Wasserpumpen-WeDi - NBR oder FPM?

  • Hab' grad eine Leebmnnbestellung abgeschickt und die Anzahl der Wasserpumpen-Rep-Kits (No 11512343451) für 40 € von 2 auf 1 reduziert.

    und mein Junior hätte da gerne auf seiner Balkan-Tour noch eines in Reserve...

    Irgendwie artet das zum Kostenfaktor aus


    Jetzt sitz' ich hier vor den Teilen aus dem letzten Tausch ( vor 2 Jahren und 30.000 km )

    daneben liegt ein Stück 10-mm-Silberstahl, das sollte für 4 wellen reichen. Absägen und 2 Löcher bohren.


    Auf dem WeDi steht 10-26-7 und "FP"

    Die Größenangabe ist klar.

    steht FP für Flourpolymer aka FPM aka Viton?


    "normale" WeDis sind NBR (Naturkautschuk), der ist bis 100°C angegeben.

    Bei FPM hab' ich schon ein paar mal gelesen, daß die eine Schwäche bei der Beständigkeit gegen Glysanthin haben, aber dafür bis 180 °C aushalten.

    aber das ist wohl auch der Grund für die begrenzte Haltbarkeit?

    :dwarf: .... männlich mit dem Wahn zu ringen ... :bikebayern:

  • Der Grund für die begrenzte Haltbarkeit ist meines Wissens eher, dass die Welle nur in den Dichtringen gelagert ist und dann irgendwann an den Lagerstellen einläuft. Aber bis auf Dichtringe mit größerer Fläche(also mit 2 Dichtlippen statt einer) kann man dagegen nicht viel machen


    Zum Material kann ich nichts beitragen. Scheint aber tatsächlich das Material zu sein


    https://www.google.co.uk/url?s…Vaw0tz7mRNktJROP46BfbWq2j

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  • Das ist ein Ring, den ich 2016 ausgebaut habe:


    IMG_20180719_111551_50.jpg


    einer der beiden gleitet leicht auf der Welle und auf einem 10er Silberstahl, das war wohl der auf der Wasserseite.

    Der andere (vmtl. Ölseitig) gleitet noch stramm.


    Ein Viton-Wedi kostet ca 6 (im Dutzend) bis 15 €

    Da ist dann der BMW-Paketpreis schon ganz OK


    Klar, normal sagt man, wenn man einen Deckel offen hat, knausert man nicht.

    Aber wenn die gleiche Schadensverteilung regelmäßig und reproduzierbar auftritt, kann man ja mal über Effizienz nachdenken.


    Ich kann übrigens auch den oft gehörten Rat zum Tauschen der Zahnräder nicht nachvollziehen.

    Meine ausgebauten sahen aus und fühlten sich an wie neu.

    vielleicht wurden ja im Lauf der Serie unterschiedliche Materialqualitäten verbaut?

    :dwarf: .... männlich mit dem Wahn zu ringen ... :bikebayern:

  • Der Zahnradtausch ist m.E. deshalb sinnvoll weil die Chance, dass ein neues Zahnrad ein altes Zahnrad in erhöhtem Mass verschleisst, nicht von der Hand zu weisen ist.

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

  • Dass im Lauf der Baureihe unterschiedliche verbaut wurden glaube ich nicht. Ich hatte eine 2004er Dakar und habe eine 2007er GS und bei beiden waren die Plastik Zahnräder beim Tausch der WaPu (Dakar bei 40.000, GS bei 87.720, war aber vermutlich schon die 2. drin) fällig. Die Zähne waren abgenutzt und an der Spitze deutlich sichtbar dünn und verbogen.

    Wenn deine in Ordnung waren wurde die WaPu bzw die Zahnräder eventuell schon mal getauscht?

    Wie viele km hat die denn gelaufen?

  • bei den zahnrädern ging es mir so wie wrosner .


    Beim bisher einzigen Tausch der WaPu bei knapp 130 000km zeigten die Zahnräder keinen erwähnenswerten Verschleiß.

    Hätte ich nicht schon neue bestellt, wären die alten drin geblieben.

  • dass die Welle nur in den Dichtringen gelagert ist und dann irgendwann an den Lagerstellen einläuft

    Einspruch - Foto von der Innenseite:


    IMG_20180901_205006_50.jpg


    Die Welle läuft im Gehäusedeckel (solange dieser nicht ausgeleiert ist)


    Ob das besser ist als im Wedi?


    Das Einlaufen scheint tatsächlich von Wasser bzw darin gelöstem Dreck zu kommen.

    Ich hatte ein paar 100 km Notbetrieb mit Leitungswasser und Mineralwasser gefahren, und wenig später kamm die Wasserpumpe, obwohl erst 30 Tkm drauf.

    :dwarf: .... männlich mit dem Wahn zu ringen ... :bikebayern:

  • Größenbezeichnung der WDR geben?

