Ölstand F650 GS Bj. 2003

  • Hi,

    Wer zum Teufel hat sich dies Ölstandskontrolle mit Schauglas bei der 650 GS einfallen lassen? Damit stehe ich seit dem ersten Tag auf dem Kriegsfuß! Wenn Maschine warm, dann Schauglas bis an Unterkante voll (Hauptständer / grade Fläche). Mit Blubbern und allem was dazu gehört. Alo alles was einen unbedarften Mitmenschen dazu veranlasst Panik in die Augen zu bekommen und Versuche zu starten Öl abzusaugen.

    Also Handbuch gelesen und kalte Maschine auf grader Fläche auf den Hauptständer gestellt. Habe dann den Motor bis zum Einsetzen des Lüfters etwa 3 Minuten warm laufen lassen. Ergebnis: Ölstand an der Unterkante des Schauglases. Ich bin dann eben mit dem Büchlein in der Hand zu der Tankstelle meines Vertrauens gefahren und habe das große Portemonnaie mitgenommen. Nach viel suchen habe ich dann ein SAE 30 mit APS SF / CCMC G4 gefunden. Das ist ein Mineralöl zum kleinen Preis! Ich hatte jetzt ein teures Synthetisches erwartet....

    Bin mit meiner Beute zurück zum Mopped und wollte den Motor noch einmal kurz anlaufen lassen damit sich das Öl wieder verteilt und ich im Schauglas sehen kann wieviel ich auffüllen muss. Schauglas wieder voll bis Oberkante! So ein Schei...!

    Ich habe jetzt mit todesverachtung rund 200ml SAE 30 API SF hineingekippt. Habe ich das richtig gemacht, oder darf ich in die Werkstatt zum Ölwechsel? :confused:


    Gruß Olli

  • Macht es wirklich Sinn in der heutigen Zeit ein Einbereichsöl einzufüllen? Nimm lieber ein freigegebenes Öl!

    Grundsätzlich ist die ölstandskontrolle bei einem Trockensumpf schwieriger wie bei einem Nasssumpf, den du wahrscheinlich kennst. Dafür ist der Ölstand eher unkritisch. Der Rotax-Motor verbraucht praktisch kein Öl und solange du etwas davon im Schauglas sehen kannst, passt das schon.

  • Servus

    Tja so unterschiedlich sind die Geschmäcker .Ich finde es top .Saubere Finger man braucht kein Lappen.Sehen und Wissen!

    Du musst nur noch abgeklärter werden .wie du auf das öl kommst weiss ich nicht ,ich nehm10 w40 aber das ist ein glaubenskrieg.

    füllmenge war ok wenn nach lüfterabschaltung am unteren rand ,also alles ok.

    Wer vor der Wahl etwas verspricht darf sich nicht wundern wenn WIR uns verwählen!

  • Aha, Einbereichsöl / Mehrbereichsöl. Gute Spur. Es kommt Licht in Dunkel.

    SAE 20 / 30 / 40 der API-Klassen SF, SG oder SH mit Erweiterung CD oder CE sind zulässig, ebenso diese mit CCMC-Klassifizierung G4 oder G5.

    Da ich also ein SAE-30 mit API SF/CD eingefüllt habe, habe ich nicht viel falsch gemacht. Das ist ja laut Spezifikation zulässig.

    Nun hat das Mopped also ein Gebräu von einem minaralischem Einbereichsöl und vermutlich synthetischen Mehrbereichsöl intus. Soll aber ja angeblich mischbar sein. Also auch halb so wild.

    Nur bei aller Liebe, ich stehe zwar auch auf saubere Finger, aber ich habe die Maschine wie beschrieben heute morgen im kalten Zustand angeschmissen und gemäß Bedienungsanleitung warm laufen lassen um den Ölstand zu prüfen. Da stand das man eben an der unteren Kante. Jetzt habe ich nicht einmal 200ml zugegossen und eben wieder im kalten ZUsnad angeschmissen. Das Schauglas zeigt an das die Karre bis zur Unterkante voll ist. Was soll der Mist? Sind da irgendwelche Kanäle zu? Thema Ölstand kann doch keine Gefühls- oder Schätzsache sein! Mir ist das schon sehr wichtig zu wissen ob der Motor trockenläuft, oder aber das andere Extrem, mir das Öl aus dem Luftfilter entgegenkommt.

    Ist da was am Motor kaputt oder haben Andere die selben Probleme?

  • Alles richtig gemacht .von der unterkante bis zur oberkannte des schauglases sind ca 400ml .du bist also jetzt wenn der lüfter einschaltet genau mitte schauglas. alles paletti.ich gebe mal zu bedenken das das öl anders als im pkw mit das getriebe versorgt,eine geringere menge als im pkw hat,und in 2

    behälter aufgeteilt ist.deshalb mehr ölschaum.

    Wer vor der Wahl etwas verspricht darf sich nicht wundern wenn WIR uns verwählen!

  • Ich lese immer was von "Warmlaufen lassen"? Betriebstemperatur des Öls ist was anderes als den Motor warmlaufen zu lassen. Warmfahren bitte, und zwar weiter als bis zum Zigarettenautomaten, dann passt´s auch.


    Warum man ein Einbereichsöl in die Kiste kippt, ist mir ein Rätsel, es sei denn, man fährt nur im Hochsommer.

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

  • Das Einbereichsöl war das einzige das mir mit den passenden Spezifikationen in die Hände gefallen ist. Seit heute weiß ich nun auch was Einbereichsöl / Mehrbereichsöl bedeutet. Na, und nun habe ich zumindest etwas für den Rasenmäher :whistle:

    Im Handbuch steht nun deutlich "nicht zum Zigarettenautomaten fahren", sondern Motor im Stand bis einsetzen Lüfter laufen lassen. Warum ist mir auch ein Rätsel. Ebenso wie schwaze Löcher. Aber ich glaube dran.

    Also eben nochmal brav genau das gleiche gemacht wie heute Mittag, wie heute morgen, wie... und wieder ein anderes Ergebnis! Entgegen allen Mutmaßungen ist dir Kiste bis oben voll. Mitte Schauglas wäre mir erheblich lieber gewesen>:(

    Kommt mir inzwischen fast vor wie eine Raketenwissenschaft! Habe ein abgebrochenes Studium. Vielleicht hätte ich das zuende machen müssen um zu verstehen was da passiert.

    Ich nehme die tröstenden Worte von Freitaler und geh davon aus nix kaputt gemacht zu haben. Ist eh in etwa die Menge die ich vor einiger Zeit abgepumpt habe.

    Werde aber trotzdem einen professionellen Ölwechsel anpeilen.

    Ich werde wohl nie ein Fan des BMW-Schauglaes werden. Bei meiner vorherigen Yamaha war das alles leichter. Mopped auf Hauptständer, Schauglas beguckt, Öl zugefüllt und dem Stand beim Steigen zugeschaut und fertig. Bei meiner GS funktioniert das nicht. Warum auch immer. Layer 8 Problem oder unglückliche Kombi aus Flugzeugmotorenhersteller und Bayerischem Motoren Werk.


    So, aber nun nix wie ab auf die (Schotter-) Piste. Werde berichten wenn mir dabei die Brühe aus dem Luftfilter schießt.

  • So, aber nun nix wie ab auf die (Schotter-) Piste.

    ............ und wenn du zurück bist stellts du brav das Moped auf den Hauptständer und lässt es im Stand weiterlaufen bis der Lüfter wieder aus ist. Dann hast du sicher eine Öltemperatur größer 60 ° und das Öl ist im System gleichmäßig verteilt. Miss mal mit dem Bratenthermometer falls du keine Temperaturanzeige am Öltank nachgerüstet hast.


    >>>> Klick hier drauf

    Nette Grüße vom Michel aus der Pfalz. :wave: 
    Head of F650 Forum :wink:

  • Dein Problem ist wahrscheinlich nur, dass du den Nasssumpf deiner Yamaha mit dem Trockensumpf deiner GS vergleichst. Das sind aber nunmal zwei Paar Schuhe!
    Der Trockensumpf hat viele Vorteile. Nicht umsonst kommt er in etlichen Motorrädern (z.B. denen aus Milwaukee) und auch bei den Porsche-Boxern zum Einsatz. Die Ölstandskontrolle, der Ölwechsel und auch der Ölkreislauf werden zwar etwas komplizierter, da der Ölstand aber gar nicht so wichtig ist, wie beim Nasssumpf, geht das völlig in Ordnung!
    Solange Öl im Vorratsbehälter ist, ist alles Paletti.

    Wichtig ist, dass du NICHT nach der Bedienungsanleitung vorgehst, sondern die Maschine richtig warm fährst, d.h. mindestens 20km. Kurz im Stand weiterlaufen lassen - dann messen.
    Der Rotax verbraucht kein Öl. Somit kann man das entspannt auf einer Tour bei einer Pause machen. Zuhause in der Garage ist das nur bei Motoren nötig, wo man Öl nachfüllen muss. :wink:

    Beim nächsten Ölexperiment achtest du bitte darauf, dass es ein Öl mit MA2-Klassifizierung ist. Ansonsten hast du ganz schnell Kupplungsrutschen.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von vosse ()

  • Gestern alles gemacht wie der Michel gesagt hat. Also warm gefahren und im Leerlauf eine Weile weiterlaufen lassen. Schauglas war voll. Heute zu Apotheke, 100ml Spritze und Harnröhrenkatheter besorgt. War ganz witzig. Der Apotheker fährt auch eine GS und hat mir die Katheter geschenkt.

    Heute Abend 250ml abgesogen und wieder ordentlich im Kreis gefahren. Maschinchen auf grade Fläche und im Standgas laufen lassen. Motor ausgemacht. Aufs Schauglas geschaut, und siehe da, noch immer randvoll.

    So langsam aber sicher komme ich mir echt blöd vor. Das kann doch nicht sein, oder? Mit wieviel zuviel Öl habe ich die denn aus einer Fachwerkstatt gekauft? Oder mache ich was komplett falsch?

    Habe am Freitag Fahrsicherheitstraining beim ADAC. Meinen Geburtstagsgutschein aufbrauchen. Da ich rein rechnerisch nun einen Ölstand haben sollte mit dem ich bereits 2.000km gefahren bin sollte die Maschine den Freitag wohl duchhalten. Danach gehts zum Jahrescheck mit TÜV. Da lasse ich auf alle Fälle einen Ölwechsel machen.


    - Rotax verbraucht (fast) kein Öl?

    - Was passiert wenn zuviel Öl drauf ist?

    - Gibt es Hoffnung das ich noch in diesem Jahr technisches Verständnis für meinen Einspritzer mit Trockensumpf entwickle??


    Die Frage die derzeit am meisten auf meiner Seele brennt ist die Mittlere.

    Kupplungsrutscher gibt es hoffentlich nicht, da ich nur Öl mit passender Spezifikation verwendet habe.

  • - Rotax verbraucht (fast) kein Öl?

    Der Motor ist dafür bekannt, das er sowenig Öl braucht, das man in der Regel zwischen den Ölwechseln kein Öl auffüllen muss.


    - Was passiert wenn zuviel Öl drauf ist?

    Das landet im Luftfilterkasten. Rechts oben am Zylinderkopf sollte ein Schlauch mit Stopfen sein, den Stopfen abziehen und schon kannst du das Öl aus dem Luftfilterkasten ablassen.

    Vor dem Ziehen des Stopfens Lappen drunter oder Behälter je nachdem wieviel Öl du erwartest ...



    - Gibt es Hoffnung das ich noch in diesem Jahr technisches Verständnis für meinen Einspritzer mit Trockensumpf entwickle??

    Ja, ein guter Anfang dafür ist ein korrekt durchgeführter Ölwechsel, dann ist es recht einfach.


    Wegen vermeiden Kupplungsrutschen eben Öl mit der Spezifikation JASO MA2 verwenden, wie von Vosse erwähnt, und am Rande bemerkt, die Spezifikation ist knapp 20 Jahre alt, da hat sich inzwischen einiges beim Öl getan. Ich war erstaunt das du noch SF-Öl organisieren konntest ...

  • Kein Ölmikromanagement machen. Sieht man Öl im Schauglas, dann ist genug Öl vorhanden.


    Als SAE 30 finde ich endweder Öl für Rasenmäher oder Oldtimer. Das wird also eher nicht "Energy Conversing" sein und damit auch eher nicht die extra glitschigen Additive haben die man nicht an der Kupplungsscheiben haben will. Man weiss aber nie darum lieber Öl mit JASO MA bzw. MA2 Spezifikation einfüllen. normallerweise erkenntlich am Motorrad auf dem Etiket.

  • Hi Rotax,


    Das SF-Öl war wohl ein Restbestand meiner AVIA um die Ecke.


    Habe den Schlauch gefunden. Es kam eine geringe Menge Öl raus. Vielleicht ein halbes Schnapsglas. Muss ich nocht etwas vor der nächsten Tour, sprich spätestens kommenden Freitag, beachten?

    Ist das soweit "okay" das da ein wenig Öl im Luftfilter war, oder muss ich da was austauschen?

  • Das SF-Öl war wohl ein Restbestand meiner AVIA um die Ecke.

    war da noch ein Preisschild in DM drauf? :eekout:



    Ist das soweit "okay" das da ein wenig Öl im Luftfilter war, oder muss ich da was austauschen?

    Alles gut. Keine Bange. :wave:

    dito, ich würde aktuell nichts mehr machen. Wäre extrem viel Öl drin, wäre da mehr Öl gekommen.


    Aber in ca. 1000 km würde ich das nochmal machen. Kommen dann irgendwann nur noch ein paar Tropfen (das wäre normal), dann hast du zumindest nicht mehr viel zuviel Öl drin.

    Dann mal viel Spass bei der nächsten Tour. :)


  • Super! Danke!!

    Werde trotzdem zeitnah einen Ölwechsel durch die Werkstatt durchführen lassen. Schon alleine um zu sehen was passsiert wenn ich dann "tief ins Glas" schaue. Danach werde ich mich wohl an Rotax halten und den nächsten selber machen. Wäre doch gelacht wenn ich die Grundlagen der Wartung nicht in den Griff bekomme. Ich werde mich aber auch an Köfferli halten und kein Ölmicromanagement betreiben.

    In Summe scheine ich ja der Unsicherheit eines Anfängers (und des blöden Schauglas) zum Opfer gefallen zu sein. Wenn ich all die Informationen richtig interpretiere, kann ja fast nichts passieren. Wenn zuviel Öl, kann der überschüssige Teil über den Schlauch am Luftfilter abgelassen werden. Zu wenig geht ja eigentlich nicht da der Motor (fast) kein Öl verbraucht. Wenn das wieder erwarten doch passieren sollte, dann müsste somit ein größeres Problem vorliegen.

    Der Excurs in die Welt der Motoröle hat mir auch was gebracht. Nun kenne ich den Unterschied zwischen Einbereichs- und Mehrbereischsöl, sowie einen Großteil der Bezeichnungen. Der Rest dahinter, welches das richtige Öl für das jeweils eigene Maschinchen ist, scheint, wenn man die Foren duchstöbert, dann aber eher eine Glaubensfrage zu sein.


    Interessant finde ich dabei das immer wieder im Zusammenhang mit der Viskosität auf das Schaltverhalten hingewiesen wird. Macht das wirklich soviel aus ob ich z.B. ein 5W-30 oder 10W-40 fahre?

  • Interessant finde ich dabei das immer wieder im Zusammenhang mit der Viskosität auf das Schaltverhalten hingewiesen wird. Macht das wirklich soviel aus ob ich z.B. ein 5W-30 oder 10W-40 fahre?

    da geht es zumindest bei Motorrädern eher um 10W-40 oder 10W-50 / 15W-50 oder sogar 10W-60 .... die Frage hast du selber schon beantwortet



    Der Rest dahinter, welches das richtige Öl für das jeweils eigene Maschinchen ist, scheint, wenn man die Foren duchstöbert, dann aber eher eine Glaubensfrage zu sein.

    für die GS gilt:

    Das verwendete Öl sollte JASO-MA2 sein, die API nicht zu schlecht (also besser als SF :)) und den Rest ob mineralisch, teilsynthetisch oder synthetisch und Hersteller sollte jeder für sich entscheiden.

  • Hi Olli,


    und wie ist es in der Werkstatt gelaufen?


    Ich lasse keinen Ölwechsel mehr von einer Werkstatt machen. Es sei denn, hier spricht jemand noch eine Empfehlung für eine Werkstatt in und um Hamburg, Winsen, Lüneburg aus, die sich mit den Besonderheiten unserer Sumpfschmierer auskennt. Ich habe die letzten beiden Wertungen 40.000 und 50.000 bei einem "Freundlichen Fachhändler" in Hamburg machen lassen und, wie ich heute weiß, immer zu viel Öl.

    Habe ja momentan ein ähnliches Problem und kann Dir nur raten den Luftfilterkasten einmal runter zunehmen. Bei mir kam nur wenig aus dem Schlauch und dachte alles ist gut. Leider nicht der Fall gewesen. Im Luftfilterkasten waren noch gut 100-150ml drinnen, das war so zähflüssig das es nicht über den Schlauch abgeflossen ist. Rechte Verkleidung runter, Luftfühlerstecker ab, mittleren Halter abschrauben, Ansaugschnorchel abnehmen und Luftfilter rausnehmen. Dann schauen was sich alles findet. Ggf. Luftfilterkasten abnehmen, alles simpel, nur aufpassen das nichts in den Ansaugstutzen fällt, am Besten abkleben.


    Viele Grüße Torsten.