BMW F650 stottert

  • Hallo liebe Comunity,

    Ich bin neu hier im Forum und kenne mich persönlich noch nicht sehr mit Motorrädern bzw. Problemen/ Problembehandlung aus.


    Vor ca 2 Monaten bin ich mit meinem Motorrad auf dem Nachhauseweg liegen geblieben. Hab also erstmal auf RES umgestellt. Das Anlassen hat gut geklappt und sie ist auch gut im Standgas gelaufen. Jedoch als ich Gas geben wollte hat sie jedes Mal sofort abgewürgt. Meine Vermutung war also, dass der Vergaser verstopft ist. Zu Hause hab ich diesen dann mit meinem Vater (der etwas Erfahrung im Schrauben hat) den Vergaser ausgebaut und gereinigt. Nach dem Einbauen konnte man ohne Probleme im Leerlauf Gas geben. Als ich dann eine Runde fahren wollte, habe ich gemerkt, dass das Motorrad extrem ruckelt und mein Vater vermutet dass immernoch etwas mit dem Vergaser nicht stimmt. Wir haben das Motorrad in eine Werkstatt gebracht. Dort wurde der Vergaser erneut ausgebaut und mit Ultraschallbad gereinigt. Ansaugstutzen wurden erneuert und nach den Zündkerzen wurde geschaut und wir haben ein Motorsteuergerät einer anderen F650 169 angeschlossen. Die Membrane im Vergaser haben wir getauscht und auch die Schwimmer sind dicht. Das Problem ist allerdings immer noch nicht behoben. Woran kann das Problem noch liegen?

  • Hallo!

    Könnte der Lima-Regler sein. Mal bei laufendem Motor die Spannung an der Batterie messen. Wenn dort Werte über 15V anliegen, wird der Regler defekt sein. Die hohe Spannung stört das Bisschen Motorelektronik bei seiner Arbeit... Zum Testen kann man bei gut geladener Batterie mal den Regler abklemmen (Den 3fach Stecker mit den gelben Kabeln ausstecken) und eine kurze Runde fahren. Läuft sie dann normal, ists der Regler. Dazu gibt es hier viele Threads, da die meisten Fahrer diesen Defekt schon ein- oder mehrfach erlebt haben.

    Gruß Joachim

  • Zwei Dinge gehen so gut wie nie kaputt: die Lichtmaschine und das Zündsteuergerät. Was immer Probleme macht sind Regler, wie Schnoorgackel schon bemerkt hat und falls noch verbaut die Beru-Blechzündkerzenstecker.

    Kerzen sind ebenfalls unkritisch, egal ob Standard oder Iridium, ich merke keinen Unterschied.


    Bei dem Preis der Vergasermembranen sollte man nicht wild auswechseln, für das Geld kann man 1-2 ordentliche Reparaturhandbücher kaufen.

  • - Bei einem anderern Stotterer war die Ursache das der Zündfunken nur auf einer Kerze war.

    - Dann bei einem anderen war das Kabel om Kurbelwellensensor eingeklemmt.

    - Ein dritter hatte viel zuviel Öl eingefüllt gehabt. (Die Tüken einer Trokensumpfschmierung)

    - Ventile sind auch schon mal nicht richtig engestellt gewesen.

    - Bei mir war mal die Batterie hinüber und dann ein paar KM später zu allem Unglück noch ein Stecker beim Regler sprichwörtlich abgeraucht.


    Frage: Wie lange hast Du das Motorrad schon, wann war der letzte Service, und was hast du daran selber schon gemacht.


    PS: Habt ihr auch alle O-Ring im Vergasser getauscht? Weil die die fanze Mühe mit Vergasser ausbauen, reingen nur um dann Cent Artikel nicht zu erneuern ...

  • Also Zündfunken nur auf einer Kerze kann man ausschließen. Ich hatte vor einigen Wochen meine Drehzahl digital abgenommen und zu dem Zweck das pick-up Kabel des digitalen Drehzahlmesser etliche Windungen um das erste Zündkabel gewickelt. Zum Abbau habe ich den Kerzenstecker gezogen, damit ich das Kabel leichter abwickeln konnte. Hab dann vergessen den Stecker wieder aufzustecken und bin am nächsten Tag 200km mit nur einer arbeitenden Zündspule gefahren. Weder Startprobleme noch erkennbar niedrigere LL-Drehzahl. Allerdings auch nur in der norddeutschen Tiefebene auf Bundesstrassen gefahren, d.h. wenn da 5kW gefahlt hätten, hätte ich es nicht unbedingt gemerkt.


