Reisebericht Norwegen 2017

  • Wir waren im August 2017 zu dritt mit Moppeds (auf Achse) in Norwegen und ich wollte dazu mal einen Erfahrungsbericht schreiben. Auch für mich selbst als Erinnerung. Das ist zwar inzwischen schon wieder eine ganze Weile her aber naja. Besser spät als nie.

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    Befahrene Gegend

    Wir waren in Südnorwegen. Quasi alles südlich von Trondheim. Unser nördlichster Punkt war die Anfahrt zum Trollstigen. Wichtige Orte dort unten waren Oslo, Geiranger und Bergen. Die Dauer war eigentlich ganz gut gewählt für die gefahrene Strecke. Wir sind insgesamt etwa 5000km gefahren in insgesamt 18 Tagen, also 2,5 Wochen.


    Sprache

    Norwegisch hat relativ wenig mit Deutsch und Englisch gemein also mit Lesen kommt man nicht wirklich weiter. Aber es konnte jeder, den wir dort getroffen haben von 10 bis 70 fließend Englisch. Auch die Bauern im Hinterland und Kinder der benachbarten Hütte. Ältere Generationen (50+) können sogar teils noch ganz gutes Deutsch.

    Die anderen Touris, die man so trifft sind überwiegend Deutsche also gibt es da auch keine Probleme.


    Anreise

    Man hat im Prinzip 3 Möglichkeiten. Die Lange Fähre Kiel-Oslo, kurze Fähren plus Landstrecke und die Brücke Dänemark nach Schweden.

    Die Fähre Kiel Oslo bringt einen von Kiel über Nacht nach Oslo, man schafft also ein ganzes Ende Strecke im Schlaf. Der große Nachteil ist, dass diese Fähre unverschämt teuer ist. Die Fährüberfahrt kostet ca. 400-600€ für 2 Personen und 2 Motorräder pro Überfahrt. In der Woche um die 400, am Wochenende 500-600€

    Alternativ gibt es eine Reihe kürzere Fährverbindungen, bei denen man keine Kabine braucht, weil die ganze Überfahrt nur ca. 4h dauert (z.B. Sassnitz auf Rügen – Trelleborg in Schweden oder Hirthals in DK – Kristiansand in Norwegen). Die kosten nur ca. 100-150€ für 2 Personen und Motorräder aber da muss man natürlich viel mehr Strecke auf Land zurücklegen und braucht tendenziell 1-2 Tage pro Weg länger. Trotz Unterkunftskosten kommt man da aber WEITAUS billiger.

    Die Strecke über die Brücke ist eigentlich nicht wirklich eine Alternative, weil die Brücke ungefähr genauso viel Maut kostet wie die kurzen Fähren aber man fährt nochmal in die völlig falsche Richtung und kriegt damit nochmal viele viele extra KM rein. Berlin - Oslo sind über die Sassnitz-Trelleborg Fähre etwa 1000km (inkl. Fährstrecke), über die Brücke sind es satte 300km mehr.

    Anreise auf Hänger und dann Blumenfahrten (Rundkurse, die immer wieder zum Anfangsort zurück führen aber eine andere Strecke hin fahren als zurück) bieten sich aufgrund des dünnen Straßennetzes in Norwegen kaum an. Selbst wenn man die Unterkunft geschickt wählt kann es sein, dass die kleinste Runde, die man in eine bestimmte Himmelsrichtung fahren kann über 400km sind. Dazwischen ist einfach keine Straße, keine Hütte, keine Menschen und kein nichts. Die Alternative wären Sternfahrten, wo man immer die gleiche Strecke hin wie zurück fährt aber auch da müsste man nach 3-4 Tagen auch wechseln, weil man da alle Möglichkeiten abgegrast hat.


    Unterkunft

    Wir haben immer in sogenannten Hütten bzw auf Norwegisch Hytter übernachtet. Die finden sich auf Campingplätzen oftmals in relativ großer Anzahl. Es handelt sich hierbei um einfache Holzhütten, die oftmals ein eigenes Bad, eine elektrische Heizung und eine kleine Kochstelle (1-3 Herdplatten) verfügen. Manchmal sind Kochstellen oder Bäder auch in Gemeinschaftsbereichen. Man bringt eigene Bettwäsche und Kochgeschirr mit und fegt die Hütte wenn man wieder los fährt selbst einmal aus und bringt den Müll raus. Die sind teilweise erstaunlich günstig (30-50€ pro Nacht), an beliebten Stellen (Geiranger Fjord) zahlt man dann aber auch mal über 100€ pro Nacht. Wir haben alles vorher rausgesucht und gebucht und das würde ich auch jedem so empfehlen, weil Norwegen ziemlich dünn besiedelt ist und damit auch wenig Alternativen hat. Wenn der eine Campingplatz voll ist kann es sein, dass der nächste erst 100km weiter ist. Dank Jedermannsrecht kann man mit Zelt überall campen aber die ganze dafür benötigte Ausrüstung wollten wir nicht mitschleppen. Hier eine der Hütten. Diese steht in Schweden aber da nehmen sich die beiden Länder nicht viel.

