Beiträge von Udo1

    Die neuen Lager von Leebmann sind da.


    Waren die alten rostigen Dinger noch aus Bulgarien


    29 Kegelrollenlager komplett.JPG


    so sind die neuen aus .....Korea


    40 neues Lager aus Korea --- Süd oder Nord.JPG



    ...Korea. Hoffentlich nicht aus Kim Jong un's dunklem Reich, dachte ich mir, bis ich auf den Aufkleber der Tüte sah:


    41 aha...Südkorea.JPG


    Bestimmt bauen die Koreaner keinen Schrott, aber haben wir in Europa etwa keine guten Lagerhersteller (SKF & Co) ?

    Nur damit der BMW-Konzern ein paar Euro (wenn überhaupt) bei den Herstellungskosten spart? Bei den Ersatzteilpreisen gibt BMW den mutmaßlichen Fernost-Preisvorteil jedenfalls nicht an die Kunden weiter :cursing:.


    Übrigens: Wenn man sich die alten rostigen und fast fettfreien Lager anschaut, kommt mir der Verdacht, dass hier allzu oft und allzugründlich mit einem Hochdruckreiniger draufgehalten wurde !


    Ich wünsche einen schönen Sommerabend aus der Westpfalz

    Udo :wave:

    Hallo Hauke,

    das sind mir völlig neue Erkenntnisse - Chapeau ! :thumbsup2:

    Ich möchte nicht wissen, wieviele Regler deswegen schon unnötigerweise ausgetauscht wurden!

    Danke für die Info!


    Udo :wave:

    Hallo Gemeinde,

    nachdem ich jetzt die Ersatzteile erhalten habe, werde ich am Wochenende die neuen Lenkkopflager einbauen.

    Bei der Ur-F soll dabei die Einstellmutter (Nutmutter) "spielfrei" angezogen werden.


    Dazu mache ich mir gerade so meine Gedanken. Ich hatte nämlich mal eine Suzuki DR 350 SHC. Die hatte - genauso wie die F 650 - den Öltank im Rahmen hinter dem Lenkkopf. Bei einer TÜV-Vorführung bemängelte der - sehr penible - Prüfer das Spiel im Lenkkopf, was mir vorher gar nicht aufgefallen war. Aber ich konnte es bei entlastetem Vorderrad durch Heben und Senken der Gabelholme auch deutlich spüren.

    Also wieder nach Hause, extra einen 30-er Ring-Gabelschlüssel für die Einstellmutter gekauft und das scheinbar zu lasch angezogene Lager fester angezogen, aber auch nur bis "spielfrei". Danach Probefahrt gemacht.

    Nach wenigen Kilometern zeigte das Fahrverhalten die für ein zu stramm eingestelltes Lenkkopflager typischen Symptome, nämlich ein leichtes Hin- und Herkippen bei Geradeausfahrt.

    Was war die Erklärung dafür? Durch die Erwärmung des Lenkkopfes veränderte sich auch das Lagerspiel, d.h. bei kaltem Motoröl hatte das Lenkkopflager stets ein leichtes Spiel, warmgefahren war das Spiel weg.

    Ich habe also das Lenkkopflager wieder etwas gelockert, fuhr mit warmem Motor zu Nachprüfung und gut war's seitdem.

    Könnte das bei der F 650 mit den zweiteiligen Lenkkopflagern auch passieren? Die Konsequenz wäre nämlich, das Lager nur bei betriebswarmem Motoröl einzustellen, aber im WHB und den anderen Reparaturanleitungen steht nichts davon.

    Kann jemand von Euch etwas dazu sagen?


    Gruß

    Udo

    Man könnte die Frage nach dem Bordwerkzeug auch andersherum angehen: Überleg doch einfach mal, welche Arbeiten/Reparaturen Du unterwegs überhaupt machen willst/kannst.

