F650 ST nach sehr langem Stillstand wiederbeleben und anmleden

  • Hallo Leute,


    habe nach langem Zureden endlich von einer entfernteren Verwandten eine F650 ST ergattert. Das Problem ist,
    die Maschine stand jetzt angemeldet über 8 Jahre in ihrer Garage (ansich schon eine Schande) davon jetzt
    schon 6 Jahre ohne TÜV.


    Erstzulassung war 4/2000 und sie hat erst 291 km runter (sieht auch aus wie neu). Batterie ist platt, Reifen
    wahrscheinlich auch, stand auf dem Seitenständer und war nicht aufgebockt.


    Jetzt kommt natürlich eine Fülle von Fragen von mir auf:
    - Wie ist die beste Vorgehensweise das Schmuckstück wieder zum Fahren zu bringen?
    - Was muß alles gewartet werden?
    - Alles selber machen oder doch besser zur Fachwerkstatt bringen?
    - Die ist ja quasi noch nicht mal eingefahren, muß ich dabei irgendwas beachten?
    - Wie bekomme ich die Maschine angeldet (Verkehrsamt und TÜV) und was muß ich alles tun (sie hat ja schon
    6 Jahre keinen TÜV mehr und ist ja trotzdem neu).
    - Abgemeldet und stillgelegt wurde sie letzten Freitag (23.09.2011). Muß ich irgendwelche Fristen einhalten zur Neuanmeldung,
    vielleicht um irgendwelche dann erforderlichen TÜV Gutachten zu sparen? Ich habe nämlich mal eine
    Anzeige bekommen, weil ich umgezogen bin und eine von mir angemeldete Maschine mit 4 Jahren ohne TÜV
    nicht innerhalb von 3 Monaten umgemeldet hatte.
    - Sie ist gedrosselt und eingetragen auf 34 PS. Meine Verwandte hatte dafür aber keine Unterlagen mehr (außer dem
    Eintrag in den Papieren). Ich möchte sie sowieso offen haben. Was muß ich tun?
    - Thema E10: Ich weiß, dass alle Motoren von BMW E10 tauglich sind (bis auf vielleicht die ganz alten).
    Gibts trotzdem was dabei zu beachten? Kann ich ohne weiteres Super fahren?


    Ich weiß, verdammt viele Fragen für nur einen Thread (manche passen ja auch nicht hier her in das Wartungsforum).
    Aber ich hoffe, dass trotzdem die eine oder andere Antwort oder Hinweise zur besten Vorgehensweise kommen.


    Vielen Dank schon mal an alle, die sich die Mühe machen zu antworten.


    Gruß Claus

  • Erst einmal willkommen im Forum!!!!


    Wenn du technisch begabt bist, dann mach sie dir selber fit. Reifen, Vergaser, Zündkerzen, Öl, Bremsen, Kette(bestimmt verrostet?) sind denke mal die wichtigsten Dinge zum Wiederbeleben. Ich muss meine immer in die Werkstatt bringen, aber nicht zum :smile: , eine normale tut's auch. Auseinanderbauen kann ich sie bestimmt, aber zusammen nicht mehr.

    Grüße aus dem schönen Odenwald !!!!
    0002009C.gif



    Steffi

  • Ich versuche mal alles aus dem Gedächtnis aufzuschreiben.


    1. Motoröl und Filter wechseln
    2. Neue (funktionierende) Batterie beschaffen.
    3. Ohne Kerzen mit Anlasser durchdrehen, sehen ob Öldruck vorhanden (Benzinhanh zu!)
    4. Tank säubern, spülen, neues Benzin (Ob E10 oder Super ist IMO wurscht)
    5. Reifen und Schläuche wechseln
    6. Kette prüfen, wenn sie nur Flurost hat ölen, wenn auf, wechseln, Hinterrad muss ja eh raus
    7. Bremsflüssigkeit wechseln !!!!!
    8. Bremsen auf Gängigkeit und Dichtigkeit prüfen. Scheiben vielleicht mit 400er Schmirgel entrosten
    9. Kühlflüssigkeit (Suchfunktion) wechseln und alle Öl und Wasserschläuche prüfen (hart, weich, spröde/rissig)
    10. Vergaser würde ich vielleicht im ersten Ansatz in Frieden lassen, nur prüfen ob sie dicht sind.
    11. TÜV anrufen, fragen ob Einzelabnahme notwendig wegen der langen Überziehungszeit
    12. Wenn der Motor läuft mit rotem Kennzeichen zum TÜV, vorher ordentlich probefahren
    13. Dann das Übliche für die Zulassung, muss man ja wohl nicht erwähnen.


