentralfederbein, Federbasis
    einstellbar
    Federweg vorne / hinten 180 mm / 180 mm
    Radstand 1.420 mm
    Nachlauf 98 mm
    Lenkkopfwinkel 63,3°
    Räder Aluminium-Gussräder
    Felgenmaß vorne 2,50" x 19"
    Felgenmaß hinten 4,00“ x 17“
    Reifen vorne 110/80 R 19
    Reifen hinten 150/70 R 17
    Bremse vorne Einscheibenbremse, Durchmesser 300 mm, 4-Kolben-Radialbremssattel
    Bremse hinten Einscheibenbremse, Durchmesser 240 mm, 1-Kolben-Schwimmsattel
    ABS BMW Motorrad ABS, abschaltbar


    Maße / Gewichte
    Länge 2.075 mm
    Breite (über Spiegel) 880 mm
    Höhe (ohne Spiegel) 1.230 mm
    Sitzhöhe bei Leergewicht 835 mm Seriensitzbank (820 mm Sitzbank niedrig, 850 mm Komfortsitz)
    Schrittbogenlänge bei Leergewicht 1870 mm Seriensitzbank (1840 mm Sitzbank niedrig, 1900 mm Sitzbank hoch)
    Leergewicht fahrfertig, vollgetankt 1) 169,5 kg
    zulässiges Gesamtgewicht 345 kg
    Zuladung (bei Serienausstattung) 175,5 kg
    nutzbares Tankvolumen 11 l
    davon Reserve 1 l

    Relevante Maße beziehen sich auf DIN-Leerlage
     1) Gemäß Richtlinie 93/93/EWG mit allen Betriebsmitteln, betankt mit mindest. 90% des nutzbaren Tankvolumens

    Dateien

    Nette Grüße vom Michel aus der Pfalz. :wave: 
    Head of F650 Forum :wink:

    Dieser Beitrag wurde bereits 6 Mal editiert, zuletzt von Michel ()

  • Na gratuliere BMW !:thumbsup2:


    10 Jahre nach der Vorstellung der G650X-Reihe bringen sie einen neuen Einzylinder,

    der rund 10 Kilogramm schwerer, fast 20PS schwächer und über 20km/h langsamer ist.

    Die Federwege wurden im Vergleich zur XChallenge von 260 auf 180mm gekappt.

    Als geniale Ingenieursleistung schaffen sie es immerhin,

    mit der Hälfte des Hubraums einen nahezu gleichen Verbrauch zu erreichen.


    Aber ich reg mich nicht auf, denn in Deutschland wird dieses Modell erfahrungsgemäß

    maximal 2 Jahre in den Prospekten auftauchen, bevor es wieder verschwindet.

    War bei den bisher bei allen Eintöpfen nach der F650 so.:bag:


    Der Preis von 5800€ für die 310er entspricht übrigens genau dem,

    den man vor rund 10 Jahren für einen XCHallenge-Vorführer mit wenig Kilometern zahlte,

    als BMW nach wenigen Monaten beschloss, die nahezu unbekannte Baureihe gleich wieder einzustellen.

    Der Listenpreis einer XCHallenge mit ABS lag bei 9300€ -

    neben miserablem Marketing mit ein Grund , warum die Baureihe floppte.


    Dank hoher asiatischer Fertigungstiefe kann BMW diesmal sogar etwas bei dem Preis verdienen,

    nur eben nicht an mir. Dann lieber eine gebrauchte 650er, da weiß man, was man hat.

    Aber was red ich, bin ja längst versorgt.:pig:


    Lieben Gruß - Ray

  • Deutsche Denke ;-)

    Die 310er Reihe wird zwar in Deutschland und dem Rest Europas auch angeboten, zielt aber auf ganz andere Länder / Kontinente. Und Preise mit vor 10 Jahren zu vergleichen hinkt gewaltig. Vergleiche lieber mit der Konkurrenz, z.B. der aus Mattighofen (deren kleine Mopeds übrigens auch in Indien gebaut werden), dann passt das schon.