    Da wären beispielsweise:

    1. Kette spannen
    2. Verkleidungsteile abschrauben, um besser ans "Innenleben" des Mopeds zu kommen
    3. Zündkerze herausschrauben, um Zündfunke zu überprüfen oder den Motor ohne Kompression drehen zu können
    4. Schlauch flicken/tauschen: Dazu habe ich ja schon etwas in einem anderen thread geschrieben:Hinterradreifen an F 650 montieren. Für den Hinterradreifen meiner Ur-F hake ich das nach meinen Erfahrungen ab. Selbst in der heimischen Garage mit langen Montiereisen und Montagegerät war das ein Kampf, den ich am Straßenrand mit kurzen Montiereisen nicht gewinnen würde.
      Die Vorderradfelge hingegen ist relativ unproblematisch. Hier muss man sich entscheiden, ob man flicken (Flickzeug) oder austauschen will (Ersatzschlauch).
    5. Lampengehäuse öffnen
    6. gerissene Bowdenzüge reparieren: Hier hat mich schon mal ein Reparaturset (verschiedene Nippel und Stahlseil) auf der Piste gerettet.
    7. Spiegel, Hebel und sonstige Armaturen am Lenker montieren/demontieren
    8. Stromfluß prüfen: Je nach Kenntnisstand entweder ein einfacher 12-V-Stromprüfer oder ein kleines kompaktes Multimessgerät
    9. Bei längeren Reisen diverses Montagematerial: Ein paar Schrauben und Muttern, wie sie z.B. am Gepäckträger vorkommen, Kabelbinder, etwas Draht, ein Stück Stromkabel 1,0 mm², zwei Schlauchschellen, ein paar Kabelschuhe, etc......
      Bei Offroadtouren auch mal mit der Möglichkeit eines Loches im Motorgehäuse durch einen hochgeschleuderten Stein rechnen. Da hat uns mal eine 2-Komponenten Knetmasse nach Aushärten die Weiterfahrt gerettet

    Welche dafür benötigten Schlüssel, Nüsse, Zangen, Schraubenzieher und sonstigen Werkzeuge man dafür benötigt, ist schnell ermittelt. Der Platz unter der Sitzbank ist aber sehr schnell erschöpft. Aber dafür gibt es ja verschiedene Lösungsmöglichkeiten, auch hier im Forum bereits vorgestellt.


    Gruß

    Udo

    Hallo Grit,

    meine war tiefergelegt und hatte das auch so eingetragen. Ich habe sie jetzt auf Normalhöhe geliftet, aber habe mir die Kosten und Umstände der TÜV-Vorführung und Brief-/Schein-Änderung gespart. Streng genommen wär's wohl erforderlich, aber selbst der TÜV hat bei mir die Änderung nicht bemerkt.

    Gruß

    Udo

    Ja, ich hab's so gemacht, wie Du's mir empfohlen hast: Also zuerst den Lagerkäfig noch auf dem Lenkrohr aufgeknipst. Dann hat man am Restlager eine schöne Kante zum Wegklopfen.P1020054.JPG


    Hab Dir übrigens 'ne E-mail geschrieben wegen den Bildern...

    Gruß

    Udo

    marco93 : ...sei bloß vorsichtig mit Spannen. Ich hab das mal gemacht, bis alle Speichen ungefähr den gleichen Klang hatten. Danach hat das Rad geeiert.=O

    Seither überlasse ich das Speichenspannen den wenigen Spezialisten, die es dafür noch gibt.


    Anders natürlich, wenn nur eine Speiche locker oder gebrochen ist. Dann spanne ich gaaaanz vorsichtig soweit nach, bis sie einigermaßen klingt.


    Gruß

    Udo

    Hallo Reinhard,

    zuerst einmal herzlich willkommen im Forum.

    Da wohnen wir ja "nur" 100 km auseinander, fast schon Nachbarn im Vergleich zu Forumsmitgliedern aus Norwegen, Griechenland und Übersee.


    Zum Blockieren der Kurbelwelle benötigst Du eine M8- Schraube, etwa 4 cm lang, die an der Spitze im 45°-Winkel konisch angeschliffen ist. Es gibt natürlich auch ein entsprechendes BMW-Spezialwerkzeug dafür.


    Dazu schraubst Du auf unten auf der linken Motorseite eine entsprechende Blindschraube heraus und und setzt dort die angeschliffene Schraube ein.


    Zum Auffinden der entsprechenden Vertiefung in der Kurbelwelle steckst Du am besten einen Kreuzschlitzschraubenzieher oder einen entsprechend schmalen Dorn in die Öffnung und dreht langsam und vorsichtig die Kurbelwelle (vorher eine Zündkerze ausschrauben) , bis der Schraubenzieher in die Vertiefung "fällt".