    Kann sein, dass die Kupplungsbeläge kleben, die Drehzahlmesser und Tochowellen hängen, weil das Fett verharzt ist und ähnliche Kleinigkeiten. Ich würde alle Bowdenzüge wechseln aber: money talks.


    Der Rest ist all das, was man ohnehin prüft ehe man zum TÜV fahrt: Als ich A gemacht habe nachdem ich schon Jahre Klasse 1 (R69S) gefahren bin hieß das Merkwort WOLKE : Wasser, Öl, Luft, Kraftstoff, Elektrizität


    Die Amerikaner würden sagen: piece of cake.


    Viel Erfolg

  • Hi,
    die Liste von Ekkehart ist m.E. schon sehr ausführlich, wenn sie dann läuft vorsichtig einfahren, ich würde erstmal nicht über 3.500U/min drehen, wenn sie zu sehr ruckelt etwas mehr. Problem könnten die Dichtungen werden, u.a. im Vergaser, die können spröde werden, wenn sie austrocknen. Auch die Kurbelwellenlager wurden ja 8 Jahre lang punktuell an einer Stelle belastet, daher langsam angehen. Wie bereits gesagt, alle Flüssigkeiten wechseln (Bremsflüssigkeit brauchts erst, wenn sie läuft :smile: ) und schauen, was beim Druck auf den magischen Knopf passiert. Ich würde Starthilfekabel bereit halten, etwas länger könnte es dauern...
    Ich finde, dass kann man alles selber schaffen, wenn beim Stilllegen der Sprit nicht abgelassen wurde wirds beim dann notwendigen Vergaserzerlegen wohl etwas kniffliger.


    Viel Erfolg!


    Gruß,
    Marc

  • Wollte daraus keine Dissertation machen.


    Mit Kurbelwellen und Pleullagern etc. würde ich mich gar nicht erst befassen. Das sind ja mit Sicherheit (keine Lust im ETK nachzusehen) da es sich ja nicht um einen 2-Takter handelt Gleitlager und die liegen ersten relativ flächig auf und Gewicht von der ungeheueren Krbelwelle ist auch nicht vorhanden. Bei den Radlagern (Kugellager) zumal die Maschine ja wohl auf dem Seitenständer stand? sieht das anders aus. Da sind Standschäden eher wahrscheinlich. Vorsichtig einfahren und nach ein paar hundert km noch einmal zwei Liter Öl (ohne Filter) opfern kann nicht schaden. Blick auf die diversen Simmerringe versteht sich von selbst.
    Ich habe mich mal mit LZL (Langzeitlagerung) beruflich befasst.


    NS Wenn man alles was anfällt selber machen kann, von Reifen bis Kettensatz etc. sollte man mit <500EUR ein neues Mopped haben

  • @alle: Vielen Dank für die Willkommenswünsche


    Ekkehart: Besten Dank für die Liste


    Leute, ihr würdet euch die Augen reiben, wenn ihr die Maschine seht. Ich habe nach langem Suchen eine einzige Stelle mit einem Hauch Rost gefunden, und das war eine unwichtige Stellschraube unten am Kupplungszug. Ansonsten sieht die Maschine aus wie aus dem Laden! Weder Bremsscheiben noch Kette zeigen Gebrauchsspuren und sehen aus, als hätte man sie gerade neu montiert. Ebenso Krümmer, Motor, Felgen, Lack etc.