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    Wetter

    Das Wetter war durchwachsen aber insgesamt okay. Allerdings wohl unnatürlich kühl (normalerweise 15-18 Grad Tageshöchsttemperatur) für die Jahreszeit (Ende August 2017). Ich schätze, dass wir an ungefähr 50% der Tage Regen hatten und für ca. 20-30% der Fahrzeit. Regenfeste Klamotten sind aber für Norwegen definitiv Pflicht. Und man sollte sich wie in den Alpen für eigentlich alle klimatischen Bedingungen rüsten. Einen Tag hatten wir bei Abfahrt morgens im Tal fast 20°, sind dann bei ca. 10° in Sprühregen gekommen und auf der Hochebene war dann trocken aber dafür nur noch 3° kalt. Als wir wieder runter ins Tal sind war die Temperatur dann wieder bei 15°. Hier sind wir den Trollstigen hoch, mitten in eine Wolke rein. Oben waren dann noch Sichtweiten von ca. 5m bei ganz leichtem Sprühregen. Hat keinen besonderen Spaß gemacht.

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    Wolken können aber auch ganz beeindruckend aussehen - von oben zum Beispiel.

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    Und mein bisher beeindruckendster Regenbogen. Das war ein 3-facher (die Handykamera hat aber nur 2 davon rauf bekommen) und in einer mir bis dato ungeahnten Intensität.

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    Verkehr

    Verkehr ist im Prinzip nicht soooo viel aber man trifft immer wieder auf Wohnwagen, die sich dann eklig langsam die Straßen lang quälen. Wenn man gerade auf einem engen, kurvigen Abschnitt ist kann sich das überholen dann seeeehr lange hinziehen. Autos müssen auf den ganz engen Passagen auch immer mal wieder zurücksetzen, da bieten sich dann oftmals gute Gelegenheiten, um vorbei zu huschen.

    Das Straßennetz ist wie gesagt sehr dünn und immer wieder mit Fähren gespickt. Im Prinzip ist das kein Problem, die Fähren kosten alle nicht die Welt und die meisten fahren alle 30-60 Minuten. Wir sind aber an eine gekommen (Lysebotn Fjord), die fuhr nur 2 mal am Tag und wir hatten sie um ca. 30 Minuten verpasst. Der Umweg, den wir dann fahren mussten hat die geplante 260km Tour um satte 100km verlängert, auf ca. 360km. Wir sind an dem Tag früh los und haben nicht getrödelt also soweit noch ok. Dann kam aber auf der Umleitung noch eine Baustelle, die das ganze nochmal ungeplant um fast 50km auf etwas über 400km verlängert hat.

    Normalerweise sind die Fähren aber wie diese hier. Alle 20-60 Minuten kommt eine.

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    Baustellen waren insgesamt nicht wenige. Ich würde sagen im Schnitt mehr als eine Baustelle pro Tag. Ca. die Hälfte davon war mit Ampeln oder Zeichengebern ausgestattet, die immer nach ein paar Minuten Verkehr in eine Richtung durchgelassen haben. Zeit zwischen 2* grün war meist um die 10-15 Minuten. Auch mal nur 5, auch mal fast 30. Die andere Hälfte der Baustellen war mit einem Follow Me Vehicle ausgestattet, das ist dann meist bei längeren Baustellenabschnitten. Hier kommt ein Auto, das vorneweg fährt und die ganze Rotte wartende Autos mitnimmt. Am Ende dreht das Fahrzeug dann um und fährt wieder zurück durch. Dazwischen werden auch gelegentlich Pausen eingelegt, wenn dann auf der Baustelle etwas größeres passiert. Zu dem Zeitpunkt fährt dann keiner sondern alle warten und die Bauarbeiter haben ihre Ruhe. Die Wartezeit zwischen 2 mal „Grün“ lag bei diesen Baustellen eigentlich immer bei ca. 20-30 Minuten. Eine Baustelle war wie gesagt eine Vollsperrung mit einer 50km Umleitung und eine war noch ein Sonderfall, da kamen wir gerade an, als sie die Baustelle aufgeräumt und die ganzen schweren Maschinen rausgefahren haben. Da mussten wir ca. 50 Minuten warten.

    Ein Sonderfall dort oben sind noch LKW. Die sind schwierig zu überholen. Zum einen, weil sie länger als Durchschnitt und regulär LKW-breit sind und oftmals in der Mitte fahren und damit keinen Platz lassen. Zum anderen, weil die bei mäßig kurvigen Strecken verflucht schnell fahren. Bei Spitzkehren müssen die natürlich auch sehr langsam werden, die Physik lässt sich halt doch nicht verarschen. In den Wedel-Abschnitten habe ich aber immer viel Abstand zum LKW gelassen, weil die die Gegend einfach besser kennen und scheinbar keinerlei Angst vor Gegenverkehr haben. Irgendwie ist da an jedem LKW Fahrer ein kleiner Rallye Fahrer verloren gegangen. Und die Bremsen dann eben plötzlich sehr stark wenn Gegenverkehr oder eine enge Kurve kommt.

    Wenn man die Augen ein wenig offen hält dann kann man noch ein paar kleine Straßen-Schätzchen entdecken. Norwegen baut immer mehr Tunnel, um die alten Passstraßen zu entlasten. Diese Tunnel sind überwiegend langweilig. Man hat unterirdische Kreisverkehre, einen Tunnel, der sich wie eine Spirale im Berg in 3 Lagen übereinander hoch windet und ich habe in einem Tunnel meine bisher tiefste Stelle (etwas mehr als 100m UNTER Meeresspiegel) angefahren aber überwiegend sind die mit einer konstanten Steigung versehen und sehr gerade. Außerdem natürlich Überholverbot. Die alten Passstraßen kann man aber normalerweise trotzdem noch befahren, man muss sie nur finden. Die sind oftmals etwas versteckt und auch nicht mehr gut gepflegt also mit Gräsern bewachsen und mit Schlaglöchern gespickt aber dafür weitestgehend Menschen- und Autoleer.

    Worauf man auf allen wenig befahrenen Straßen aufpassen muss sind Schafe. Vorm Öl war Norwegen vor allem ein Agrar-Land und das merkt man noch sehr deutlich. Die Schafe finden dabei die Straße sehr kuschelig und lassen sich oftmals auch von herannahenden Autos und Motorrädern nicht weiter stören. Die liegen einfach da und kauen weiter. Manche verfallen aber auch in Panik und schlagen dann plötzlich Haken quer über die Straße. Eine Mutter mit ihrem Kleinen ist auch (glücklicherweise neben der Straße) in den Angriffsmodus gegangen. Also sie hat sich mit ihrer Front zu uns gedreht und wollte los rennen. Also bei Schafen sollte man immer die Geschwindigkeit deutlich reduzieren und dann vorsichtig vorbei fahren.

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    Tendenziell sollte man sich von allen Straßen, die ein E im Namen tragen fernhalten. Das sind ziemlich gerade, oftmals Autobahn-ähnliche Fernverkehrsstraßen auf denen viiiiiiiiiiiele LKW und WoMos unterwegs sind.

  • und noch der Teil 2 wegen Bilderbegrenzung


    Landschaft

    Die ist überwältigend. Sie ist insgesamt recht schroff und felsig aber man hat an den Fjorden Meer und Gebirge gleichzeitig, das ist einfach einmalig. Auf den Fjellen (Hochebenen über der Baumgrenze) ist es recht karg aber sehr majestätisch. Teils auch im August noch Schnee neben der Strecke. Wir kamen sogar am Gamle Strynefjellsvegen an einem Skilift (im Betrieb) vorbei. Das ist eine befestigte aber dank Lehm und Schotter-Untergrund sehr schmierige Nebenstraße.

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    Es gibt unzählige Wasserfälle. Tatsächlich sind das so viele, dass der größte Teil von denen noch nicht mal einen Nachsehbaren Namen hat.

    Hier mal ein Ausschnitt am Geiranger Fjord mit so ca. 15 Wasserfällen im Bild.

