Beiträge von Eckart

    Hallo Marco,

    Geht man ein Risiko ein, wenn man ein gebrauchtes Motorrad bei einem Händler kauft ohne es persönlich gesehen zu haben und eine Probefahrt gemacht zu haben. Wie weit ist denn die Garantie für diesen Verkauf?

    Du könntest zwar bei nicht deklarierten Mängeln auf die Garantie zurückkommen, aber dafür müsstest Du aber das Motorrad zum Händler bringen, insofern kompensiert die Garantie das Risiko nicht. Ich würde ein Motorrad nicht von so weit weg kaufen, wenn der Weg zum Händler für Dich zu teuer ist, denn Reisekosten werden von Garantie oder Gewährleistung nicht erfasst. Garantie oder Gewährleistung werden nämlich vom Verkäufer erbracht. Wenn das Fahrzeug noch nicht zu alt ist, könntest Du schauen, ob es vielleicht noch eine Herstellergarantie gibt, die Dir erlauben würde, die Leistung einer anderen Werkstatt (Vertragswerkstatt) in Anspruch zu nehmen. Ansonsten könntest Du eine Vereinbarung mit dem Verkäufer versuchen, die Dir dies erlaubt.


    Eckart

    Hallo

    Schätzeisen würde da Eckart sagen

    Die Referenz ist mir ja direkt peinlich, aber ich kann mich den Schlussfolgerungen nur anschließen.

    Dennoch vermute ich, dass es kein Problem der Stromversorgung ist, aber man weiß ja nie !

    Mindestens die Batterieklemmen sollten kontrolliert werden.

    Die Vermutung lag nahe, dass Späne o.ä. am Kurblwellensensor haften, und diesen so verwirren.

    Die Tatsache, dass keine Späne gefunden wurden, bedeutet ja nicht, dass da alles in Ordnung sein muss.

    Ab einer Drehzahl von knapp unter 4000 spinnt der DZM, springt nach oben, die Begrenzerlampe geht an, und die Karre stottert, wahrscheinlich weil der Begrenzer begrenzen will. Es passiert in allen Gängen, und ist definitiv drehzahlabhängig.

    Zur Liste der Links nochmal ein Betrag aus dem Forum: Drehzahlgeber Fehler und Startprobleme

    Da wird auch ein bisschen auf den Eintrag im

    Fehlerspeicher

    eingegangen, obwohl ich nicht sicher bin, dass es sich um den gleichen handelt.


    Eckart

    Hallo Gregor,

    Baue ich das Schloß wieder in das Case, so lässt sich der Schlüssel drehen, allerdings geht er nicht mehr raus....

    Baue ich das Schloß ohne Schlüssel ein, so geht der Schlüssel nicht vollständig rein und lässt sich somit nicht drehen.

    Wenn der Schlüssel im Schloss steckt, schließen die Kanten der Plättchen mit dem Schließzylinder ab, was es möglich macht, den Schlüssel im Schloss zu drehen.


    Wenn Du den Zylinder draußen hast und den Schlüssel hineinsteckt oder herausziehst, fahren die Plättchen nach der einen oder anderen Seite heraus und ich kann mir Dein Problem nur so erklären, dass diese Plättchen weiter herausfahren als der Schließzylinder im eingebauten Zustand Platz hat.


    Da ich bisher nur mit funktionierenden Schlössern zu tun hatte, kann ich Dir auch nicht sagen, was Du falsch machst, aber ich könnte mir vorstellen, dass es hilft, das Plättchen, das zu weit herausfährt, etwas abzufeilen. Ich weiß auch nicht mehr, ob der Zylinder symmetrisch ist, oder ob ein Drehen um 180° möglich ist und dann ggf. hilfreich wäre.


    Viel Glück und/oder den rettenden Hinweis von einem anderen Mitleser


    Eckart

    Hallo Tom,


    Weil es noch niemand gesagt hat: Willkommen hier im Forum zu Deinem ersten Beitrag !


    Bei ebay einen (sehr) gebrauchten gekauft.

    Der funktionierte kurz mit Wackelkontakt

    Gerade weil Du hier noch nicht geschrieben hast, fällt es schwer, Deine Feststellung einzustufen, also wie sicher Deine Analyse ist, ob eine Ursache außerhalb des Lüfters denkbar ist, die Dich denken lässt, dass der Lüfter kaputt sei.

    Am Besten, man prüft so ein Teil mit Fremdversorgung, also an einem Netzteil oder direkt an die Batterie gehalten, um auszuschließen, dass Zuleitungen, Schalter oder sonstige Widrigkeiten die Versorgung des Lüfters stören könnten.

    Auf der anderen Seite heißt sehr gebraucht natürlich auch ein hohes Ausfallrisiko und gerade bei Lagerschäden kann sich ein bereits vorhandener Fehler bei einer Änderung der Einbaulage schneller zeigen. Allerdings sprachst Du gar nicht von einem Lagerschaden, was ein typischer Lüfterfehler wäre, sondern von einem Wackelkontakt: Wenn so etwas an den Anschlüssen sein sollte, müsste man ja sowas finden.


    Was hatte denn der alte Lüfter ?

    Dass so ein Lüfter bei einem älteren Motorrad mal ausfällt, ist nicht so ungewöhnlich, bei einer meiner Einzylinder-F650GS hatte ich das auch mal.

    14,3 Volt


    klingt zwar ein bisschen hoch, aber - wie bereits geschrieben wurde - nicht so hoch, dass es einen Lüfterausfall erklären könnte. Elektrisch könnte ich mir nur eine Verpolung als lebensdauerverkürzend vorstellen, aber normalerweise verhindern die Steckverbinder so etwas und man sieht ja auch, wenn der Lüfter falsch herum läuft (ich habe sowas noch nicht ausprobiert - nicht dass da etwas abraucht).


