Gabelöl und Gabelfedern.

  • Moin,


    nachdem sich das Projekt Federbein nun dem Ende neigt, es fehlt nur noch der richtige Hauptständer, kommen wir zum Nächsten.


    Da auch meine Vorderradgabel schon mal durchschlägt muss ich da auch mal dran. Erst mal altes Öl raus, ich weiß nicht wie lange das da drin ist.
    Welches Öl kann man da empfehlen und welche Viskosität? Wie schon öfter erwähnt bin ich doch etwas schwerer.

    Die andere Überlegung sind neue Wirth Federn, 5008, lohnt sich das?
    Andere Federn aber nur, wenn ich die nach abschrauben der oberen Verschlüsse noch oben raus bekomme und ich die Gabel nicht lösen muss um die oberen Verschlüsse zu öffnen. Geht das?

    Gruß

    Arno

  • Ja, das geht. Trotzdem würde ich die Gabel ausbauen und das Ganze hübsch sauber machen. Da ist, wenn’s lange nicht gemacht wurde, ne Menge Abrieb drin. 10er Öl wie im Handbuch beschrieben.

  • Andere Federn aber nur, wenn ich die nach abschrauben der oberen Verschlüsse noch oben raus bekomme und ich die Gabel nicht lösen muss um die oberen Verschlüsse zu öffnen. Geht das?

    Wie superluis schon schreibt, das geht. Aber dass du die obere Gabelklemmung lösen musst, damit sich die Verschlussschrauben ausdrehen lassen weißt du schon, oder?

    Beste Grüße

    Gerd


    Geld allein macht nicht glücklich. Du musst schon ein Motorrad davon kaufen.

  • Kann ich nur bestätigen. Ich bin auch gerade über der 2.Gabel. Wenn du die Gabelrohre ausbaust, dann immer nur eins. Das andere muß daweile festgeschraubt bleiben, so verstellen sich die Gabelbrücken nicht. Der Abrieb den Superluis erwähnt hat kommt von den Gleitbuchsen, diese sind als Verschleißteil ausgelegt. Die sind aufgebaut wie eine Lagerschale im Motor. Sogenannte 3-Metall-Lagerschalen. Die befundest du genau nach dem reinigen aller Teile. Wenn da irgendwo auf der Tragfläche schon die Kupferbeschichtung durchschimmert, sind die reif für nen Wechsel. Aber bevor du alles zerpflückst, wackel mal an jedem Rohr ob du schon Spiel in der Gabel hast, das ist auch oft ein Indikator für verschlissene Gabelgleitbuchsen. Es sind pro Rohr 2 Stück verbaut. Das reinigen lohnt sich echt.

  • Aber dass du die obere Gabelklemmung lösen musst, damit sich die Verschlussschrauben ausdrehen lassen weißt du schon, oder?

    Nein, weiß ich jetzt, danke. Deshalb ja auch die Frage.

    Die ganze Gabel überholen fehlt mir gerade die Zeit, zumal ich schon Mitte März die erste Tour geplant habe.

    Ich denke ich bestelle die Federn, tausche die und wechsel das Öl.
    Da ich ja noch die 2. Gabel der UR-F habe werde ich die in Ruhe komplett überarbeiten. Die Federn kann ich später ja darin verwenden. Das Tauschen der Gabelholme sollte dann später an einem Samstag zu erledigen sein.


    Spricht da was gegen? Sind doch dieselben Gabelholme, trotz größerem Rad.

    Gruß und Dank
    Arno

  • Ich denke ich bestelle die Federn, tausche die und wechsel das Öl.
    Da ich ja noch die 2. Gabel der UR-F habe werde ich die in Ruhe komplett überarbeiten. Die Federn kann ich später ja darin verwenden. Das Tauschen der Gabelholme sollte dann später an einem Samstag zu erledigen sein.


    Spricht da was gegen?

    Wenn die Gabel kein Spiel hat und dicht ist, die Standrohre frei von Rostpickeln, Steinschlägen o.Ä. - was sollte dagegen sprechen?

    Beste Grüße

    Gerd


    Geld allein macht nicht glücklich. Du musst schon ein Motorrad davon kaufen.

  • Welches Öl kann man da empfehlen und welche Viskosität? Wie schon öfter erwähnt bin ich doch etwas schwerer.

    Bevor Unsummen in Wilbers Pro investierst

    Wnn eh Öl tauschst weil vermutlich noch originale Pörre drin hast in der Gabel


    Nase zuklemmen und ab damit ins Altöl(Geruchstest steht Dir frei :giggle:)


    15W Liqui Moly habbisch in meiner drin mit Serienfedern..Da taucht nix mehr ein und Fliegenschiß bin auch ich nicht,erst recht nicht wenn mit Sozia unterwegs


    Versuch macht Klug

    Rolf

  • Wenn du die Gabelrohre ausbaust, dann immer nur eins. Das andere muß daweile festgeschraubt bleiben, so verstellen sich die Gabelbrücken nicht.

    Warum das denn? :confused:


    Solange nicht an der Lenkkopfmutter rumgedreht wurde oder die Gabel vorher total verspannt war verdreht sich da nix wenn man einfach nur beide Gabelholme aus der Klemmung löst und raus nimmt.


