Wasserpumpen-Wellendichtring - NBR oder FPM?

  • Ich sag ja, daß ein bisschen Aufwand ist und als Einzelteilanfertigung sicher sein Geld kostet. Deshalb ja auch mein Vorschlag über eine Hartschicht nachzudenken (natürlich bei einer neuen Welle). Beides kann man nicht in der Garage machen und sollte sich deshalb nach einem Betrieb (Werkzeugmacherei, Schleiferei, Formenbau, Galvanik, etc.) in der Nähe umsehen, der das eine oder das andere machen kann. Mit persönlichem Kontakt erreicht man.... , aber wem sag ich das. Ich habe in den ersten 45 Tkm 3 mal die WP richten müssen. Der Satz ist zwar nicht teuer, aber auf Dauer. Und dann noch die Zuverlässigkeit. Also ich hatte es irgendwann dick und damals das Glück als Werkzeugmacher die richtigen Kontakte zu haben. Die Lösung mit dem Sleeve gibt´s sicher auch nicht umsonst. Ich wollte eben eine Möglichkeit aufzeigen, die für den einen oder anderen funktionieren kann.

  • Eines hab´ ich nicht verstanden - wie wird der wasserseitige Dichtring angepasst? Aufbohren ist ja wohl sinnfrei? Gibt´s den Ring in einer entsprechend benötigten Grüße?


    Daß Ihr nur den wasserseitigen Ring mit einer Sleeve verseht spricht ja wohl für einen Schmierungsmangel auf dieser Seite - der ölseitige Dichtring wird wohl geschmiert. Nachdem ich erst vor der Iranreise alle drei Wapus getauscht habe (inzwischen haben sie alle drei jeweils mehr als 10.000km drauf und sind dicht) hoffe ich, daß ich mir ähnliche Versuche mit Sleeve noch ein paar Jahre sparen kann, aber ich beobachte interessiert... Die Lösung ist deshalb technisch akzeptabel. weil sie bei einer evt. doch notwendigen Unterwegs-Reparatur keine echten Probleme aufwirft und immer noch ein Original-Reparaturkit verbaut werden kann - oder braucht man zum Ausbau der mit Sleeve versehenen Welle auch einen Heißluftfön?


    Ich denke ja immer noch, ´ne gescheite Fettfüllung ab und zu zwischen den Dichtungen würde es auch tun; wenn eine Dichtung aufgibt, wird es das Fett schon rausspülen, bevor eine Brücke zwischen Wasser- und Ölseite entsteht. Ich muß doch mal mit einem Schmiernippel experimentieren in einem alten Seitendeckel.

    Grüße

    Chris

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

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  • Und weil Toby noch nie ein abgenutztes Zahnrad gesehen hat hier mal ein Bild alt neben neu. Ich sag nicht dazu, was was ist

    20191003_130557-1000x2113.jpg

    Oha :shock:


    Es gibt sie tatsächlich, die abgenutzten Pumpenritzel. Laufleistung bekannt?

    Ich hab das Abrieb-Problem mit einer Welle aus Hartmetall gelöst

    Kosten der HM-Welle? + Erodieren=sicher keine Lösung für die meisten Schrauber im Forum.


    bob-muc

    Kosten? deutlich unter der BMW Welle.

    20€ der Meter fürs Material, denke ich.


    Mit Glück gehts mit nem Hartmetallbohrer.

    Ansonsten: Schleifstift. Dauert aber ne Weile.



    Ich hab die hartverchromte immer noch im Fundus, verbaut ist nach wie vor eine normale, daher auch nach wie vor keine Aussagen zu der Geschichte möglich.

    Auf der Suche nach Teilen für F650Rallye oder Oryx? Oder gar einem kompletten Oryx Kit? ---> PN

  • Eines hab´ ich nicht verstanden - wie wird der wasserseitige Dichtring angepasst? Aufbohren ist ja wohl sinnfrei? Gibt´s den Ring in einer entsprechend benötigten Grüße?

    ich weiß ich wiederhole mich, aber der Aufbau ( Sleeve ) ist auf den Seiten zuvor mit Bildern ja exakt beschrieben;)

    daher nur soviel : mit dem Sleeve hat der Wedi auf der Wasserseite 12mm und das passt soweit,

    da in der Größe wie Original erhältlich.