    Ich hatte vor einigen Jahren auch einige Probleme mit Start und LL. Hab dann aber eine Radikalkur gemacht: Kerzenstecker,-kabel, Zündspulen, Kerzen und Vergaserinnereien erneuert. Danach, mag wohl 5 Jahre her sein keine Probleme mehr. Wo die Probleme lagen, von erheblich unterschiedlich langen Vergaserferdern angefangen. Habe ich nicht erforscht.

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  • Kommt denn bei abgezogenem Benzinschlauch (und natürlich offenem Benzinhahn) ausreichend Sprit über eine beliebig lange Zeit? Evtl. ist die Tankbe/entlüftung zugesetzt oder der Schlauch abgeknickt. Und im T-Stück zwischen den Vergasern liegt ein winziger Benzinfilter oder eher -Sieb, ebenso im Tank auf dem Benzinhahn. Vor Entfernen evtl. gleich neuen O-Ring bereitlegen.

    Ansonsten vielleicht wirklich mal die Zündkabel und Kerzenstecker durch neues Material ersetzen.

  • hy ich möchte jetzt nicht klugscheissen

    Aber wenn ich mir ein anderes Moped zulege kommt auch ne repanleitung dazu .

    Mir als geübten Hobbyschrauber hilft die Lektüre zu 80 Prozent.


    Also kauf dir eine anständige .


    Die Symptome deines Moped kennst nur du . Lies nach und denke .


    Grüssle

    Jürgen

  • Wir haben sie im Frühjahr gekauft. Letzter Service unbekannt.

    Sie macht eigentlich einen ordentlichen Gesamteindruck.

    Der Kupplungsausrückmechanismus musste getauscht werden.

    Genügend Sprit läuft raus aus dem Tank.

    Ein Reparaturhandbuch haben wir auch, ist allerdings nicht besonders gut muss ich feststellen.

    Für weitere Anregungen und Ideen wären wir dankbar.

  • Hier mit kleiner Rezension und ISBN Ausbau Luftfilterkasten - Literaturzusammenfassung.

    Hast Du den König?


    Genügend Sprit läuft raus aus dem Tank.


    Damit ist mal klar, dass es kein Problem mit der Belüftung geibt. Geht es aber auch in den Vergaser rein?

    Dazu kann man z.B. die Ablassschraube unten am Vergaser öffnen.


    Ist ein Benzinfilter in der Bezinleitung zum Vergaser verbaut?

    Vergaser nach dem Ultraschallbad wieder richtig zusammen gebaut, Schwimmer nicht vertauscht?

    Plastik Chokemutter am Vegaser noch heil?

    Kein Loch in einem der Messingröhrchen?


    Wir haben sie im Frühjahr gekauft. Letzter Service unbekannt.

    o_O Und da habt ihr nicht einmal schnell die Flüssigkeiten gewechselt? :o:


    Hört sich jetzt bescheuert an. Aber kannst du sagen was du alles schon am Motorrad gewechselt oder hinzugefügt hast? Und zwar abgesehen vom Nummernschild, Benzin, sowie allfälliger Vignette/Pickerl so detailiert wie möglich.

  • Wir hätten schon ein Problem mit dem Kupplungsausrückmechanismus. Hatte massiver Zahnausfall Ausrückwelle und unteren Bolzen sowie zugehörige Dichtungen wurden getäuscht. Wir haben nun noch einen Vergaserreperatursatz bestellt, dieser sollte morgen kommen. Wir sind schon gespannt ob das nun Abhilfe bringt.

  • So, es ist vollbracht. Sie läuft wieder.

    Beim Einbau der Keyster Reparatursätze ist 1 verstopfte Düse, die ganz feine und eine fehlende Anschlagscheibe der Düsennadel aufgefallen. Außerdem haben wir noch die Schwimmer Kreuz getauscht, da einer mit einer eingepressten Düse versehen ist, den haben wir jetzt auf der Seite, wo das Messingröhrchen ist drauf. Gemischeinstellschraube 3 Umdrehungen auf. Läuft,Kerzenbild auch ok.

