Motor stottert, Leistungsabfall bei Last, mehr als 3000 U/min nicht mehr drin

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  • Hallo liebe F 650 Gemeinde.


    Habe mir vor kurzem eine F650 Typ 169 gekauft. Vorbesitzer sagte sie fängt an zu ruckeln und er habe keine Zeit danach zu sehen.

    Habe dann vorsorglich alle Vergaserdichtungen und Düsen erneuert, ausgebaut sauber gemacht, neue Zündspulen und Stecker neue Kerzen, alle Flüssigkeiten gewechselt.

    Danach sprang sie sauber an, nahm auch sauber das Gas und alles war gut. nach einer Tour von 200 km auch noch alles gut....

    Dann letzte Woche, fing sie wieder an zu stottern, als würde sie nur auf einer Zündkerze zünden. Dann auf einmal zündet bzw. läuft sie wieder richtig und kurze Zeit später fällt sie unter Last wieder ab. Mehr als 3000 Touren sind dann beim Gasgeben nicht mehr drin... Sie stottert nur und dann nimmt sie urplötzlich auf einmal das Gas wieder an als wäre nichts gewesen.

    Nach Hause bekommen hab ich sie, allerdings nur untertourig und mit einem hohen Gang, wobei das Gute alte Stück nicht sonderlich fröhlich darüber ist. Ohne Probleme fahren wird zum Lotteriespiel, das sie sich mal so und so verhält... einmal läuft sie einwandfrei... dann wieder mit Stottern und Leistungsabfall.

    Auspuff ist bei dieser Aktion auch tierisch heiß geworden.

    Dachte als erst, das unter Umständen die Vergaser verschmutzt sind. Wenn ich sie mit diesen Symptomen ausmache und neu starte nimmt sie das Gas kurze Zeit gut wieder an, allerdings nach 100 Metern unter Last habe ich das gleiche Problem wieder.

    Habe versucht ausführlich zu recherchieren hier im Forum, aber so richtig schlau werde ich nicht.

    Motorradfahren und basteln sind mir nicht unbekannt. Kennt jemand dieses Phänomen auch?

    Habe mal vorsorglich auch einen neuen Regler bestellt....

    Komme aber insgesamt was die Fehlerursache angeht nicht wirklich weiter.. Oder ist es nur eine Kleinigkeit? Ideen???

  • Ach ja, Motorzustand warm kalt macht bei dem Phänomen keinen Unterschied....


    Regler wäre dann mal jetzt das nächste... danke für den Hinweis... Warum regelt er dann einmal so oder so.... verkehrte Welt....



    Ich hab halt ehrlich gesagt keinen Bock, den Bock... permanent zu zerlegen und auf Suche zu gehen... was noch ansteht... sind andere Kerzenstecker nochmal obwohl die anderen neu sind....

  • Regler wäre dann mal jetzt das nächste... danke für den Hinweis... Warum regelt er dann einmal so oder so.... verkehrte Welt....

    Wenn der Regler kaputt ist, dann macht er halt eigenwillige Sachen. Vorallem regelt er aber die Ladespannung viel zu hoch. Da bei hoher Drehzahl mehr zu regeln ist, tritt das Problem dort vermehrt auf. Durch die hohe Bordspannung kommt dann das Steuergerät aus dem Takt und es happert mit der Zündung.


    Warum geht der Regler kaputt? Weil er an einem Platz positoniert wurde an dem er zuwenig Luift und Kühlung bekommt. Er überhizt und iergendwann ist er dann halt hinüber.

    Ich hab halt ehrlich gesagt keinen Bock, den Bock... permanent zu zerlegen und auf Suche zu gehen...


    Ladespannung an der Batterie kann man ja zum Glück mit ohne viel Zerlegen messen. Sitz weg, ein bis zwei Schrauben lösen und gut ist.

    Anstelle von Messen kann man auch folgendes machen: Wenn das Problem auftritt einfach den Regler ausstecken, d.H. beide Stecker trennen. Ist das Problem weg, dann ist es 100% der Regler.

    Apropos Stecker: Die beiden Stecker beim Regler sind noch gut und nicht etwa braun oder gar schon verkohlt?

  • Ich würde auch zu 98% auf den Regler tippen. Die Ursache kann von irgendeiner gealterten Lötstelle die je nach Innentemperatur, Belastung und Eingangsspannung unterschiedlich leitet oder auch nicht alles Mögliche in diesem vergossenen Teil sein. Abstecken, prüfen, tauschen.


