Batterie neu befüllen - Welches Säuregemisch für Varta YB12 AL-A / A2 (Freshpack)

  • Hallo zusammen,


    nach langer Standdauer meiner CS, wollte diese nicht mehr so recht anspringen. Ein Blick auf den Batterie-Füllstand zeigte, dass sich dieser (deutlich) unterhalb des Min.-Standes befindet. Bei meiner Batterie handelt es sich um eine Varta YB12 AL-A / A2 (Freshpack).

    Ich Oimel, hab natürlich vorschnell die Batterie mit Säure (Biesterfeld Akkumulatorensäure 1,28 (Schwefelsäure 37%) nachgefüllt), bevor ich gemerkt habe, dass eigentlich dest. Wasser rein müsste... Also das gesamte Gemisch entleert und nun müsste ich die Batterie natürlich wieder befüllen...


    Problem dabei ist, dass ich keine Ahnung habe, welches Säure-Gemisch da rein muss (Im Auslieferungszustand war ja ein fertig gemixtes Gemisch zum Befüllen der Batterie dabei...)

    Die Datenblätter der Batterie verraten mir auch nicht, welches Gemisch da rein muss bzw. wo ich es (einzeln) herbekomme :(


    Hat jemand eine Idee?


    Grüße

  • Hallo!
    Auch wenn es vielleicht nicht die Antwort ist, die du dir erhofft hast: Ich würde die ganze Batterie ersetzen. Ansonsten: Batteriesäue gibt es fertig z.B. bei Louis, HG, Polo oder sonstwo, wo es Batterien gibt. Aber lieber die ganze Batterie ersetzen und eine Weile Ruhe haben.

    Gruß Joachim

  • Hallo

    Die Datenblätter der Batterie verraten mir auch nicht, welches Gemisch da rein muss

    Aber Wikipedia weiss sowas:

    https://de.wikipedia.org/wiki/…C3.A4ure_und_Schwermetall

    Trotzdem würde ich mich da der Empfehlung meines Vorredners anschließen:

    Ich würde die ganze Batterie ersetzen.

    Das Problem

    Batterie-Füllstand zeigte, dass sich dieser (deutlich) unterhalb des Min.-Standes befindet

    ist allerdings normalerweise keine Folge der Standzeit, sondern der Überladung beim Fahren. In extremen Fällen schwindet die Flüssigkeit sehr schnell - dann muss der Regler ersetzt werden. Aber auch bei intaktem Regler passiert das, praktisch bedeutet das, dass man mindestens einmal zwischen den Inspektionen nachsehen soll und füllt erforderlichenfalls - wie Du ja jetzt weißt - destilliertes Wasser nach.

    Sollte doch Säure verloren gehen, etwa durch eine Undichtigkeit, liegt ein Defekt vor.


    Nach einer Panne wie Deiner hätte ich erstmal gehofft, die Konzentration nicht zu stark verschoben zu haben und die Batterie noch so lange verwendet, wie sie das tut. Alternativ kann man mit einem Säureheber, wie man sie auch zur Kontrolle des Ladestands nutzt oder einfach einer Pipette, überschüssige Säure auch wieder aus den Einfüllöffnungen holen und Wasser nachfüllen.


    Auf den Kopf stellen sollte man eine solche Batterie nicht (hast Du sowas gemacht ?).

    Da das Hantieren mit der Säure nicht ganz ungefährlich ist, sollte man den Umgang damit als Laie auf ein Minimum beschränken.


    Eckart

  • Hallo ihr zwei, vielen Dank für eure Antworten


    Batteriesäue gibt es fertig z.B. bei Louis, HG, Polo oder sonstwo, wo es Batterien gibt. Aber lieber die ganze Batterie ersetzen und eine Weile Ruhe haben.

    Das Problem ist, dass die Batterie erst vor knapp einem Jahr neu gekauft wurde und ich seither kaum Zeit hatte die CS zu bewegen, daher würde ich ungern schon wieder in eine neue Batterie investieren...


    Danke, darauf bin ich gar nicht gekommen, hätte ehrlich gesagt auch nicht gedacht, dass das Gemisch unabhängig des Herstellers immer gleich ist. Demnach würde ich einfach die entleerte Batterie wieder mit dem gekauften Gemisch auffüllen.