    Die modifizierte Welle wird wie der Original Reparatursatz eingebaut und kann auch ohne Heißluftfön wieder ausgebaut werden

    mir war wichtig die Änderungen so gering wie möglich zu halten.;)


    Ansonsten hier noch ein Zitat aus einem anderen Forum zum Thema Haltbarkeit dieser Methode :


    ……" : Meine Erfahrung mit Speedy-Sleeves:

    Damals kamen sie noch von der erfindenen Firma, Chicago Rawhide. SKF hat diese dann aufgekauft.

    Eingebaut 1984 (Getriebeausgang hinten), den Simmerring (ebenfalls ein Chicago Rawhide Produkt) habe ich dann 2012 erneuert. Die Lauffläche des Speedy Sleeves war genauso gut wie beim Einbau, keinerlei Abnutzungen oder gar eine Rille eingelaufen. Der neue Simmerring ist von Corteco. Mal sehen wie lange der hält."


    So lange wird meine F wohl nicht mehr "sein" ;) wie auch immer daher ja,

    härtere Welle haben wir hier ebenfalls schon durch, kann man machen , lohnt sich aber IMO nur für F650 Fahrzeuge mit wenig km wenn denn dann auch endlich Ruhe ist.:notworthy:


    Bei höheren Laufleistungen fällt mir eine günstigere Lösung mit alles für ca. 20-30€ ( Sleevelösung ) einfach nicht ein,

    bzw. wäre mir zu komplex.


    Wenn es hält , habe ich für immer Ruhe, wenn nicht wird wieder nachgebessert.;)


    :wave:


    Mac

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  • Natürlich hast Du Recht...


    Ich war über Deinen Ausdruck "Der angepasste 12mm Wellendichtring" gestolpert und hatte nicht gesehen, daß das Wellenmaß 10mm sind und verstanden, daß der Originalring angepasst wurde.

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  • Chris

    oh sorry für das Missverständnis - blöd von mir formuliert.....:bangin:


    In diesem Forum hat jemand ohne Speedi-Sleeve aber nach einem ähnlichem Prinzip

    mit einer selbstgedrehten Wellenschutzhülse gearbeitet.

    Der Thread endet mit 100 Betriebsstunden und immer noch dicht..... auch eine Variante ,

    wenn man denn Zugriff auf so eine Lösung hat.


    https://www.offroadforen.de/in…ostID=1337087#post1337087

    https://www.offroadforen.de/in…ostID=1344074#post1344074


    Ich habe in den ersten 45 Tkm 3 mal die WP richten müssen. Der Satz ist zwar nicht teuer, aber auf Dauer. Und dann noch die Zuverlässigkeit.

    das ist natürlich schon ne echt nervige Sache - da hatte ich glücklicherweise größere Abstände:notworthy:


    Ich suche immer noch den "Auslöser" und Schuldigen ? Bedienfehler ? Wartungsfehler ? Kontrollfehler ?



    Die Idee ( auch mit Spritze ) ist schonmal auf "Nutzerseite" ein guter Ansatz , so verzögert es vielleicht einen Ausfall.

    Ich denke ja immer noch, ´ne gescheite Fettfüllung ab und zu zwischen den Dichtungen würde es auch tun; wenn eine Dichtung aufgibt, wird es das Fett schon rausspülen, bevor eine Brücke zwischen Wasser- und Ölseite entsteht. Ich muß doch mal mit einem Schmiernippel experimentieren in einem alten Seitendeckel.

    Grüße

    Chris

    bei meinen Ersatzdeckel frage ich mich nur wo der Nippel denn sitzen sollte :whistle:

    auf der vorhandenen Bohrung zwar machbar aber die Bohrung verliert dann die eigentliche Funktion.

    ( oder nur temporär einschrauben ? )


    Deckel bis zur Welle anbohren ? Hmmm…… ( ungutes Gefühl ) :whistle:


    :wave:


    Mac

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  • Oha :shock:


    Es gibt sie tatsächlich, die abgenutzten Pumpenritzel. Laufleistung bekannt?

    Nicht wirklich. Das Mopped hat 63 Mm runter, hat aber wegen Überhitzung und daraus resultierendem Zylinderkopf- und Getriebeschaden bei knapp unter 60 einen Austauschmotor bekommen. Der soll angeblich 25 runter gehabt haben aber das kann man ja schwerlich nachprüfen.


