Kettenpflege - welches Öl?

  • Hello,


    danke!!


    Hätte mir denken können, dass es kein "das eine ultimativ gute" geben wird. Auch zeigt sich, das einerseits mehr die Scherstelle/Verbindungsstelle von KEtte zu Kettenritzel einen Vershcleißpunkt darstellt - erklärt z.B. die ungenügend gepflegte aber trotzdem noch einwandfreie Kette meiner Yamaha DT 125RE, die die letzten Jahre nur noch im Dreck bewegt wurde und Sommer wie Winter den Witterungseinflüssen draußen ausgesetzt war.


    Werd morgen mal ne Runde drehen und schauen, welche der genannten Mittelchen im Geschäft vorhanden sind.


    Ansonsten verabschiede ich mich schonmal, ab Donnerstag morgen um 05:00 Uhr geht die Tour los ;)


    Wünscht mir knitterfreie Fahrt,


    VG

    Woife

  • Ich kenne Leute, die schwören auf Kettensägenöl. Von den Anforderungen passt es auf jeden Fall und dürfte die günstigste Variante sein, allerdings auch die Variante die am meisten Dreck macht...

    Hat auf jeden Fall den Vorteil, gerade wenn man im Gelände und/oder sandig/staubigem Gebiet unterwegs ist das man davon relativ viel verwenden kann und damit der Dreck auch abgespült und abgeschleudert wird, das ist bei den nicht flüssigen Mittelchen wie dem weisen Fett z.B. nicht der Fall, da muss die Kette im Zweifelsfall vorher (mühsam) gereinigt werden.

  • Gang zum Raiffeisenmarkt..die hend Kettensägenöl von Greentec.Biologisch abbaubar..ist ident mit der 3x teureren Sauce von SCOTTOILER...

    Kettenfett samt putzerei ist mit SCOTTY ,COBRA + REHÖLER vergangenheit....dosierung lernste ganz fix und auch anpassen ans jeweilige Geläuf ist nur ein Fingerschnippen aufwand...

  • Ich wollte fragen, ob das Caramba Kettenspray oder das BWM Kettenspray (Teilenummer 83192408163) besser ist.

    Und muss ich vor jeder Anwendung mit einem flüchtigen Lösungsmittel (z.B. Bremsenreiniger) zuerst reinigen?


    Danke für eure Tipps.

    Sicher musste die Kette vorm erneuten Einfetten Putzen....bringt doch nix wenn den Rotz mit frischem Fett jedweden Herstellers nur weiters festklebst...

    entweder Kaltreiniger und Zahnbürste...oder hol dir den Satz von Polo...Kettenreinigungsbürste....



    Vor Urgrauen Zeiten,als ich noch Blackbeard war und nicht der ergraute Silberling,hat man Ketten abgenommen regelmäßig und in Öl ausgekocht....um auch die Kettenglieder zu fetten...vor erfindung der O- Ring und X-Ring....

  • liquidx :


    Meine Meinung: das Caramba-Kettenspray (transparent) reicht völlig. Es ist in div. Tests immer vorne dabei (dazu oft noch Preis-Leistungs-Sieger) gewesen.


    Viel wichtiger als der Hersteller des Kettenfetts ist die regelmäßige Reinigung der Kette vor dem erneuten Fetten. Wie soll das auch funktionieren (und das Fett in die entsprechenden Ritzen der Kette vordringen können), wenn man eine Fettschicht auf eine bereits vorhandene Fett-Schmutzschicht aufträgt?


    Reinigung und Fetten alle 1.000 km reicht völlig. Ist jedenfalls besser als alle paar hundert km nur neues Fett auf alte Schichten zu sprühen.


    Zum Reinigen braucht man auch keine teuren Spezialreiniger aus der "Motorradapotheke" (Polo, Louis...). Dieselkraftstoff oder Petroleum ist genau so gut, deutlich preiswerter - und O-Ring-verträglich. Im Gegensatz zu Bremsenreiniger (Aceton). Auch mit Kaltreiniger wäre ich vorsichtig: der Begriff ist nicht geschützt. Insofern kann die Zusammensetzung von Hersteller zu Hersteller durchaus unterschiedlich sein.


    Und man braucht zum Reinigen auch nicht unbedingt die teuren Bürsten aus derselben Apotheke. Ein harter Pinsel aus dem Baumarkt (Naturborsten) kostet nur ein Bruchteil.

    --- Diskutiere nie mit jemandem, der 6 Gläser Vorsprung hat! ---

  • ob das Caramba Kettenspray oder das BWM Kettenspray (Teilenummer 83192408163) besser ist.

    Ich habe noch keinen Vergleichstest gemacht, weise aber mal auf den schon etwas länger zurückliegenden Test der Zeitschrift Motorrad hin:

    https://www.motorradonline.de/…-im-vergleich.329338.html

    Caramba hat da sehr gut abgeschnitten, BMW war nicht beteiligt. Selber nehme ich meist S100, das ebenfalls sehr gut abgeschnitten hat.

