Fragen zu Lenkkopflager und Getriebelager

  • Hallo zusammen,


    Ich weiß, es ist eine doofe Frage, da es immer darauf ankommt wo und wie man fährt. Aber was kann der Lenkkopflager an Kilometerleistung aushalten? Ich meine bei welcher Kilometerleistung habt ihr den austauschen müssen?


    Ich bin derzeit in Griechenland unterwegs und bin in Metheora stecken geblieben, erstens wegen meiner Kette, die hat es nicht mehr geschafft ist zu stark gedehnt. Die haben wir heute in einer kleinen Werkstatt ausgetauscht. Hierbei habe ich vor der Abreise die Spannung und die Kette geprüft alles war in bester Ordnung, ich habe jetzt gelernt, dass die Kettenspannung dem Gewicht nach eingestellt werden muss. Ich habe allerdings nur das Stoßbein härter gestellt gehabt. Ich hoffe es gibt davon keine Folgeschäden beim Getriebelager. Woran würde man merken, dass dieser nicht mehr gut ist? Geräusche? Welche?


    Jetzt ist aufgefallen, dass die Lenkung nicht mehr sauber läuft, d.h. wenn man auf dem Hauptständer lenkt gibt es Rastpunkte. Morgen kommen die Ersatzteile und es wird getauscht werden. Dann geht es weiter nach Athen. Vor der Reise habe ich alles geprüft und alles war in Bester Ordnung. Aber aus reiner Neugier bin ich interessiert was so ein Lenkkopflager wegstecken kann.


    Beste Grüße

    Kevin


    PS: Ihr könnt meiner Reise unter https://dejavu.voyage/ folgen.

  • ber aus reiner Neugier bin ich interessiert was so ein Lenkkopflager wegstecken kann.

    Nunja. Es gibt Meldungen unter 10.000 km. Ich personlich habe erst bei etwas über 90.000.km an meiner Dakar wechseln müssen. ;)

    Nette Grüße vom Michel aus der Pfalz. :wave:
    Head of F650 Forum :wink:

  • 1.

    2-3cm spiel muss in der kette sein sonst gibts lagerschäden im getriebe


    2.

    erstes Lenkkopflager musste ich nach 3 monaten inne garantie 99 wechseln lassen,rastete

    mittlerweile bin ich bei nr4,allerdings ist dieses schon 7 jahre drinn und O probleme,weil

    MotoCross Walzenlager statt BMW serienschrott Kugellager....also wenn scho lagertausch,dann richtig und wechseln auf Walzen...isse selbe aufwand,lohnt aber auf jeden fall und kost es selbe bis auf paar Cent


    ergo,3 originale schrott für 60tkm und seit 70tkm walzen...muss die tage zum tüv..

  • Lenkkopflager sind in der Erstausrüstung Glückssache; das geht bei 10.000km los, wie Michel schon sagte. Unbedachte Anwendung des Dampfstrahlers von vorne unten ist Gift für´s LKL.


    Wenn man selbst wechselt, die Lager ordentlich mit dem richtigen Fett packt (ich nehme Bel Ray) und sauber eintreibt und mit dem richtigen Schlüssel einstellt, sind auch 40.000km und mehr drin. 90.000 halte ich rein aus meiner subjektiven Erfahrung für einen Ausreißer bei ausschließlich sommerlicher Landstraßenfahrweise und extrem guter Pflege. Daß ein noch gutes LKL allerdings auf ein paar tausend km so schlecht wird, daß man damit nicht mal mehr weiterfahren kann, ist eher selten; die Rastpunkte kommen schleichend und deshalb merkt man die Verschlechterung häufig erst, wenn die Gabel anfängt zu klappern. Die GS hat übrigens serienmäßig Kegelrollenlager, keine Kugellager.


    Kettenspannung ist in jedem Forum ein abendfüllendes Thema. Dem recht stabilen Ausgangslager passiert meist nichts, eher geht die Verzahnung der Getriebeausgangswelle hopps (sprich, daß Ritzel dreht auf der Welle rund) und dann ist ´ne Totalzerlegung mit Austausch der GAW fällig. Wenn Du jetzt ein neues Ritzel montieren konntest, die Zähne der GAW noch da waren wo sie hingehören und kein Öl aus dem Simmerring der Welle sprudelte, ist wohl alles im grünen Bereich; Haken dran und Urlaub genießen.


