Motorradurlaub England und Fragen von einem "Neuling"

  • Hallo zusammen,

    in diesem Jahr werden meine Lebensgefährtin und ich unseren ersten Motorradurlaub einläuten.


    Was schon geplant ist:

    Es geht mit einer F650 und einer R65 auf den Asphalt.

    Reisezeitraum Sonntag bis Samstag Ende April/Anfang Mai

    Somit haben wir 5 Tage in England für die Erkundung.


    Tag 1 (Sonntag):

    Sonntags Abreise von Duisburg nach Calais.

    Calais – Dover mit der Fähre

    Von Dover nach Rye zur Übernachtung

    Tag 2 (Montag):

    Von Rye aus über Hastings, Brighton, Winchester durch den

    „South Downs Nationalpark“ inkl. Fotostopps nach Stonehenge und von dort nach Odstock zum Übernachten.

    .

    .

    .


    Tag 7 (Samstag):

    Dover-Calais-Duisburg


    Soweit der Plan. Jetzt kommt (hoffentlich) der Ein oder Andere von Euch ins Spiel:


    :?: Wie ist das mit den Übernachtungen?

    Da ich eigentlich flexibel bleiben möchte aber auch das Budget nicht überstrapazieren will ziehen wir spontane

    Übernachtungsmöglichkeiten (kein Zelt) vor. Sind diese bezahlbar und problemlos zu finden?


    :?: Hat eventuell schon jemand eine Route mit Sehenswürdigkeiten in der Vergangenheit geplant gehabt?


    Für Tipps bin ich sehr dankbar.

    Gruß

    Arne

  • In der Motorrad Nr 20 vom 15.09.2017 war eine Reise durch Südengland. 9 Tage haben die gebraucht für 1680km. Das sind nicht mal 200 am Tag, das kann man noch eindampfen.

    Hast du da irgendwie Zugriff drauf?

  • Hallo Arne,


    B&B kannst Du bequem über die einschlägigen Buchungsportale suchen und buchen. Bei mir hat sich die Buchung am Vorabend bewährt. Morgens geht wahrscheinlich auch noch.

    Nach Schilderlage am Straßenrand hat zwei gravierende Nachteile. Es kann je nach Saison und Gegend am Nachmittag eng werden. An den abseits gelegenen B&B fährst Du schlichtweg vorbei.


    Bei den Kosten wirst Du irgendwo zwischen 40 und 80 Pfund je Nacht und Zimmer liegen. Für das gleiche Geld kannst Du hin und wieder auch ein Hotelzimmer bekommen. Was Qualität angeht, habe ich aber mit B&B im Schnitt bessere Erfahrungen gemacht.

    Am Besten schon vor der Reise mal in die Buchungsportale schauen.

    Gruß
    Dieter


    Wer A sagt, der muss nicht B sagen. Er kann auch erkennen, dass A falsch war. (Bert Brecht)

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von Dieter_N ()

  • In der Motorrad Nr 20 vom 15.09.2017 war eine Reise durch Südengland. 9 Tage haben die gebraucht für 1680km. Das sind nicht mal 200 am Tag, das kann man noch eindampfen.

    Hast du da irgendwie Zugriff drauf?

    Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß mir das Moppedfahren in England erheblich schwer gefallen ist. Ich hab´ da studiert, bin beruflich alle paar Monate dort und fahre dor problemlos Auto - aber Mopped? Geht echt nicht an mich. Südenglische Straßen bestehen entweder aus Kraftfahrstraßen oder aus schmalen Sträßchen mit mehreren Metern hohen Hecken; wenn einem da ein verkappter Colin McRae entgegenkommt (und den haben sie dort geklont...) wird´s eng. Meine Frau kam wunderbar zurecht, muß ich zugeben,

    Ergo, 200km am Tag sind da drüben scho ein Wort...

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

  • Das Moppetfahren auf der Insel ist schon ok.

    Das mit den "Maueralleen" an vielen Nebenstraßen im Süden ist schon gewöhnungsbedürftig, aber auch ok.


    Ich fand die Problematik bezüglich der Fahrbahnbreite im PKW immer erheblich unangenehmer, als mit dem Moppet.

    Aber das empfindet jeder anders.

    Ich war aber auch immer mit eigenen Fahrzeugen unterwegs.

    Mit einem Rechtslenker-PKW bin ich dort noch nicht gefahren.


    Wobei ich auch mit PKW zu denen gehöre, die bei Gegenverkehr auf engeren Straßen (wenn denn genug Platz für zwei Autos war) einfach mit dem linken Spiegel so weit in das Grün der Mauerbegrünung eintauchen, bis die linken Reifen beginnen auf dem "Dreckbord hochzulaufen".


    Das einzige, wobei ich mich immer konzentrieren mußte, war das wiederauffahren von der Tankstelle/Supermarkt auf die Straße.

    Man ist halt gewohnt beim linksabbiegen "einen großen Bogen zu fahren" ... aber auch das klappt !


    Und jeder hat andere Vorlieben, was die täglichen Fahrzeiten und Fahrstrecken angeht ...

    Grüße aus Plattdeutschland

    Stephan

  • Hallöchen,

    erstmal danke für die Infos!

    In der Motorrad Nr 20 vom 15.09.2017 war eine Reise durch Südengland. 9 Tage haben die gebraucht für 1680km. Das sind nicht mal 200 am Tag, das kann man noch eindampfen.

    Hast du da irgendwie Zugriff drauf?

    Leider habe ich dort keinen Zurgiff drauf.

    Wäre aber sehr interessant

  • So, erstmal danke für die Unterstützung !

    Dann möchte ich mal meine Erfahrung zum Besten geben:


    Englands Südküste

    Vorab:

    Alle die einen Schlauch in den Reifen fahren: nehmt einen Ersatz mit.

    Im schlimmsten Fall (war bei mir) fahrt ihr euch eine Schraube ein und das am Freitagnachmittag.

    Somit ist eine Reparatur erst am nächsten Arbeitstag (bei mir am Dienstag) möglich.


    Nun zum Spaß ;-)

    Gebucht haben wir die Fähre hin und zurück und die erste und letzte Übernachtung in England.

    Alle anderen B&B haben wir so genommen wie sie kamen um so flexibel wie möglich zu sein.

    In England waren wirklich ALLE Leute die wir getroffen haben sehr nett und freundlich!!


    1. Tag: Duisburg – Dünkirchen – Dover.

    Übernachtet haben wir im „Hostel Alma & Cafe Express“

    Es ist einfach und funktional eingerichtet. Das Frühstück war einfach aber ausreichend gut

    Als Tipp: wir konnten unsere Motorräder gegenüber an der Tankstelle parken. (Einfach fragen)

    Abendgegessen haben wir im „Cullins Yard“. Das Essen und die Location sind sehr zu empfehlen


    2. Tag: Fahrt von Dover nach Rye.

    Da wir einen Regentag erwischt haben sind wir nur bis Rye gefahren. Hier haben wir im „White House“ übernachtet und gefrühstückt.

    Die Mitarbeiter waren sehr freundlich und zuvorkommend und wir konnten uns erst „trockenlegen“ und dann einchecken.

    Abendessen gab es bei „The George“. Dieser ist schräg gegenüber vom Hotel und hat sehr gutes Essen.

    In Rye auf jeden Fall den Kirchturm besteigen. Das ist eine fantastische Aussicht. Die Stadt selbst ist auch einen Spaziergang wert!


    3. Tag: Fahrt von Rye über Eastbourne, Brighton nach Arundel

    Im „White House“ gibt es sehr gutes Frühstück und auch das selbst gebackene Brot ist nur zu empfehlen.

    Im Anschluss an das Frühstück ging wieder auf die Straße.

    Nach einer Tee-Pause in Laughton im „The Roebuck Inn“ (sehr sehenswert) ging es weiter zum (Kirmes-)Pier in Brighton.

    Nach „Fish and Chips“ ging es nach Arundel zum Hotel.

    Hier waren wir im „The Arundel Park“. Auch hier war die Versorgung hervorragend und die Freundlichkeit sehr groß.

    Wir konnten unsere Motorräder direkt am Eingang auf befestigtem Boden unter einer Kamera parken.

    Abends haben wir sehr gut im „La Campania“ gegessen und uns die Stadt angeschaut.


    4. Tag: Von Arundel über Petersfield, Winchester Farley nach Salisbury

    Am nächsten Tag konnten wir unsere Sachen nach dem Auschecken im Hotel lassen und erst nach

    Arundel gehen um uns die Kathedrale an zu sehen. Das Schloß hatte leider erst ab Mittags offen und so sind wir dann vormittags gestartet.

    In Farley haben wir bei einer Kaffeepause dann das „Qudos“ in Salisbury gebucht.

    Auch hier war es, bedingt durch die kühlen Temperaturen, möglich unsere Motorräder auf dem

    Innenhof (eigentlich Biergarten) zu parken. Abendessen gab es dann im „Wildwood“.


    5. Salisboury über Andover, Petersfield und Crawley nach Lindfield

    Vor dem Frühstück ging es dann in die beeindruckende Kathedrale(Parken für Motorräder 1 Pfund)

    und im Anschluss zum Frühstück zum „Cafe Rouge“.

    Hier wurde es international: in England in einem französischem Restaurant von einem polnischen Kellner bedient. Absolut klasse.


    Geplant war Crawley, dies gefiel uns nicht, also ging es weiter nach Lindfield.

    Übernachtung im „The Bent Arms“. Hier haben wir sowohl zu Abend gegessen als auch gefrühstückt. Beides sehr gut!

    Anschließend ging es in den „The Red Lion“. Hier haben wir dann einen Absacker getrunken.


    6. Lindfield über Tunbrige Wells und Maidstone nach Canterbury

    Nach einem Besuch im Botanischem Garten “Borde Hill Garden“ ging es zum „Ouse Valley Viaduct“.

    Anschließend Richtung Tunbrige Wells.

    Da hat es dann meinen Reifen erwischt und wir haben ca 4,5h am Straßenrand verbracht bis alles abgewickelt war.

    Hier hatten wir das Glück direkt am „Groombridge Farmshop“ zu stehen. (wo die A264 auf die B2110 trifft).

    Die beiden Damen haben uns super mit Tee und Nahrung versorgt!

    Nach dem Umpacken und Verladen des Motorrades ging es zu Zweit auf ein Motorrad und um 22:15 Uhr waren

    wir dann im „YHA Canterbury“. Dort sind wir wie gewohnt nett und freundlich empfangen worden. Nette Stadt, mir aber zu unruhig.


    7. Canterbury – Dover – Dünkirchen – Duisburg

    Nach einem sehr gutem Frühstück im „YHA“ ging es zur Fähre und zurück nach Dünkirchen und anschließend nach D-Land.


    Das zurück gebliebene Motorrad haben wir dann den Donnerstag darauf abgeholt.


    Grüße

    Arne