    Diese Variante würde ich auchbzw gerade wenn die Gabel nicht ganz zerlegt werden soll empfehlen - ist schnell gemacht und du bekommst das alte Zeug auch wirklich einigermaßen raus. Dazu die Gabelholme ein paar Mal "durchpumpen" und ggfs auch mal eine Weile umgedreht zum austropfen hängen lassen.

    Manche spülen anschließend noch mit Petroleum oder Diesel oder so - bin ich eher kein Fan davon (es kommt nie alled restlos wieder raus), ich nehm dafür immer ein paar hundert ml Gabelöl die vom letzten Wechsel noch übrig sind und pumpe die noch ein paar mal hin und her, da kommt schon nochmal bisschen Dreck mit raus.

  • Warum das denn? :confused:


    Solange nicht an der Lenkkopfmutter rumgedreht wurde oder die Gabel vorher total verspannt war verdreht sich da nix wenn man einfach nur beide Gabelholme aus der Klemmung löst und raus nimmt.

    Weil ich den Fehler gemacht habe, und nun das Vorderrad zum Lenker leicht schief steht. Am Lenkkopf hat dabei niemand was gemacht. Nun muß ich erstmal gucken wie ich das wieder sauber in den rechten Winkel bekomme.

  • Nun muß ich erstmal gucken wie ich das wieder sauber in den rechten Winkel bekomme.

    Das ist kein Hexenwerk: Alles lockern (Lenkkopfmutter, untere Gabelklemmung, Schutzblech, Achsklemmung), obere Gabelbrücke an den Standrohren bleibt fest verschraubt. Dann das Vorderrad gegen eine Wand stellen und ein paarmal gegen die Wand (nicht wie oft empfohlen gegen die Bremse, das funktioniert allenfalls bei einer Doppelbremse) kräftig einfedern. Wenn die Standrohre nicht krumm sind, sollte dann alles gerade und spannungsfrei sitzen. Anschließend alles wieder festziehen, fertig.

    Beste Grüße

    Gerd


    Geld allein macht nicht glücklich. Du musst schon ein Motorrad davon kaufen.

  • Dann das Vorderrad gegen eine Wand stellen und ein paarmal gegen die Wand (nicht wie oft empfohlen gegen die Bremse, das funktioniert allenfalls bei einer Doppelbremse) kräftig einfedern. Wenn die Standrohre nicht krumm sind, sollte dann alles gerade und spannungsfrei sitzen. Anschließend alles wieder festziehen, fertig.

    Hast mir ja kritischst zuguckt im Ahrtal als ich Justinclashlp seine 94er verarztet hab in genau dieser Art und Weise und es dem damaligen Lehrbub erläuterte weshalb und warum...Beim Gabeltausch

    Deine Stille dabei und erst recht hinterher...Zfriddene Prüfer im Genick

    Schade das im Bayernturm nicht mit bei warst..Der Jung entwickelt sich prächtig

  • Erst mal vielen Dank an alle für Eure Hilfe.


    Werde dann erst mal 15W besorgen. Sollte ich keines mehr haben dann Liqui Moly oder Motul.
    Kann sein, dass ich noch Mannol habe, dann nehme ich das erst mal.


    Das mit den Wirth Federn überleg ich noch. Eilt ja nicht. Erst mal wichtiger ist altes Öl raus und die richtigen Haupt- und Seitenständer. Ich hoffe der Hauptständer der Ur-F passt von der Höhe.


    Danke

    Arno

  • Ich hoffe der Hauptständer der Ur-F passt von der Höhe.

    Bautechnisch sind alle F von 93-2000 ident

    Solange Standardzuganker und Serienbein der Funduro verbaut hast passen auch die Serienständer universal

    Einzig Klapper und Seitenständernotaus differieren

    UrF hatte Klapper ohne Seitnständerschalter..

    UhrF hat den generell und dazu brauchste dies Löhle im Seitenständer wo die Plastenase reingreift

    Extrem uffbasse weil Plastenase gerne bei Grobmotorikern abbricht ( Mea Culpa ) und mein Gefluche willse nicht gehört habbe



    Werde dann erst mal 15W besorgen

    Serienbeölung ist 10W

    600ml pro Holm bei Ölwechsel

    610ml bei Wartung der Gabel (Simmeringwechsel,Totalzerlegung)


    Rolf

  • Moin Rolf,

    die ST war tiefer gelegt ab Werk. Habe wegen mehr Federweg das Federbein der Ur-F eingebaut.
    Deshalb weis ich nicht, ob der Hauptständer der Ur-F von der Höhe passt, oder eventuell zu hoch ist.


    Der Seitenständer passt nicht, weil der selbsteinklappend ohne Killschalter ist. Da versuche ich den Ständer der normalen ST zu bekommen. Der ist zumindest länger als der von der tiefer gelegten. Der jetzige geht so gerade Maschine steht zwar sehr schräg, aber stabil.