    Viele Grüße, Grommel

  • Deutsche Denke ;-)

    Die 310er Reihe wird zwar in Deutschland und dem Rest Europas auch angeboten, zielt aber auf ganz andere Länder / Kontinente. Und Preise mit vor 10 Jahren zu vergleichen hinkt gewaltig. Vergleiche lieber mit der Konkurrenz, z.B. der aus Mattighofen (deren kleine Mopeds übrigens auch in Indien gebaut werden), dann passt das schon.

    Viele Grüße, Grommel

    In den "anderen Ländern" muss sie sich jedoch vermehrt mit asiatischen Konkurrenten herumschlagen.

    Sehr viel günstigere China-Modelle und qualitativ hochwertige Japaner.

    Eine etwas schwächere Honda CRF250 L ist beispielsweise günstiger,

    hat auch ABS und ein richtig offroadtaugliches Fahrwerk .

    Für etwas stärker Verstrahlte ist auch eine CRF250Rallye zu haben.

    Wäre ich nicht so lang und schwer....


    Um in dem Sektor einen Fuß in die Tür kriegen, muss BMW noch eine Menge Hausaufgaben machen

    und vor allem länger durchhalten. Wenn eine Modellreihe nicht sofort durchstartet, wird sie doch jedesmal

    binnen weniger als 2-3 Jahre beerdigt, koste es was es wolle.


    BMW und Offroad kann schon ein paar Jahre nicht mehr in einem Satz gesagt werden.

    Zumindest nicht mit aktuellem Material.


    Gruß aus Franken - Ray


  • Ähh - "um in dem Sektor einen Fuß in die Tür zu kriegen" - BMW hat den Sektor GS vor fast 40 Jahren erfunden und ist im Bereich GS immer noch der Hersteller, an dem sich andere messen müssen ;-)

    Und die G310GS will / muss genau so wenig ein Offroadhüpfer sein, wie ihre großen GSchwister.

    Grüße

    Grommel

  • Den Erfolg des Straßenmotorrades GS will ich nicht leugnen.

    Rund 25.000 verkaufte R1200GS in 2016 ist ein enormer Erfolg.


    Wenn man aber nach Asien schaut, relativiert sich das wieder.

    Hier hat Honda alleine ihr Modell Cup über 60 Millionen mal verkauft.

    Nur Honda.

    Von den unzähligen Kopien und den anderen Modellen auch anderer Hersteller mal abgesehen.

    Hier kann BMW allenfalls eine kleine Nische besetzen.

    Mit der Komplexität und dem Preis der kleinen BMW habe ich da kaum Hoffnung,

    dass BMW lange an dem Modell festhält.

    Sehr viel günstigere, einfache und damit leicht zu wartende Modelle können Andere besser.


    Aber wir werden sehen - ich wünsche BMW den Erfolg.


    Lieben Gruß - Ray

  • Ähh - "um in dem Sektor einen Fuß in die Tür zu kriegen" - BMW hat den Sektor GS vor fast 40 Jahren erfunden und ist im Bereich GS immer noch der Hersteller, an dem sich andere messen müssen ;-)

    Und die G310GS will / muss genau so wenig ein Offroadhüpfer sein, wie ihre großen GSchwister.

    Grüße

    Grommel

    Yo aaa

    SR500 bzw XT500 waren die globetrotter damals und die Güllebumb

    BMW wollte Motorradproduktion damals fast einstellen mangels Käufer


    Schalber Hindelang als findiger schraubergott hat nur gleichgezogen und aus einer R75 ein halbwegs brauchbares konkurenzfähiges Moped gezimmert

    hieß dann R80 G/S mit der 1. Monoschwinge....

    BMW hats nur übernommen,nicht erfunden

    aber für teuer geld finden sich immer gutgläubige dumme,denen alles erzählen kannst

  • Nee, Schalber ist zwar zusammen mit z.B. Laszlo Perez die Sixdays G/S gefahren, aber es geht hier nicht um irgendwelche individuellen Umbauten aus dem Hause Schalber - die G/S als erste Großenduro in Serie zu bringen bewerkstelligten bei BMW die Herren Gutsche, Rapelius, etc. Laszlo war übrigens als Fahrwerksmann bei BMW angestellt, Halbfeld (das H von HPN) als Mechaniker usw. (Stichwort "Roter Teufel")...

