Welche Reiseenduro für den langen Trip?

  • Hallo zusammen,


    eine R 80 G/S hatte ich schon vor 35 Jahren. Sie hat die gleiche Leistung wie die Dakar, 50 PS und 61 Nm, wiegt aber 215 Kg. Die R 100 GS hat 60 PS und 75 Nm und wiegt 210 Kg. Meine abgespeckte Dakar wiegt 190 Kg und hat mit einer 15/49 Übersetzung statt 16/47 mehr als genug Leistung und "Dampf". Was fehlt sind ein kurz übersetzter 1ter und 2ter Gang... Denn zumindest beim 1ten Gang bringt auch 16/47 kaum was... Bei den anderen Gängen natürlich schon.


    Die XT 660 R ist auch schon zu schwer, 182 Kg, für -8 Kg lohnt sich so eine alte Maschine nicht... Es ist echt verzwickt...


    Wenn es eine Xchallenge würde, dann würde ich auf jeden Fall das Stahlheck der Xcountry anbauen und das labbrige Alu Heck weglegen. Alu kann auch unterwegs kaum einer schweißen. In dem Zuge käme dann auch die deutlich bequemere Sitzbank der Xcountry zum Einsatz und die würde ich noch umbauen lassen, etwas breiter, höher und bequemer...

    Wer nichts riskiert, hat nicht gelebt...

  • soweit ich das verstanden habe muss dann auch die Heckverkleidung der XCo mit, was jetzt nicht so das Problem ist. Aber mit der breiteren Sitzbank der XCo und der Höhe der XCh könnte es Probleme mit Bodenkontakt der Füße geben..

  • Wenn die KTMs zuverlässiger wären, dann würde es eine 690 R Bj. 2015 werden.


    Die wiegt mit 12 l Tank fahrfertig 155 Kg und mit Gepäckträger, Gepäckbrücke, bequemerer Sitzbank, Sturzbügen und Tourenscheibe (alles von Touratech) und 5 l Kanister Sprit reisefertig 170 Kg.


    Das sind 22 Kg weniger als die Dakar... Plus super Fahrwerk, verschiedene Mappings, incl. "schlechter Sprit" und bei gleicher Drehzahl ähnliche Leistung wie die Dakar.

    Wer nichts riskiert, hat nicht gelebt...

  • Hier das perfekte Lehrvideo. Solche Straßen möchte ich zu 50% fahren, natürlich etwas trockener ;)



    Das Video zeigt ein zwei Dinge ziemlich gut:


    1. Die Motorräder passen nicht zu diesen Straßen (selbst wenn die Jungs anständige Reifen gehabt hätten)

    2. Der KTM Fahrer passt nicht zum Motorrad => Beine zu kurz

    Wer nichts riskiert, hat nicht gelebt...

  • 1. Die Motorräder passen nicht zu diesen Straßen (selbst wenn die Jungs anständige Reifen gehabt hätten)

    Um mal Konstantin Wecker zu zitieren:
    Spezi wenn´st net fahrn kannst, dann bleibst hoid dahoam.... :-)


    Grüße

    Chris

    (der fünf Jahre lang ´ne 1190 Adventure gefahren hat und Deiner Meinung ist)

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

  • Guten Tag,

    ich bin neu hier, heiße Rainer, bin 65 Jahre alt, reise viel und lange, meist auf Zweirädern, und lese gerade mit Vergnügen Eure Beiträge.


    Die alles entscheidende Frage nach dem richtigen Motorrad - wird m.E. nach überbewertet. Ich habe mir für solche Reisen eine KTM 400 Military zugelegt, leicht, robust, großer Tank, 40 PS, gutes Fahrwerk und tolle Sitzposition. Gefahren (23.000 km bis nach Kirgistan und zurück) bin ich dann mit einer 1200er GS. Letztes Jahr in Südamerika mit einer 800er GS. Wie ich festgestellt habe, kann ich auch die 400 KTM voll beladen nicht mehr alleine aufheben. Wenn es wirklich schwierig wird, tue ich mich für diese Etappen mit anderen Reisenden zusammen. Und diese anderen, die man unterwegs kennenlernt, fahren wirklich alles, was so vorstellbar ist, von 125 bis 1600 ccm.


