Autonom fahrende BMW

  • so weit ich weiß war das nur für interne Entwicklung von Motorrad-/ Fahrer-Assistenz Systemen und ein besseres Verständnis

    der Fahrdynamik eines Motorrades.

    Für die Straße ist das nicht unbedingt SO gedacht.


    Fehlt nur noch eine Comlink Uhr ( Knight Rider ) und das Mopped fährt selbständig aus der Garage zum Biker :rofl:


    :wave:


    Mac

  • Fehlt nur noch eine Comlink Uhr ( Knight Rider ) und das Mopped fährt selbständig aus der Garage zum Biker

    Außerdem braucht es noch einen Greifarm, mit dem die GS den Biker während der Fahrt einsammelt und auf der Sitzbank platziert und natürlich in gleicher Weise am Biergarten seiner Wahl wieder auslädt! :giggle:

  • schon irgendwie Amüsant aber verdirbt das nicht den Fahrspaß?

    Tut es das ?

    Würde das Motorradfahren nicht viel mehr Spaß machen, wenn man nur die angenehmen Seiten mitnimmt ?

    Man kann sich in die Kurve legen wie man will, kann aber nicht stürzen ?

    Du kannst auf eine Mauer zufahren, wirst sie aber nicht treffen ?

    Für die Straße ist das nicht unbedingt SO gedacht.

    Jetzt ist das vielleicht so.

    Das autonome Auto ist - mit ein paar Einschränkungen - ja schon Realität.

    Die Entwicklung beim Motorrad hinkt der Entwicklung beim Auto immer ein bisschen hinterher, aber es werden am Ende die Fahrer selbst sein, die das wollen:

    Und vor allen Dingen nach dem Biergartenbesuch wieder einlädt und sicher nach Hause fährt.

    Wenn die Fahrassistenzsysteme nicht nur helfen, sondern sogar das ganze Geschehen übernehmen können, warum also nicht noch selbst zum Biergarten steuern, sich aber dann besoffen nach Hause bringen lassen ?


    Vielleicht sind es noch 10 oder 20 Jahre, bis aus den Smilies, die ihr hier unterbringt, Ernsties geworden sind. Eines Tages wird man es als viel zu gefährlich erachten, den Mensch selber steuern zu lassen, zumindest auf öffentlichen Straßen - er könnte jemanden anfahren oder sich selbst in Gefahr bringen. Jetzt schon sind Fahrassistenzsysteme wie ABS nicht nur (für Neufahrzeuge) vorgeschrieben, sondern sie sind für die meisten Käufer sogar kaufentscheidend !

    Da ist es doch wirklich nur ein kleiner Schritt zum Vollassistenzsystem !


    Hier in meinem Wohnort Berlin-Lichterfelde hatte einst der Flugpionier Otto Lilienthal seine ersten Flugversuche gemacht. Die sahen ganz anders aus als der Flug eines Airbus vom BER nach Mallorka. Die Parallele ...

    Ich weiß zwar nicht, ob meine Generation das noch erleben wird, aber ich bin fast sicher, dass auch das Motorradfahren sich so entwickeln wird, wie ich hier skizziert habe. Die künftigen Motorräder werden wahrscheinlich den heutigen so wenig ähneln, wie Lilienthals Drachen dem Jumbo.


    Eckart

  • Hallo Eckart,

    ich glaube, dass du da mit Deinen Aussagen richtig liegst und es genauso kommen wird.


    Bis es soweit ist, freue ich mich darüber, dass ich noch selbst entscheiden kann was mein Bock macht.

    Motorradfahren hat was mit Freiheit zu tun und der Freiheit noch selbst entscheiden zu

    können was man tut.


    Die ganzen kleinen Helferlein zerstören doch die menschlichen Instinkte. Viele sind ja heute schon nicht

    mehr in der Lage ohne Navi in den Nachbarort zu finden. Auch die Eigenschaft Gefahren zu erkennen und

    rechtzeitig darauf reagieren zu können, bekommt man mit so nem Kram abgewöhnt. Irgendwann kommt

    vielleicht mal wieder die Zeit, seine Instinkte gebrauchen zu können. Dann schauen einige ganz schön in die

    Röhre.


    Aber wenn ich dann 90 bin, und nicht mehr selbst fahren kann, werde ich mich dann wohl auch

    auf so einen autonomen Bock hocken und mich durch die Gegend kutschieren lassen.

    Besser dann so als gar nicht.

    Mit zweirädrigem Gruß


    Frankie

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von SWA-F 650 ()

  • Das ist genau der Punkt. Es fing schon sehr früh beim ABS im Auto an und setzt sich zur Zeit beim ABS für das Motorrad weiter durch. Die Leute verlernen es ohne Assistenten sicher zu bremsen weil sie gar nicht mehr spüren wie sie ohne ABS zu bremsen haben. Einfach ins Pedal treten, den Rest macht die Elektronik. Das geht weiter mit den übrigen Assistenzsystemen beim Auto und auch beim Motorrad. Was brauch ich eine Schlupfregelung? Ich kann auch bei schmieriger Fahrbahn so fahren, dass mir der Hobel nicht weg schmiert.

    Die Grenzen der Physik werden mit den Systemen weiter angetastet und das führt meiner bescheidenen Meinung nach bei zu vielen Fahrern letztlich zu gewagteren Fahrmanövern.

    Mir hat mir bei meinem BMW X3 mal dieses ESP&Co Gedöns den Hintern gerettet als mir einer auf die linke Spur vor der Nase zog und ich mir einen Weg über die Standspur suchen musste. Nur... ohne dieses Gedöns wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen mit 230 Km/h über die relativ gut befahrene Bahn zu bügeln. Ich will damit sagen, dass auch ich durch die Systeme ein Stück weit unvernünftiger geworden bin. Hinzu kommt dann noch der von dir angesprochene Punkt, das verlernen Gefahren der Fahrphysik frühzeitig zu erkennen und die Instinkte einzusetzen.