    BMW ist vermutlich nicht selber der Hersteller, aber ich weiß nicht, wo die ihr Spray mischen lassen. Schlecht wird das wohl auch nicht sein, denn laut Motorrad

    Zitat

    bestätigte aber auch dieser Test wieder, auf welch hohem Qualitätsniveau Kettensprays heute liegen.

    muss ich vor jeder Anwendung mit einem flüchtigen Lösungsmittel (z.B. Bremsenreiniger) zuerst reinigen?

    Selbstverständlich nicht.

    Motorrad schreibt dazu

    Zitat

    Drei Mal schmieren, ein Mal reinigen - so lautet die Faustformel.

    Selber zähle ich noch langsamer, genaugenommen schaue ich mir die Kette an und unternehme nur etwas, wenn sie auffällig verschmutzt ist. Zugegebenermaßen bin ich mehr Motorradfahrer als Motorradpfleger.

    Ich weiß auch nicht, ob

    das Fett in die entsprechenden Ritzen der Kette vordringen können

    sollte, denn laut Motorrad

    Zitat

    Doch zwischen Kette und Kettenrad beziehungsweise Ritzel trifft auch bei modernen Ketten immer noch Metall direkt auf Metall - und genau hier muss auch heute noch geschmiert werden.

    Wenn man zuviel des Guten bzw. das Falsche tut, kann man eine Kette auch kaputt pflegen. Leider finde ich den Beitrag nicht mehr, in dem ein Nutzer beschreibt, wie er die Kette durch falsche Pflege beschädigt hat. Etwaige Lösungsmittel dürfen natürlich nicht die O-Ringe beschädigen oder/und in die Dauerschmierung der Kettenglieder eindringen.


    Eckart

  • Also nochmal zur Klarstellung:


    • Es ist nicht verkehrt, vor dem Schmieren die Kette zu reinigen. Ob es zwingend erforderlich ist, ist eine andere Frage. Fragt man die "Motorrad-Bild", erhält man als Antwort, dass nach 3x Schmieren gereinigt werden soll. Fragt man die Hersteller von Antriebsketten (beispielhaft sei DID genannt), soll nach jedem 2. Schmieren gereinigt werden. Die Hersteller von Reinigern und Schmiermitteln sagen, dass eine Reinigung vor jedem Schmieren "ideal" sei. Ich mag mich der Empfehlung der Schmiermittelhersteller anschließen wollen. Aber nicht aus dem für diese Hersteller nachvollziehbaren Grund, dass man möglichst viel von deren Produkten kaufen soll, sondern schlicht und ergreifend aus dem Grund, dass ein hauchdünner Schmierfilm (also nur "eine" Lage statt - wenn zuvor nicht gereinigt wurde - zwei bis drei) aufgrund der geringeren auf der Kette vorhandenen Menge eben nicht so sehr abschleudern kann. Bisher jedenfalls habe ich mit dieser Methode die besten Erfahrungen gemacht. Die hintere Felge meines Motorrads sieht nicht schmutziger aus als die Felge meiner zuvor gefahrenen zahnriemengetriebenen Scarver.
    • Das Schmiermittel ist deswegen erst dünnflüssig und wird kurz danach zähflüssig, damit es eben doch in die Spalten der Kette kommt, wo ein dickflüssiges Schmiermittel nicht hinkommen kann. Dass der Schmierfilm darüber hinaus auch die Reibung zwischen Kettenblatt / Ritzel und der Kette selbst minimieren soll, ist richtig - aber eben nicht der einzige Grund fürs Kettenschmieren.
    • Gegen die Verwendung von Petroleum (oder Dieselkraftstoff) spricht bei der Kettenreinigung nichts, weil beide Produkte zu den Materialien, die bei den Dichtringen der Kette verwendet werden, verträglich sind. Es existieren im WWW Tools, mit denen die Verträglichkeit von (z.B.) Petroleum mit verschiedenen Kunststoffen und Elastomeren geprüft werden kann. Davon abgesehen: je weniger altes Kettenfett bei der Reinigung entfernt werden muss, desto weniger Reiniger wird benötigt, und desto weniger "mechanischer Aufwand" ist erforderlich (denn auch mit übertriebener Mechanik kann man Dichtringe zerstören). Mit "Glück" reicht anstelle einer Bürste auch schon ein mit Reiniger getränkter Lappen, um altes Fett zu entfernen.

    Jeder mag "seine" Methode für die richtige halten. Sie ist zumindest so lange nicht falsch, wie der Kettensatz nicht deutlich vor Erreichen der 20Tkm-Marke verschlissen ist. Davon abgesehen, ist es nicht minder wichtig, auch beim Einbau des Rades (z.B. nach dem Reifenwechsel) darauf zu achten, dass Kettenrad und Ritzel in einer Flucht liegen.

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