    Entsprechende Bilder von dem Werkzeug und dem Sitz der Blindschraube habe ich gerade nicht hier; Du findest sie aber in den entsprechenden Reparaturanleitungen für die F 650.

    Viele Grüße in die Vorderpfalz

    Udo

    Hallo Mac,


    genauso werde ich es machen.


    Ich habe mich übrigens mal nach verschiedenen Quellen für Lager umgesehen. Das Originale hat ja die Dimension 25 x 52 x 16,5 mm (also Innendurchmesser x Außendurchmesser x Stärke oder Breite).

    Bei den Verkäufern für SKF- , FAG- und INA-Lager habe ich aber nur die Breitenmaße 16,25 und 16,3 mm gefunden.

    Ob diese 0,2 bis 0,25 mm Differenz vernachlässigbar sind oder nicht, wollte ich gar nicht erst ausprobieren. Deshalb habe ich gestern die passenden Lager sowie die Dichtringe bei Leebmann bestellt. Wegen den paar Euro Unterschied schlittere ich schließlich nicht in die Privatinsolvenz;).

    Viele Grüße aus der Westpfalz

    Udo

    Hallo Mac,

    und wie hast Du das mit dem Anziehen der Kronenmutter (Nr. 6) gemacht? Auch ein Werkzeug gebastelt (z.B. aus einer 32-er Nuss) oder mit BMW-Spezialwerkzeug?

    Gruß

    Udo

    Hallo Mac,

    wieder einmal herzlichen Dank für Deine wertvollen Tipps.

    Aber noch einmal zu den Dichtringen ( Nr. 9 ) (31422345287 ). Wieso schreibt BMW im Teilekatalog, dass davon zwei benötigt werden?

    Das ist doch dann offensichtlich falsch, oder?


    Das mit den Fotos könnte ich tatsächlich übernehmen. Die schicke ich Dir dann, damit Du sie der Anleitung beifügen kannst, o.k.?

    Hallo Gemeinde,

    die nächste Baustelle an meiner Ur-F steht an: Austausch der Lenkkopflager wegen deutlichem Einrastpunkt.

    Bei der Zusammenstellung der erforderlichen Ersatzteile bin ich ein wenig ins Grübeln gekommen.

    Standardmäßig werden meines Wissens am Lenkkopf die obere und untere Staubkappe sowie die zwei (Kegelrollen-) Lager ausgetauscht.

    Die Explosionszeichnung bei BMW erschließt sich mir aber nicht ganz: Grafik Lenkkopf

    Auf den ersten Blick hielt ich die Teile Nr. 7 und 9 für die beiden Staubkappen. Laut anhängender Ersatzteilliste benötige ich aber 2 x Dichtringe (Nr. 9, Teilenummer 31 42 2 345 287) und eine Abdeckung (Nr. 7, Ersatzteilnummer 31 42 2 345 290).

    Wo zum Teufel steckt in der Grafik der zweite Dichtring (Nr. 9) und was hat es mit der Abdeckung (Nr. 7) auf sich?

    Kann mir hier jemand weiterhelfen?

    Grüße aus der Westpfalz

    Udo

    Hallo Gemeinde,

    ich will zu diesem Thema noch eine letzte Rückmeldung geben.

    Der neue Anlasserfreilauf von Leebmann ist montiert und der Anlasser funktioniert wieder einwandfrei.:victory:


    Allerdings ging das nicht auf Anhieb: Ich hatte den Freilauf nämlich zuerst falsch herum montiert, mit der Folge, dass der Anlasser zwar munter surrte, aber der Motor nicht einen Millimeter drehte.:crying:


    Grund: Ich verstand die Formulierung: "...den Freilauf mit der Pfeilmarkierung nach außen montieren..." so, dass man den Pfeil sehen sollte, wenn er in den Rotor eingelegt ist. Und das ist halt leider verkehrt.

    Ok, aus Fehlern wird man klug. Beim nächsten Mal passiert mir das nicht wieder. Aber wahrscheinlich hält der neue Freilauf jetzt ewig ;)

    Gruß

    Udo