  • Mir hat mir bei meinem BMW X3 mal dieses ESP&Co Gedöns den Hintern gerettet als mir einer auf die linke Spur vor der Nase zog und ich mir einen Weg über die Standspur suchen musste. Nur... ohne dieses Gedöns wäre ich gar nicht auf die Idee gekommen mit 230 Km/h über die relativ gut befahrene Bahn zu bügeln. Ic

    Ansichtssache..bin im 3200 CSI ohne ABS anschlqg gebügelt,im M1 dito...seit elektronik Einzug hielt sind Diese Kisten uninterssant..


    Motorrad dito....und gottlob gibts keine Nachrüstpflicht...weder bei Bremssystemen noch sonstigen Assigedöns...

    und bevor ich mir einen solchen Schrott aus Minga andrehen laß,werd ich eh samt Oldy inne Gruft verbuddelt:victory:

  • Die ganzen kleinen Helferlein zerstören doch die menschlichen Instinkte. Viele sind ja heute schon nicht

    mehr in der Lage ohne Navi in den Nachbarort zu finden. Auch die Eigenschaft Gefahren zu erkennen und

    rechtzeitig darauf reagieren zu können, bekommt man mit so nem Kram abgewöhnt.

    Ja, ich denke, in allen Punkten hast Du recht.

    Aber was bedeutet das ?

    Stell' Dir vor, Du wirst mit Nichts im Nirgendwo, fernab von jeder Zivilisation, im Dschungel ausgesetzt. Wie lange wirst Du überleben ?

    Trotzdem haben es Urvölker geschafft, das zu tun, sicherlich mit deutlich geringerer Lebenserwartung.

    Jeder ist in seine Zeit geboren. Damals musste man wissen, wie man den Tiger zur Strecke bringt, mit dem Motorradfüherschein hätte man wenig anfangen können, denn es gab ja keine Motorräder. Heute ist das anders herum.

    Anderes Beispiel: Damals musstest Du wissen, wie man mit Feuersteinen Feuer macht, heute musst Du wissen, wie man ein Feuerzeug bedient.

    Heute sind halt andere Fähigkeiten gefragt und auch in Zukunft wird sich das wandeln.

    Du wirst nicht mehr wissen müssen, wie man auf das Bremspedal tritt, sondern wie man dem autonomen Fahrzeug sagt, wohin man will.

    Irgendwann kommt vielleicht mal wieder die Zeit, seine Instinkte gebrauchen zu können. Dann schauen einige ganz schön in die

    Röhre.

    Wahrscheinlich nicht nur einige, sondern ich fürchte: alle. Den meisten dürfte die große Abhängigkeit von der Technik kaum bewusst sein.

    Stell' Dir vor, der Strom fällt für längere Zeit aus. Dann hast Du bald nichts mehr zu essen. Das Geschäft nimmt Deine EC-Karte nicht, mit Bargeld kannst Du aber auch nicht zahlen, weil Dein Geldautomat ja auch nicht mehr arbeitet. Wenn Du mit dem Schmuck Deiner Oma zum Bauern läufst, kriegst du aber auch nichts, denn er hat selber nichts, denn die Zapfsäule fördert ja kein Benzin mehr für seinen Traktor. Und Ackerpferde hat er ja keine.

    Die Zeit, wo man vielleicht mal wieder seine Instinkte gebrauchen könnte, wird nicht kommen !

    Insofern muss man keine überkommenen Fähigkeiten kultivieren.

    Damit man nicht in die Röhre schauen muss, kann die Lösung nur sein, die Katastrophe zu verhindern.


    Die Grenzen der Physik werden mit den Systemen weiter angetastet und das führt meiner bescheidenen Meinung nach bei zu vielen Fahrern letztlich zu gewagteren Fahrmanövern.

    Es kann schon sein, dass manche die Fortschritte in dieser Weise nutzen. Dein BMW-X3-Beispiel geht ja offensichtlich in diese Richtung.

    Aber die Entwicklung bietet ja auch Chancen:

    Aber wenn ich dann 90 bin, und nicht mehr selbst fahren kann, werde ich mich dann wohl auch

    auf so einen autonomen Bock hocken und mich durch die Gegend kutschieren lassen.

    Gerade heute, wo wegen der alternden Gesellschaft immer öfter ältere Leute mit abnehmenden Fahrfertigkeiten im Straßenvekehr auffallen, ist Technik doch ein Weg, die Mobilität doch noch ein wenig länger als bisher aufrecht zu erhalten.

    Andere Beispiele lassen sich sicherlich finden.

    Zum Beispiel die autonom fahrende BMW !


    Eckart

  • Word!


    Um beim Auto zu bleiben und das ganze mal vor 60 Jahren zu betrachten.


    Die Menschen heutzutage können überhaupt nicht mehr fahren. Heute haben die überall Ampeln, die ihnen sagen, wann sie fahren dürfen. Früher musste man noch selbst aufpassen! Wie man einen Motor richtig startet weiß heutzutage auch keiner mehr. Da wird nur noch auf einen Knopf gedrückt und schon ist der an. Und die Servolenkung heutzutage. Die merken doch gar nicht mehr, was für ein großes Fahrzeug sie da bewegen. Und die synchronisierten Getriebe. Wir haben noch gelernt, richtig zu schalten. Mit Zwischengas. Inzwischen macht das Auto ja alles für einen. Schreckliche Welt