    Nach einer Panne wie Deiner hätte ich erstmal gehofft, die Konzentration nicht zu stark verschoben zu haben und die Batterie noch so lange verwendet, wie sie das tut. Alternativ kann man mit einem Säureheber, wie man sie auch zur Kontrolle des Ladestands nutzt oder einfach einer Pipette, überschüssige Säure auch wieder aus den Einfüllöffnungen holen und Wasser nachfüllen.

    Naja, bei einer Unterschreitung des minimalen Füllstandes von guten 50% wäre mir das zu heikel... Einen Säureheber habe ich nicht, auch das Absaugen mit einer Pipette gestaltet sich als äußerst schwierig, da die Bleiplatten das Eintauchen bis zum Boden verhindern.

    Ich habe sich daher umgedreht, allerdings mit entsprechenden Schutzhandschuhen und Auffangbehälter für die Säure.

    Werde jetzt morgen die Batterie wieder mit der 37%-igen Schwefelsäure füllen und noch mal ans Ladegerät hängen. Ich melde mich dann wieder um euch das Ergebnis mitzuteilen ;)


    Betsen Dank schon mal bis hierhin.

  • Da das Hantieren mit der Säure nicht ganz ungefährlich ist, sollte man den Umgang damit als Laie auf ein Minimum beschränken.

    In dem Anschluss möchte ich direkt mal nachfragen, wie die Säure entsorgt wurde... Was ist da der übliche Weg? Ab zum Sondermüll? Oder solange mit Lauge mischen, bis das Bromthymolblau grün wird? ;-)

    Hier könnte Ihre Signatur stehen!

  • Im Zweifelsfall imme Sondermüll/Schadstoffmobil.

    Allerdings wäre ich bei der Batteriesäure evtl sogar geneigt den Abfluss zu nehmen und gut nachzuspülen, andere schütten genug Seife und damit lauge in den Abfluss so das mit der Säure das abwasser eher neutralisiert wird ;)


    Hier in passender Link zur Uni von Berlin

    http://www.bcp.fu-berlin.de/ch…tsorgung/kleinmengen.html


    Die paar ml in der Batterie würde ich als Kleinmenge ansehen...


    PS: Ich kauf nur Gel Batterien, damit hat man das Problem nicht :P

  • Hallo

    dass das Gemisch unabhängig des Herstellers immer gleich ist.

    Es kochen ja alle nur mit Wasser ... nein, natürlich mit Schwefelsäure, aber der chemische Prozess ist der gleiche. Ganz genau gleich muss die Konzentration je nach Hersteller oder Batterietyp nicht sein, aber noch größer als die Unterschiede bei der Ausgangskonzentration sind die Konzentationsänderungen beim Laden und Entladen. Von daher kommt es wohl auf ein paar Prozentpunkte nicht an.

    Hier mein Lieblingslink zu Batteriethemen, in dem auch die Vorgänge etwas erklärt werden:

    http://www.mdvp.de/Bat/Batteri…20Laden%20und%20Entladen:


    Von daher ist Dein Unterfangen

    morgen die Batterie wieder mit der 37%-igen Schwefelsäure füllen und noch mal ans Ladegerät hängen.

    zweifelhaft, denn die Ausgangskonzentration geht von einem bestimmten Batteriezustand "trocken vorgeladen" aus, von daher wird Dein Ergebnis ungewiss sein. Aber probier' es aus, wenn es nicht klappt, kannst Du immer noch eine neue kaufen. Vielleicht war sie ja schon vor Deinen Aktionen hinüber - siehe unten.


    das Absaugen mit einer Pipette gestaltet sich als äußerst schwierig, da die Bleiplatten das Eintauchen bis zum Boden verhindern.

    Dabei bin ich davon ausgegangen, nur mit dem Volumen oberhalb der Platten zu "arbeiten".


    Das Problem ist, dass die Batterie erst vor knapp einem Jahr neu gekauft wurde und ich seither kaum Zeit hatte die CS zu bewegen, daher würde ich ungern schon wieder in eine neue Batterie investieren...

    Das ist Dein Pech !