    Leider läuft sie jetzt im Stand über, bei geöffnetem Benzinhahn.

    Lösung dazu habe ich hier im Forum aber schon gefunden.

  • Gemischeinstellschraube 3 Umdrehungen auf. Läuft,Kerzenbild auch ok.

    Leider läuft sie jetzt im Stand über, bei geöffnetem Benzinhahn.

    Hallo all ,

    - die Gemischregulierschrauben würde ich auf 4 Umdrehungen einstellen ( BMW schreibt sogar 4,5 Umdrehungen vor )

    Grund : sie läuft anschl. einfach besser ( nicht zu " mager" oder zu " fett" )


    - vermutlich sind die beiden O-Ringe der Schwimmernadelventil-Sitze porös oder gerissen ( ist nicht ungewöhnlich )

    Abhilfe : 2 x neue O-Ringe ( 7 x 1,5 Viton/FPM aus dem Industriebedarf ) für je ca. 2.-Euro


    Gruß LUDGER

    Als ich geboren wurde sagte der Teufel : " Na.. schöne Schei..sse "- :giggle:

  • Moin Gemeinde!

    Meine F650 /169 ruckelt auch und nimmt kein Gas an. Aber nur bei halbvollem Tank!??? Wenn ich wieder vollgetankt habe laüft die Möhre wieder wie ´ne 1.


    Habe am Sonnabend von einem Forumsmitglied eine 98er f650 gekauft. Ein ehrliches Bike von einem ehrlichen Mann, das muß man sagen.

    Nachdem ich sie am Samstag und Sonntag bei Orkan und Regen von Berlin 500 km an die Küste überführt habe, war ich sehr angetan, lief wie eine eins. Allerdings habe ich auch bei den vielen Zwangspausen mehrmals nachgetankt. Am Montag dann, wollte sie nach sofortigem Start, trotz Kälte und Nässe kein Gas mehr annehmen. Nur Leerlaufdrehzahl war möglich. Heute am Dienstag früh dasselbe, startet einwandfrei, dann, beim losfahren nur gequältes Husten. Bin noch die 250 Meter zur Tanke geholpert weil ich dachte der Tank sei leer. 9,5 Ltr. passten hinein, war also nicht leer. Gestartet, läuft astrein. Was´n das ???

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht, oder eine Idee?

    Die üblichen Hinweise auf Benzinhahn bitte ich zu vermeiden. Ohnehin ein Witz das Bike ohne Tankanzeige und mit Opas Benzinhahn, das konnten die Japaner für´s halbe Geld 1998 besser.

    Gruß

    Richie

  • hallo

    ist ein Zusatzfilter verbaut ?

    Wenn ja rauswerfen wirkt Wunder.

    :wave:

    Mac

    Nein, kein Zusatzfilter, alles serienmäßig, dennoch danke!

    Ich denke mir aber auch, daß ein dichtgesetzter Filter nicht weiß, ob der Tank voll oder leer ist.:question:


    Zum besseren Verständnis noch einmal präziser:

    Sie springt einwandfrei an (mit Choke), läuft rund mit ca 1500 U/min, sobald ich Gas gebe beginnt sie zu stottern, nimmt kein Gas an.

    Konnte mit auskuppeln, einkuppeln in 30 Meter Etappen 250 Meter bis zur Tanke rollen.

    Dann, mit vollem Tank, wieder fehlerfreies Verhalten ohne jegliche Auffälligkeiten.

    Gruß

    Richie

  • dann tippe ich auf den Benzinhahn

    bei mir waren mal die Filter zugesetzt

    es handelt sich ja um ein Kraftstoffsystem ohne Pumpe daher ist

    der Füllstand des Tanks nicht ganz unwichtig :P

    Ansonsten am Vergaser in Zulauf ist auch noch ein kleiner Filter

    Membranen prüfen geht auch ohne Ausbau

    Choke Mutter mal prüfen ob fest und nicht beschädigt die bricht leicht


    :wave:


    Maxc