    Aber das ist genau das, was mir zu Denken gibt. Man sieht halt nicht, was durch die Standzeit defekt ist. Ich denke da auch in erster Linie an sämtliche Lager.


    WOLKE versteht sich von selbst. Wobei auch da wieder die Frage aufkommt, in wie weit das Öl dem Motor geschadet haben könnte. Ich habe alle meine Maschinen zum Winter hin immer eingemottet, sprich auf jeden Fall das Öl abgelassen. Das bischen Öl, was ich jetzt noch sehen konnte, sah aus wie frisch eingefüllt. Aber man weiß ja nicht...


    Was mir auch zu denken gibt, ist die Frage in wie weit das Wichtigste - also die Bremse - noch zuverlässig funktioniert. Es sieht halt alles top aus, die Bremswirkung beim anschieben (Einfahrt runter) war prima, aber das ist ja nicht Aussagekräftig. Aber ich denke, ich werde die Bremsanlage tatsächlich als letztes angehen. Aber es läßt sich auch wieder nur sagen, die Schläuche sehen aus wie neu und die Frage ist, ob man sie vorsorglich doch austauschen sollte.


    Also ihr meint zum Motor lediglich Öl-/Filterwechsel + Kühlwasser sollte reichen und mit ner neuen Batterie erstmal zum Laufen bringen und dann alle weiteren Arbeiten? Ich habs nicht eilig, mir ist viel wichtiger, dass es vernünftig angegangen wird (auch wenn wir jetzt super geiles Moped Wetter haben).


    Gruß Claus

  • Wenn die Öl- bzw. Kühlwasserschläuche keine Spuren von Versprödung/Rissen etc. zeigen, muss man sie nat. nicht wechseln. Sie aren ja auch während der Stehzeit keinen sonderlichen Einflüssen ausser Ozon ausgesetzt. Ich habe meine Schläuche eigentlich nach viel längerer Zeit, meine F ist eine der etwas Älteren (8/93), gewechselt. Auf den Ölschläuchen ist ja auch praktisch kein Druck. Das gealterte Motoröl sollte auch keinen Ärger machen, ablassen 2x wechseln.


    Bei der angegebenen Laufleistung würde ich mal von einer Bremse einen Koben rausblasen (vorher neue Manschetten etc.) beschaffen und mir die Lauffläche ansehen. Die Manschette erneuern und natürlich die Bremsflüssigkeit. Das sollte man aber nur machen wenn man a) Druckluft b) etwas Ahnung hat. Ich würde allerdings eher die Bremsschläuche durch Stahlflex ersetzen, kosten im Nachmarkt kaum mehr als beim Freundlichen. Nicht weil ich mir so viel bessere Wirkung bei der Maschine verspreche sondern weil die alten Schläuche eher eine Gefahr darstellen. ABE nicht vergessen beim TÜV.


    Ansonsten Handy einstecken, ADAC Karte und Fahren. Wenn es irgendwie tropft (Benzinhahn, Schwimmerkammer) kann man meist noch fahren.

  • Erst Mal vielen Dank für eure Antworten.


    Nachdem ich aus dem Staunen nicht mehr raus gekomen bin - die Maschine ist auch bei intensivstem Hinsehen einfach wie neu - habe ich doch Mal den Vergaser zwecks Vergaserspülung ausgebaut. Und siehe da: Das kleine Messingröhrchen am linken Vergaser für den Choke ist oben an der Biegung und unten direkt am Vergaser gerissen. So eine Scheiße! Weiß jemand Rat oder muß ich mir da selbst ein Röhrchen zurecht biegen?


    Ist dieses Röhrchen nur gesteckt? Braucht man da Gummidichtungen? Muß man beide Vergaser dafür trennen?


    Die beiden Vergaser Hälften waren übrigens extrem unterschiedlich verklebt. Die linke Schwimmerkammer war einfach sauber, nichtmal die Nadel war verklebt. Aber die rechte Schwimmerkammer war dermaßen zugesifft, dass nichtmal der Schwimmer sich irgendwie bewegen ließ. Das war ein Klebstoff wie Sirup. Ist das normal, oder muß ich befürchten, dass die eine Seite nicht richtig funktioniert?