    Nur zur Info, ob eine Kerze oder zwei arbeiten ist im praktischen Betrieb kaum feststellbar. Ich merke es jedenfalls nicht, wenn ich einen Kerzenstecker abziehe. Ist halt nicht wie beim alten Lycoming oder Continentalmotor mit Magnetdoppelzündung.

  • habe versucht ausführlich zu recherchieren hier im Forum, aber so richtig schlau werde ich nicht.

    Mehr als 3000 Touren sind dann beim Gasgeben nicht mehr drin... Sie stottert nur und dann nimmt sie urplötzlich auf einmal das Gas wieder an als wäre nichts gewesen



    sorry aber das verstehe ich nun nicht:g:

    über die erweiterte Suchfunktion gibt es bei "3000" und "Ruckeln"

    genug Treffer in Bezug auf den Regler - das Thema ist zumindest im Ur-F Forum gut bekannt.

    Geht die Suche nicht richtig ?


    Ich hoffe es war nun nicht so teuer alle Teile zu tauschen:whistle:

    Zumindest sind zukünftige Probleme nun schon minimiert.

    Vergaser zerlegen und reinigen schadet ja nicht.

    aber alles wird gut.


    Viel Erfolg und gute Fahrt !


    :wave:


    Mac

    Dieser Beitrag wurde bereits 3 Mal editiert, zuletzt von macgyver ()

  • Danke für die Tipps, werde gleichmal noch nachmessen... 3000 hab ich gesucht bin aber nicht direkt fündig geworden... Danke für die Antworten... Hoffe ja das es danach funzt...


    Ich konnte mir halt nur nicht erkären warum es erst mehr als 200 km funktioniert nachdem alles sauber und neu ist und dann auf einmal die gleichen Macken wieder auftreten...... erschien mir nicht logisch... werde aber zu Vorsicht nachmessen.. und nachberichten...


    Gruß Erik...

  • So.. nachgemessen... bei eingeschalteter Zündung liegen an der Batterie schon 15,7 Volt an, wenn der Motor an ist schon im Leerlauf sind 20,6 Volt... das scheint mir dann doch ein wenig zuviel... Also denke ich wird es wohl der Regler sein, weil mir erscheint dies dann doch ein wenig zu viel.. :)

  • Zu

    schon im Leerlauf sind 20,6 Volt

    wollte ich schon schreiben, dass das nicht nur ein bisschen zuviel ist, sondern sogar viel zu viel, allerdings kann die Messung

    bei eingeschalteter Zündung liegen an der Batterie schon 15,7 Volt

    eigentlich nicht stimmen.

    Mehr als 12,6 V solltest Du unter diesen Umständen nie messen können - siehe dazu hier:

    http://www.mdvp.de/Bat/Batteri…espannung%20der%20Zellen:


    Es gibt allerdings schon Anhaltspunkte für einen Reglerfehler, auch wenn Deine Messungen so nicht stimmen können. Vielleicht solltest Du mal ein anderes Messgerät bemühen (man glaubt es kaum, aber ich hatte auch schon mal eins in Händen, das so weit daneben lag; zur Kontrolle miss doch mal die Spannung an einer anderen Batterie, ggf. auch an einer Trockenbatterie einer Taschenlampe o. ä.).


    Fehler sind oft nicht permanent, sondern können auch als Wackelkontakt auftreten, auch innerhalb einer geschlossenen Einheit, was as unregelmäßige Auftreten erklären kann.


    Als Forenneuling bist Du entschuldigt, wenn es mit der Suche nicht geklappt hat.

    Im Forum suche ich oft mit Google in der Form

    Code
    1. site:f650.de stichwort(e)

    Das beschränkt die Suche auf dieses Forum, was oft modellrelevantere Treffer bringt als eine allgemeine Suche. Die forumseigene Suche hingegen ist weniger tolerant und findet oft nichts, wenn man nicht ganz genau das richtige Stichwort gewählt hat.


    Ich hab halt ehrlich gesagt keinen Bock, den Bock... permanent zu zerlegen und auf Suche zu gehen

    Den Unmut kann ich zwar verstehen, aber wer hier fragt, dann genau deswegen, weil er selber etwas tun möchte. Der Weg in eine Fachwerkstatt steht Dir ja immer noch offen. Die verdienen ja genau damit ihr Geld mit dem, was Du nicht tun kannst oder willst.