  • Ich bin die G310GS letztes Wochenende zwei Tage im Enduropark Hechlingen gefahren. Mit 50km auf dem Zähler bekommen und dann gleich mal paar mal gescheit hingeworfen. Steckt sie aber gut weg.

    zum Fahren im echten Gelände empfehle ich sie nicht. Die Federwege sind kein Problem, da scheitert es zuerst wo anders. Zunächst mal muss man wissen dass es meine erste Erfahrung mit schwererem Gelände war, von daher ist meine Meinung vielleicht nur bedingt qualifiziert.

    Was mich am meisten gestört hat war der Motor. Drehzahl, Drehzahl, Drehzahl. Man muss dauernd an der Kupplung spielen und das Ding mit ausreichend Drehzahl bei Laune halten. Ich glaub ich hab an den zwei Tagen doppelt so oft den Anlasser gedrückt wie den Schalthebel zum Schalten in den zweiten Gang...

    Man würgt sie extrem schnell ab, kein Vergleich mit der F650. Wo die Kollegen mit den 1200ern einfach kurz rechts drehen musste ich immer die Kupplung schleifen lassen, Drehzahl hoch und dann weiter. Problematisch ist das vor allem bei Steilauffahrten, hier muss man echt beherzt am Kabel ziehn damit sie einem ja nicht im falschen Moment ausgeht. Das Gas spricht im niedrigen Drehzahlbereich auch etwas ruppig an, das ist gerade dann problematisch, wenn man in einem niedrigen Gang mit Motorbremse einen Berg runter fährt und etwas schneller werden will.

    Auf der Straße hingegen macht der Motor echt Laune. Da merkt man den kleinen Zylinder wieder, roter Bereich beginnt erst über 9500, was ein nutzbares Spektrum von fast 6000 Umdrehungen macht.

    Die Federung empfand ich im Gelände als angenehm, vorne taucht sie recht weich ein, kann steil bergab evtl. schwierig sein.

    Die Bremse vorne ist in Ordnung, manchmal hatte ich etwas Schwierigkeiten sie ausreichend fein zu dosieren, das liegt aber eher an mir. Das ABS vorne ist sehr gut, auch steilste, verschlammte Abfahrten bekommt man nur vorne hinten ohne sich zu legen. Die Bremse hinten ist so eine Sache, kaum spürbarer Druckpunkt, sehr teigig. Vor allem mit schweren Stiefeln kaum Feedback, das bekommt man eigentlich nur indem man merkt dass die Maschine langsamer wird. Da hat meine F mit gut entlüfteter hinterer Bremse und Stahlflexleitung ein um Welten besseren Druckpunkt.

    Was positiv zu vermerken ist ist die Tatsache dass die Maschine auch mit ausgeschaltetem ABS auf Schotter sehr sicher und in kurzer Distanz sehr gut zum Stehen gebracht werden kann.

    Das Cockpit der G ist Plastik pur, schaut nicht billig aber auch nicht hochwertig aus. Das Display informiert gut über alles.

    Was ein totaler Flop ist ist der mikrige Tankinhalt, abseits der Zivilisation kommt man mit der G nicht weit.

    Zusammenfassend kann man sagen, dass das wohl auch nicht das Zielgebiet der G310GS ist. Eher ein Straßenmopped zum (für BMWs) kleinen Preis mit dem man mal ins Gelände kann. Etwas mehr Geländefähig als die ST, etwas weniger als die Ur-F. Einzig das ABS hat sie im Plus gegenüber unseren alten Fs.

    Kaufen würde ich sie nicht, aber das liegt an meinen Anforderungen, jemand der mehr Straße als Gelände fährt und doch etwas Offroadfähigkeit will hat hier vielleicht genau das richtige Mopped.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von uLuxx ()


  • hahaha ...


    Was bei BMW fehlt, ist eine GS (früher hieß das Gelände-Sport und nicht Gelände/Straße), welche man auch für den Wettbewerb in der Enduro-DM bzw. -WM und Sixdays umrüsten kann. Dazu wäre eine 450er besser gewesen.


    Auch fehlt mal wieder eine werksseitige Teilnahme an der Rallye Dakar. Geld ist doch da!!


    Der Motorrad-Geländesport hat bei BMW eine lange Tradition, wobei Heribert Schek einen wesentlichen Anteil dazu leistete:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Heribert_Schek