Neue Reisenduros 2019

  • servus,


    die Honda ist ein Twin, ist eigendlich eine reine Straßenmaschine, die hat noch weniger Federweg wie die normale GS, und damit sich was tut muss man flott drehen. Für mich das Gegenteil von einer leichten Enduro. Wiegt auch so um die 196 kg.


    grüßle


    Maczipp

  • die Honda ist ein Twin, ist eigendlich eine reine Straßenmaschine, die hat noch weniger Federweg wie die normale GS, und damit sich was tut muss man flott drehen. Für mich das Gegenteil von einer leichten Enduro. Wiegt auch so um die 196 kg.

    Die Männer von 1000PS kommen zu einem anderen Fazit:


    Die meisten Käufer der bisherigen X-Bikes befanden sich in der Altersgruppe jenseits der 40.

    All jene Piloten, denen Mühelosigkeit in jeglicher Form wichtiger ist, als viel Motorleistung, die werden in der CB500X einen treuen und freundlichen Begleiter finden, der mit der für Honda typischen Verarbeitungsqualität (perfekt) aufzeigen kann.

    Für vergleichsweise weniger Geld gibt es also einen wundervoll-mühelosen Abenteuergefährten zu haben, welcher sich ab sofort besser denn je für den Einsatz abseits asphaltierter Straßen empfiehlt.

    Alle Dinge, die man gegen sein Gefühl und gegen sein inneres Wissen tut, anderen zuliebe, sind nicht gut und müssen früher oder später teuer bezahlt werden.
    Hermann Hesse

  • servus,


    yepp, bin ich ganz dabei, für das Geld mit Sicherheit kein schlechtes Möppi. Nur es ging um Enduros im Stile von DR, XT und XR, und da ist sie nach meinen Dafürhalten nicht dabei.

    Sie ist wie die normale GS ne wunderbare Allrounderin, durchaus für Schotterpisten (und ehrlicherweise fahren 90% von uns nicht mehr als sowas), aber in richtiges Gelände wie mit DR und Co ist es mit der Honda und Ähnlichem nicht wirklich spaßig. Auch die 750er Nc X ist ein absolut tolles Möppi. Die hat Bums von unten, ein ultrapraktisches Helmfach, fährt total unkompliziert (Probefahrt von ca. 30 km), und ist ne Honda. Auch die Kawa Versys 650 und Suzuki V-Strom 650 fallen in diese Kategorie der fast perfekten Möppis mit top Preis - Leistungs Verhältnis.

    Aber alles 2 Zylinder, die letztgenannten über 200kg. Das sind Funbikes für 90 % Strassenbetrieb und ab und zu mal einen Feldweg. Ich weiß es noch von meiner TDM 850, tolle Allrounderin aber im groben Geläuf stieß sie/ich trotz der immerhin 150mm Federweg an ihre/meine Grenzen. Das ging mit der DR definitiv wesentlich sicherer und entspannter, habe die Dauerbaustelle schweren Herzens verkauft als Bastelmaschine, schade.


    bis bald


    Maczipp

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  • Die Würfel sind gefallen.

    Meine "neue" Reiseenduro für 2019 ist eine alte Bekannte.

    Nachdem in den beiden letzten Jahre die modifizierte R80G/S im Fokus stand,

    sollte im Juli für unseren 3000km-Trip mal wieder eine Andere am Start sein.


    Meine Speedbrain-RHP2 war ein heißer Aspirant, zumal damit unser Quartett

    mit 1250 GSA, KTM 950 und 1150er Adventure motorisch bereits ordentlich im Futter steht.


    Ein paar Vergleichsfahrten haben mir dann gezeigt: Leistung ist nicht alles.


    Daher ist bei mir die F650GS erster Sieger geworden.

    Sie wurde bereits perfekt auf Reise getrimmt und macht mir im direkten Vergleich

    zum Reisebummeln einfach mehr Spaß.


    Obendrein muss man sich mit 39 Litern Tankvolumen, dem schluckfreudigen WP-Fahrwerk und der Rekluse-Kupplung

    auf der Fahrt keinen großen Kopf ums Mopped machen und kann entspannt die Seele baumeln lassen.

    53PS reichen einer Reiseenduro, so lange keine Sozia mit will und man es nicht eilig hat.


    Also baue ich der HP2 erst gar nicht mehr den Kofferträger mit den Zega-Pros an.


