Vorbereitung einer großen Reise und die Frage der Fragen: F 650 GS oder F 650 GS Dakar

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  • oben am Einstellrad des Stossdämpfers scheuert das Kabel ab und zu mal durch.

    Am Lenkkopflager kommt öfter mal ein klassischen Kabelbruch vor, verursacht durch die Bewegung des Lenkers. Such einfach mal im Forum danach, da wirst du einiges finden (irgendwo ist sogar eine Animation)

    Vorbeugend kannst du eigentlich nur das Kabel mal beim Lenkeinschlag beobachten und wenn es eine Knickstelle gibt, die Verlegung so ändern, das es möglichst gleichmässig gebogen wird.

  • Man kann auch mit einer Doppellage isoband das Kabel an der betreffenden Stelle steifer machen. Muss dann nur aufpassen, dass man sich damit nicht an anderer Stelle (am Ende der Umwicklung) eine neue Knickstelle rein holt

  • Antriebskettenschloß

    Hallo Chris,


    ich werde meine Kette samt Ritzel nach meiner Balkan bzw. Italien Tour tauschen müssen. Ich habe mich im Internet quergelesen und soweit ich es verstanden habe, sollte man eine Endloskette oder eine Kette mit Nietschloss nehmen und keinen Clipschloss, da dieser das schwächste Glied in der Kette ist. Nun hast du einen "Antriebskettenschloß" aufgelistet. Hast du dabei einen Clipschloss oder einen Nietschloss gemeint (letterer impliziert auch den Bedarf des Vernietwerkzeugs)? Oder einen Clipschloss für notdürftige Reparaturen der Kette?


    Aktuell tendiere ich zum folgenden Kettenkit mit einer Endloskette, weil ich mir damit das Vernietwerkzeug ersparen will und eh an die Schwinge ran will:

    Alternativer Kit:

    Gruß


    Kevin

  • Man kann auch mit einer Doppellage isoband das Kabel an der betreffenden Stelle steifer machen. Muss dann nur aufpassen, dass man sich damit nicht an anderer Stelle (am Ende der Umwicklung) eine neue Knickstelle rein holt

    Du meinst, dadurch, dass der Steifer wird entstehen Knicks an anderer Stelle?


    Gruß

    Kevin

  • Klippschloss als Notnagel.

    Kabel scheuert gerne unterhalb des Schlosses durch. Aber man kann nicht sagen genau bei cm 3,5. Kündigte sich bei mir durch nen Wackler an. Dann eben in dem Bereich suchen durchschneiden und neu verbinden.

    DID ist gut, bei kettenkit.de gibt's den Kit recht günstig.

    Gruß

  • Kette DID ZVM-X; die gibt´s nur endlos oder mit Nietschloß; Clip gibt´s in der Liga nicht mehr. Die ZVM-X habe ich bei meinem Lieblings_Kettenlieferanten Motorradteile Hamburg gerade für 88 Euro gekauft; i.d.R. kosten die über 100.-.


    Wenn Du noch nie die Schwinge ausgebaut hast, wird´s eh Zeit zum Fetten, dann kannst Du ´ne Endloskette verbauen, andernfalls halt nieten; Schloß ist bei der zu vernietenden Variante dabei. Das ganze mit Originalritzel und Originalkettenrad; Kettenrad meinetwegen auch von JT Sprockets o.ä. Ich steh´ auf Originalritzel, die sind jedenfalls 100% passgenau auf der Getriebeausgangswelle. Die Kombination hält von hier bis Wladiwostok. Neues Sicherungsblech für das Ritzel nicht vergessen.

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

  • Du meinst, dadurch, dass der Steifer wird entstehen Knicks an anderer Stelle?


    Gruß

    Kevin

    Knicks entstehen ja weil das Kabel immer wieder die gleiche Bewegung macht und das Kabel dann irgendwann nachgibt. Es gibt an genau dieser Stelle nach weil das die schwächste Stelle ist. Wenn du jetzt das Kabel an eben dieser Stelle verstärkst dann wird oftmals eine neue Stelle zur schwächsten. Wenn man großflächig umwickelt hat wird der vorher recht humane Bogen dann an der neuen Stelle gelegentlich auf einmal zu einem richtigen Knick, der viel schneller kaputt geht. Deshalb muss man damit sehr vorsichtig sein

  • Hallo zusammen,


    die Frage nach dem richtigen Motorrad scheint sich ja schon erledigt zu haben... Aber ich möchte dennoch meine eigenen Überlegungen hierzu teilen...


