Rastpunkt am Kupplungsarm normal?

  • Hi,

    ich bräuchte mal Hilfe.

    Ich hatte wegen Erneuerung der Wasserpumpe an meiner Ur-f den Kupplungsdeckel abgenommen. Jetzt, da alles wieder zusammen ist hab ich ein komisches Phänomen:

    Dreh ich an dem Kupplungsärmchen wo der Zug eingehängt wird passiert folgendes. Von ganz "offen" und Richtung"Kupplung ziehen" hab ich, kurz bevor ich den Widerstand der Kupplung merke eine Art Klicken/Rasten am Hebel. Ich kann mir nicht erklären was das sein könnte, weiß aber dummerweise nicht, wie das vor dem Zerlegen war. An der Verzahnung der Kupplungsausrück-Mechanik war vor dem Zusammenbau eigentlich alles in Ordnung. Falls mir wer bestätigen könnte dass das normal sei, kann ich mir das erneute Öffnen des Deckels sparen. Den Motor leer drehen lassen (Kerzen raus und CDI abgesteckt) funktioniert ohne Auffälligkeiten, sowohl normal als auch mit gezogener Kupplung.


    Für Hilfe und Tipps wäre ich dankbar.

  • Servus,


    genau diese Reparatur hab ich letztes Jahr an meiner F650 auch durchgeführt. Ich weiß also was du meinst. Hast du den absolut sauber gearbeitet? Kannst du ausschließen, dass dir keine 'Fremdkörper' in den Bereich der Kupplungsmechanik geraten sind?

  • Guten Morgen,


    hier sind die Maße mit aufstecken des Kupplungsarms gut erklärt :


    http://faq.f650.com/FAQs/ClutchAdjustmentFAQ.htm


    Hast du den Deckel noch ab - wäre gut ?

    Wenn jetzt ein Rastpunkt zu spüren ist, KÖNNTE !! es sein, dass beim Aufsetzten des Deckels

    das Ausrücklager aus der Druckplatte gedrückt wurde , ist mir leider auch schon passiert,

    obwohl ich vorsichtig gearbeitet hatte - das liegt an dem Druckpilz mit der Verzahnung

    wenn der verkantet bzw. nicht korrekt greif zieht man an der Kupplung und das Lager ist draußen

    nicht schlimm kann man wieder einsetzen.


    Kann aber auch an der Welle des Ausrückmechanismus liegen hier gibt es 2 Nadellager.

    ich würde bei abgenommenem Deckel prüfen ob alles "ohne" Rastung frei beweglich ist,

    bzw. auch die Verzahnungen sauber & unbeschädigt sind ( Welle und Druckpilz)


    Ich nehme den Arm nun immer komplett ab - setzte dann den Deckel auf so kann sich alles

    schön einfädeln und dann justiere ich den Arm nach obigen Angaben neu.


    Hoffe es ist was einfaches !


    :wave:


    Mac

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  • hast du schon wieder Motoröl drin?

    Oder kannst du den Deckel noch mal wegschrauben?

    Zum Glück nicht. Aber das Kühlsystem ist wieder gefüllt, weswegen ich bisher den Deckel nicht nochmal ab hatte, weil ablassen will ich nicht und knicken wollte ich die Schläuche nicht. Wird aber wohl sein müssen.


    bwm : Knick im Zug ist es nicht, das Problem ist auch ohne Zug vorhanden.


    macgyver : Danke für die Info mit dem Lager, schau ich mir mal an.

  • Hallo,


    Öl könntest du auch noch drin lassen wenn du die F650 leicht nach rechts neigst ( etwa so wie Seitenständer nur andere Seite )

    habe damals bei Wapu-Reparatur mein frisches Öl auch nicht abgelassen es läuft nichts aus.


    Klar, Kühlflüssigkeit ist blöd und die Schläuche knicken kann man zwar machen, aber dann ist alles im Weg und umständlich

    und wenn du die Lagerung im Deckel auch prüfen möchtest, geht das besser wenn er frei ist.


    Schau dir auch mal die Verzahnung im Deckel an , es gab da schon Ausbrüche in der Welle , man kann die

    weiter nutzen ( verdrehen )


    Die Bruchteile falls vorhanden sollten aber dann vielleicht doch gesucht werden , die Kunststoffzahnräder des

    Ölpumpenantriebes mögen keine Blockade.


    Viel Erfolg in der Hoffnung auf NUR eine Kleinigkeit !


    Grüße


    :wave:


    Mac

  • hänge mich an die Frage von BMW mal an :wink:


    es wurde ja gefragt ob das "normal" ist , wenn ich mich also an damals noch richtig erinnere:


    ohne eingehängtes Kupplungsseil ( also ohne Zug auf die Betätigung ) hatte ich am Kupplungsarm nur einen minimalen

    Leerweg ( Spiel ) bis zum ersten Widerstand - bis dahin war keinerlei Störung ( rasten, klemmen ) zu bemerken.


    Ab da wie BMW schon schreibt konnte ich den Arm per Hand nicht mehr weiterdrehen.


    Nachschauen würde ich daher empfehlen - kann ja auch "nur" etwas Dreck in der Verzahnung sein,

    dabei gut auf die doch teure Deckeldichtung aufpassen


    :wave:


    Mac

  • hab die Wasser Pumpe übrigens auch ohne Ablassen des Kühlmittels inspziert. Dann nimmt man sich zwei Schraubzwingen und vier geeignete Plättchen, die an den Kanten abgerundet sind. Für kurze Zeit lassen sich die Kühlschläuche ohne Scjaden damit abklemmen. Das Kühlmittel in der Pumpe, also zwischen den Klemmen läuft über die untere Schraube ab und kann später wieder in denn Kühler geschüttet werden. Jetzt kann man dem linken Motor -Deckel öffnen, ohne dass Flüssigkeit ausläuft.


    LG. Rolf

  • Also das Rasten tritt in dem Leerweg auf bis man auf der Kupplung "drückt". Somit lässt sich der Arm auch ohne Werkzeug bewegen.

    Ich bin jetzt dann in der Garage und schau mir das an und berichte dann.

  • So, Problem war keins sondern falsche Annahmen:

    Den Rastpunkt wird jeder von euch erfühlen können wenn er den Zug aushängt und den Arm ganz in Richtung"offen", also im Uhrzeigersinn dreht. Das ist nämlich dann, wenn die Verzahnung am Ausrückpilz zu Ende ist und die Welle aus der Rastung fällt. Beim Wiedereinfädeln in die Rastung des Ausrückpilzes ist dann dieser komische Rastpunkt. Stellt man den Arm an der Kupplung und den Kupplungshebel oben auf die Maße laut Werkstatthandbuch ein und hat dann den Zug eingehängt kann man physikalisch gar nicht mehr auf diesen Rastpunkt kommen weil der Kupplungszug das verhindert.

    Bei mir was das Problem, dass der Arm unten noch nicht richtig eingestellt war und ich deswegen zu viel Spiel am Zug machen konnte und den Rastpunkt damit erreicht hab.

    Mal wieder typischer Technik-Hypochonder ^^


    Immerhin konnte ich nochmal an die Wasserpumpe und den einen Simmerring noch mal gescheit montieren, die neue Pumpe lies sich nämlich schon schwer drehen weil er nicht tief genug in seinem Sitz war.


    Danke für all eure Tipps.