    Ich vermute inzwischen fast, dass das am Öl liegt. Ich verwende immer das Castrol Power 1 4T und vielleicht greift das irgendwie den Kunststoff an. Keine Ahnung.


    macgyver : wir haben die Buchse mit Sleeve auf eine neue WaPu Welle aufgezogen. Er hatte den Satz ja geholt und warum mit der alten Welle noch irgendwas riskieren. Die Buchsen stammen von 123 Kugellager.

    https://www.123kugellager.de/z…e-buchsen-BNZ10-12-10.php

    Bei uns war wie gesagt auch mit Tiefkühltruhe und Handwärme nichts zu reißen. Die Presse hat's geregelt. Wie viel Glück wir damit hatten ist uns nachträglich erst aufgefallen. Die Presse hätte ja auch gut den Sleeve wieder von der Buchse runter ziehen können.

    Aber soweit hat's geklappt und wir sind gestern und heute zusammen etwas über 600km in den Dolomiten und in Südtirol gefahren und haben kein Problem mit der WaPu. Flüssigkeit wird gepumpt, Lüfter springt dank neuem Kühlmittelsensor auch wieder von alleine an und die Kontrollbohrung ist Trocken. Alles gut soweit

  • Ich bräuchte einen Schmiernippel ohne Kugel, also praktisch nur ein "Mundstück" für die Kontrollbohrung, auf dem man die kleine Fettpresse aufsetzen kann und füllen kann; das Fett und ggf. die Flüssigkeiten könnten dann aber wieder austreten.

    Grüße

    Chris

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  • Flüssigkeit wird gepumpt, Lüfter springt dank neuem Kühlmittelsensor auch wieder von alleine an und die Kontrollbohrung ist Trocken. Alles gut soweit

    :thumbup: schön zu hören, dass es hält ! Bitte weiter berichten !

    eine Kombination aus Sleeve + Zwischenschmierung per

    Schmiernippel ohne Kugel, also praktisch nur ein "Mundstück" für die Kontrollbohrung, auf dem man die kleine Fettpresse

    ansetzt könnte dem Verschleiß für ( immer ? ) Einhalt gebieten ?


    Tiefkühltruhe und Handwärme nichts zu reißen. Die Presse hat's geregelt.

    Da ich ja einige Kombinationen von Distanzhülsen durchprobiert habe

    musste ich es gerade aus der Packung ( Raumtemperatur )

    einfach noch mal mit einer dieser Buchsen ( ohne Sleeve habe keinen mehr ;) )


    https://www.agrolager.de/produ….php?products_id=91530265

    per Hand auf einer (alten) Welle testen -


    die Buchse lässt sich mit etwas Kraft in einer "Drehbewegung" bis zum

    Pumpenrad aufschieben - daher kam ich damals ja auch erst auf Loctite 648 (zusätzlich) -

    ich vermute einfach Toleranzen in der Kombination aus Buchse + Sleeve die zu der extremen Press-Passung führen -

    ist ja eigentlich auch nicht schlecht, wenn das auch schon ohne 648 gut und fest sitzt,

    habt ihr das Zeug noch zusätzlich aufgetragen ?


    Tatsächlich habe ich ja auch mal hiermit getestet : ( aber dann nicht verwendet )

    https://www.agrolager.de/produ….php?products_id=14300163

    Diese Hülse ( eigentlich ein Gleitlager ) ist geschlitzt und lässt sich sehr leicht auf die Welle schieben,

    aber für die Verwendung mit Sleeve ist dann eine Verklebung zwingend notwendig !! ,

    dafür ist natürlich die Montage super einfach muss man abwägen,

    auch wenn es bei euch schwierig war , löst sich da sicher nichts mehr.



    Zahnräder :

    Ich verwende immer das Castrol Power 1 4T und vielleicht greift das irgendwie den Kunststoff an. Keine Ahnung.

    das könnte tatsächlich sein -

    Beispiel : Ford EcoBoost Motoren benötigen spezielles, freigegebenes

    Öl , sonst kann sich der Zahnriemen, der hier neuerdings in

    Öl läuft, auflösen ( Riemen bröselt , verliert die Zähne ) = schlimmstenfalls Motorschaden.

    Warum sollte das bei einer 90er Jahre F Konstruktion und modernem Motoröl

    ( Inhaltsstoffe ) nicht auch so sein ?


    Weiterhin gute (dichte ;) ) Fahrt !


    :)


    Mac

  • Ich denke ja immer noch, ´ne gescheite Fettfüllung ab und zu zwischen den Dichtungen würde es auch tun; wenn eine Dichtung aufgibt, wird es das Fett schon rausspülen, bevor eine Brücke zwischen Wasser- und Ölseite entsteht. Ich muß doch mal mit einem Schmiernippel experimentieren in einem alten Seitendeckel.