    Ich habe in den 80er Jahren einige längere Reisen unternommen, Senegal, Iran, quer durch Australien... Manche zu zweit auf dem Motorrad und manche alleine. Damals waren außerhalb von Mitteleuropa asphaltierte Straßen eher die Seltenheit, wenn man sich abseits der Hauptachsen bewegte. Ich bin mit einer 750er Honda und zu zweit in (trockenem) Gelände gefahren, wo heute keiner seine 1200 GS durch quälen würde... Es geht alles mit 25 Jahren und 8 Wochen Zeit als Student...


    Was für mich heute den Unterschied macht mit Mitte 50 ist folgendes:

    1. Die Anstrengung, um das Motorrad in schwierigen Passagen zu bewegen (bin ich nach 100 km Sand, Geröll, Schlamm völlig fertig?)

    2. Die Sicherheit, wenn etwas unvorhergesehenes passiert (kann ich 350 kg halten, wenn mir plötzlich ein Hund vor das Vorderrad läuft)

    3. Schaffe ich meinen Zeitplan mit dem Motorrad auch dann, wenn es widrige Umstände gibt (Defekte, Regen, lange Umleitungen)


    Es ist kein Spaß, mit einer überladenen Maschine mit 300 oder 350 Kg auf schlammigen Wegen bei 37 Grad und 95% Feuchte vorwärts zu kommen... Es geht alles, aber der Urlaub soll ja keine Qual sein...


    Mit der Erfahrung von ca. 450.000 km auf dem Motorrad und vielen längeren Reisen über Wochen (auch in den letzten Jahren) lautet meine Prioritätenliste für meine geplante Reise nach China in 2020 mit dann 59 Jahren:


    1. So wenig Gewicht an Motorrad wie möglich

    2. So wenig Gewicht an Gepäck wie möglich

    3. So wenig Elektrik am Motorrad wie möglich

    4. So wenig Planung für "in zwei Monaten" wie möglich (es kommt sowieso völlig anders)


    Da ich beruflich in der ganzen Welt unterwegs bin, schon > 10x im Iran war, in Indien und China > 30x sehe ich manches natürlich anders... Tatsache ist, man kann aus fast jedem Land der Erde nach Deutschland telefonieren und schreiben und somit innerhalb von 1 Tag Ersatzteile bestellen. DHL oder UPS funktioniert auch in jedem Land, auch im Iran, so ziemlich an jeden Ort... Es kann natürlich sein, dass man mal 5 Tage warten muss.


    Daher nehme ich nur Dinge mit, die nichts wiegen und keinem Platz weg nehmen und die ein Weiterfahren bei Ausfall unmöglich machen... Züge, wichtige Relais, Speichen, Brems- und Kupplungshebel, Ersatzschläuche... Mechanische Reparaturen bekommt jede MIni-Werkstatt ohne Probleme hin, wenn nicht gerade der Motor völlig kaputt ist... Und wenn der Motor kaputt ist, dann habe ich vorher etwas falsch gemacht... Das Gleiche gilt für Kette , Ritzel, Kupplung, Radlager... Wer sein Motorrad vernünftig fährt und gut pflegt, der wird nicht von plötzlichem Ausfall solcher Teile überrascht... Defekte kündigen sich an und dann bestellt man in die nächste größere Stadt die notwendigen Teile. Aber natürlich darf das jeder anders sehen...


    Als Motorrad für die China Reise kommen für mich nur Maschinen unter 140 Kg in Frage, am Besten unter 130 Kg und ohne zu viel Elektronik, Steuergerät, etc. Zum Beispiel Beta 4.0, eine Yamaha WR 250 R etc. Da muss man dann ein bisschen das Rahmenheck verstärken und auch Geld in die Sitzbank investieren, aber dann hat man ein super agiles Motorrad mit 135 Kg, das richtig Spaß macht bei Reisen, wo man eher mit 40 - 60 km/h als mit 80 km/h unterwegs ist... Zumindest ist das mein Ansatz. Und Das Thema Reichweite ist bei der heutigen Fahrzeugdichte nicht mehr so kritisch, wie vor 20 Jahren noch. Natürlich ist ein 10 Liter Tank zu klein, aber zwei 5 oder 7 l Behälter bringt man immer unter am Rahmen. Und Sprit kann man auch vom Auto abzapfen...


    Mir wäre meine Dakar für die Reise nach China zu schwer und zu anfällig für Schäden. Sie ist auch etwas umständlich in der Wartung mit den Ventilplättchen und all die vielen Kabel sind ein unnötiges Risiko für Ausfälle. Das größte Risiko an dem Motorrad für die Reise ist für mich ist dieses unberechenbar Zündschloss... Bisher hatte ich Ruhe, aber ich weiß ja auch, was solch eine Reise für eine Belastung ist... Und ich mag es nicht, wenn ich unterwegs liegen bleibe mit Kabelbrüchen oder sonstigen Elektroschäden. Das ist so ätzend, wenn man keine Ahnung hat... :confused:


    Außerdem hänge ich an dem Motorrad, sie ist seit über 10 Jahren meine Reisemaschine für ganz Europa, es gibt nichts besseres... Und daher muss sie mindestens noch 20 Jahre fahren...