    Der Anteil an Strecken, die fahrerisch wirklich herausfordernd sind, ist bei diesen Reisen allerdings doch eher gering. Insofern würde ich das nicht als wichtigstes Kriterium ansehen und nicht nach einer älteren, besonders geländetauglichen Maschine Ausschau halten, sondern mich daran orientieren, was ich kenne, bequem und auf Schotter gut fahrbar ist, unterwegs von mir repariert werden kann, eine vernünftige Reichweite von ca. 400 km hat und sich nicht am Ende der Produktlebensdauer befindet.


    Davon, Uli, hast Du zwei Stück im Stall stehen. Wenn die gut gewartet sind, steht doch einer tollen und abenteuerlichen Reise nichts mehr im Weg.


    Viel Spaß dabei!

    Rainer

  • Hallo Rainer,


    da hast du es schon besser als 95% von uns hier :thumbup:

    Der Anteil an Strecken, die fahrerisch wirklich herausfordernd sind, ist bei diesen Reisen allerdings doch eher gering.

    Aber was deine Aussage oben betrifft, bin ich anderer Meinung. Ich mache solche Reisen genau wegen der fahrerisch herausfordernden Strecken. Und die fangen für mich ungefähr da an, wo eine 1.200 GS mit 2 Mann und Gepäck am Ende ist, wenn man davon spricht, das man Motorrad fährt und nicht unkontrolliert umher eiert. Weil das führt früher oder später zum Aus - oft für den Fahrer, weil man irgendwann mal bös stürzt...


    Schau mal hier rein und sag mir, dass du die Off-Road Passagen gut fahren kannst mit einer GS mit 430 Kg... Und was ist, wenn du auf so einer Straße zeltest und dann regnet es 15 Stunden?


    Schöner Reisebericht - tolle Bilder - True Adventure in Kyrgyzstan


    Ich möchte gerne einen Off-Road Anteil von 35% haben und dazu 40% kleinste Straßen. DASS ist für mich der Genuss beim Reisen... Aber da ist natürlich auch jeder anders und das respektiere ich auch und werte das nicht ab. Bitte verstehe mich nicht falsch. Und für mich ist die Dakar schon ein Kompromiss in Sachen Gewicht, aber den kann ich machen. Und noch bekomme ich sie auch alleine hoch...


    Am liebsten wäre mit eine KTM 690 R, aber zwei KTM Händler haben mit generell von KTM für so eine Reise abgeraten...


    Heute war ich bei BMW hier in Düsseldorf und hab mir die XCountry und XChallenge angesehen. Die gefallen mir beide nicht und ich fühle mich darauf auch nicht wohl. Man sitzt ganz weit vorne und der Lenkwinkel ist sehr steil... Das gefällt mir nicht auf Dauer und das geht im Sand nicht gut...


    Also wenn kein Wunder geschieht und KTM garantiert mir eine 72 Stunden Schnellhilfe für die 690 R, dann fahre ich mit der Dakar. Aber nur, weil ich 14 Wochen zu zweit fahren werde. Ansonsten würde es etwas kleines, leichtes werden wie die Honda XR 400 R weiter oben.


    LG Uli

    Wer nichts riskiert, hat nicht gelebt...

  • Also ich denke auch weniger ist mehr. Hebt sich besser auf und macht wenns doch mal schwierig ist, einfach mehr Spaß. Und bei ungeteerten Straßen ändert sich eben auch mal der Zustand je nach Wetter. Was gestern super war, kann heute richtig schlecht sein und umgekehrt.

    Es sind übrigens en paar Leute auf 690igern unterwegs. Nicht alle schrauben die ganze Zeit lol.

    Aber um die Reisefertig zu machen muss man dann schon etwas Geld in die Hand nehmen :-). Ich wollte die eigentlich für meinen Trip 2017 nehmen, aber eben die Umbaukosten haben mich dann doch abgeschreckt - hatte ja ne zurechtgemachte F in der Garage.

    Nachdem meine Holde die WR250 gefahren hatte war auch diese Option gestorben :-).

    Gruß