    Wellendichtring 10-26-7 Typ A FPM (Viton)

    - die normalen, ohne Doppellippe -


    was versprichst Du Dir von der Doppellippe?

    wo kriegst Du die her?


    Die Gehäusedurchführung ist ebendiese und keine Lagerung

    Egal wie man das nennt, wirken tut als Lager das, was als erstes die Kräfte aufnimmt.

    Das hängt ab vom Maß und von der Steifigkeit.

    (ich bin kein Maschinenbauer, aber ich hoff', das hab' ich Wesentlichen so richtig hin gekriegt)


    Wenn das Loch im Alu nicht ausgeleiert ist, ist es das, woran die Welle als erstes anliegt und geführt wird.

    Die Wedis sind weich, die nehmen bei 1/10 mm Auslenkung die vielleicht (gefühlt, nicht gemessen) das Gehäuse Spiel erlaubt, imho noch wenig Kräfte auf.


    Wäre es anders, wäre die Bohrung im Gehäuse nach 100 Tkm ausgeschlagen.

    Dann würde es Sinn machen, über eine andere Abstützung der Wapu außen nachzudenken. vorher imho nicht.

    :dwarf: .... männlich mit dem Wahn zu ringen ... :bikebayern:

  • Wäre es anders, wäre die Bohrung im Gehäuse nach 100 Tkm ausgeschlagen.


    Dann würde es Sinn machen, über eine andere Abstützung der Wapu außen nachzudenken. vorher imho nicht.


    ........


    also da kann ich nur bestätigen , dass es bei faq.f650.com

    eine intensive Diskussion darüber gegeben hat, da jemand nach kurzer Zeit trotz Erneuerung aller Teile wieder über Undichtigkeiten an der Wapu klagte , schuld war hier tatsächlich der Deckel bzw. die Bohrung in diesem , oval ausgeschlagen, volle Führung nur durch die Wedis das hält nicht lange, ich habe mittelwelle

    Pumpe Nr. 3 und vor Erneuerug zumindest versucht das vernünftig zu vermessen, damit mir das erspart bleibt.

    Bisher alles dicht,

    warum die Bohrung ausschlägt wird wohl ein Zusammenspiel mehrer Defekte sein.

    ( Zahnräder , Wedis, Welle eingelaufen usw.)

    Die Welle taumelt dann in der eh

    bescheidenen Führung und die Bohrung passt sich über die Zeit oval an :giggle:

    Es gab im Netz mal einen Umbau der Pumpe, aber das war sehr aufwändig ( gefrästes Pumpenrad ,Lagerung per Nadellager usw.)

    Ob das lohnt ?

    Wenn der die Bohrung draufgeht und der Deckel nicht mehr lieferbar wäre,

    könnte man über solche. Anpassungen mal nachdenken.


    :wave:


    Mac

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  • Wenn der die Bohrung draufgeht und der Deckel nicht mehr lieferbar wäre,

    könnte man über solche. Anpassungen mal nachdenken.

    Na dann lasst uns schon mal mit Denken anfangen: (bzw weiter machen)


    https://www.leebmann24.de/bmw-…73&og=01&hg=11&bt=11_2943

    Motorgehäusedeckel linksTeilenummer11147652863

    "nicht mehr lieferbar"


    ich habe mittelwelle Pumpe Nr. 3

    wieviel km hast Du auf der Uhr?

    Ich hab' meinen mit 55 Tkm gekauft und jetzt (93 Tkm) schon das zweite mal Wapu gewechselt.

    Ob das nun die dritte oder vierte in dem Bike ist, kann ich nur raten,

    Vom Vorbesitzer war auf jeden Fall Kaltmetall in der Entlastungsbohrung vorhanden.

    Ober das gemacht hat um mich zu vera... oder eine Werkstatt ihm Pfusch geliefert weiß ich nicht.

    :dwarf: .... männlich mit dem Wahn zu ringen ... :bikebayern:

  • meine ist natürlich Ur-F

    Vergleichbarkeit GS ist hoffentlich vorhanden


    Historie :


    KM Stand ca.120tsd


    Wechsel :


    die erste Pumpe ( gelb ) bei ca.50tsd

    die zweite Pumpe (grün) dann bis ca. 114tsd ,

    dann die dritte Pumpe ( schwarz )

    läuft noch :wink:


    Die Farben jeweils für das Pumpenrad

    teilweise wurde hier neu konstruiert

    WeDis teilweise andere Fabrikate ?

    habe immer Original RepSatz bei BMW

    gekauft ca.35€:notworthy:


    Es gab hier im Forum schon viele Diskussionen über mögliche Änderungen bisher leider keine Umsetzung ist halt nicht so einfach.:whistle:


    :wave:


    Mac



  • Es gab hier im Forum schon viele Diskussionen über mögliche Änderungen

    Ich hatte ja auchschon vorgeschlagen ein Kugellager zum / statt des Wedi zu verbauen.

    Kugellager in Wasserpumpe?

