Motor läuft weiter trotz Zündung aus.

  • Moin in die Runde,


    hab zur Zeit das Problem, das sich der Motor über die Zündung nicht ausschalten lässt. Wenn man den Schlüssel in die Nullstellung gedreht hat läuft der Motor stotternd weiter. Über den Killschalter lässt sich der Motor normal auschmachen. Würde es fast wie das "nachdieseln" von früher bezeichnen nur etwas schneller.

    Hat jemand schon mal mit dieser Problematik befassen müssen?


    Gruß Bernhard

  • Guten Morgen,


    das hatten wie hier glaube ich noch nie;)

    Ich würde tippen Zündschloss defekt schaltet nicht richtig "ab" ( mit dem Killschalter geht es dann siehe Schaltbild )

    wenn es dass nicht ist und er wirklich ! gefühlt "nachdieselt" (kenne ich nur vom Golf ) würde ich mal ProfiFuelMax empfehlen

    und die Zündkerzen ( Elektrode Farbe ) , Stecker, Kabel prüfen.


    Hier noch ein Schaltbild :

    http://www.zettrich.de/Schaltplan-F650-Motor-160310.jpg


    :wave:


    Mac

  • ich guck mir das mal an.

    ja, dass ist erstmal wichtig da der Motor auch "stotternd" weiterläuft,

    vermute ich eine schwankende Stromversorgung des Zündsteuergerätes

    z.B. wegen verschlissener Kontakte im Zündschloss, mal ist die Spannungsversorgung dann da - mal nicht.

    Mit dem Not-Aus unterbrichst du dann endgültig die Stromversorgung.

    ( siehe grüne Leitung vom Zündschalter im Schaltbild)


    Diese schwankenden Ein-/Ausschalt-Impulse könnten, auch wenn das StG sehr robust ist, dort trotzdem einen Schaden verursachen.

    Wäre auch nicht der erste Zündschalter der das zeitliche segnet.;)


    :wave:


    Mac

  • Ich würde mir die Kerzen ansehen, wenn es sich um die richtigen Typen handelt und sie normal aussehen, kann es nur der Zündschalter sein. Nachdieseln kann eigentlich nur erfolgen bei mehr oder weniger glühenden Kerzenelektroden, dann würde allerdings der Killschalter auch nichts bewirken.

  • Wenn man den Schlüssel in die Nullstellung gedreht hat läuft der Motor stotternd weiter

    Erste Idee ist da tatsächlich das Zündschloss.

    das hatten wie hier glaube ich noch nie ;)

    Für die Einspritzer hatten wir das glaube ich mal, aber die Erklärung greift hier wohl nicht.

    Ich würde tippen Zündschloss defekt schaltet nicht richtig "ab"

    Oder es gibt einen Umweg.

    Der könnte über den Regler gehen, nämlich wenn der zwischen der grünen und der rot-weißen Leitung einen Stromfluss zulässt; das hieße dann ein Fehler im Regler selbst oder im Kabelbaum (Kurzschluss).

    Diese Überlegung würde ich an zweiter Stelle nach dem Zündschloss verfolgen, zum Beispiel durch Abtrennen des Reglers von grün oder rot-weiß. Die F muss dann normal fahren, es wird nur nicht geladen. Wenn sie dann mir Zündschloss richtig aus geht, dann war es das.

    mit dem Killschalter geht es dann siehe Schaltbild

    Weil der hinter dem Zündschluss sitzt und auch hinter dem möglichen Umweg, greift das immer.

    vermute ich eine schwankende Stromversorgung des Zündsteuergerätes

    Das träfe auch für meine Erklärung mit dem Umweg zu.

    Ich würde mir die Kerzen ansehen

    Das passt überhaupt nicht zum Fehlerbild und kann man sich sparen, wenn sie mit eingeschalteter Zündung problemlos läuft.


    Eckart

  • Wenn nach dem ausschalten der Taste Kill Switch und dem drehen des Zündschlüssels die Neutralleiter-und öldrucklampen Leuchten, ist dies genau das Zündschloss.

    Im inneren des Schlosses ist Fett. An diesem Schmiermittel haften kupferpartikel von den Kontakten am Schloss.

    Kontakte bewegen sich immer auf der gleichen Route. Nach langer Zeit bildet sich im Schloss eine kupferspur, die die beiden Kontakte schließt. Daher wird der Motor nicht stumm.

    Ich will nie schlechte Dinge sagen. Vielleicht ist das die Schwierigkeit der Übersetzung.