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    Es ist eigentlich überall wo wir waren sehr kurvig. Mal Serpentinig wie am Geiranger Fjord (oben rechts sieht man eine der beiden Zufahrtsstraßen)

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    überwiegend ist das aber herrliches Wedelgebiet

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    mit beeindruckender Aussicht

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    Preisgefüge

    Das ist der große Bummer in Norwegen. Alles ist teuer. Sehr teuer. Im Supermarkt die Preise entsprechen in € umgerechnet ungefähr dem doppelten Preis von dem, was man hier so von Lidl und Konsorten gewohnt ist. Restaurant genauso. Spritpreise sind etwa wie hier aber teils sehr unterschiedlich zwischen den Tankstellen. Wir hatten Spritpreise von umgerechnet 1,151€/L bis 1,684€/L. Witzigerweise waren diese beiden Preise auch noch an aufeinander folgenden Tagen. Unterkünfte waren im Durchschnitt ca. 80€ pro Nacht.

    Wir haben uns fast komplett selbst verpflegt und damit VIEL Geld gespart. Im Restaurant muss man pro Person ca 25-35€ rechnen. Durch die Kochmöglichkeiten in den Hütten war Selbstverpflegung eigentlich immer kein Problem aber man muss dafür täglich einkaufen gehen und nach der Fahrt eben auch noch was kochen.

    Wir haben in den 2,5 Wochen und 5000km etwa 500€ für Sprit bezahlt (2 Motorräder), etwa 550€ für Lebensmittel (für 3 Personen), etwa 250€ für 3 mal Restaurant (für 3 Personen), etwa 1400€ für die Unterkünfte (für 3 Personen) und etwa 400€ für die Fähren (3 Personen und Motorräder) bezahlt.

    Für uns beide kamen wir in Summe auf ca 2800€ aber wir haben bei den Unterkünften tendenziell Geld gespart dadurch, dass wir zu dritt unterwegs waren. Zu zweit wäre man da vermutlich eher bei etwas über 3000€. Das finden wir 2019 raus, wir fahren nämlich nächstes Jahr nochmal da hoch :)

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  • Vielen Dank für euren Bericht. Klingt irgendwie verlockend da mal unterwegs zu sein. Allerdings muss man sich gut vorbereiten. Das fängt schon mal bei der Kleidung an. Welche Marke könnt ihr empfehlen für solche Reisen? "Wasserdicht" sagen ja alle gern.


    LG Rolf

  • Empfehlen....schomo gar nix

    Thermoboy wurde eingestellt weil jedem Aaaarsch zu teuer...deswege geb ich meine Panzerkombi trotzdem nit her...wenn die mal außen Leim geht....eventuell RUKKA ARCTIC....aber da Mault au Hinz unn Kunz...zu Teuer

  • Wir haben zwar beide Kombis mit Membran aber ich hab die Membran inzwischen gar nicht mehr bei. Die ganze Jacke saugt sich voll und danach hält zwar die Membran trocken aber wenn die Jacke dann 2 Tage zum trocknen braucht hilft mir das auch nicht mehr. Wir haben Regenkombis zum drüber ziehen. Da hab ich die einteilige FLM Stormchaser, die allerdings bei langem Regeneinfall im Schritt nass wird. Paula hat eine Heyberry 2 teiler Kombi von Amazon und die bleibt wohl trocken. Bei mir ist die bei langem Regenbefall immer irgendwann am Bauch nass geworden. Ich war aber mit beiden soweit zufrieden, die werden beide erst nach vlt 2 Stunden Starkregen durchlässig. Aber bei der Heyberry muss ich die Stiefel ausziehen, bei der FLM nicht. Deshalb jetzt nur noch FLM

  • Komisch....ich fahr ohne extra kondom vonne Dolos im starke Dauersiff trocken heim im Thermoboy...mitfahrende Freundin im FLM + Kondom geduscht...naja....jeder wie er mag.....wenn ich Ersatz brauch,dann RUKKA....

    Billiggelumpe von AMAZONE und co....brauchischned

  • meint ihr wirklich Rukka, zweiteilig, oder?

    Jetzt fahre ich noch Dainese und die ist auch dicht, allerdings schon alt (30?)

    Die leiht sich immer öfter mein Sohn aus....

    Welche Rukka also. Da gibt's ja deutsche und nicht deutsche.

    Qualität?

  • Klingt irgendwie verlockend da mal unterwegs zu sein.

    Ja, auf jeden Fall

    Allerdings muss man sich gut vorbereiten.

    Norwegen gehört sicher zu den unkomplizierteren Reiseländern, für die man sich nicht mehr als für andere Reisen auch vorbereiten muss.

    Das fängt schon mal bei der Kleidung an. Welche Marke könnt ihr empfehlen für solche Reisen? "Wasserdicht" sagen ja alle gern.

