Bremsbeläge wechseln am Hinterrad (Dakar)

  • Hallo liebe Gemeinde

    Ich habe vor Bremsbeläge an mein Dakar Bj 2001 zu tauschen. Meine Frage an euch muss das Hinterrad Ausbauen um den Bremssattel zu entfernen....

    Für paar Tipps wäre ich dankbar....


    Gruß Udo

    ausser den Bremsbelägen muss nichts entfernt werden


    1. Achse der Bremsbeläge ausbauen

    2. Bremssattel so verschieben, das die neuen Bremsbeläge rein passen (auf Stand der Bremsflüssigkeit im Behälter achten!!! -> wird mehr)

    3. alte Bremsbeläge entnehmen

    4. neue Bremsbeläge einlegen

    5. Achse einbauen

    6. Bremspedal drücken bis Bremsbeläge wieder anliegen (ansonsten geht es beim ersten Bremsmanöver ins Leere)

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  • Ich würde das auf alle Fälle mit jemandem machen, dem Du schrauberisch 100% vertraust.

    Die Bremse ist kein Bauteil, das am Ende vielleicht funktionieren sollte.

    Da reichen gute Tipps aus dem Forum alleine wohl eher nicht.

    Sorry für dieses Statement.


    Gruß


    Thomas

  • Hallo Thomas,

    Sorry für dieses Statement.

    Solche Disclaimer sind immer schön und gut, aber die können nicht bedeuten, auf die Arbeit gänzlich zu verzichten. Wer sich hier im Forum Rat holt, sollte sich immer der Gefahren einer Selbstüberschätzung bewusst sein.

    Da reichen gute Tipps aus dem Forum alleine wohl eher nicht.

    Rotax hat die Arbeiten doch zwar knapp, aber m. E. vollständig und richtig beschrieben, obwohl die Frage doch nur war, ob man das Hinterrad ausbauen muss.

    Die Bremse ist kein Bauteil, das am Ende vielleicht funktionieren sollte.

    Gerade wenn vielleicht keiner da ist, der einen anleitet, ist wichtig, die eigene Arbeit zu überprüfen, wenn sie sicherheitskritische Bauteile betraf. Bremsbelagwechsel gehört nun nicht zu den anspruchsvollsten Arbeiten, aber ich würde in der Liste noch ergänzen:

    • Da der Bremssattel gern mal festgeht und beim Wechsel über ein größeres Stück geschoben wird, wäre zu überprüfen, ob er noch beweglich ist.
    • Gelegentlich klemmen auch die Kolben, das würde u. U. bedeuten, dass sich die Arbeiten ausweiten, weil man die Bremse auseinander nehmen muss. Ob das der Fall ist, sollte der nächste Punkt zeigen.
    • Wichtig ist zu prüfen, dass die Bremse ordentlich greift, das Rad aber ohne Bremse auch frei läuft.
      Das prüft man zunächst auf dem Hauptständer, anschließend erfolgt eine Probefahrt.
      Warm wird die Bremse immer, wird sie aber heiß, läuft vermutlich das Rad nicht frei, weil die Bremskolben oder der Bremssattel klemmen.
      Es ist zwar normal, dass sich Bremsbeläge erst auf die Bremsscheibe einschleifen müssen, bei stark verschlissener Bremsscheibe tun sie das aber eventuell nicht mehr, sodass die Bremse trotz korrekten Arbeitens nicht trennt und heiß läuft. Dann wäre die Maßnahme auch gescheitert, eine neue Bremsscheibe müsste her.

    Dir wünsche ich aber, dass alles klappt

    Eckart

  • Hallo Eckart,


    das war meine persönliche Meinung.


    Und die ist das Ergebnis von bisher im Leben gemachten Erfahrungen.

    Ich habe schon mal eine ZX10 gekauft, da hat der lustige Selbstschrauber "vergessen", die vorderen Bremssättel nach Demontage wieder festzuziehen.

    Falsch montierte Bremsbeläge? Toyota-Werbung!
    Der beschädigte Bremskolben aus einem anderen Beitrag hier wird wohl auch aufgrund "Ich kann das schon!" zustandegekommen sein.


    Und in meiner beruflichen Karriere musste ich dereinst unendlich viele Gewindereparaturen mit Gewindeeinsätzen kurieren, denn Moppedschrauben kann ja wohl nicht so schwierig sein.


    Vielleicht bin ich ein Schisser. Ich würde an der Stelle nicht per "Learning by doing" vorgehen. Einfach deshalb, weil man zuviel verkehrt machen kann, wenn man sich viel zutraut und ggf. doch keinen Plan hat.


    Grüße


    Thomas

  • Ist doch nix neues in allen Foren. Wenn jemand eine Frage stellt, in der auch nur ein Hauch von Bremse steht, kommen gleich die Insgewissenreder und Schwarzmaler auf den Plan. Immer wieder lustig zu lesen....

  • Oft enthüllt die Frage schon ein gewisses Unwissen bei den Grundlagen.

    Aus der Kürze von Udos Frage kann ich das nicht herauslesen, aber wenn ich dieses Gefühl habe, bringe ich in meinen Beiträgen auch einen "Disclaimer".