    Bisherige Bestandsaufnahme bzw. prophylaktische Maßnahmen:
    - Reifen vorne und hinten
    - Neue Stahlflexbremsleitungen bestellt
    - Öl und Filterwechsel
    - Kühlflüssigkeit
    - Batterie hat Zellenschluß, neu


    Gruß Claus

  • Hallo Claus,


    Deine Probleme haben normal nur Oldtimerbesitzer. Sowas Ähnliches is Deine Neuerwerung ja auch schon fast.


    Das war ein Klebstoff wie Sirup. Ist das normal, oder muß ich befürchten, dass die eine Seite nicht richtig funktioniert?

    Vermutlich ist das Benzin verharzt, d. h. die flüchtigen Teile sind verdunstet, die haben vorher die weniger flüchtigen Beatandteile gelöst. Langzeiterfahrungen wie diese sind ja sehr selten, ich habe keine. Wenn Du den "Sirup" wegbekommst, z. B. mit frischem Benzin, ist gut, sonst wären Ersatzteile nötig.


    - Thema E10: Ich weiß, dass alle Motoren von BMW E10 tauglich sind (bis auf vielleicht die ganz alten). Gibts trotzdem was dabei zu beachten?

    Nein.

    Kann ich ohne weiteres Super fahren?

    Ja.


    - Wie bekomme ich die Maschine angeldet (Verkehrsamt und TÜV) und was muß ich alles tun (sie hat ja schon 6 Jahre keinen TÜV mehr und ist ja trotzdem neu).
    - Abgemeldet und stillgelegt wurde sie letzten Freitag (23.09.2011).

    Da sie bisher nicht stillgelegt war, bist Du doppelter Glückspilz, sonst wäre der administrative Aufwand erheblich höher und evtl. auch der technische. Die Frist hat erst jetzt zu laufen begonnen.


    Zitat

    Muß ich irgendwelche Fristen einhalten zur Neuanmeldung,

    Wenn Du das gute Stück nicht wieder für so lange einmotten willst, eher nicht.


    Zitat

    Ich habe nämlich mal eine Anzeige bekommen, weil ich umgezogen bin und eine von mir angemeldete Maschine mit 4 Jahren ohne TÜV nicht innerhalb von 3 Monaten umgemeldet hatte.

    Ich vermute mal, das Problem war nicht der abgelaufende TÜV, sondern die unterbliebene Ummeldung ?!


    Wenn der Motor läuft mit rotem Kennzeichen zum TÜV, vorher ordentlich probefahren

    Im Netz habe ich Folgendes gefunden:

    ist es in Deutschland nicht gestattet, ohne Kennzeichen mit einem Kraftfahrzeug am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen. Dies schließt auch Fahrten zur Werkstatt, TÜV, Dekra oder Zulassungsstelle mit ein. Sind die alten Kennzeichen noch vorhanden, so besteht jedoch die Möglichkeit, auch mit den entwerteten Kennzeichen (ohne amtliche Siegel) eine Fahrt zum TÜV oder zur Dekra anzutreten, insofern vor Antritt der Fahrt bereits eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen wurde.


    Noch besser wärst Du dran gewesen, wenn keine Abmeldung erfolgt wäre.


    Wobei auch da wieder die Frage aufkommt, in wie weit das Öl dem Motor geschadet haben könnte. Ich habe alle meine Maschinen zum Winter hin immer eingemottet, sprich auf jeden Fall das Öl abgelassen.

    Soweit ich weiß, schadet frisches Öl dem Motor nicht. Und da ja auch sonst Öl drin ist, glaube ich nicht an "Ölschäden".
    Für Dich ist lediglich die Besonderheit, dass ein für das Einfahren geeignetes Öl eingefüllt werden muss, dass dann schon bald bei der 1000-lm-Inspektion wieder ersetzt werden muss.


    Eckart

  • Hallo Eckart,


    vielen Dank für deine Antworten.