    Gruß aus dem südlichen Mittelfranken - Ray




  • Auf Motorrad Online gibt's einen ersten Fahrbericht zur Ténéré 700. Der Testfahrer ist voller Euphorie. Man weiß natürlich nicht, wie objektiv eine Zeitschrift berichtet. Endlich gibt's aber eine konkrete Angabe zum Gewicht: 204 kg, mit Akropovic-Schalldämpfer 199 kg. Ich hatte die Ténéré schon abgeschrieben als ich von geschätzten 220 kg las, aber mit rund 200 kg ist sie eine Überlegung wert. 690 Enduro R, 790 Adventure R, Ténéré 700 oder wieder eine bewährte Dakar/Sertaô vom Gebrauchtmarkt? Für kurze Offroad-Trips mit leichtem Gepäck wäre die 690 Enduro R mein Favorit, aber ich weiß nicht, ob sie auch ein zuverlässiger Partner für lange Reisen ist und ob der Tankverschluss am Heck (da wo man gewöhnlich eine Gepäckrolle verzurrt) nicht beim jedem Tankstopp nervt.

  • Schöne Maschinen hast Du! Und Du hast die Rekluse in der F650GS? War der Einbau problemlos und wer macht das hier in Mittelfranken?

    Beste Grüße
    Hannes

    Einbau ist problemlos, Tom hat auch eine Rekluse in seiner Challenge.

    Machen tut das der Tom selbst (Meister), eine Recluse habe ich sogar seit 2 Jahren noch rumliegen.

    (91161 Hilpoltstein)

    Lieben Gruß Ray

  • Warum auch immer man eine Rekluse an einer Dakar haben will? Die Kupplung hilft mir im Gelände zum Dosieren des Antriebs und zum Lüpfen des Vorderrads. Wenn ich einen Berg nicht hochkomme, kann ich den Motor einfach abwürgen und so das Hinterrad blockieren, damit ich nicht rückwärts runterrolle. Im Alltag bremse ich mit der Kupplung, wenn ich das Moped rückwärts die steile Garageneinfahrt hinunter schiebe. Das geht alles nicht mit einer Automatikkupplung. Manche Crossfahrer benutzen eine Rekluse, weil sie auch in Rechtskurven die Hinterradbremse zum Drift benutzen wollen und legen sich dann die Hinterradbremse auf den Kupplungshebel. Das dürfte für Dakarfahrer aber kaum eine Rolle spielen :wink:

  • weil es eben nicht einfach nur ein- und auskuppelt sondern als Fliehkraftkupplung durchaus noch die Funktion einer normalen Kupplung mit Hebel und Nutzen des Hebels erfüllt.

    Nur musst die sie eben nicht ziehen, wenn du langsam wirst - erleichtert das trailen in richtig tricky passagen, weil du eben nicht mit der Kupplung spielen musst sondern nur mit dem Gasgriff.

    Muss man fahren und dann entscheiden - wenn mir mal eine günstig zufliegt und ich grade das Geld übrig habe kommt eine in meine Rallye - der zweite Bremshebel ist dann der nächste Punkt, über den ich nachdenken würde.

  • Warum auch immer man eine Rekluse an einer Dakar haben will? Die Kupplung hilft mir im Gelände zum Dosieren des Antriebs und zum Lüpfen des Vorderrads. Wenn ich einen Berg nicht hochkomme, kann ich den Motor einfach abwürgen und so das Hinterrad blockieren, damit ich nicht rückwärts runterrolle. Im Alltag bremse ich mit der Kupplung, wenn ich das Moped rückwärts die steile Garageneinfahrt hinunter schiebe. Das geht alles nicht mit einer Automatikkupplung. Manche Crossfahrer benutzen eine Rekluse, weil sie auch in Rechtskurven die Hinterradbremse zum Drift benutzen wollen und legen sich dann die Hinterradbremse auf den Kupplungshebel. Das dürfte für Dakarfahrer aber kaum eine Rolle spielen :wink:

    Ich habe mit der TT39 mit unserem Rudel 2013 auf der GS-Trophy alle Offroadparcours absolviert.

    Jeweils maximale Rundenzahl + Bonusrunden.

    Das Einzige, was mich neben dem Gewicht gestört hat, war die relativ schwergängige Kupplung.

    Hat meine linke Hand ziemlich mitgenommen.

    Man muss aber auch zugeben, es ist auch ein Reisedampfer und keine echte Bergziege.

    Fürs Grobe habe ich ja mittlerweile andere BMWs-Enduros...

    Mein Kumpel hat seit Jahren in seiner Challenge eine Rekluse und hat mich damit überzeugt.

    Bremsen tue ich meistens vorne, hinten wird allenfalls unterstützt.


    Das lästige Rückwartsrollen an Offroad-Steilanstiegen bei abgestelltem Motor lasse ich gelten,

    der Komfort-Gewinn ist mir das auf jeden Fall wert, zumal ich es mit der Hülse nicht ganz so krass angehe.

    Jetzt wird es erst einmal wieder eine größere Tour mit viel Asphaltanteil.

    Habe ich schon lange nicht mehr gemacht, ist mal wieder was Anderes.

    Und ja - so eine Rekluse muss man mal getestet haben, ist einfach himmlisch entspannend,

    gerade in Kombination mit unserem Traktor-Rotax-Eintopf.


    Lieben Gruß - Ray