    Gruß aus dem schönen Sauerland
    Arno


    P.S. Gott sei Dank wird es wärmer

  • Zuganker haste wohl noch die 75mm Version drinne..

    Standard für alle F war 55mm


    Meine legalen 45er gibts neu nimmer


    Wenns ned passt

    Frag mal Gerd Eintopfer an wie der Dipl Ing seine Ständereien selbst verlängert hat um seine tiefe ST auf Gardemaß anzupassen ident zu meiner..Ausgenommen der Zuganker 45mm welche nimmer kriegst


    Siehst ja meine rote mit Koffern und Gerd mit seiner grad erworbenrn tiefen ST rechts neben mir in guter Schräglage

    Tarzan seine allerdings genauso windschief links zu sehn von mir


    Aber das bekommt ihr Zwo Sauerländer untereinander perfekt gedengelt beim obligaten Kaltgetränk :smile:

  • Das ist kein Hexenwerk: Alles lockern (Lenkkopfmutter, untere Gabelklemmung, Schutzblech, Achsklemmung), obere Gabelbrücke an den Standrohren bleibt fest verschraubt. Dann das Vorderrad gegen eine Wand stellen und ein paarmal gegen die Wand (nicht wie oft empfohlen gegen die Bremse, das funktioniert allenfalls bei einer Doppelbremse) kräftig einfedern. Wenn die Standrohre nicht krumm sind, sollte dann alles gerade und spannungsfrei sitzen. Anschließend alles wieder festziehen, fertig.

    Klingt logisch. So werde ich es mal probieren. Muß die Lenkkopfmutter zwingend gelöst werden? Die war ja bei Ausbau auch nicht gelöst.

  • Das ist kein Hexenwerk: Alles lockern (Lenkkopfmutter, untere Gabelklemmung, Schutzblech, Achsklemmung), obere Gabelbrücke an den Standrohren bleibt fest verschraubt. Dann das Vorderrad gegen eine Wand stellen und ein paarmal gegen die Wand (nicht wie oft empfohlen gegen die Bremse, das funktioniert allenfalls bei einer Doppelbremse) kräftig einfedern. Wenn die Standrohre nicht krumm sind, sollte dann alles gerade und spannungsfrei sitzen. Anschließend alles wieder festziehen, fertig.

    Klingt logisch. So werde ich es mal probieren. Muß die Lenkkopfmutter zwingend gelöst werden? Die war ja bei Ausbau auch nicht gelöst.

    Quark...War vorher gut und bleibts es nacher auch


    Aaaaber das LKL musste selbst gut fetten

    BMW ist dabei extrem geizig

    Selbes Drama wie beim Schwingenlager


    Ob nu Standardmaschinenfett oder Marina Fett nutzt bleib Dir frei

    Wobei letzteres halt wegen marinalem Einsatz Salzfester ist und Witterungsbeständiger


    Glech lrieg ich Klopp vom Dipl Ing Gerd

  • Ich überlege nun den ganzen Krempel noch mal auszubauen um die Lenkkopflager mal zu bestaunen. Hätte ich auch gleich drauf kommen können. Ich nehme für solche Sachen immer lithiumverseiftes Kalziumkomplexfett (was fürn geiler Name), das ist wunderbar langkettig und walkstabil, zieht sich sozusagen immer wieder in die Lager rein und bildet nicht wie die billigen Fette keine Nester am Rand außerhalb der Kugelbahnen.

  • Das ist kein Hexenwerk: Alles lockern (Lenkkopfmutter, untere Gabelklemmung, Schutzblech, Achsklemmung), obere Gabelbrücke an den Standrohren bleibt fest verschraubt. Dann das Vorderrad gegen eine Wand stellen und ein paarmal gegen die Wand (nicht wie oft empfohlen gegen die Bremse, das funktioniert allenfalls bei einer Doppelbremse) kräftig einfedern. Wenn die Standrohre nicht krumm sind, sollte dann alles gerade und spannungsfrei sitzen. Anschließend alles wieder festziehen, fertig.

    Klingt logisch. So werde ich es mal probieren. Muß die Lenkkopfmutter zwingend gelöst werden? Die war ja bei Ausbau auch nicht gelöst.


    Nicht unbedingt, oft lässt es sich auch so ausrichten, vor allem wenn die Gabel nicht so arg verspannt war. Wäre aber dann noch eine Möglichkeit wenns sonst nicht klappt.


    Gern genommen sind auch verdrehte Klemmböcke, vor allem wenn die gummigelagert sind (weiß grad gar nicht ausm Kopf wie das bei der F ist), also ggfs die Verschraubung der Riser an der Gabelbrücke und die Lenkerklemmungen auch mal lösen und ausrichten.

  • Muß die Lenkkopfmutter zwingend gelöst werden? Die war ja bei Ausbau auch nicht gelöst.

    Ist besser sie zu lösen, weil die Klemmkraft der Mutter die obere gegen die untere Gabelbrücke mit der gleichen Kraft verspannt. Aber kompletter Ausbau empfiehlt sich, wie rpr61 oben schon sagt.

    Beste Grüße

    Gerd


    Geld allein macht nicht glücklich. Du musst schon ein Motorrad davon kaufen.