    Hallo Claus,


    Deine Probleme haben normal nur Oldtimerbesitzer. Sowas Ähnliches is Deine Neuerwerung ja auch schon fast.


    Vermutlich ist das Benzin verharzt, d. h. die flüchtigen Teile sind verdunstet, die haben vorher die weniger flüchtigen Beatandteile gelöst. Langzeiterfahrungen wie diese sind ja sehr selten, ich habe keine. Wenn Du den "Sirup" wegbekommst, z. B. mit frischem Benzin, ist gut, sonst wären Ersatzteile nötig.


    Habe schon einige Erfahrung mit verharzten Vergasern, bei meiner GL war jedes Jahr eine Vergaserspülung notwendig. Aber dass ein Doppelvergaser dermaßen unterschiedlich links und rechts aussieht, das habe ich noch nicht gesehen. Die Vergaser sind jetzt wieder sauber. Aber leider immer noch mit defektem Choke Rohr am linken Vergaser.



    Ich vermute mal, das Problem war nicht der abgelaufende TÜV, sondern die unterbliebene Ummeldung ?!


    Exakt, so war es.



    Soweit ich weiß, schadet frisches Öl dem Motor nicht. Und da ja auch sonst Öl drin ist, glaube ich nicht an "Ölschäden".
    Für Dich ist lediglich die Besonderheit, dass ein für das Einfahren geeignetes Öl eingefüllt werden muss, dass dann schon bald bei der 1000-lm-Inspektion wieder ersetzt werden muss.


    Wenn ich da meinen Vater höre, dann klingt das anders. Nun ist der schon 20 Jahre in Rente und damals mag vieles anders gewesen sein.



    Wer hat denn noch Erfahrung mit dem kleinen Messingröhrchen vom Choke am linken Vergaser? Kann man das vielleicht löten? Oder hilft nur alles auseinander nehmen und neues Rohr selbst zurechtbiegen?


    Gruß Claus

  • War der Vergaser entleert? Wenn 8 Jahre Sprit darin stand wird er nurnoch seeeehr sehr unwahrscheinlich ohne Putzen wieder laufen.


    Ansonsten kann ich meinen vorherigen Antworten nur zustimmen.

  • Ziemlich viel Theorie...



    Ich würde damit anfangen, das Mopped zum Laufen zu kriegen, also Batterie. Wenn Sie dann startet, einfach mal damit fahren und Schritt für Schritt vorgehen, also das Messingröhrchen ersetzen. Wenn die ST so "neu" dasteht, würde ich mir wahrscheinlich so ein Röhrchen von BMW gönnen, so teuer kann das nicht sein. Da du den Vergaser selbst reinigen kannst, wirst Du schon genug Geschick haben, das selbst auszutauschen. Ansonsten Herzlichen Glückwunsch zu so einem "Schätzchen" ...

  • Also, war gestern beim "freundlichen" und mußte leider feststellen, dass es das Messingröhrchen nicht als Ersatzteil gibt. So ein Mist. Gut, hilft nur selber basteln. Bleibt nur noch die Frage, ob man beider Vergaser dafür trennen muß und ob danach ein synchronisieren beider Vergaser fällig wird? An anderer Stelle hier im Forum hieß es, dass das nicht notwendig sei, stimmt das? Wer hat schon Erfahrung mit dem Vergaser der F650ST?


    War der Vergaser entleert? Wenn 8 Jahre Sprit darin stand wird er nurnoch seeeehr sehr unwahrscheinlich ohne Putzen wieder laufen.


    Er war natürlich nicht entleert. Die Vorbesitzerin hat die Maschine in 2005 noch einmal über den TÜV gebracht und vollgetankt und dann in ihrer Garage abgestellt. D.h. 17 Liter Benzin sind mit der Zeit in den Vergaser gelaufen und haben zumindest die eine Seite komplett verklebt.