    Grüße

    Chris

    ich bin jetzt nicht der Wellendichtringspezialist, dir ist aber schon klar das du damit versuchst den WDR von "aussen" zu schmieren ... normalerweise geschieht das von "innen"

    vielleicht geht es ja, aber gesehen habe ich das bisher noch nie.

  • ich bin jetzt nicht der Wellendichtringspezialist, dir ist aber schon klar das du damit versuchst den WDR von "aussen" zu schmieren ... normalerweise geschieht das von "innen"

    vielleicht geht es ja, aber gesehen habe ich das bisher noch nie.

    stimmt , muss man vielleicht bei laufendem Motor machen ,

    damit das Silikonfett über die drehende Welle IN den Dichtring ( Lippe ) transportiert wird

    Bei der "kleinen " Menge hätte ich wahrscheinlich grobmotorische Schwierigkeiten mit einer Fettpresse zu dosieren :whistle:;)


    :wave:


    Mac

  • klar kann man HM als Lösung verwenden.

    Wie schon im Namen enthalten, ist das Zeug verdammt hart. Dadurch ergibt sich aber ein anderer Nachteil, es ist auch sehr spröde.

    Mit anderen Worten, fällt dir die HM-Welle auf einen Betonboden, kann es sein das du dann eine Kehrschaufel brauchst um die Bruchstücke zusammen zu kehren.

  • Ich gehe mal davon aus daß es keine Option ist, Schmiermittel ins Kühlmittel zu kippen. Allerdings hoffe ich, daß das von mir favorisierte Motorex genau so was irgendwo auch beinhaltet. Irgendeinen Sinn hat es aber, daß man zwischen die Dichtungen Molykote packen soll; daß das Molykote sich über Zeit durch die Kontrollbohrung verabschiedet weiß ich auch. Deshalb der Gedanke, öfter mal nachzuschmieren; ob das Zeug sich tatsächlich nicht bei hoher Temperatur und Drehzahl die Welle entlangarbeitet? Warum nicht?


    Ich denke bei "Fettpresse" an so ´ne kleine Handpumpe, nicht an eine Hebelpresse. So was in der Arthab´ ich im Werkzeugbestand. Mit dem alten Deckel will ich mal ausprobieren, wie sich das füllen lässt (also eher "nachfüllen" als "pressen") - ich will ja nicht den wasserseitigen Dichtring auspressen.

    Alles in allem bloß ein anderer Versuch....; die Sleevelösung finde ich übrigens schick.

    Grüße

    Chris

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  • Man kann die Welle ja in Watte packen und und dann in eine Luftpolsterfolie. Zum Schluß noch mit Flüssiggel übergiessen, dann kannst sie sogar aus dem 14 Stock runterschmeissen. Ich hab als Einsatzzweck halt die Funktion als Welle in der Wasserpumpe gewählt. Aber wer ein Wurfgeschoss braucht .... :eekout:

  • da offensichtlich jedem im Forum klar ist das HM sehr spröde ist und deshalb ein entsprechend vorsichtiger Umgang damit notwendig ist, kann mein Post gerne gelöscht oder ignoriert werden, da sinnlos.

  • Nicht ärgern. Mich hat´s halt in den Fingern gejuckt. :thumbsup2:

    Aber gerne Sachlicher: es gibt unterschiedliche Hartmetallsorten. Ich habe eines genommen , daß auch für Präge- und Stanzwerkzeuge eingesetzt wird und entsprechend höhere Zähigkeit aufweisst (ich steigt jetzt nicht in die Werkstoffnormung/ Klassifizierung der pulvermetallurgischer Werkstoffe ein) . Durch entsprechende Ausformung der Wellenenden ( Fase oder Radius) ist auch das Ausbrechen bei Kantenstössen stark verringert. da kann die Welle auch schon mal runterfallen. Ich will nicht zu sehr in Konstuktion oder Verarbeitung einsteigen, aber der weiter oben genannte Vorschlag mit einen Hartmetallbohrer oder per Schleifen das Loch für den Sicherungsstift einzubringen, wird (in Heimarbeit) scheitern. Ich hatte ja gesagt, daß man sich an eine Fachbetrieb in der Nähe wenden soll (sofern man nicht selbst bei einem arbeitet). Die haben Know How und Ausrüstung.

    @ Rotax: Nix für ungut - ben hald d´r Lehdseggl:wave: