Beiträge von Hauke

    Bitte vergesst nicht das es neben der längeren Standfestigkeit der Kette, eine stets gut geölte Kette auch der Sicherheit dient. Eine gepflegte Kette wird nicht einfach so reißen. Das Ziel sollte sein das die Kette theoretisch die Ritzel überleben. Eine Kette die sich aber aufgrund von Verschleiß schnell wieder längt, ist dem Tode schon recht nahe und wenn sie dann noch etwas strammer gespannt wird weil der faule Selbstschrauber keine Lust hat da ständig bei zu gehen, ist das reißen schon fast einprogrammiert. So eien Kette hat nämlich nicht die eigenschaft sich auf ganzer Länge gleichmässig zu längen sondern es geht irgendwann irgendwo los und führt sich dort auch weiter, während andere Kettenglieder kaum von Längung betroffen sind. Die ist auch der Grund warum man beim Kette spannen die Spannung an verschiedenen Stellen der Kette überprüfen sollte.

    Wer schon mal eine Radnabe gesehen hat die durch Kettenriss verunstaltet wurde, wo sich die Kette um den Nabe wickelte, möchte so ein Ereignis nicht erleben. In meinem Horrorkabinett kann man so etwas besichtigen.

    So ist es wenn die Praxis auf die Theorie trifft bzw. die Theorie von der Praxis widerlegt wird.

    Aber hier kannste dir mit den Erfahrungen den Mund fusselig reden, es kommt jeden Tag einer dazu der das ganze Haarklein auseinander nimmt. Aktuell ist der Kettenöler-Thread ein Paradebeispiel dafür das man wirklich alles zerreden kann.

    für rund einen Zwanzger ist der Oiler fast einen Versuch Wert.

    Wenn man Chinafälscher unterstützen möchte, sich dann über ein auslaufendes und undichtes Sydstem ärgern möchte das nicht richtigt funktioniert, gern. Solange man dann nicht dem Original die Schuld dafür gibt das man mit dem Teil nicht warm wurde...

    Nicht jeder hübsch gefräster Alluminiumtopf mit passenden Deckel in poppigen eloxierten Farben funktioniert so wie er es soll.

    Über das für und wieder des Nemo haben schon viele was geschrieben. Ja klar muss man dran denken ihn ein stück weiter zu drehen und ja, wenn man an die Kette denkt kann man auch die Sprühdose zur Hand nehmen. Es ist aber einfacher nach dem Tanken den Nemo zu drehen als an das Kettenspray zu denken, welches Zuhause liegt. Ein weiterer Vorteil des Nemo ist das man vom Regen überrascht auf den Regen reagieren kann und der Kette was gutes tun kann.

    Als jemand der 1980-83 in einer Vielmarken Werkstatt KFZ Schrauber lernen durfte, oder soll ich besser "musste" schreiben? ;) Habe ich mir jeden Morgen wenn auf dem Hof ein Käfer stand, erst mal alle Finger gebrochen weil ich schon wusste das es bestimmt die Heizungsbirnen oder die Zündkerzen sind und ganz bestimmt kein Öl oder ein schnöder Reifenwechsel. So wohltaten wie Opel Rekord wo man sich neben Dem Motor in den Motorraum stellen konnte um die Wasserpumpe zu wechseln ;) gab es damals auch eher selten. Dagegen ist das was die Einzylinder Rotaxe an Schwierigkeiten bieten, ein Kindergeburtstag. Und wo er ja die 1200er GS erwähnt die ich ja nun auch gerade beschmuddelfinger... ne, die ist an manchen Stellen schlimmer verbaut.

    Ich kann es nicht mit Gewissheit sagen aber ich vermute dass sich die Endpositionen der Drosselklappenpotis bei einigen Steuergeräten tatsächlich mit dem "Voodoo" neu anlernen lassen. Bei meiner 1200er GS geht das mit Gewissheit nicht, da muss man mit einem Testgerät in das entsprechende Menü um die Endpunkte zu "neutralisieren"

    Also ist an dem Voodoo was dran, bei anderen funktioniert es eben nicht.

    Bekannt ist mir folgender Fehler, der bei meiner letzten F650GS sporadisch, nämlich alle paar Wochen, mal aufgetreten ist:


    Trotz einwandfreiem Start war irgendwann das Standgas weg, sodass der Motor beim Anhalten aus geht.


    Ein erneutes Anlassen allein behebt das Problem nicht, man muss vielmehr kurz die Zündung ausschalten - erst danach läuft es wieder einwandfrei. Alles ohne Gasgriff-Akrobatik.

    Dieses Problem nebst der Abhilfe kennen auch die Boxermotoren. Ein BMW Werkstattmeister erklärte mir das hätte was mit dem Kaltstart/Kaltlauf zu tun der aus irgendeinem Grunde nicht zurück genommen wird. Erst das Steuergerät neu "hochfahren" lässt sie erkennen das kein Kaltlauf mehr nötig ist. Sie sterben im Standgas an Überfettung ab oder ruckeln unwillig rum.

    Alte Bremsleitungen nicht vergessen

    Bremsleitungen die durch Alterung zu weich werden nehmen einen Teil des Bremsdrucks auf und geben ihn später wieder ab... in Richtung Bremskolben was zu einem leichten aber Dauerhaften schleifen der Beläge führen kann. Ich hab mir so ein neuen Satz Beläge nach ca. 2000Km runter gefahren ohne das merken.


    Stahlflex rein und Ruhe geniessen

    Steht nirgendwo ist aber ein uralter Schraubertrick weil die Ölpumpe dann schneller Druck aufbauen kann beim ersten mal durchorgeln. Ist ja auch irgendwie logisch, wenn der Filter bereitsgetränkt eingebaut wird geht es anschliessend schneller und schonender. Haben wir auch bei den Autos mit Patronenfilter stets so gemacht wenn die Einbaulage es erlaubt.

    Die meisten schauen aber nicht in ein Schrauberbuch und selbst Werkstätten schaun gern in das Fahrerhandbuch wo dann der Ölinhalt vermerkt ist was dann zwangsläufig zur Überfüllung führt. Wie gesagt, bei den meisten kein Drama wenn da 100ml zuviel drin sind. Bei der Ur-F mit dem alten Rotax kann Kolben und Kurbelwelle aber schon zum Schaumschläger werden was dann zu einem echten Problem wird. Wenn zu viel Öl über die Zwangsentlüfung raus gesaut wird, ist es Mist aber nicht tragisch. Wird die Brühe aber schaumig gequirlt... Motortod - zumindest auf Raten ;)

    Selbst die BMW Fachwerkstatt die aufgrund der Garantie noch einen Ölwechsel an meinem 3.0d machen durfte hat 7l öl abgerechnet und auch eingefüllt und sie wollten dann für 500ml Ölabsaugen, damit die Suppe sich zwischen min und max am Peilstab befindet, noch Kohle haben...

    Einspruch euer Zimmermann ;)

    bei einem Ölwechsel wird 150ml weniger als die angegebene Menge eingefüllt.
    Mit 50ml wird der neue Ölfilter getränkt und die restlichen 100ml bleiben zum Nachfüllen stehen

    Du bekommst niemals auch wenn du noch so lang wartest und das Moped hin und her kippst alles Öl aus dem System. bei einem Ölwechsel werden fast alle Motorräder überfüllt was aber auch normal kein Drama ist. Trockensumpsysteme werden aber meist stärker überfüllt weil systembedingt eine größere Menge "Altöl" im System bleibt. Wers nicht glaubt kann ja mal die Menge messen die er beim Ölwechsel auffängt aber wundert euch nicht, das kann gern auch mal mehr als 200ml sein die drin bleiben...

    Das war das Wort zum Sonntag vom selbstschraubenden Eisenbahner :wave:

    Kegelrollenlager gehen eigentlich nur bei grober Vergewaltigung kaputt aber ja, sie können sterben. Wer sein Lenkkopf öfter mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet oder das Lager von vornherein trocken einbaut, darf sich nicht wundern. Alle anderen brauchen nur mal nachstellen

    Ich seh da zwei Probleme

    Einmal einen auf der Welle flasch sitzenden Ausrückhebel (zu langer Weg)
    und ermüdete Federn, falsche Öl ect. (rutschen in den oberen Drehzahlbereichen)

    erklären kann ich mir es so, das irgendwer das Kupplungsrutschen auf eine zu straffe Vorspannung des Ausrückhebel zurück geführt hat und diesen dann um ein Zahn nach vorn versetzt hat. Dadurch hat er dann das nächste Problem geschaffen ohne das eigentliche zu beheben.