    Aber vielleicht sollte man die Liste der Tips doch noch um einen Punkt ergänzen:

    • Schrauberbuch zur Hand nehmen

    Man sollte - gerade für solche Arbeiten - ein Schrauberbuch zu Hand haben, möglichst auf das eigene Modell zugeschnitten. Und dort das entsprechende Kapitel vorher lesen. Da sollte das Thema in der nötigen Ausführlichkeit dargelegt sein, ggf. auch mit Warnhinweisen. Ein Forum wie dieses kann und sollte eigentlich nur die Ergänzung zu solchen Abhandlungen sein.


    Eckart

  • Warnen: Ja


    Jeden für Doof hinstellen: nein


    Ein Schraubermensch der das erstemal an Bremsen dran geht, wird nicht viel verkehrt machen, weil man an Bremsen nicht so wirklich viel falsch machen kann. Eigentlich nur das man Schrauben die man gelöst hat falsch anzieht. Oder die Bremse ruiniert (zb. Kolben ins leere fahren und er fällt raus). Beläge passen nur in eine Richtung rein, formgebunden. Dann müssen sie mit den Teilen die man rausgebaut hat, wieder festgemacht werden.


    Bremsbeläge sind so einzubauen, das es praktisch keine Möglichkeit gibt, es falsch zu machen und trotzdem irgendwie eine scheinbare Bremswirkung hinzubekommen. Vieleicht quietschen sie, vieleicht eiern sie rum, aber das alles merkt man beim ersten Bremsen. Oder man hat Teile übrig und ignoriert das. Allerdings erwarte ich bei jemanden der an der Bremse rumschraubt, das er weis das nichts über bleiben sollte. Den alles andere wäre ihn für Doof hinzustellen, so doof das er nicht weis wie wichtig eine Bremse ist.


    Und Thomas: deine Ansage HAT ihn für Doof erklärt. Zu doof sich selbst zu kontrollieren, ob man sorgfältig arbeitet. Deswegen kritisier ich diesen Post ebenfalls etwas.

  • Man merkt, das Wetter ist schlecht. Das schlägt auf die Stimmung. Gibt ja genug Beiträge zum Thema Bremsen und die sind eigentlich auch sachbezogen. Darum ging´s Udo wohl auch. Ich kann Thomas aber verstehen, denn die Frage, ob der Bremssattel ab muß, um die Beläge zu tauschen, deutet darauf hin, daß Udo bisher so etwa noch nie gemacht hat. Eckart und Chefin haben natürlich recht, die Arbeit ist nicht allzu kompliziert und wenn Teile übrig bleiben sollte man schon skeptisch werden :rofl1:

    Was aber, wie Eckart richtig bemerkt, das Beurteilen des Bremsenzustands ( Scheibe, Kolben, Freigängigkeit...) betrifft, bedarf es doch etwas Erfahrung. Und bei der Arbeit ist auch Sorgfalt erforderlich ( z. B. Kupferpaste auf den Belägen ist suboptimal). Die Wahrheit liegt also mal wieder in der Mitte. Am Besten lässt man sich als Neuling das zeigen oder besitzt zumindest eine gute Rep- Anleitung und Schrauber-Grundkenntnisse. Abschließende Probefahrten sind, weil sie ja mit entsprechender Umsicht erfolgen ( sollten), sicher eine gute Idee, wenn auch keine Garantie.

    Udo ich schlage dir vor, hier im Forum einen geübten Schrauber in deiner Nähe zu suchen, der dich beim ersten Mal unterstützt. Die Leutchen hier sind alle hilfsbereit und das Forum ist ja ein guter Ort auch auf diese Art neue Leute kennen zu lernen.

  • ...

    ...Bremsbeläge sind so einzubauen, das es praktisch keine Möglichkeit gibt, es falsch zu machen...

    Zu Zitat 1: Widerspruch!

    Es gibt soviel, was man als Unbedarfter verkehrt machen kann. Es gibt Sachen, auf solche Dinge kommt man auf Anhieb nicht mal.

    Ich bin gelernter Zweiradmechaniker (bei Kawasaki gelernt) und habe auch den zugehörigen Meistertitel. Ich wage, mir da mal ein Urteil zu erlauben.

    Abgesehen davon, warum gibt es wohl so viele total verschraubte Moppeds? Alles das Ergebnis von Arbeiten von Fachwerkstätten?


    Zu Zitat 2: Das lese ich aus meinem Beitrag nicht heraus. War in Bezug auf den Fragestelle nicht so gemeint. Sollte es aus diesem so ankommen sein, bitte ich dafür um Entschuldigung. Sorry!


