• Grüetzi

    Arrrgh, schon wieder Streckenempfehlungen. Aber bevor hier beim einen oder anderen User ... oder Userin ... wieder die Synapsenschmelze einsetzt, keine Angst, es geht nicht um unbefestiger Strecken durch Naturschutzgebiete. Ich hab die Strassennummern aufgeführt, nicht dass da wieder wild interpretiert wird.

    Sind also alles ganz legal zu befahrenden und asphaltierte Strassen. Die Hardcore-Offroader können jetzt also das Post zumachen. :biggrin:


    Falls sich von euch mal einer nach Andalusien verirrt und dann ich der Nähe von Estepona oder Marbella strandet, dann nutzt - sofern ihr nicht sowieso mit dem eigenen Bike unterwegs sind - die Chance ein Moped zu mieten und folgende Strecke zu geniessen.


    A397 von San Pedro nach Ronda

    Was soll man(n) da schreiben? Das Teil ist gezeichnet wie eine Rennstrecke, breit, bester Beleg, wunderbare Radien, einfach zum Niederknien.

    Nachteile? Si - aufgrund vieler Unfälle seit diesem Sommer von 80 auf 60 runterlimitiert. Radar gibt es 3 Stück auf den 48 km und es wird darauf hingewiesen. Ab und an auch mal eine Mobile, aber da sind die Spanier sehr aufmerksam und warnen einen.

    Mit den Limits wird sehr flexibel umgegangen. Achtung: Bussen in Spanien sind happig.

    Ich bin das Teil sicher schon 100x gefahren, sie will einfach nicht langweilig werden.


    A366 von Ronda über El Burgo und Alozaina Richtung Malaga

    Wer jetzt dachte "boah, wie geil ist das denn" und meint besser kann's nicht werden, der sollte sich unbedingt die A366 antun.

    Am Anfang noch "Gähn", dann auf einmal "Wow, gigantisch die Landschaft" und ein paar Km vor El Burgo beginnt dann der Tanz.

    Im Gegensatz zur A397 wird's jetzt enger, mit schnelleren Wechselpassagen.

    Nach El Burgo kommen dann wieder weitere Radien, aber es geht dann einfach nicht mehr geradeaus.

    Du fährst dich schwindlig.


    A7100 - Abzweig von der A366 Richtung Guaro/Monda

    Ist ein bisschen Hinterland, aber geradeaus ist definitiv anders.


    A355 Monda - Richtung Marbella

    Mitunter viel Verkehr, dort wo's interessant ist auf 60 geregelt, aber trotzdem schön zu fahren und aus den Bergen heraus ein schöner Blick auf's Meer und später auf Gibraltar und die afrikanische Nordküste.


    Alles in allem hat man dann in ca. 3 Stunden, mit dem einen oder anderen Halt für Fotos oder Kaffee auch mehr, dann 150 absolut kurzweilige Km abgespult.

    Es gibt in der Umgebung noch viele weitere Zuckerstückchen wie den Puerto de las Palomas von Zahara nach Grazalema, wie schrieb mal die Motorrad "der verrückteste Pass weit und breit" oder auch die A369 von Ronda nach Gaucin.


    Es lohnt sich.


    Moped mieten? Es gibt in Marbella einen Yamaha-Händler, welcher ein breites Sortiment u.a. auch BMW im Angebot hat. Bei ihm kriegt man auch Jacken, Helm und Handschuhe gratis dazu. Preise sind, meinem Gefühl nach, manchmal fast von seiner Tagesform abhängig.

    Für ne 700er liegt man bei 90 € den Tag. Bei längerer Mietzeit wird's billiger, bei einer Woche kann man mit ihm Handeln.


    So weit so gut. Wenn jemand Infos braucht, einfach melden.

    If you fall, I'll be there (Floor)



  • Verirren ist gut..

    Ganze region ist der pure Wahnsinn..und im Jahreswechsel die perfekte Spielwiese...von Marbella über Tarifa bis Sagres...Sierra Nevada del Morte ist nur im winter erträglich...bei 25' Tagestemperatur😊

  • Jepp, im Landesinneren hast du aktuell noch Temperaturen bis 35 Grad, wärmer als an der Küste mit 27.

    Ist auch über den Jahreswechsel ein Erlebnis, weil hier ist ja eigentlich immer Mopedwetter.