    Eckart

  • Keine Bange ich schraube weiter. dafür macht mir das zuviel Spass und ist eine Leidenschaft... .. war im ersten Frust geschrieben, weil ich schon viel Arbeit reingesteckt habe und mir eigentlich nur die tausend Schrauben der ganzen Verkleidungen auf den Keks gegangen sind. Und Vergaser ausbauen und einbauen, mit dem Gefitschel beim wiedereinsetzen.... ist schon eine Herausforderung... Aber hab schon an schlimmeren Modellen rumgeschraubt... Die Messung an der Batterie erschien mir auch zu hoch... aber ich hab extra nochmal nachgemessen und komischerweise stimmt es ... ist die Batterie ausgebaut hat sie eine Spannung von 12,7 Volt... verrückte Welt....


    Nein die BMW Werkstatt sieht mich nicht so schnell wieder... die haben ohne die Maschine vorher gesehen zu haben, weil ich sie tüven wollte mir im Vorfeld schon gesagt das das Lenkkopflager und die Hinterradschwinge mit Sicherheit ausgeschlagen sind und erneuert werden müssen, obwohl zwischen dem letzten TÜV nur 147 km vom Vorbesitzer lagen... :-)


    @Aber danke Eckart, ich nehm das sportlich...

  • Hast wohl beim messen ac dc verwechselt .

    Möchte ja dem Hund keinen Knochen geben, aber 15.7V AC ? Wenn Motor aus, nur der Zündschalter umgelegt? Da müssen schon die Höllenglocken läuten oder das Motorrad vom Donnerschlag getroffen sein. Das kann eine dreckige Messung mit saubillgen Messgerät sein, oder man war noch aufgeladen weil man die ganze Nacht durch geschockt wurde.


    Wäre ja gerne Fliege an der Wand gewesen. Aber wenn der Motor nicht läuft wird kein Gift injeziert. D.h. man hat keine störrende Hochspannung von der Zündung noch Rippel von Spannungsregler (ein bekanntes Problemkind) welche man an den Kabel unter Spannung messen könnte.


    Nicht dass ich den Finger drauflegen würde aber bevor ich ein aufgeblasenes Video sehe glaub ich das nicht. Schon in meinen Schultagen habe ich gelernt: Man kann zwar die Regeln brechen aber wer misst, misst Mist.


    PS: Motorrad fahren ist keine Lärmbelästigung!

  • Spricht da der Praktiker ?

    Denn in der Tat wäre

    Hast wohl beim messen ac dc verwechselt

    eine mögliche plausible Erklärung für Fehlmessungen, die mir nicht in den Sinn gekommen war.

    Und bevor der Schweizer Teil des Forums komplett verwirrt ist:

    Es hängt von der Bauart des Messgeräts ab, was passiert, wenn man es auf Wechselspannung gestellt hat, aber an eine Gleichspannung anschließt.


    Eckart

  • Also ich weiss schon zu unterscheiden, Derzeit kommen aus dem neuen Regler konstant 14,33 Volt und die gute alte BMW läuft wieder wie sie soll. Und die 14,33 sind konstant. Denke das entspricht auch ungefähr den Sollmesswerten. Denke aber auch das das Gerät vielleicht mal neu kalibriert werden sollte... .. bei der letzten Messung vom Haushaltsstrom hat es auch zuviel angezeigt... 253 Volt anstatt knapp 230 --- Zumindest reagiert das Messgerät nicht mehr so wie ein Drehzahlmesser... vorher ging die Spannung beim Gasgeben ja rapide nach oben....


    Und um euch zu beruhigen, beim Wechselstrom messen zeigt das Messgerät mal grade 0,54 an... und spinnt völlig.. .....für die Ganzen Wechselkandidaten...


    Auf jeden Fall schnurrt sie wieder....

  • Hallo Elendil176,


    auch ich hatte dein beschriebenes Problem. Ich habe den Regler nach außen gebaut (rechte Verkleidung) und immer einen zweiten als Reserve an der alten Stelle liegen. Ist doof wenn er ausfällt und man liegen bleibt.

    Ich habe aber auch die Stecker überarbeitet & neue aufgekrimpt da hier bei den defekten Reglern zu sehen war das diese teilweise schlechten Kontakt hatten.

    Kommt ja heute alles nur noch aus fern Ost, da leidet schonmal die Qualität.

    Schönes Wochenende & viel Spaß mein fahren.


    JB