Einspritzung nachrüsten

  • habe keine Vergaser-F, deshalb bin ich noch nie auf die Idee gekommen.


    Interessante Idee, aber vermutlich wirtschaftlicher Wahnsinn.

    Beim Verbrauch sollte die Einspritzung was bringen, bei der Leistung habe ich so meine Zweifel.


    So aus dem "Stand", was du von der GS übernehmen musst. (ohne Details wie z.B. Ansaugstutzen etc.)


    1. Benzinpumpe

    2. Benzinfilter

    3. Druckregler (Filter und Regler sind bei der GS ein Bauteil, Preis ca. 110 Euro, besser wären 2 Bauteile aus dem Zubehör)

    4. Temperatursensor

    5 Drosselklappe + Poti

    6. Einspritzanlage

    7. Lamdasonde

    8. Motorsteuergerät

    9. Verkabelung

    10. Kurbelwellensensor (vielleicht geht auch der von der Vergaser-F oder hat die einen Nockenwellensensor?)


    ohne Gewähr auf Vollständigkeit ....


    Falls du das Projekt angehst, bin ich auf das Ergebnis gespannt.

  • Ich denke auch, dass es wirtschaftlich und vom Aufwand her sinnvoller wäre, sich einfach eine GS zu holen. Die gibt es ja schon ab 2 Scheine. Und du bräuchtest ja eh eine, um die Teile daraus zu schlachten. Die GS optisch näher an die Versager F zu bringen ist denke ich einfacher, als die alte technisch aufzurüsten.

    Die Teileliste von Rotax würde ich spontan so bestätigen. Bis auf die Einspritzanlage. Die einspritzdüse steckt in der Drosselklappe mit drin und bis auf die Pumpe, die Druckregelung und die Leitungen (vor- und Rücklauf!) gibt's an der Einspritzung an sich nix. Oder hab ich da gerade einen Denkfehler? Kenne mich aber auch mit den Details der Konstruktion der Versager F nicht aus. Auf alle Fälle müsstest du drauf achten, die ganze Elektronik der GS von einer zu nehmen, die genauso viele Zündkerzen hat wie deine. Glaube die hat auch 2,oder? Also von Baujahr 2004-2007. Verkabelung wird ein Horror weil die Pinbelegung der MSG sehr wahrscheinlich unterschiedlich ist.


    Zum Nutzen: Verbrauch wird geringer, davon kannst du ausgehen. Allerdings wirst du in der Lebenszeit des Motors die Kosten vermutlich nicht wieder reinfahren. Die Spitzenleistung lässt sich aber an der Vergaser deutlich einfacher erhöhen.. Einfach andere Bedüsung, die das ganze Gemisch fetter macht. Bei meiner Simson S51 hat die falsche Bedüsung die Spitzengeschwindigkeit von 65 auf 80 angehoben. Dafür ging aber der Verbrauch auch von knapp unter 3 auf etwa 4,5L hoch.

  • Die gibt es ja schon ab 2 Scheine.

    [klugscheißer]...es gibt keine 1000er Scheine mehr...sind also eher 4 Scheine ;-) [\klugscheißer] :p:

    Davon abgesehen bin ich Deiner Meinung, ich halte das für zu aufwendig im Vergleich zu den Alternativen. Aber es gibt ja immer wieder begeisterte Schrauber die Projekte suchen und das auch hinbekommen, was sie sich vorgenommen haben - das jetzt nur, um nicht gleich mit der großen "Klappt eh nicht"-Keule daherzukommen.:bangin:


    Gruß

    Karsten

    Hier könnte Ihre Signatur stehen!

  • Aftermarket-Lösungen ala Megasquirt wären definitiv die einfachere Lösung.


    Die Einspritzung der GS zu nutzen ist mit hohem Aufwand verbunden.
    Kabelbaum Marke Eigenbau um das Steuergerät und die Sensoren der Einspritzung einzubinden,

    Lambdasonde, Spritpumpe, Killschalter (oder Überbrückung).


    Absolut machbar, aber schlicht nicht wirtschaftlich. Und eine nennenswerte Leistungssteigerung wirst du auch nicht sehen,

    da bist du mit einem Vergaser und höherer Kompression (Kolben gibts bei JP Pistons) oder gar ein paar ccm mehr besser bedient.