    Die Vorsorge gegen Regen ist natürlich unabdingbar, wenn man mit dem Motorrad herumreist. Ich hatte damals eine Textilkombi von Stadler (diese), aber das soll keine Empfehlung gegen andere Marken sein.


    Da sich vor allem teurere Bekleidung amortisieren muss, kauft man sie nicht für nur eine Reise, auch ich habe nichts spezifisches für Norwegen.


    Klar, dass man auf Reisen mit Regen rechnen muss und sich entsprechend vorbereiten muss. Da heißt die Standardlösung eben regenfeste Kleidung. Ob mit Regenkombi oder integriert ist eine ewige Diskussion. Auf Reisen fahre ich mit regendichter Textilkombi. Beim Neukauf orientiere ich mich da an Berichten und Tests in Fachmedien.


    Was die Temperaturen angeht, muss man berücksichtigen, wohin es geht. Mit fast 1800 km Längsausdehnung ist Norwegen deutlich größer als Deutschland. Soll es nur nach Südnorwegen gehen, kann man von Verhältnissen ähnlich wie denen in Norddeutschland ausgehen, aber wer Richtung Nordnorwegen schaut, muss dort auch im Sommer auf einstellige Temperaturen eingerichtet sein, am Rand der Saison aber auch schon beispielsweise am Geiranger-Fjord. Bevor man Thermokombis mit unpraktischen Mechanismen ständig an die Umgebung anpasst, würde ich die Temperaturspanne eher mit Pullovern und langen Unterhosen abdecken. In diesem heißen Jahr war es aber auch in Norwegen heiß.


    Jetzt fahre ich noch Dainese und die ist auch dicht, allerdings schon alt (30?)

    Warum neu kaufen was gut passt und noch gut funktioniert ?!

    Ist die Qualität so hoch oder wird die Kombi so selten benutzt, dass sie nach der langen Zeit noch einwandfrei ist ?


    Ich habe zwar auch so alte Sachen im Schrank, aber was ich regelmäßig nutze, hält bei mir (Vielfahrer) nicht so lange, auch wenn Markenware.


    Eckart

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  • Die Vorsorge gegen Regen ist natürlich unabdingbar, wenn man mit dem Motorrad herumreist. Ich hatte damals eine Textilkombi von Stadler (diese), aber das soll keine Empfehlung gegen andere Marken sein.

    An STADLER ist nix zu meckern....hält der RUKKA ARCTIC fast die Waage...nur ist die Arctic eben elektrisch beheizbar...entstammt eigentlich den Snowmobil Fahrern...hier kaum zu bekommen...eher in Sknadinavien,wo Snowmobil im Winter unabdingbar ist...wobei,viele Snowmobile werden von unserem allseits bekannten 652 Rotax befeuert;)

  • Wir waren im Juni auch in Norwegen unterwegs. Da hat der Sommer mal eine kurze Pause gemacht. Es gab Temperaturen von 10 bis 25°C. Regen war auch dabei. Wir hatten das Zwiebelprinzip angewendet und über die eigentlich wasserdichte Textilkleidung noch eine zweiteilige Regenkombi drübergezogen. Das hat nicht nur das Wasser und den Dreck abgehalten, sondern auch den Wind. Wenn es wieder wärmer wurde, haben wir die Regenklamotten ausgezogen und schnell verstaut. Dann fährt es sich entspannter und man hat nicht so das Gefühl von Presswurst. Meine Regenjacke ist von Held und die Hose von Scott. Jeweils 100 Teuro, halten aber schön trocken.

    Auch auf Sardinien im Oktober hatte ich die Regenpelle an und bin trocken geblieben. Bine trug eine DIFI-Hose, die war innen nass und auch die Pharao-Textilhose hat nicht dichtgehalten. Da zahlt sich letztlich der höhere Preis doch aus.

    Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die Anderen.


    Du lernst nur für Dich, nicht für´s Leben. Das Leben kommt auch ohne Dich klar.

  • Keine Ahnung, warum bei mir die Dainese so lange gut ist. Dunkel lagern, im Sommer was anderes tragen, und waschen mit hightec Waschmittel und auf keinen Fall Weichspüler!

    Ja, stimmt schon Regenkombis sind bei Wind deutlich wärmer. Und nasse Tex-Klamotten wärmen gar nicht mehr, Verdunstungskälte eben.


    Jetzt im Winter werd ich mal die Augen offen halten, ob es reduzierte Ware gibt....


    LG Rolf