    Das Norm-Kugellager 6000 hat die Abmessungen 26 * 10 * 8 mm. Das ist nur einen mm breiter als die verbauten WeDi.


    Habs dann sein lassen, als ich gesehen habe, daß die Welle im Deckel geführt wird.

    :dwarf: .... männlich mit dem Wahn zu ringen ... :bikebayern:

  • die Welle wird auch noch (zusätzlich) im Motorgehäuse geführt ?

    ja, klar,

    ich denke, nicht zusätzlich, sondern hauptsächlich.

    Jede Welle wird im Normalfall zweimal gelagert - taumelfeste Lager an einer Stelle sind eher die Ausnahme.


    mW ist da eine Messingbuchse drin, und vielleicht sogar eine Ölversorgung?

    aber eine 1 cm tiefe Messingbuchse ist natürlich nicht viel, um eine 5 cm lange Welle gegen Taumeln zu führen (Maße grob aus der Erinnerung geschätzt)

    Müsste man mal im Längsschnitt aufzeichnen, um das besser zu analysieren.


    ich denke, die Kräfte vom Flügelrad sind weitgehend symmetrisch, da bleibt radial nicht viel zu führen.

    Beim Zahnrad ist es anders, das wird tangential beaufschlagt, was zusammen mit dem Drehmoment natürlich radiale Resultierende auf den Lagern ergibt.

    Ich würde jetzt meinen, das Zahnrad wäre etwas näher am Motorgehäuse als am Deckel.

    Könnte man sicher vermessen. Hebelgesetze, und so...


    Egal, die Erfahrung zeigt offensichtlich, daß die Wapu ein Schwachpunkt der Konstruktion ist.

    Planned Obsolescence?

    Wäre interessant zu wissen, welche Lebendsdauer die Motorentwickler bei Rotax als Vorgabe hatten.


    Ich glaube, wenn das mit dem 6000er Kugellager nicht (einfach) geht, und es keine Deckel mehr gibt (weder neu noch gebraucht),

    dann ist das Ausbüchsen mit Messing, Bronze o.ä der nächstliegende Ansatz.


    Was braucht man dazu?

    vermutlich eine Fräse, denn wenn das Loch schon oval ist, dann würde sich ein Bohrer überall hin verlaufen.

    Oder vllt. eine Führungsbuchse, die den Bohrer zentriert? Müsste man halt drehen können.

    Und dazu eine Bundbuchse aus dem Normsortiment, dann könnte das sogar mit Bastlermitteln funktionieren.

    Irgendwie sowas

    http://www.maedler.de/product/…-form-v-aehnlich-din-1850

    :dwarf: .... männlich mit dem Wahn zu ringen ... :bikebayern:

  • Junior hat nun doch eine original-BMW-Wapu eingebaut.

    Da taucht die Frage auf, wie rum die Wedis rein müssen. :g:


    Eigentlich schien mir das klar:

    die offene Seite zum Druck, also der äußere zum Wasser, der innere zum Öl.

    An der Entlastungsbohrung = Atmoshärendruck treffen sich die glatten Seiten.


    Hat da jemand andere Angaben?

    In Juniors Dakar war der wasserseitige anders rum drin - glatte Seite nach außen. :bangin: :confused:

    Halte ich für falsch.

    Vorteil: Die Welle scheint noch kaum eingelaufen.

    irgendwie klar: wenn sich Druck im Kühlsystem aufbaut, dann hebt die Dichtung von der Welle ab, statt angepresst zu werden.

    Das austretende Wasser schmiert, was der Welle wohl gut tut.

    Blöd nur, daß das Wasser dann fehlt :frustrated1:

    Fies ist, daß man das gar nicht merkt, weil es nur bei Vollgas = hoher Geschwindigkeit aus der Bohrung tropft.


    Diesmal durfte ich den Pannendiensthänger chauffieren. Nur gut, daß er schon fast zuhause war:P

    :dwarf: .... männlich mit dem Wahn zu ringen ... :bikebayern:

  • Hi ,


    habe es bei mir auch so eingebaut wie in deiner Vermutung - bin mir zu 100 % sicher , dass es immer der Original Zustand war.


    Ölseite :

    http://faq.f650.com/FAQs/Photo…tos/WaterPumpWeephole.jpg


    Wasserseite bei MIR ( offene Seite zum Pumpenrad )


    siehe u.a. Wasserpumpe


    Bisher läuft da alles klaglos und verrichtet seinen Dienst


    :wave:


    Mac

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  • Wellendichtring 10-26-7 Typ A FPM (Viton)

    - die normalen, ohne Doppellippe -


    was versprichst Du Dir von der Doppellippe?

    wo kriegst Du die her?

    Nie drauf geantwortet.. Ich bestell sowas immer irgendwo online. Die mit Doppellippe (BASL) gibt's bei diversen online Händlern für Preise zwischen 2 und 12 € das Stück. Hab da keinen speziellen Anbieter


    Ich google einfach nach

    BASL 10x26x7

    und such mir da einen aus