Bremsen entlüften

  • Jetzt habe ich gefühlt 2 Liter DOT 4 durch meine Hinterradbremsanlage gepumpt. Musste leider die Anlage entlüften wg. neuem Bremslichtschalter und auch noch neuem Bremszylinder.


    Ich habe mit Stahlbus herumexperimentiert, mag gut sein, wenn man nur Bremsflüssigkeit wechselt. Mit Mityvac und Unterdruck ob mit Stahlbus bzw. normalen Entlüftungsventilen ging das auch nicht besonders. Zumal ja das Ventil und das Bremspedal optimal auseinanderliegen.


    Hat jemand ein besseres Verfahren? Früher habe ich das mit Colaflasche und Vinylschlauch aber bei PKWs ohne ABC etc. gemacht.


    Hab schon überlegt, ob ich einen Deckel für den Ausgleichsbehälter modifizieren soll und mit etwas Druckluft von oben arbeiten soll.

  • hy

    Ich mach das so.

    Mit Spritze Behälter leersaugen.

    Bremsbeläge komplett zurückstecken.

    Noch mal BF im Behälter absaugen.

    Frische BF in Behälter.

    Mit Spritze am BS BF abziehen.

    Dann noch ein paar mal pumpen um BB anzulegen und Druck aufbauen .

    Dann mit Flasche und Transparentem Schlauch Kontrolle auf Luftblasen.

    Diese sind aber fast nie vorhanden .


    Grüssle

    Jürgen

  • Hier ging es nicht darum Bremsflüssigkeit zu tauschen, das ist egal wie man es macht bei der F simpel. Mache ich jedes Jahr 2x.


    Sondern eine fast komplett Luft gefüllte Anlage zu entlüften. Wenn ich den Kolben des Radbremszylinders zurückdrücke bin ich keinen Schritt weiter.

  • Hat jemand ein besseres Verfahren?

    Nunja. Ich benutze in solchen Fällen eine 200ccm Spritze und befülle das System nicht vom Ausgleichsbehälter sondern vom Bremssattel aus über das Entlüftungsventil. Also rückwärts. Hat sich bewährt.

    Wenn ich den Kolben des Radbremszylinders zurückdrücke bin ich keinen Schritt weiter.

    Doch ,..... deutlich sogar da du das Volumen, Menge der Bremsflüssigkeit, zunächst reduzierst und somit auch "Luft" . Beim Anpumben musst du natürlich darauf achten BF nachzufüllen.

    Nette Grüße vom Michel aus der Pfalz. :wave: 
    Head of F650 Forum :wink: 

  • Hallo Ekkehart,


    also ich hatte ja mal meine Bremspumpe repariert ( frische E-Teile von Brembo )

    danach die gleichen Probleme mit Luft im gesamten System, vor allem in der dünnen Original

    Rohrzuleitung ( im blöden Winkel am Rahmen ) dann zur Bremszange.

    Nur mit Pedalpumpen war gar nix zu machen.


    Habe also diese Leitung ( Ringanschluss am Bremslichtschalter )

    zunächst in Bremsflüssigkeit eingelegt und mit der MityVac ordentlich

    BF durchgezogen bis alle Luftblasen raus waren, danach alles wieder angeschlossen

    und noch mal mit der MityVac auf Luftblasen geprüft.

    Genau so habe ich das vor Kurzem wieder beim Tausch des Bremslichschalters gemacht.

    2 Liter BF waren es jetzt nicht aber schon einiges - hat dann alles gut funktioniert.


    Den "Rückwärtsgang" Vorschlag mit Spritze finde ich auch super das mache ich beim nächsten Mal so !


    :wave:


    Mac

  • Vielen Dank für diese Diskussion!
    Ich werde im Winter auf Stahlfelx umrüsten und bin daher sehr dankbar für diese Tipps!
    Ich werde es wohl auch mit der Rückwärts-Methode probieren und werde berichten (wenn ich dann diesen Thread wiederfinde...) :whistle:

  • Servus beinand,


    ich finde es sehr hilfreich diese Tipps zum Thema Bremsen entlüften hier zu verfolgen. Habe bei der Ur-F noch nie komplett neu BF eingefüllt. Nur bei andern Mopeds. Da war es aber ohne Komplikationen möglich, auch Stahlflex habe ich ohne Schwierigkeiten eingebaut.

    Im Zubehörhandel kann man sogenannte automatische Entlüftungsventile erwerben. Was haltet ihr denn davon? Ich war schon mal in Versuchung mir diese zu besorgen. Damit könnte man doch auch die Luft schnell aus dem Bremssystem schaffen?


    LG. Rolf

  • Hallo zusammen,
    Auch bei meiner F war es eine längere Angelegenheit, nach der Umstellung auf Stahlflex die Luft aus der hinteren Bremsleitung rauszubekommen, aber mit Vakuumgerät (so ein Ebay-Billigding, das an den Kompressor angeschlossen wird und höllisch viel Luft braucht, aber kaum Unterdruck erzeugt. Nach dem Venturi-Prinzip, wenn ich mich recht erinnere. Kann ich nicht empfehlen) und Geduld hat es irgendwann geklappt. Wenns gar nicht klappen würde, wäre es vielleicht ein Ansatz, den hinteren Bremssattel bei angeschlossener Leitung abzubauen und hochzuheben, so weit es geht. Vielleicht kann man dann das "umgekehrte U" vermeiden und die Luft steigt bis in den Bremssattel, von wo man sie ja herausbekommen müsste. Die Leitung ist ja an die Schwinge geklipst, kann also nachher wieder einfach an Ort und Stelle gebracht werden.

    Genauso blöd kann es sein, verzweigte Bremsleitungen zu entlüften. Auch an der K75s und der VFR hatte ich nach Bremsleitungswechsel so meine Mühe, wieder einen kernigen Druckpunkt zu bekommen. Wahrscheinlich hätte es sich gelohnt, gleich ein besseres Entlüftungsgerät anzuschaffen....

    Wer billig kauft, kauft zweimal, ich weiß...


    Gruß Joachim

  • Stahlbusventile habe ich, sind vielleicht ganz gut zum Flüssigkeitswechsel, zum Entlüften, da man sie ja nur 1/2 Umdrehung öffnen soll eher weniger.


    Flüssigkeitswechsel ist wie gesagt einfach, da habe ich ja auch vollen Pedaldruck und es wird auch BF gefördert.


    Ich werde mal einen Verschlussdeckel modifizieren und mit gaaaanz wenig Druckluft versuchen die Flüssigkeit durchzudrücken. Bei meinem Scottoiler geht das auch, sollten nur nicht 10bar sein.

  • Kann ich bis jetzt nicht wirklich so bestätigen....


    Ich nutze immer so etwas hier, und habe auch bei einer neuen Bremsleitung wie Stahlflex(auch hinten bei der Ur-F) nie wirklich Probleme gehabt.

    Anschließen, Entlüfterschraube leicht aufdrehen, und dann immer schön pumpen und gleichzeitig nachfüllen bis keine Luft mehr kommt....und das war es dann auch immer schon.