    Weniger zu empfehlen ist März/April. Da kannst man alles erleben, von windig und nasskalt bis schwitzig warm.

    Aber wie sagt der Malagener: alles unter 20 Grad ist Winter.

    If you fall, I'll be there (Floor)

  • wenn alles klappt sind wir über den Jahreswechsel dort unten. Die Tourentipps habe ich mir schon mal gespeichert.


    Das mit dem Wetter (Wind/Sturm/Regen) im März kann ich bestätigen. Wir sind vor drei Jahren bei Almeria in einen Sturm mit orkanartigen Böen gekommen und haben die Moppeds nicht mehr halten können. Selbst der Abschlepper konnte die Moppeds nicht aufladen. Das war heftig.

    Es gibt Tage, da verliert man und es gibt Tage, da gewinnen die Anderen.


    Du lernst nur für Dich, nicht für´s Leben. Das Leben kommt auch ohne Dich klar.

  • ja und ich hatte in den letzten 6 Jahren im März an der Küste eigentlich immer schönes Wetter, im Jan., Feb. und April aber auch, wobei es im Hinterland auch einige Male geregnet hat. Die Stauseen sind aber die letzten beide Jahre immer sehr sehr leer gewesen. Wassermangel. Und 1 h Fahrzeit ins Binnenland kann es natürlich auf 1000m auch Schnee geben, der auch liegen bleibt, gestreut wird da auch. Starken Regen gab es jetzt im Sept. diverses überflutet. Im März 2018 hatte ich in Algeciras allerdings auch heftigen Regen, Strassen standen unter Wasser. Fährhafen gesperrt!

  • Kleiner Nachtrag:

    Verbringt man den Urlaub gewöhnlich an einem Ort, dann ist man von Radius der Touren sagen wir mal eingeschränkt.

    Ziehe ich nun vom Ausgangspunkt Marbella den Zirkel mit Radius 170 km ist der untere Teil Andalusien weitestgehend abgedeckt und es gibt vielfältige Tourmöglichkeiten.

    Da gibt auch Internetseiten dazu, wo man sich ein wenig orientieren kann.

    Ich wollte diesmal aber weiter nach Norden zum Gabo de Gata bei Almeria und den Velefique bei Tabernas und hatte eine Übernachtung eingeplant.

    Von Marbella bis Nerja bin ich der Autobahn A7 gefolgt und dann an die Küste auf dei N340a. Das ist ein bisschen wie in wenn man in Kalifornien der 101 oder der alten 1 Richtung Norden folgt oder auf Sardinien von Alghero nach Bosa fährt, schön kurvig am Meer entlang. Der visueller "Balsam" vereint sich mit dezenten Düften von Salzwasser und Pinien.

    Kurz vor Almeria bekam ich einen Anruf der mich leider zur Umkehr zwang.

    Da ich nicht den gleichen Weg zurückwollte, bin ich bei Adra auf die A347 in wirklich grossen Schwüngen bis Berja. In Berja sucht man sich dann den Weg zur A1175. Waren die Radien vorher weit und breit, dann wird's jetzt in jeder Hinsicht eng, man bewegt sich ins Andalusische Nirgendwo und kommt an den Stausee Beninar, folgt dort dann weiter der A6400 durch grossartige Landschaft und endet auf der A348.

    Ich bin diese Strasse in den letzten Jahrzehnten schon das eine oder andere Mal gefahren und der Zustand war als "Bundesstrasse" immer ordentlich. Der wurde nicht schlechter.

    Folge also der Strasse wieder Richtung Süden und Motril. Jetzt kommen 70 Km, da haut's dir schlicht den Vogel raus. Die ersten 10 km dachte ich noch "langweilig, haben die ja komplett gerade gebaggert", das hat sich dann aber schnell gehabt. Lange Rede kurzer Sinn, ich bin dann durch bis Los Tablones und dort die letzten Km auf die A346 bis zur Autobahn A44 ohne anzuhalten.

    Glaub ich werd alt, weil am Ende war mir ein wenig schwumrig im Magen und ich war froh, dass es auf der Autobahn wieder geradeaus ging. Die A348 ist schlicht und einfach grossartig. Die gehört definitv zum Besten was es in Europa zu fahren gibt. Selbstverständlich ist das meine ganz persönliche Meinung ;)

    If you fall, I'll be there (Floor)