    Ich habe den Vergaser zwar soweit mit einer Vergaserspülung gereinigt (war ne Sch*** Arbeit und ich hoffe ich habe nicht durch ein kleines Malör beide Schwimmerseiten vertauscht :g: ), aber ich glaube ich gönne dem noch eine Ultraschallreinigung.


    Jetzt hab ich noch ein Problem mit den Bremsleitungen. Ich möchte Stahlflexleitungen einbauen. Vorne kein Thema, aber hinten bekomme ich nicht einmal den alten Schlauch ausgebaut. Er wird durch einen kleinen Stahlbügel an der Schwinge geführt. Der Stahlbügel ist fest verschweißt mit der Schwinge und so eng, dass der SChlauch nicht da durch paßt (weder raus, noch neuer Schlauch rein). Hat schon jemand Erfahrung damit? Hier im Forum scheint keiner bisher diesen Stahlbügel und Aus- Einbauschwierigkeiten beschrieben zu haben. Im Zweifel flex ich den einfach weg.


    Gruß


    Claus

  • … ich hab mal dein Thema etwas überflogen … wenn du (Ersatz)Teile kaufen musst, solltest du vorher mal Ludger (Black F650) fragen, aber wahrscheinlich hab ich es überlesen – Ludger kann dich (Vergaser-F) nicht nur mit Teilen versorgen, auch mit Tipps …. :frustrated1:


    Hintere Bremsleitung zwischen Stahlbügel an der Schwinge geführt :dunno: … bei meiner einspritzer-GS ist es auch so. :cry1: Einfach aufbiegen, hast du das schon mal versucht !? :1eye::wink2:
    :wave:

  • … ich hab mal dein Thema etwas überflogen … wenn du (Ersatz)Teile kaufen musst, solltest du vorher mal Ludger (Black F650) fragen, aber wahrscheinlich hab ich es überlesen – Ludger kann dich (Vergaser-F) nicht nur mit Teilen versorgen, auch mit Tipps …. :frustrated1:


    Jau, Danke für den Tip.


    Hintere Bremsleitung zwischen Stahlbügel an der Schwinge geführt :dunno: … bei meiner einspritzer-GS ist es auch so. :cry1: Einfach aufbiegen, hast du das schon mal versucht !? :1eye::wink2:
    :wave:


    Au Backe, vor lauter Lappen hab ich nicht gesehen, dass die eine Seite offen ist :bangin: . Das war ja selten dämlich. Schlauch ist raus. Besten Dank :wave:

  • Also, war gestern beim "freundlichen" und mußte leider feststellen, dass es das Messingröhrchen nicht als Ersatzteil gibt. So ein Mist. Gut, hilft nur selber basteln. Bleibt nur noch die Frage, ob man beider Vergaser dafür trennen muß und ob danach ein synchronisieren beider Vergaser fällig wird? An anderer Stelle hier im Forum hieß es, dass das nicht notwendig sei, stimmt das? Wer hat schon Erfahrung mit dem Vergaser der F650ST?




    Trennen sollte man die beiden Vergaser möglichst nicht. Wozu auch? Synchronisieren geht auch nicht, da es a) keine Einstellmöglichkeit an der gemeinsamen Drosselklappenwelle gibt und b) auf den Vergaserdeckeln keine Anschlüsse für einen Unterdruckmesser/Synchrontester gibt. Was sollte man da auch synchronisieren, die linke mit der rechten Einlassseite des einzigen Zylinders? Das besagte Messingröhrchen habe ich bisher noch noch nicht identifizieren können. Ein sehr ähnlich aufgebauter 33er Mikuni den ich im Keller liegen habe aus einer Suzuki hat nur aussen ein paar Kupferröhrchen/-leitungen und innen natürlic die entsprechenden Messingdüsen.

  • Nachdem der Fred nun sechs Wochen alt ist, wollte ich mal höflich nachfragen, wann denn wohl vermutlich erste Töne zu hören sein werden?

  • TÜV anrufen, fragen ob Einzelabnahme notwendig wegen der langen Überziehungszeit
    jede tüv abnahme ist eine voll abnahme was anderes gibt es nicht :clap1: