Petition gegen Reifeneintragungspflicht beim TÜV

  • Hallo!


    "Unterschrieben" UND weiterverbreitet.


    Meiner Meinung nach ist das (zusätzlich zur Herstellerfreigabe den TÜV die Reifen eintragen zu lassen) lediglich eine Möglichkeit uns Geld aus der Börse zu nehmen.....


    Gruß

    Günter

  • Ihr wisst aber schon das Freigaben vom Reifenhersteller auch 2020 noch ihre Gültigkeit haben !?!

    Es geht ja nur um abweichende Reifengössen !

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    Siehe hier:

    KEINE ABWEICHENDE REIFENGRÖSSE MEHR AB 2020 !!!


    Die Prüforgane in Deutschland, unter der treibenden Kraft des TÜV Nord, konnten unsere "Verkehrsexperten" der Länder und des Bundes letztlich überzeugen, daß es absolut unvertretbar ist, Reifen mit abweichenden Größen, ohne den Segen der "TÜV-Technikexperten" zu nutzen.

    Vor vielen Jahren begannen die Reifenhersteller, weil durch technischen Fortschritt die alten Zollgrößen nicht mehr aktuell waren, für Umbereifungen sogenannte Freigaben oder Reifenempfehlungen zu erstellen.

    Beispiel: alt 4.00-18 neu 120/90-18

    Bereits damals ging der TÜV gegen diese Hersteller-Freigaben vor, sah er doch die Hoheit von Änderungen der Reifengrößen einzig bei sich angesiedelt und nicht bei einem Reifenhersteller.

    Im Jahre 2008 entschied der Bundesminister für Verkehr, daß die Reifenhersteller sehr wohl die Möglichkeit besitzen, abweichende Reifengrößen mittels Freigabe / Reifenempfehlung für ein Fahrzeug freizugeben.

    Und dies ohne den Segen des TÜV oder anderer Prüforgane.

    Diese Praxis haben auch die Kontrollbehörden der Polizei so akzeptiert und beim Mitführen der entsprechenden Freigabe keine Einwände bei abweichenden Reifengrößen geäußert.

    Nun ist es dem TÜV gelungen, nach zig Anläufen, diese Praxis ab 2020 außer Kraft zu setzen.

    Will ein Motorradfahrer zukünftig auf seinem Youngtimer oder Sportmotorrad eine aktuelle (in den meisten Fällen auch verkehrssicherere Reifengröße) nutzen, dann nur noch mit Zustimmung des TÜV oder der anderen Prüforganisationen.

    Woher der TÜV und die anderen Prüforgane das Können und Wissen haben werden, eine abweichende Reifengrößen als tauglich zu bewerten, ist aktuell nicht schlüssig.....uns sind bundesweit keine Handvoll Prüfingenieure bekannt, die das fahrerischen Niveau der Testfahrer der Reifenindustrie haben....

    Vielleicht nimmt man bei den Prüforganen zukünftig dann die bereits erstellten Herstellerfreigaben / Empfehlungen schaut nach ob der Kunde den Reifen auch an der richtigen Stelle eingebaut hat, fährt dann im Prüfkittel und 50.- Euro Helm eine Runde auf den Hof der Prüfstelle und macht eine zaghafte Vollbremsung ????

    ...man wird sehen...es ist aber mit Sicherheit eine deutliche Verbesserung der Verkehrsicherheit, bei dieser geballten Prüfkompetenz.

    Sicher ist nur, der TÜV und die anderen Prüforganisationen werden für diese "Dienstleistung" den Motorradfahrer sauber zur Kasse bitten!

    Wo die geänderte Reifengröße dann von der Zulassungstelle abgebildet wird, bleibt spannend.

    Bereits heute trägt die Zulassungstelle bei der Neuzulassung nur eine Reifengröße im Fahrzeugschein ein, auch wenn in der COC mehrere Reifengrößen aufgeführt sind.

    Diese Änderung betrifft nicht ein paar HD-Umbauten oder die Heizerfraktion!!!!

    Es betrifft alle Youngtimer die von Zoll auf moderne metrische Reifenmaße umrüsten wollen.

    Es betrifft alle alten Enduros, bei denen vorne wie hinten entweder Zoll auf metrisch oder gar 2 verscheidene Reifengrößen machbar sind.

    Es betrifft alle älteren Sportbikes mit dem 120-60er Vorderreifen, die den besseren 120-70er nutzen wollen.

    Es betrifft alle aktuellen Sportbikes, die statt dem unhandlichen 190-50er einen 190-55er nutzen wollen.

    Es betrifft alle Chopper, die ggf. einen etwas breiteren Hinterreifen nutzen wollen.

    Im Prinzip ist es wie immer....Politik verhindert / behindert Fortschritt und ein paar wenige profitieren davon.

    Wer diese Posse umgehen will, sollte noch 2019 seine Wunschreifen besorgen. Die Neuregelung betrifft Reifen ab Produktionsdatum 2020.

    Aktuell versuchen die Prüforgane bereits diese Reifen-Eintragung bei aktuellen Hauptuntersuchungen durchzudrücken.

    Jedoch steht im Verkehrsblatt 2019, Seite 530 das dies erst für Reifen ab Herstellungsdatum 2020 gilt

  • Es geht ja nur um abweichende Reifengössen !


    Peter so " nur " sehe ich das nicht . Es ist der erste Schritt in die Vergangenheit . Ein funktionierendes , bewährtes und günstiges System soll zugunsten einer vermeintlichen Sicherheitserhöhung geopfert werden .

    Es geht doch darum das der TÜV / DEKRA und ähnliche Prüforganisationen gar nicht die die Möglichkeiten haben das zu prüfen . Nur um die Ergebnisse der Reifenhersteller in TÜV - konforme Texte umzuwandeln und wir dürfen das ganze dann bezahlen , allerdings ohne eine Verbesserung der Sicherheit .



    Oesie

  • Außerdem hast du scheinbar den vorherigen Fred nicht gelesen. Das betrifft viele, die den sehr beliebten Heidenau K60 auf der F650GS fahren wollen. Weil (zumindest in meinen Papieren) für hinten die Reifengröße 130/80R17 drin steht und der K60 die Reifengröße 130/80-17 hat. Und das ist leider eine andere "Reifengröße".


    Und damit haben Reifenfreigaben sehr wohl de facto ihre Bedeutung verloren. Was gut ist an der Neuregelung ist, dass man keine Reifenfreigabe mehr braucht, wenn irgendeine Reifeneinschränkung in den Papieren steht. Zum beispiel bei meiner GS, dass vorne und hinten der gleiche Hersteller sein muss oder einige frühe hatten glaube ich sogar explizit den Metzeler Tourance eingetragen. Diese Reifenbindungen sind für Motorräder mit CoC Freigabe aufgehoben.

    Was aber schlecht ist sind viele andere Sachen. Zum Beispiel das oben erwähnte Ding mit dem - statt R. Oder wenn manche den 140/80-17 K60 fahren wollten wegen dem durchgängigen Mittelsteg. Oder wie bei meiner CRF250L, die vorne leider die eigenartige Reifengröße 3.00-21 drin stehen hat (obwohl hinten 120/80-18 drin steht). Find mal dafür Reifen..

  • Außerdem hast du scheinbar den vorherigen Fred nicht gelesen. Das betrifft viele, die den sehr beliebten Heidenau K60 auf der F650GS fahren wollen. Weil (zumindest in meinen Papieren) für hinten die Reifengröße 130/80R17 drin steht und der K60 die Reifengröße 130/80-17 hat. Und das ist leider eine andere "Reifengröße".


    Und damit haben Reifenfreigaben sehr wohl de facto ihre Bedeutung verloren. Was gut ist an der Neuregelung ist, dass man keine Reifenfreigabe mehr braucht, wenn irgendeine Reifeneinschränkung in den Papieren steht. Zum beispiel bei meiner GS, dass vorne und hinten der gleiche Hersteller sein muss oder einige frühe hatten glaube ich sogar explizit den Metzeler Tourance eingetragen. Diese Reifenbindungen sind für Motorräder mit CoC Freigabe aufgehoben.

    Was aber schlecht ist sind viele andere Sachen. Zum Beispiel das oben erwähnte Ding mit dem - statt R. Oder wenn manche den 140/80-17 K60 fahren wollten wegen dem durchgängigen Mittelsteg. Oder wie bei meiner CRF250L, die vorne leider die eigenartige Reifengröße 3.00-21 drin stehen hat (obwohl hinten 120/80-18 drin steht). Find mal dafür Reifen..


    Randnotiz vom alde Sagg

    R kennzeichnet RADIAL Reifen..also Gürtelreifen.im besten fall Stahlgürtelreifen

    Ohne R sinds simple Diagonalpneu wie auch beim Fahrrad...in alten Tagen zu Zeiten von Zollgrößen war das Gang und Gäbe...



    Glaubste ned...frag Michel oder Eckart


    Hat was mit Tragfähigkeit und Verwindungssteifigkeit zu tun...fragste am besten beim Reifenfuzzi

  • Aktuell:

    Pirelli Rally STR für F650gs Dakar, auf Seite Pirelli Deutschland sind alle freigaben plötzlich verschwunden, nach nette Telefonat habe ich erfahren:

    Falls reifen die ich gekauft habe Produktion DOT Prägung bis 01.2020 ist gilt alte Freigabe die ich umgehend gekriegt habe

    DOT 2020 – ab zum TÜV „eintragen“ lassen, da Kombination nicht mit schein übereinstimmt weil Hinterreifen 130/80R17 statt 130/80-17 ist.

    Ich hatte gluck und erwischte 2019er Reifen

    Gruß

  • natürlich sofort unterschrieben und in mein URAL-fahrer.de Forum übernommen


    zum Glück befinden sich diese Petitionen aktuell in vielen Foren...

    so hoffe ich, das die 50.000 Unterschriften locker in den nächsten 6 Wochen zusammen kommen.



    und das man damit was gegen die Selbstherrlichkeit und Abzocke machen kann.



    Die Reifenhersteller haben in aufwendigen Fahrversuchen, mit ausgewiesenen Motorradtestfahrern in Verbindung mit dem Hersteller des Motorrades

    eine Freigabeprozedur. Erst danach gibt und gab es Reifenfreigaben.



    Was der TÜV sich "erlaubt": Ansehen am Motorrad, manchmal eine kleine Hofrunde um sein Gebäude...von 300 Metern.

    DAS soll ein MUSS sein und was soll das Bringen?

    ZUSATZKOSTEN für den Motorradfahrer...weiter kann es nichts bringen.



    Habe gerade noch ein ähnliches Beispiel.



    Da gibt es für Autowerkstätten eine TÜV Abnahme für einen Bremsenprüfstand.

    Parallel gibt es aber noch, nur in Deutschland, das Eichamt. kostet nochmal.



    Somit kommt für die Werkstätten 2 x die gleiche Abnahme und die gleichen Messungen = DoppelKosten.

  • Was gut ist an der Neuregelung ist, dass man keine Reifenfreigabe mehr braucht, wenn irgendeine Reifeneinschränkung in den Papieren steht. Zum beispiel bei meiner GS, dass vorne und hinten der gleiche Hersteller sein muss oder einige frühe hatten glaube ich sogar explizit den Metzeler Tourance eingetragen. Diese Reifenbindungen sind für Motorräder mit CoC Freigabe aufgehoben.

    Hallo bmw,


    lese ich richtig, dass die Reifenfabrikatsbindung aufgehoben worden ist?


    Bekommt man eine CoC-Bescheinigung für die F650 CS? Eventuell kann man das aus dem Schein austragen lassen.


    Grüße

    Tycho