  • Ja dann mal mit Kontaktspray fluten und spülen.

    Danach dann aber unbedingt mit Kontaktpflegespray....


    Für alle die in so einem Falle das Zündschloss nicht zerlegen wollen.

  • Ja dann mal mit Kontaktspray fluten und spülen.

    Danach dann aber unbedingt mit Kontaktpflegespray....


    Für alle die in so einem Falle das Zündschloss nicht zerlegen wollen.

    Macht keinen Sinn da Zündschloß und Zündschloßschalter nur mechanisch und nicht "räumlich" verbunden sind. Das "Fluten" des Zundschloß wird nur die Mechanik treffen.

    Hast du das jemals in echt betrachtet?

    Nette Grüße vom Michel aus der Pfalz. :wave:
    Head of F650 Forum :wink:

  • hab zur Zeit das Problem, das sich der Motor über die Zündung nicht ausschalten lässt. Wenn man den Schlüssel in die Nullstellung gedreht hat läuft der Motor stotternd weiter.

    Corsicanec hats treffend beschrieben troz google translater

    Zündschloß und Zündschloßschalter sind 2 dinge,nur durch eine Zunge verbunden

    Kannste auch den Schlüßel an der Sitzbankverriegelung abziehn und hast den selben Effekt= 0

    Ergo bringt fluten des mechanischen Zündschloßes auch nix..damit wirste fehlerhafte Kontakte im Schalter darunter nie beseitigen.....Ist halt auch nur Verschleiß...Putzen der Kontakte im Zündschloßschalter sollte Abhilfe schaffen

  • Resch Dich ned uff...Du hast mehr als 1 Moped im Stall und kennst somit diverse Möglichkeiten..Ich auch und gerade die F 650 ST haste beim Ederseetreffen ja gesehn...die kenn ich ganz genau nach 21J und 183tkm

  • Ja dann mal mit Kontaktspray fluten und spülen.

    Dann aber den Zündschlossschalter, weil

    Zündschloß und Zündschloßschalter nur mechanisch und nicht "räumlich" verbunden sind.

    Allerdings hilft Kontaktspray eher gegen zu schlechten Kontakt, aber nicht gegen einen zu guten Kontakt, der hier laut der Beschreibung von Corsicanec vermutet wird. Um wirklich zu spülen, müsste man den Zündschlossschalter öffnen, was wegen des nötigen Ausbaus aufwändig ist.


    Ohne Ausbau sind die Erfolgsaussichten gering, aber weil nicht viel passieren kann, kannst Du es ja trotzdem probieren.

    Von meiner F800GS weiß ich, dass kleine Mengen Kontaktspray durch Ritzen in den geschlossenen Schalter eindringen können, damit hatte ich eine Weile bis zum Zündschlosshalterersatz überbrückt.


    Ich vermute zwar auch eher den Zündschlossschalter als das Problem, aber weil das aufwändig ist, kannst Du ja mal meiner Überlegung mit dem Regler nachgehen. Dazu wäre einfach mal die Sense-Leitung zu trennen.


    Noch ein Anhaltspunkt zur Diagnose: Wenn der Motor nach dem Abschalten schlechter läuft, muss es einen deutlichen Spannungsabfall im Zündschloss(schalter) geben, der Wärme entwickelt. Wenn sowas fühlbar ist (kommt man gut hin ?), ist die Sache klar, erst recht, wenn es zur dort Rauchentwicklung kommt (in meiner Jugend hatte mein Vater sowas mal beim Zündschloss eines VW Käfer).


    Eckart

  • hab zur Zeit das Problem, das sich der Motor über die Zündung nicht ausschalten lässt. Wenn man den Schlüssel in die Nullstellung gedreht hat läuft der Motor stotternd weiter.

    Corsicanec hats treffend beschrieben troz google translater

    Zündschloß und Zündschloßschalter sind 2 dinge,nur durch eine Zunge verbunden

    Kannste auch den Schlüßel an der Sitzbankverriegelung abziehn und hast den selben Effekt= 0

    Ergo bringt fluten des mechanischen Zündschloßes auch nix..damit wirste fehlerhafte Kontakte im Schalter darunter nie beseitigen.....Ist halt auch nur Verschleiß...Putzen der Kontakte im Zündschloßschalter sollte Abhilfe schaffen

    Bzw Ersatzteil...Etk nr vom Liebmann sucht dir uns Eckart bestimmt raus..wird nur ans Zündschloß angeschraubt mit Kabelbäumchen zum nächsten Stecker

  • Moin,

    Zündschlossschalter ausgebaut und zerlegt, nun ja... Drei angescheuerte Kabel und ziemlich korrodierte Kontakte.

    Mit den Kabeln ist es ja kein Wunder, der Strang scheuert beim lenken ständig quer über den Lampenhalter/Vorbau und die Kabel liegen an dem scharfkantigem Deckel des Zündschlossschalters. So ein bisschen Fehlkonstruktion finde ich.

    Aber das Motorrad lässt sich wieder regulär ausmachen, von daher denke ich war die Schrauberei erfolgreich und möchte mich nochmal an dieser Stelle für den zahlreichen Input bedanken.


    Gruß Bernhard

  • Wenn schon doch soweit bist

    Verstärke gleich die Lötstellen bevor der immer gerne vorkommende Kabelbruch zuschlägt...

    Momentan isses kein Drama danach zu schauen...

    Und hernach verlegste das Kabel bissel luftiger mit weniger Zug


    Gruß

    Rolf



    Ich kenn die ST halt seit Neukauf und EZ 19.7.99...und somit auch ihre Macken...diese sind ausgemerzt und ich habe die zuverlässigste Arbeitsschlampe die ich mir nur denken kann

  • Ich muss mal gucken, der Bock ist schon wieder zusammen und wartet auf Probefahrt heute Nachmittag. Gestern bin ich mit Spritmangel auf einer 2 spurigen Ausfallstraße liegen geblieben. War nicht so prickelnd. Konnte aber nur 15 Liter nachtanken. Eigentlich sollten da ja noch 2,5 Liter mehr drin sein. oder die Reserve ist verstopft, zumindest ist da nix mehr gekommen...immer wieder was neues und das bei einem deutschen Qualitätsprodukt ;)


    Gruß Bernhard

  • Verstärke gleich die Lötstellen bevor der immer gerne vorkommende Kabelbruch zuschlägt

    Das finde ich einen schlechten Rat, weil Löten die Leitungen versprödet und noch bruchanfälliger macht.

    Nun sind Lötstellen am Zündschloss unvermeidbar und deswegen sollte man dort alles vermeiden, was dort zum Kabelbruch führen kann.

    Und hernach verlegste das Kabel bissel luftiger mit weniger Zug

    Locker verlegen dort wo Lenkbewegungen zu Biegebeanspruchungen führen aber fest, wo Schwingungen zu Kabelbewegungen führen können. Bei den Einspritzern gibt es da eine eigene Problematik, die in dieser Form zwar nicht auf die Vergasermodelle übertragbar ist, aber die allgemeinen Hinweise zum Löten und anderen Verbindungstechniken aber schon, auch wo ein Kabel lose verlegt sein sollte und wo fixiert kann man aus der Diskussion in diesem Thread herauslesen: Kabelbruch am Zündschloss


    Die nachhaltige Lösung im vorliegenden Fall wäre der Ersatz des Zündschlosschalters samt dem angelöteten Kabel gewesen, aber wenn die Reinigung des Schalters erfolgreich war, ist bestimmt für einige Zeit wieder Ruhe.


    die Reserve ist verstopft, zumindest ist da nix mehr gekommen...immer wieder was neues und das bei einem deutschen Qualitätsprodukt

    Die Problematik mit der Reserve der Vergaser-F wurde ja im Forum schon öfter besprochen. Das Problem ist wohl, dass sich unten im Tank Verunreinigungen und Wasser am Reserveauslass sammeln, weswegen im Ernstfall kein zündfähiges Benzin nachfließt. Die Abhilfe besteht dann darin, ab und zu mal auf Reserve zu schalten, damit sich keine größeren Mengen unbrauchbaren Kraftstoffs sammeln können.


    Eckart

  • Dann ist der 2 stufige Spritfilter auffen Benzinhahn im kl Bereich verdreckt..reservebereich..

    Putzen hilft

    Benzinhahn raus mitsamt der Filter und diesen putzen


    Normal tanke ich nach umschalten 14.8-15.6

    Habs aber auch mit sauberen Filtern geschafft 18.2 zu tanken...den 1km zur Tanke hab ich gern geschoben😉

  • Ist auf dem Plan, ich knatter die Kiste nachher leer und guck mir den dann mal an, ne Pfütze Wasser hab ich vorhin schon aus dem Tank geholt und ne Tasse Spiritus hinterher gekippt.


    Gruß Bernhard