wirklich blödes Schlamassel

  • Hallo!
    Ich bin da in ein wirklich blödes Schlamassel geraten.
    Mein Sohn hat angeblich im Jahr 2004 seinen Führerschein gemacht. Na ja, er hat eine ordentliche schauspielerische Leistung abgeliefert. Jeder hat ihm die Fahrschule und die bestandene Prüfung geglaubt. Nur gesehen hat den Führerschein niemand. Ich muß dazu sagen, dass unser Familienleben zu diesem Zeitpunkt schon zerrüttet war. Kurz darauf folgte die Scheidung. Da ist die bestandene Prüfung irgendwie untergegangen. Und schließlich glaubt man seinem Kind ja auch.


    Im Januar war mein Sohn mit meinem Motorrad unterwegs und wurde von der Rennleitung angehalten. Er erzählte den Beamten, dass er seinen Führerschein vergessen hatte. Natürlich musste er seinen Schein auf der Polizeiwache nachreichen. Das hatte er nicht getan. Auf ein Schreiben der Dienststelle hatte er nicht reagiert. Auf die dann folgende Anklage der Staatsanwaltschaft hat er nicht reagiert. Mein Schreiben von der Staatsanwaltschaft hat er abgefangen und vernichtet, denn ich wurde als Fahrzeughalter ebenfalls angeschrieben. Bis zu diesem Zeitpunkt habe ich von dieser Sache nichts mitbekommen.
    Anfang dieser Woche flattert mir ein Strafbefehl ins Haus, der da lautet:
    Vorsätzlich als Halter eines Kraftfahrzeuges angeordnet oder zugelassen zu haben, dass jemand das Fahrzeug führte, der die dazu erforderliche Fahrerlaubnis nicht hatte.


    Ich dachte im ersten Moment an ein Versehen. Die Beamten mussten etwas verschlußt haben. Meine Nachforschungen haben nun ergeben, dass mein Sohn nie einen Führerschein hatte. Er hat mich bis zum Schluss belogen. Das machte die Wahrheitsfindung für mich schwer. Von dem absoluten Vertrauensverlust mal abgesehen, muß ich eine Geldstrafe in Höhe von 450.-EUR zahlen. Dazu werden wohl noch 6 Punkte in Flensburg kommen. Weis jemand von Euch, ob ich jetzt auch noch meine Fahrerlaubnis verlieren kann? Im Strafbefehl steht nur die Geldstrafe und mein Punktekonto steht bis jetzt auf null.


    Gruß Olav

  • Hallo Olav, alles lamentern bringt jetzt nichts mehr, jetzt heißt es nur noch nach vorne schauen, passiert ist passiert.
    Vergiß nicht, dein Sohn ist euer Kind, und ihr solltet nun erst recht zusammenhalten. Auch dein Sohn braucht nun deine Hilfe !!


    Mein Rat: Sofort einen Fachanwalt für Verkehrsrecht aufsuchen und keinerlei Aussagen machen bei der Polizei.
    Ihr, Du und dein Sohn, braucht nun wirklich einen Profi, keinen Dünnbrettbohrer!


    Viel Glück
    Wolfgang

    Alle Dinge, die man gegen sein Gefühl und gegen sein inneres Wissen tut, anderen zuliebe, sind nicht gut und müssen früher oder später teuer bezahlt werden.
    Hermann Hesse

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  • Danke Wolfgang!
    Das mit meinem Sohn geht schon klar. Ich bin auch bereit die Geldstrafe zu zahlen und mit den Punkten kann ich auch leben. Schließlich ist der Mist ja auch gebaut worden. Da ich keine Rechtschutzversicherung habe, steht die Höhe der Geldstrafe in keinem Verhältnis zu eventuellen Verhandlungskosten. Schuldfrei komme ich da sowieso nicht raus. Mir brennt halt nur die Frage wegen meiner Fahrerlaubnis unter den Nägeln. Sollte ich die verlieren, sehe ich alt aus. Ich hatte am Freitag noch mit einem Anwalt telefoniert. Er geht nicht von einem Fahrverbot für mich aus. Das beruhigt mich zwar, aber ohne Akteneinsicht des Anwaltes ist diese Antwort natürlich nicht verbindlich.


    Gruß Olav

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  • Zitat

    Original von Kotzbrocken
    Mir brennt halt nur die Frage wegen meiner Fahrerlaubnis unter den Nägeln. Sollte ich die verlieren, sehe ich alt aus. Gruß Olav


    Hallo Olav, wenn es um solche Sachen geht, dann empfehle ich unbedingt einen Fachanwalt. Mein Sohn (Führerschein 2004, gesehen!) hat sich vermutlich durch Unerfahrenheit auch in eine für ihn prekäre Situation gebracht. Er ist Opfer eines mutmaßlichen Betrügers geworden, der sich auf Schadenersatz/Schmerzensgeld spezialisiert hatte und ihn rücksichtslos abkochen wollte.
    Der Fachanwalt hat geholfen, die Fahrerfluchtanzeige des Abkochers war erfolglos.
    Gruß Wolfgang

    Alle Dinge, die man gegen sein Gefühl und gegen sein inneres Wissen tut, anderen zuliebe, sind nicht gut und müssen früher oder später teuer bezahlt werden.
    Hermann Hesse

  • So eine Aktion hatte ich auch mal mit meinem (Noch-) Schwager.


    Da meine Schwester gehbehindert ist, fuhr er sie immer in der Gegend rum. Während eines Urlaubs dann auch mal mit meinem PKW.


    Nur einen Führerschein hatte er nie gemacht. Kam dann auch in eine Kontrolle. Und nach dem Urlaub fand ich das Schreiben der Bullerei mit gleichem Tatvorwurf. Sofort Anwalt genommen und glaubhaft dargelegt, warum er mein Fahrzeug bekommen hatte und wieso ich nix davon wusste. Verfahren wurde dann gegen mich eingestellt.


    In Deinem Fall liegt die Sache etwas anders. Wenn Du Deinen Sohn hier in Schutz nimmst, ist Deine Fläppe wahrscheinlich weg. Die 6 Punkte würde ich auch nicht auf die leichte Schulter nehmen. Machst Du dann in den nächsten Jahren was auffälliges, kann es auch danach noch ernsthafte Probleme geben. Auf unverbindliche Auskünfte ohne Akteneinsicht...weißt Du ja selbst.


    Eigentlich muss man hier knallhart sein: Anwalt nehmen und die Sache so darstellen wie sie ist. Dein Sohn ist alleine schuld und hat Dich bewusst hintergangen. Damit er auch mal was über Verantwortung für eigene Taten lernt.


    Habe selber zwei Kinder. Leicht ist das nicht, aber wenn Du Deinen Führerschein behalten willst...

  • Hallo,


    da muss ich Fast Freddie zustimmen. Der Junge kriegt sowieso das Fett ab (zu Recht!), aber deswegen musst du nicht in die Sch---e greifen. Also ran zum Anwalt, und schaun daß du rauskommst.


    Meine Freundin hat mal Ihren Bruder wegen Schmerzensgeld nach einem Unfall verklagt. Mit dem Geld hat sie ihm dann das Mopped repariert.


    Soll heissen, wenn Sohnemann Mist baut, sollst du ihm helfen. Aber nicht mitleiden!


    Grüße
    Martin


    (2 Bübs)

  • @ Kotzbrocken
    die Ratschläge einen Anwalt zu nehmen wären natürlich nicht schlecht und wirklich angebracht. Aber wegen der Tatsache dass du keinen Rechtsschutz hast würde ich dir raten zuerst mal das Internet zu bemühen. Gib mal "6 Punkte" oder ähnliches in den Gockel ein und du wirst gute Foren finden, in denen du dich besser schlau machen kannst als hier. Ich bin nach bundesdeutschem Recht ein "notorischer Schnellfahrer" und soll deswegen 4 Wochen laufen. Dank Rechtschutz und Rechtsanwalt geht die Sache inzwischen über ein Jahr und ich hab die Pappe immer noch nicht abgegeben. Das Ganze kostet den Steuerzahler und meine Versicherung massiv viel Geld (Gerichtstermine etc. etc. etc.), mein Anwalt freut sich darüber und ich überlege momentan ob ich dieser lächerlichen Komödie ein Ende bereiten soll, indem ich über Weinachten halt die Pappe abgebe.