    Um rpr61 zu zitieren "zwei bis drei cm Spiel" ja, aber am unteren Kettentrum bei belasteter Schwinge, nicht im Stand auf dem Seitenständer....




    Beste Grüße

    Chris

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von JustMe ()

  • Hallo Kevin,

    was kann der Lenkkopflager an Kilometerleistung aushalten?

    Vierstellige Werte sind selten, ich hatte bei der F650GS mal 20000, mal 40000 - so als Größenordnung.

    vor der Abreise die Spannung und die Kette geprüft alles war in bester Ordnung

    Korrekte Spannung allein sagt ja noch nichts. Aus dem Intervall, wie oft man nachspannen muss(te) kann man auf die verbleibende Lebensdauer schließen. Oder: Wenn das Spannen angefangen hat, sollte man vor einer längeren Reise wechseln.

    ich habe jetzt gelernt, dass die Kettenspannung dem Gewicht nach eingestellt werden muss

    Ist das so ?

    Ich habe das nie so gemacht.

    Wenn man nach Werksvorgaben einstellt, sollte die korrekte Spannung über den gesamten Lastbereich gewährleistet sein. Schließlich kann das Motorrad beim Fahren jederzeit auf Bodenwellen einfedern, wobei es nie dazu kommen darf, dass die Kette ganz straff wird.

    Bei mir hat mal ein Reifenhändler die Kette durchhanglos straff gespannt. Bin dann da nicht wieder hingegangen.

    Aber auch meine Stammwerkstatt hatte die Spannung mal nicht ganz richtig hinbekommen. Gerade, wenn die Kette schon etwas ungleichmäßig gelängt ist, ist es mühsam, über die gesamte Länge eines korrekten Durchhang sicherzustellen.

    Wenn es nicht stimmt, merkt man das eigentlich beim Fahren, wobei es mir schwerfällt zu beschreiben, wie. Kann natürlich sein, dass man einen nur wenig zu geringen Durchhang nicht bemerkt.

    Leider habe ich das Thema Verschlissene Kette in Verbindung mit diesem Motorrad in schlechter Erinnerung:

    Verschlissene Kette und was die Werkstatt tat...


    Also Vorsicht !

    Ihr könnt meiner Reise unter https://dejavu.voyage/ folgen

    Vielen Dank, dass Du uns an Deiner Reise teilhaben lässt !


    Eckart

  • Ums mit eigenen Worten zu fassen...hab enn schrauberkurs light für meine Stammtischmädellz gemacht...inkl kettenspannen...druffsitzen und dann zwo Wurschdfinger Spiel inne Kette sind ideal..nicht mehr aber auch nicht weniger


    meine X Ring vom Wunderlich läuft schon 80tkm allerdings mit Scottoiler



    lenkkopflager 10tkm minimum...


    hey,Chris...das waren 3tkm in der anfangszeit inne Garantie...erstausgerüstes Lenkkopflager ohne Dampfquäler,weil hochsommer,kam zum Purzeltach(ident zu den Garmisch days)




    Gruß

    Rolf

  • In der Werkstatt hatte Sie keine passende Ritzel, meine Ritzel sind noch im nahezu perfekten Zustand. Weshalb wir beschlossen haben sie zu belassen, ich werde die Kette vor der großen Reise eh wechseln und da kommt neue Kette und Ritzel darauf. Die neue Kette ist hochwertig aus japanischen Stahl.


    Wie macht sich das Problem mit der Verzahnung bemerkbar?


    Kevin

  • Kevin......ganz oder garnicht

    entweder kompletten satz samt ritzel und zahnrad oder fingerwech...ungleicher verschleiß....neue kette passt sich verbrauchten zähnen an und futsch isse..

    wenn X Ring von Wunderlich nicht bekommst...

    D I D in 525er X RING geht auch....aber immer komplett


    FINGER WEG VON KETTEN MIT MÄDCHENNAMEN...




    zumindest anne UrKälble passt vieles auch von APRILIA PEGASO

    ob dies bei der F650 GS auch funzt...musse Eckart löchern

  • In der Werkstatt hatte Sie keine passende Ritzel, meine Ritzel sind noch im nahezu perfekten Zustand

    das bezweifle ich mal ...