    Die übliche Selbstentladung ist, dass sich eine volle Batterie in ungefähr 1/2 Jahr vollständig entlädt, danach beginnt die Selbstzerstörung. Um so etwas zu verhindern, muss man bei langen Standzeiten (mehrere Monate) eine Erhaltungsladung durchführen - ein Thema, das hier im Forum bei herannahendem Winter wieder akut werden wird. Die Erhaltungsladung führt zwar nicht zu einer Lebensdauerverlängerung der Batterie, verhindert aber eine Lebensdauerverkürzung.

    Hier in passender Link zur Uni von Berlin

    Ein wenig hilfreicher Link - praktischer ist da der Folgende (für Berlin):

    https://www.bsr.de/abfall-abc-…be-4d73-ae84-32545813d493


    Eckart

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Eckart () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Naja, das eine schliesst das andere ja nicht aus, genau genommen widerspricht es nicht einmal...

    Im Abfall-ABC wird man dort (wie auch überall sonst) natürlich immer erstmal zum Schadstoffmobil geschickt, letzten Endes um auf der sicheren Seite zu sein, lieber einmal zu oft dorthin als einmal die Umwelt geschädigt.

    In dem anderen Link von mir wird dann schon etwas weiter ins Detail gegangen. Dort steht das Kleinmengen (die dummerweise nicht definiert sind) von verschiedenen Stoffen (darunter auch namentlich die Batteriesäure genannt) im Abwasser entsorgt werden können und alles was darüber hinaus geht muss zum Sondermüll. Die einzige Frage ist nun: Was sind Kleinmengen? Batteriesäure ist 37%ige Schwefelsäure, in eine Motorradbatterie kommt vielleicht 0,5l der verdünnten Säure was damit eine Säuremenge von < 0,2l macht. Ist das eine Kleinmenge? Wenn ja, sehe ich beim Abfluss kein Problem, wenn nein muss es natürlich zum Sondermüll. Aber auch hier wieder der Hinweis das auch Laugen zum Sondermüll müssen, damit müsste theoretisch jedes Spülwasser zum Sondermüll...


    Mein Fazit: Im Zweifel zum Schadstoffmobil/Sondermüll, hier bin ich mir allerdings nicht so sicher ob das wirklich nötig ist, damit tritt aber eigentlich wieder Regel Nummer 1 in Kraft...

  • Von daher ist Dein Unterfangen zweifelhaft, denn die Ausgangskonzentration geht von einem bestimmten Batteriezustand "trocken vorgeladen" aus, von daher wird Dein Ergebnis ungewiss sein. Aber probier' es aus, wenn es nicht klappt, kannst Du immer noch eine neue kaufen. Vielleicht war sie ja schon vor Deinen Aktionen hinüber - siehe unten.


    Diese Freshpacks werden erst vom Kunden befüllt, daher weiß ich nicht ob diese überhaupt vorgeladen sind. "Ungewiss" wird der Vorgang sicherlich sein...aber wie gesagt, mehr als kaputtgehen kann sie ja nicht. Ich melde mich wieder 8-)

  • Hallo,

    Diese Freshpacks werden erst vom Kunden befüllt, daher weiß ich nicht ob diese überhaupt vorgeladen sind.

    Die Zweifel verstehe ich nicht so ganz. Unter

    https://www.louis.de/rund-ums-…batteriewartung#jump-to:4 gibt Louis Hinweise zu Motorradbatterien, die weder für ein Motorradmodell noch für ein bestimmtes Batteriemodell spezifisch sind.

    Von vorgeladen ist eigentlich überall die Rede und mein "Lieblingslink" schreibt das ebenfalls (unter Tips). Mir ist auch noch nichts anderes untergekommen - nenn' Du mir sonst eine, wo das anders ist.


    Vorgeladen heißt aber nicht voll geladen - aber das steht dort ebenfalls ...


    Eckart

  • Hi,


    nimm die Batterie, fahre zum nächstgelegenen Bosch Dienst und lass dort die Batterie füllen.

    Kosten bei der benötigten Menge an Batteriesäure: Spende in die Kaffeekasse oder 5 Euro oder vielleicht auch gar nichts.

    Danach die Batterie ans Ladegerät und gut ist.

    Wenn nicht "gut", kannst du die Batterie immer noch entsorgen.


    Gruß Ralf