    Bin gespannt auf eure Kommentare zu meiner Sichtweise.


    LG Uli :wave:

    Wer nichts riskiert, hat nicht gelebt...

  • Eine kleine Anmerkung zum Thema Zündschloss.


    Bei mir ist genau das hier bereits mehrfach geschilderte Problem bei einer Roadbookfahrt in Holland aufgetaucht. Plötzlich startet die Maschine nicht mehr und man steht ziemlich blöd da. Glücklicherweise hatte ich kurz vorher noch etwas am Kabelbaum zu tun gehabt und wusste welcher Stecker in dem Kasten bei der Batterie zum Zündschloss gehört. Statt sich lange mit dem Kabel zum Schloss zu beschäftigen, habe ich einfach das gemacht, wovon jeder schon gehört hat, aber wohl kaum jemand es selbst ausprobiert hat... kurzschließen.

    Stecker abschneiden, die richtigen beiden Adern aufeinander legen und vertüddeln. Welche Adern das sind, das kann sich jeder selbst im Schaltplan raussuchen. Bis zur abendlichen Übernachtungsstelle hält das auf jeden Fall und dann kann man sich an die ordentliche Reparatur begeben. Längere Pausen sollte man zwischenzeitlich nicht machen, denn das Zündungsplus bleibt dauerhaft an, bis man den Stecker wieder zieht.


    Wer vor einem Ausfall des Zündschlosses jedoch zu viel Angst hat, dem sei ein separater Zündungsschalter, der eben nicht am Schloss und damit im Knickbereich sitzt angeraten. Das Lenkradschloss funktioniert ja auch ohne den angeschlossenen Schalter. Den kann man sich an eine unauffällige Stelle legen. Man müsste sich dann nur Gedanken darüber machen, dass es ja auch eine Parkposition/Standlicht gibt, also einen dreistufigen Schalter bestenfalls.

    Was und ob die Versicherung etwas dazu sagt, oder der TÜV weiß ich nicht. Das muss man ggfs. für sich selbst abwägen (im Ausland entscheidend ja/nein?) Die einzige Gefahr, die sich ergibt ist das einschalten bei geschlossenem und vergessenen Lenkerschloss... Es gibt Leute die hat es dabei schon erwischt... :giggle:


    Generell würde ich empfehlen, dich mit potentiellen Schwachstellen bereits im Vorfeld zu beschäftigen und ggfs. sicherere Lösungen (wie die oben beschriebene) zu finden. Dann kennst du dich im Fall der Fälle damit aus und kannst vielleicht sogar ohne ein hyperseltenes BMW-Ersatzteil in jeder Hinterhofklitsche deine Reparatur mit einfachsten Mitteln durchführen.


    Ich wünsche dir auf jeden Fall eine gute Reise, bei der du weniger Schrauben und mehr fahren kannst. :victory:

    Gruß David :wave:



    M.C. Knitterfrei


    Der Verbrauch meiner Dakar...

  • Ich fand die WR auch grauenvoll. Gutes Fahrwerk und genug Power wenn man dafür mal Platz hat aber im Schubbetrieb auch leicht Gas geben zerrt völlig an den Armen. Ich war nach einer Runde beim Hessler total fertig und bin danach wieder auf die Dakar. Nächstes Jahr war ich mit der 250er Honda da (crf250l) und war richtig glücklich.

    Also die WR ist mir viel zu giftig am Gas, damit würde ich nicht glücklich werden.


    Aber Sichtweisen sind ja verschieden :)

  • Ich fand die WR auch grauenvoll. Gutes Fahrwerk und genug Power wenn man dafür mal Platz hat aber im Schubbetrieb auch leicht Gas geben zerrt völlig an den Armen. Ich war nach einer Runde beim Hessler total fertig und bin danach wieder auf die Dakar. Nächstes Jahr war ich mit der 250er Honda da (crf250l) und war richtig glücklich.

    Also die WR ist mir viel zu giftig am Gas, damit würde ich nicht glücklich werden.


    Aber Sichtweisen sind ja verschieden :)

    Witzig... ich find sie einfach totlangweilig, weil mir einfach die Leistung fehlte. Gutmütig ist sie, aber giftig?! Für eine Reise wahrscheinlich ganz vernünftig. So war zumindest meine Einschätzung.

    Geschmäcker sind wohl sehr verschieden. ;)

    Gruß David :wave:



    M.C. Knitterfrei


    Der Verbrauch meiner Dakar...