    Weshalb wir beschlossen haben sie zu belassen, ich werde die Kette vor der großen Reise eh wechseln und da kommt neue Kette und Ritzel darauf.

    bis nach Hause wird es reichen ...



    Wie macht sich das Problem mit der Verzahnung bemerkbar?

    man kann das Ritzel relativ zur Welle verdrehen ....

    die Wahrscheinlichkeit das du da ein Problem hast, ist vorsichtig geschrieben wie ein 5er im Lotto mit Zusatzzahl

  • Ums mit eigenen Worten zu fassen...hab enn schrauberkurs light für meine Stammtischmädellz gemacht...inkl kettenspannen...druffsitzen und dann zwo Wurschdfinger Spiel inne Kette sind ideal..nicht mehr aber auch nicht weniger

    mit anderen Worten, egal welches Mopped, egal wie schwer der Fahrer ist, egal wie die Federvorspannung des Federbeins ist, gelten die zwo Wurschtfinger ?

    Mit anderen Worte fahren 2 Fahrer auf demselben Mopped mit "weichem" Federbein mit extrem unterschiedlichem Gewicht, müssen die jedesmal vor Fahrantritt die Kettenspannung ändern?

  • Ums mit eigenen Worten zu fassen...hab enn schrauberkurs light für meine Stammtischmädellz gemacht...inkl kettenspannen...druffsitzen und dann zwo Wurschdfinger Spiel inne Kette sind ideal..nicht mehr aber auch nicht weniger

    mit anderen Worten, egal welches Mopped, egal wie schwer der Fahrer ist, egal wie die Federvorspannung des Federbeins ist, gelten die zwo Wurschtfinger ?

    Mit anderen Worte fahren 2 Fahrer auf demselben Mopped mit "weichem" Federbein mit extrem unterschiedlichem Gewicht, müssen die jedesmal vor Fahrantritt die Kettenspannung ändern?

    Ändere ich die Vorspannung nicht und passen auf geänderte maximale Last an,schlägt Federung durch auf Block...Dämpfer dazu ist dann schlabberig zu soft...ergebnis...naja...wirste merken...

    wozu zb dient dies komische handrad...zum anpassen der Federvorspannung gemäß den geänderten Lasten


    an meiner Gummikuh zb muss ich den Hakenschlüßel des Bordwerkzeug nutzen...dies alles kann der unerfahrene auch aus jeder BA nachlesen,sofern des lesens mächtig...sogar wenn jene Rotax heißen,ich fahr die nur...und schraube seit lehrbuwwezeite selbst,war nie azubibi sondern STIFT

  • Wann ist die Kette am meisten gespannt? Wenn sich Ausgangswelle, Schwingenachse und Radachse in einer Linie befinden. Ist die Schwinge mehr eingefedert oder weniger belastet, dann ist die Kette weniger gespannt.


    Stimmt also die Vorspannung nicht ist man zuviel oder zu wenig eingefedert und der Kettendurchhang stimmt nicht.


    Ich habe als Faustregel: Unbeladen auf dem Seitenständer lässt sich die Kette an die untere Führung hoch drücken. Gut ist. Aber das kommt auch auf das Motorrad drauf an.


  • das Einfedern des Moppeds ist abhängig vom Gewicht des Fahrers, damit ändert sich der Durchhang abhängig vom Gewichts des Fahrers wenn er drauf sitzt.

    Zumindest die Moppeds die ich bisher gefahren habe, war die Prüfung des Kettendurchhangs ohne das ein Fahrer drauf sitzt und damit ist es unabhängig vom Gewicht des Fahrers.


    und wenn man so einstellt waren auch die vorgegebenen Werte je nach Modell unterschiedlich, deshalb sind mir die 20-30mm (ohne Nennung eines Modell) extrem aufgestossen.

  • Das hat aber absolut gar nichts mit der Kettenspannung zu tun. Das Fahrwerk sollte (den vorhandenen Möglichkeiten entsprechend) auf den Beladungszustand angepasst werden, die Kette dagegen muss immer das gleiche Spiel haben. Das Spiel ist nämlich nur dazu da, die sich beim einfedern verändernde Länge Hinterachse zu Ritzel auszugleichen und die Länge ist unabhängig von der Beladung (minimale elastische Verformungen im Material jetzt mal außen vor gelassen). Idealerweise würde man das Kettenspiel am längsten Punkt (Hinterachse, Schwingenachse und Ritzelachse in Flucht, das ist oftmals kurz vorm Ende des Federbereichs) auf minimales Spiel (ich würde mal sagen ca 5mm) einstellen. Da aber kaum einer zu Hause ein Werkzeug hat um die hintere Federung so doll vorzuspannen macht man das eben mit Erfahrungswerten bzw rechnerischen Werten vom Hersteller.

    Allerdings sollte das Motorrad dabei unbeladen sein. Mit Beladung wäre das Hinterrad im Ruhezustand schon weiter eingefedert und man würde das Spiel daher etwas zu groß einstellen.

    Falls du das meintest dann stimme ich zu. Kettenspannung an Beladung anpassen ist aber eigentlich falsch. Beladung entfernen zum Kettenspannung anpassen wäre richtig :)

  • Ich weiß, es ist eine doofe Frage, da es immer darauf ankommt wo und wie man fährt. Aber was kann der Lenkkopflager an Kilometerleistung aushalten? Ich meine bei welcher Kilometerleistung habt ihr den austauschen müssen?

    ich meine so bei 98 000km war der erste Tausch, LKL ist ein Verschleissteil, wie lange es hält hängt auch von der Belastung ab, viel Gepäck, schlechte Strassen, korrekten Einbau usw. ab. Das aktuelle LKL ist seit mehr als 50 000km drin hin sieht noch ganz gut aus.


    wie von bmw beschrieben ist die Kettenspannung unabhängig vom Beladungszustand.


    Getriebeausgangslager ..... ein schwieriges Thema. Zuerst das positive, bei den F650 GS kein Schwachstelle (im Gegensatz zu einer KTM 600 GS).


    Frage ist jetzt war der Durchhang der Kette sicher irgendwann zu gering?

    Fall ja, nicht gut!!!!

    In dem Fall wäre das Getriebeausgangslager extrem belastet worden und die Lebensdauer entsprechend verkürzt.

    Am Anfang merkst du nichts, du kannst das Radialspiel des Lagers prüfe, aber durch den WDR wird da nicht viel dabei herauskommen.


    Du kannst die Welle mal drehen und dabei prüfen ob sie "rauh" läuft, das sagt aber auch nicht so viel.

    Im fortgeschrittenen Stadium des Lagerexistus (also ein paar 1000km später) würde vermutlich der WDR mal den Geist aufgeben und Öl austreten, bevor es das Lager "zerreisst".


    Falls der Durchhang der Kette nie zu gering war, würde ich mir keine Sorgen machen.

  • Allerdings sollte das Motorrad dabei unbeladen sein. Mit Beladung wäre das Hinterrad im Ruhezustand schon weiter eingefedert und man würde das Spiel daher etwas zu groß einstellen.

    Falls du das meintest dann stimme ich zu. Kettenspannung an Beladung anpassen ist aber eigentlich falsch. Beladung entfernen zum Kettenspannung anpassen wäre richtig :)

    Ja, genau das meinte ich. Das Endergebnis ist das gleiche.


    Kevin


  • Von den 12.000 km die ich mit der Maschine gefahren bin (10.000 km ist die Maschine gelaufen als ich die gekauft hatte), waren 8.000 mit Gewicht, 2.000km sogar mit Sozius. In Albanien bin ich ca. 50 km extrem raue Schotterstraße gefahren mit Gewicht und ohne Sozius.


    Jeden Tag habe schmieren ich die Kette, mir ist ein starker Kettendurchgang vor ca. 300km aufgefallen. Als ich die Kette nachgespannt hatte dann hat es Geräusche gegeben, ich habe dann die Kette wieder entspannt und bin 300km so gefahren und habe daraufhin geachtet sehr seichte zu schalten. Ich habe mich sofort auf die Suche nach einer Werkstatt begeben.


    Kevin