    Gruß aus Mainz


    Thomas

  • Man merkt, das Wetter ist schlecht. Das schlägt auf die Stimmung

    Wetter ist mir wurschd....ich geh fahre...an meinem freien Samtag grad zum trotz


    lehdseggl .....gang na un helf dem Bub.....ist ned schwer...sicherungspin ziehn,Stift austreiben,Beläge lockern und mit viel Spiel raus...mim Finger Kolben zurückdrücken und dabei Gängigkeit prüfen...neue Backen rein,Bolzen rein...Sicherungstift rein...anbremsen...ferrddisch...


    x mal gemacht am Auto und an meine Mopeds...da isse alte Trommel revidieren aufwendiger



    Wem Longwailig isch,dä därf Chips und Bier zur allgemeinen Volksbelustigung herbeischaffen:victory::bangin:

  • bin gelernter Zweiradmechaniker (bei Kawasaki gelernt) und habe auch den zugehörigen Meistertitel.

    Und als gelernter Meister von KeinerAhntWasAnSchrottAllesKäulichIst darf man Anfänger/Lehrlinge nie zeigen/Anleiten,wie es richtig geht...Da darf man nur mahnend/warnend den Finger heben...



    Nur frag ich mich,warum nutzt der Meister nu statt KLR 650 eine F 650 von BringMichWerkstatt8-)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von rpr61 ()

  • bin gelernter Zweiradmechaniker (bei Kawasaki gelernt) und habe auch den zugehörigen Meistertitel.

    Und als gelernter Meister von KeinerAhntWasAnSchrottAllesKäulichIst darf man Anfänger/Lehrlinge nie zeigen/Anleiten,wie es richtig geht...Da darf man nur mahnend/warnend den Finger heben...



    Nur frag ich mich,warum nutzt der Meister nu statt KLR 650 eine F 650 von BringMichWerkstatt8-)

    Ach mensch,

    das war doch weder Frage, noch Absicht.

    Wenn Udo im Mainzer Umfeld wohnen würde, hätte ich eine andere Antwort geschrieben.

    Ansonsten bleibe ich dabei: Ohne Erfahrung beim ersten Schrauben lieber als "Sozius". Am Ende (fast) egal, ob beim Ventile einstellen oder beim Bremse reparieren.


    Und eine Antwort zur zweiten Frage gebe ich Dir gerne mal irgendwann, irgendwo bei einem Glas Saft.


    Grüße und ein schönes Wochenende


    Thomas

  • Das Problem ist ja weniger die Frage, wieviel man falsch machen kann, sondern die vergleichsweise großen Gefahren, die sich aus einem Fehler in diesem Bereich ergeben.


    Aber die Diskussion hat eine unschöne Wendung genommen.


    Hoffentlich haben wir Udo nicht vergrault sondern lesen als nächstes hoffentlich vom erfolgreichen Tausch der Bremsbeläge mit einer überlebten Probefahrt.


    Eckart

  • Aber die Diskussion hat eine unschöne Wendung genommen.

    Glaub ich ned...

    Ich guck,das ich den Udo in den Südwester Stammtisch um gisi dazu bekomme...liegt ja vor deren Haustür und ist somit Fastnachbar der Brautleute..

    Freitag kommts unter die Haube bei deinem Adminkollegen tuxbrother


    :notworthy:

  • Ich sehe das Ganze ein wenig anders . Ich schraube auch schon 50 Jahre an den verschiedensten Fahrzeugen rum und bilde mir ein die Grundlegenden Fähigkeiten und das nötige Wissen zu haben . Trotzdem informiere ich mich anhand aller verfügbaren Quellen über Arbeiten an Fahrzeugen an denen ich bisher noch nicht Hand angelegt habe und gerade in den verschiedensten Foren erfährt man auch immer Fahrzeugtypische Besonderheiten die in keinem Handbuch oder einer Rep. Anleitung stehen .

    Man kann nie genug wissen , nur zu wenig .



    Oesie

  • Ich denke, das der überbrückte Seitenständerschalter bei Fehler (Seitenständer draussen während der Fahrt) schwere bis tödliche Unfälle zur Folge hat. Den wenn er aufsitzt, dann weil man ziemlich flott in die Kurve geht und dann ziemlich flott absegelt.


    Hingegen ist eine Bremse nicht so zusammen zu bauen, das sie eine Weile funktioniert um dann plötzlich nicht mehr zu bremsen.


    Vieleicht lockere Schrauben, aber wer Schrauben locker lässt, darf ja nichtmal ein Ersatzrad aufziehen. Der sollte garnicht erst zum Werkzeug greifen.


    Mit esotherischer Betrachtung (Bremse ist wichtig, Seitenschalter nicht) kommt man auf keinen grünen Zweig. Die Achse nach dem Reifenwechsel festziehen ist viel wichtiger. Und Seitenständer nicht vergessen ist ebenfalls esotherisch, weil der Schalter ja nicht hingemacht wurde, weil man Langeweile hatte, sondern weil er häufige Ursache für Unfälle war. Also ein menschliches Vergessen garnicht so ungewöhnlich ist. Nur ist scheinbar so ein Seitenständerschalter unwichtig. Aber Bremse selbst wechseln ein Hexenwerk, das man nur unter Kontroller erfahrener Zauberer und Esotheriker machen sollt.


    Oesie

    Jep, genau dqas hat der Threadstarter gemacht. Sich Informiert. Aber als Information bekommt er "Finger weg von Bremse" aber "Seitenständerschalter einfach überbrücken". Wer drüber nachdenkt erkennt den Blödsinn.