    Und das kommt von jemandem der wahnsinnig viel Zeit/Aufwand in seine eigene Maschine steckt, den man später nicht mal unbedingt sehen wird.

  • Auch begeisterte Schrauber bekommen das nicht hin. Zumindestens nicht bis zur Einzelabnahme und ABE.


    Wenn natürlich jemand eine "Chinese Copy" einer GS auf die Beine stellen will, herzlichen Glühstrumpf. Ansonsten könnte man ja auch gleich den Motor nebst Anbauteilen implantieren. Oder macht jemand das Mapping für die Einspritzanlage, abgestimmt auf einen Vergaser F-Motor mal eben auf einem alten Commodore oder Amiga?

  • Auch begeisterte Schrauber bekommen das nicht hin. Zumindestens nicht bis zur Einzelabnahme und ABE.


    Wenn natürlich jemand eine "Chinese Copy" einer GS auf die Beine stellen will, herzlichen Glühstrumpf. Ansonsten könnte man ja auch gleich den Motor nebst Anbauteilen implantieren. Oder macht jemand das Mapping für die Einspritzanlage, abgestimmt auf einen Vergaser F-Motor mal eben auf einem alten Commodore oder Amiga?



    Wetten, dass....? Wer opfert seine Vergaser-F und zahlt für den ganzen Spaß?

    Und wofür die ABE? Wir sprechen hier nicht von Serienfertigung.



    Was das jetzt mit der Chinese Copy oder Commodore/Amiga zu tun hat bedarf meines Erachtens einer Erklärung?

  • Was das jetzt mit der Chinese Copy oder Commodore/Amiga zu tun hat bedarf meines Erachtens einer Erklärung?

    Ich glaube Ekkehart meint die Abstimmung und Anpassung einer Custom Made Einspritzung auf die Zündelektronik / Motor

    mit einer "Software" , ob man das für nen Standard F650 Rotax bei Verwendung bereits vorhandener Teile

    überhaupt machen und dafür soweit in die IT-Vergangenheit reisen muss, wage ich aber zu bezweifeln,

    Auch mit einem heutigen Laptop bekommt man das schon hin.


    Der gleiche Typ vom MegaSquirt hat auch eine Custom CDI gebaut - schon der Wahnsinn wie weit der

    Bastelwille bei einigen erfolgreich !! ausgeprägt ist......Hut ab !



    :wave:


    Mac

  • ...passt ein wenig zum Thema: ich hab auch schon eine Boxer BMW gesehen, in die jemand einen Motor von einer Ente (2CV) mit saaagenhaften 24 PS eingebaut hatte. Der Sinn hat sich mir allerding nicht erschlossen.



    "nicht alles was geht, ist auch sinnvoll"

  • Die eigentliche Frage "Ist das schon mal gemacht worden?" ist also beantwortet. Mich treibt nicht der Wille nach mehr Leistung,sondern viel nehr die Herausforderung. Dass es viel Gebastel ware ist klar. Ich bin noch nicht sicher,wie man mit den 2 Ansaugstutzen umgehen sollte.

    Als Anlage hatte ich auch eine der Nachrüst-Modelle im Kopf. Irge dwas mit frei programmierbaren Steuergerät. Da gibt es auch Varianten,die mit unterschiedlichsten Sensoren klar kommen.

    Von der R 1100 weiß ich,dass die Elektronik das Signal Hallgeber kriegt,das ist das einzige,bei dem ich nicht weiß, woher ich das bei der F nehme. Benzinpumpe mit Vor- und Rücklauf ist klar, Steuergerät (entkoppelt vom Rest der Elektronik), Drosselklappe, usw sind alles nicht unmöglich zu bauen/organisieren.



    Mal sehn ob ich mich ran traue,erstmal noch Infos sammeln.

  • Frei programmierbare Steuergeräte haben wir damals beim Formula Student Team von Trijekt benutzt. Die sind recht Anwenderfreundlich. Allerdings muss man um dann wirklich was raus zu kitzeln die Sache (Motorsteuerung und Optimierung der selbigen) verstehen und sollte einen Prüfstand zur längerfristigen Verfügung haben. Alleine so ein programmierbares Steuergerät geht aber schon weit in die Hunderter. Zulassungsfähig ist das allerdings nicht, weil das Kennfeld in dem Fall nicht gesichert ist und damit jederzeit durch den Anwender verändert werden kann.