    Fazit: Überlege dir gut, ob es dir wert ist einen Anwalt zu nehmen!


    Gruß
    Klaus

  • @Kotzbrocken: "Unwissenheit schützt vor Strafe nicht" lautet ein altes Sprichwort, das in Deinem Falle leider wohl zuviel Wahrheit beinhaltet. Nimm' Dir einen guten Anwalt - und mut einem verständnisvollen Richter sollte das Gnaze dann einigermaßen schmerzfrei über die Bühne gehen.


    Zitat

    Original von Schlork
    Das Ganze kostet den Steuerzahler und meine Versicherung massiv viel Geld (Gerichtstermine etc. etc. etc.), mein Anwalt freut sich darüber und ich überlege momentan ob ich dieser lächerlichen Komödie ein Ende bereiten soll, indem ich über Weinachten halt die Pappe abgebe.


    Mein expliziter Dank an Dich, auch im Namen der anderen Versicherungsbeitragszahler.:furious:
    Hoffentlich nutzt Du die Zeit wenn Du die "Pappe" abgibst" unter anderem auch dazu, die richtige Schreibweise eines nicht unwichtigen Festes der christlich-westlichen Welt zu erlernen. :P

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  • nun ist das Kind ja in den Brunnen gefallen, aber mal rein der Neugierde halber:


    Hast du das echt nicht gemerkt? Ich meine meistens tun die Eltern doch Geld dazu, bringen einen zur Fahrschule, oder so. Keinerlei Gelegenheit bei der du nicht "Verdacht" geschöpft hast?


    Wie dem auch sei, wenn du im ADAC bist, hast du vielleicht Glück:


    Zitat

    Rechtsberatung durch ADAC-Vertragsanwälte


    Beratung in allen Fällen, die mit dem Straßenverkehr bzw. mit dem Führen und Halten von Kraftfahrzeugen in Zusammenhang stehen: Ein Netz von 650 ADAC-Vertragsanwälten garantiert schnelle und kompetente Beratung nahe des Wohnsitzes. Für diese erste Beratung bei einem ADAC-Vertragsanwalt entstehen Ihnen keine Kosten. Im Ausland vermitteln Ihnen die ADAC-Notrufstationen Adressen von deutsch sprechenden ADAC-Vertrauensanwälten für eine erste Beratung.


    Quelle: www.adac.de


    Ansonsten würde ich halt schauen, ob du den Führerschein verliern würdest, wenn nicht ist es ja nochmal verhältnismäßig glimpflich abgelaufen, stell dir mal vor er hätte auch noch getrunken, bzw. nen Unfall gebaut oder so.


    ABER: Klar hat dein Sohnemann Scheiße gebaut, nur bringt es jetzt wohl nicht viel ihm Vorwürfe zu machen,- ich denke (bin ja selbst noch relativ Jung) er macht sich schon genügend Gedanken. Nicht das ich ihn in Schutz nehmen würde,- irgendwie muss so eine Aktion ja bestraft werden. Aber ich könnte mir z.B. Vorstellen das er das Geld abarbeiten muss (Auto waschen, Motorrad putzen, was weiß ich) und du ihm im Gegenzug vielleicht beim Motorradführerschein unterstützt,- das könnte sich ja auch positiv auf Euer Vertrauen, eure Beziehung auswirken.


    Hoffe der Tip mit dem ADAC hilft,


    schöne Grüße


    Maik

    Ich bin nicht dumm - ich verfüge nur über einen unendlichen Vorrat an unverwertbaren Informationen.

  • Zunächst ein Dankeschön für Eure Anteilnahme.


    Also das Internet habe ich stundenlang durchforscht. Ich habe nichts finden können, was darauf hindeutet, das ich meinen Schein verlieren könnte. Höchstens, wenn ich über 18 Flensburg-Punkte kommen würde. Das ist nicht der Fall.
    Es sieht z.Z. danach aus dass ich
    1. Die Geldstrafe zu Zahlen habe.
    2. Die Straftat in das Verkehrszentralregister eingetragen wird (Löschung nach 5 Jahren)
    3. Ich 6 Punkte in Flensburg bekomme (Löschung nach 5 Jahren)
    Das ist zwar nichts wünschenswertes, aber ich denke das würde ich akzeptieren.


    Ich bin im ADAC und habe am Freitag Abend noch mit einem der 650 Rechtsanwälte telefoniert. Ich wollte zunächst nur wissen was eine Rechtsauskunft kostet. Ein Gespräch kostet 80.- EUR + Mwst. Der Rechtsanwalt hatte Erbarmen und hatte sich 2 min Zeit für mich genommen. Die Aussichten, den Richter und den Staatsanwalt davon zu überzeugen das ich unwissend war, sind verschwindend gering.
    Es gibt auf der ADAC Website auch eine Online Rechtsberatung. Doch die brauchen 1-2 Werktage, um zu antworten.


    @Maik
    Nein Maik, ich habe davon echt nichts bemerkt. Das ganze fing damit an, dass ich auf Kostgeld verzichtet hatte. Da war mein Sohn bereits 18 und noch in der Ausbildung. Das Geld sollte er sparen, um letztlich einen Führerschein machen zu können. Den braucht man heute doch auch beruflich. Wie ich heute weis, hat er das Geld auf der Kartbahn verbratzt. Irgendwann habe ich dann mal gefragt wie es denn nun mit dem Führerschein aussieht. Da hat er wohl angst bekommen und angefangen eine Geschichte zu inszenieren. Seine Mutter hatte kurz vorher ihren Führerschein gemacht. In der gleichen Fahrschule, in der mein Sohn auch seinen Mofa-Schein gemacht hatte. Er kannte alle Fahrlehrer und Fahrzeuge und hatte glaubhafte Storys inszeniert. In der Zeit, als er angeblich seine Führerscheinprüfung gemacht hatte, war unser Familienleben bereits zerrüttet. Ich wusste das meine Frau einen anderen Lover hatte und, und, und... Wenige Wochen später kam es zur Scheidung. Außerdem arbeitete ich damals noch im Schichtdienst. Ich hatte meinen Sohn manchmal tagelang nicht gesehen. Meine Exfrau hatte zu dieser Zeit die rosarote Brille auf. So verliebt war sie. Da ist diese Angebliche Führerscheinprüfung untergegangen.
    Bis vor wenigen Tagen hatte ich grenzenloses Vertrauen in meinen Sohn.


    Wenn er wirklich in einen Unfall verwickelt gewesen währe, dass hätte in einer Katastrophe enden können. Angefangen beim Verlust des Versicherungsschutzes. Stellt Euch mal vor: Ein Unfall mit Personenschaden. Ich hätte mein Haus verloren und von meinem Verdienst wäre mir der Sozialhilfesatz geblieben. Aber das ist ja Gott sei Dank nicht eingetreten.


    Morgen werde ich mit dem Richter sprechen und mich über die genauen Folgen informieren. Wenn die oben genannten Strafe „alles“ sind, es „nur“ dabei bleibt, werde ich diese Akzeptieren.


    Gruß Olav

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  • dann bleibt mir nur dir viel Glück zu Wünschen und das du auf einen freundlichen, einsichtigen Richter triffst.


    Trotz allem einen schönen Sonntag


    Maik

    Ich bin nicht dumm - ich verfüge nur über einen unendlichen Vorrat an unverwertbaren Informationen.

  • Hallo Olaf,


    auch ich denke, es ist wirklich gott sei Dank noch glimpflich ausgegangen!
    Klar ist das ein echter Vertrauensbruch, aber versuch einfach mal, Dich in die Welt Deines Sohnes zu versetzen.
    Auch er hatte mit Euren Problemen (also von den Eltern) zu kämpfen.
    Vielleicht hatte er auch gar keine Gelegenheit, mal mit meinem von Euch richtig zu sprechen (weil Ihr mit anderen Sachen beschäftigt wart?)?
    Ich drück Dir die Daumen, das das Geld und die Punkte wirklich alles an Folgen sind!
    Und dann versucht doch vielleicht mal, ganz in Ruhe und in Zukunft viel miteinander zu reden.....
    Vielleicht bereut Dein Sohn das ja auch?
    Baut das Vertrauen wieder auf - Beide!
    Und dann mach vielleicht mit ihm "zusammen" den heiß ersehnten Führerschein.
    Lern mit ihm zusammen, nimm ihn mit auf ne Tour, wo Du ihm auch mal was beim Fahren erklärst, bastelt nen Plan, wie er die Fahrschule bezahlt.....
    Ich denke, gerade in einer Phase, wo sich Eltern trennen, brauchen Kinder, egal wie alt sie sind, viel viel Zuneigung!
    Ich wünsche Euch alles Gute!


    Grüße
    Ela

  • @Maik
    Danke Maik. Aber ich bin ja jetzt schon verurteilt. Mein Sohn hatte alle Post abgefangen. Nur der Strafbefehl wurde mir persönlich zugesandt. Ich habe 2 Wochen Einspruchsrecht.


    @itsmicky
    Natürlich hast Du recht. Im Moment ist mein Sohn bei seiner Freundin. Sie hat ein gutes Elternhaus und alle halten da zu ihm. Sie kennen die Geschichte auch schon. Wenn ich weis woran ich bin, dann wird sich das sicherlich schon Richten. Aber das wird ein sehr langer Weg. Ich lebe mit meinem Sohn in einem Haushalt. Ohne ihn hätte ich mein Haus wahrscheinlich verkaufen müssen. Er ist im grunde kein schlechter Junge.


    Gruß Olav

  • "Wie ich heute weis, hat er das Geld auf der Kartbahn verbratzt."


    Wenigstens nicht sinnlos verprasst. ;)


    Das Geld - sei´s drum, aber die 6 Punkte sind natürlich übel. 5 Jahre seeehr vorsichtig und vorausschauend fahren. Wie Trabbelju geschrieben hat, gibt es auch Gauner, die es auf provozierte Unfälle / Fahrerflucht anlegen. Wenn Du in sowas gerätst und hast schon 6 Punkte...


    Jetzt im Nachhinein das Urteil aufzuheben ist wahrscheinlich wirklich sehr schwierig. Aber mit einem guten Anwalt und einem Sohn, der den Mist einsieht und alle Schuld auf sich nimmt, kann es noch klappen.


    Aber das musst Du entscheiden.

  • Zitat

    Original von Claus
    Hoffentlich nutzt Du die Zeit wenn Du die "Pappe" abgibst" unter anderem auch dazu, die richtige Schreibweise eines nicht unwichtigen Festes der christlich-westlichen Welt zu erlernen. :P


    Zähl mal Deine Fehler in diesem Beitrag :dance1:

  • Hallo!


    Ich hoffe ja, dass diese Story nicht gefaked ist...



    Zitat

    Original von Kotzbrocken
    Er ist im grunde kein schlechter Junge.


    Naja, wie man's nimmt: er hat wochenlang gelogen, dass sich die Balken bogen, ignoriert ebenfalls wochenlang behördliche Schreiben und Vorladungen - und dann fängt er offensichtlich Post, die nicht für ihn bestimmt ist, ab und vernichtet diese, bevor sie den zugedachten Empfänger erreichen kann... Ist das jetzt kriminell, Unreife (trotz 18 Lenzen), Ignoranz, Naivität, Dummheit, eine Mischung hieraus, oder was auch immer? Die Antwort überlasse ich Euch. Eins ist jedoch klar: noch von "Ordnungswidrigkeiten" (also kleinen Sünden) zu sprechen entbehrt inzwischen jeder Grundlage..


    Mehr will ich dazu jetzt auch nicht sagen - ich gehöre, diese Dinge betreffend, sowieso eher zu den Hardlinern... ;):pfeiffen: Und wenn wir bei der Urteilsfindung vor Gericht immer die zum Tatzeitpunkt persönliche Situation des Delinquenten berücksichtigen würden: wir müssten 80% der Angeklagten aus Mitleid freisprechen...


    Aber mal zurück zum Thema: Was man Dir vorwerfen kann, ist lediglich, dass Du jemandem den Betrieb Deines Fz. erlaubt hast, der nicht im Besitz der entsprechenden Fahrerlaubnis war (=Fahrlässigkeit). Der Führerschein wäre erst dann in Gefahr, wenn Du mit dem zu erwarteten 6-Punkte-Eintrag innerhalb von 24 Monaten die 12-Punkte-Grenze knackst oder allgemein die 18-Punkte-Marke erreichst. Aber auch beim Erreichen der 12-Punkte-Marke gibt es ja i.d.R. noch die Möglichkeit, einen 3-Punkte-Nachlass durch Teilnahme an einer "Nachschulung" zu erhalten.


    Anders wäre es aber, wenn Du den Betrieb des Fz. durch jemanden, der nicht im Besitz der entsprechenden Fahrerlaubnis ist, "angeordnet" hättest und Dir das Fehlen der Fahrerlaubnis bekannt war (=Vorsatz). Ob man mir in diesem Falle den Lappen wegnehmen kann, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Dass Du das an Dich gerichtete behördliche Schreiben nicht bekommen hast, kannst Du eidesstattlich erklären. Und wenn Dein Sohn, warum auch immer, behaupten sollte, er hätte Dir das Schreiben dennoch gegeben: dann hilft ein dezenter Hinweis darauf, dass Meineide / uneidliche Falschaussagen mit empfindlichen Geldstrafen oder Freiheitsstrafe geahndet werden. Sowas beeindruckt dann auch jemanden, dessen gutes Gewissen nicht in Gänze abhanden gekommen ist.


    CU!


    Martin

    --- Diskutiere nie mit jemandem, der 6 Gläser Vorsprung hat! ---

  • Zitat

    Und wenn wir bei der Urteilsfindung vor Gericht immer die zum Tatzeitpunkt persönliche Situation des Delinquenten berücksichtigen würden: wir müssten 80% der Angeklagten aus Mitleid freisprechen...


    Nein nicht die persönliche Situation aber die Wahrheit wäre herauszufinden. Aber da haben die Hardliner ja keine Zeit, die verurteilen lieber mal vorsichtshalber! :furious:

  • Zitat

    Original von IronCS



    Ich hoffe ja, dass diese Story nicht gefaked ist...


    Nein, das ist für mich z.Z. bittere Realität.


    Ich erwarte auch keinen Freispruch. Es geht mir nur um meinen Führerschein.


    Gruß Olav

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  • Ich würde mir einen guten Anwalt nehmen, nicht einen der dank ADAC Pauschalbetrag nicht motiviert ist - und mich mit Händen und Füßen wehren. Ein echt guter Anwalt ist z.B. Udo Vetter (lawblog.de).


    PS Unwissenheit schützt vor Strafe... der gegenteilige Spruch ist eine Bauernweisheit.

  • Zitat

    Original von Schlork


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    Es ging mir bei meinem Posting nicht in erster Linie um Orthographie, obwohl mein Beitrag durchaus editierwürdig wäre ;), sondern rein um den Inhalt.
    Aber wenn Du den Beitrag so gründlich gelesen hast, hast Du ihn auch hoffentlich verstanden.
    Schönen Sonntag noch.