    Hattest Du die Spannung bei angeschlossenem Lüfter geprüft ?

    Nicht dass der Thermoschalter hochohming ist und unbelastet mit dem Messgerät eine Spannung angezeigt wird, die bei angeschlossenem Lüfter zusammenbricht.


    Eckart

    Hallo Petra,

    Ihr setzt zuviel Kenntnis bei mir voraus.

    Wenn die Leute hier im Forum fragen, dann ja meist, weil sie selber schrauben wollen, von daher kommen fast zwangsläufig auch anspruchsvollere Tips.

    ich bin vorher noch keine Einzylinder gefahren

    Die entsprechende Frage wollte hinterfragen, ob Du vielleicht das normale Verhalten als Fehler einstufst, aber nach 6000 km, wovon 1000 km mit dem Fehler waren, kann man das ja wohl ausschließen.

    Ich habe lediglich Fahrschulmotorrad-Erfahrung.

    Das zählt auch !

    Ich weiß nicht, was Du dort gefahren bist, aber die vom Motor gleiche F650CS ist ja ein beliebtes Fahrschulmotorrad.

    Ich tanke nur Super Plus oder dieses teure Additive-Zeugs.

    Laut Anleitung kannst Du (normales) Super tanken und meiner Meinung nach ist es rausgeschmissenes Geld, eine teurere Benzinqualität zu tanken, wenn der Motor nicht darauf abgestimmt ist. Ich bin jedenfalls gut damit gefahren, E5 oder E10 zu tanken (spätere Baujahre kamen sogar mit Normalbezin aus, das es ja nicht mehr gibt). Testweise kann man aber schon mal anders tanken, der Versuch macht keine Mühe und kostet wenig:

    Ich würde aber wenn E10 getankt wurde auf Super Plus wechseln und bzw. umgekehrt. E10 hat den Vorteil, dass es Wasser bindet

    Wasser im Tank ist eher unwahrscheinlich, das Motorrad stand immer in der Garage. Erst bei mit hat es einen Sommer im Freien kennengelernt.

    Das Wasser muss sich ja nicht über lange Zeit angesammelt haben. Im schlimmsten Fall - den ich selber aber noch nicht hatte - reicht ein Problem mit der Tankdeckeldichtung, dass Regen im Stand oder während der Fahrt hineinläuft.

    Sammelt sich Wasser über lange Zeit an, kann das Kondenswasser sein, das vielleicht für Rost sorgen könnte, wenn der Tank aus Metall wäre, aber m. E. nicht für eine langanhaltende Störung.

    Meist bei konstantem Fahren zwischen 3000 und 5000 Umdrehungen

    Deswegen ja der wiederholte Hinweis auf das Konstantfahrruckeln.

    ich habe nun einen Werkstatttermin ausgemacht

    Das ist dann vielleicht die beste Lösung. Du lässt hoffentlich hier verlauten, was es war ?!

    Öl ist noch nie irgendwo rausgekommen.

    Nicht von allein. Das war der Hinweis auf einen der Schläuche, die neben den Fußrasten enden. Einer ist mit einem Stopfen verschlossen. Wenn Du den mal öffnest und es kommt etwas heraus (Öl, Benzin, Wasser), könnte das ein Hinweis auf ein Problem sein. Während ich diesen Beitrag verfasst habe, hat KöfferliRebel das genauer beschrieben.


    Eckart

    Hallo,

    wahrscheinlich eine gut investierte (max.) halbe Stunde in der Werkstatt.

    Was haben die denn gemacht ?

    Wir wissen zwar aus einem Beitrag vorher, was geplant war, aber es könnte ja sein, dass die weitere Diagnose etwas anderes erbracht hatte, denn eine Werkstatt dürfte sich denken, dass es Dir weniger darauf ankommt, Dein Motorrad resettet zu bekommen als dass es wieder normal läuft.


    Eckart

    Hallo Petra,

    Wahrscheinlich ist es wohl doch wahrscheinlich.

    Zwar spricht die geringe Laufleistung gegen einen Fehler der Zündkerze, die Symptome rücken das aber in den Bereich des Möglichen. Irgendwo muss man ja anfangen, wenn die Glaskugel nichts sagt.

    Die Aussetzer machen sich derart bemerkbar, dass beim konstanten Fahren mir "jemand die Benzinleitung mal kurz zuhält und wieder loslässt". So fühlt es sich an.

    Konstantfahrruckeln oder schlimmer ?

    bist du vorher schon mal Einzylinder gefahren?

    Wir kennen zwar nicht den Ausgangskilometerstand, aber aus der Formulierung

    Seit ca. 1000 km

    schließe ich, dass es doch eine signifikante Kilometeranzahl ohne dieses Phänomen gegeben haben muss, also dass wohl doch ein Fehler vorliegen dürfte.


    Eckart

    Hallo Gregor,

    Auf dem Bild ist meine alte Kerze zu sehen. Vll kann ja ein Experte was dazu sagen.

    Auch wenn ich für dieses Thema kein ausgesprochener Experte bin, würde ich sagen So schlimm sieht die ja nicht aus, aber man sollte nicht erwarten, dass man jeden Fehler so einfach sieht. In der von mir verlinkten Trefferliste kommen Zündkerzen ja auch prominent vor und weil

    Kostet nicht die Welt und ist schnell auch selbst gemacht.

    schließe ich mich dem Vorschlag an. Auch Zündkerzenstecker werden wiederholt als Problem genannt und selbst wenn der Ersatz der Zündkerze geholfen hat, könnte es auch daran liegen, dass jetzt zufällig ein besserer Kontakt besteht, weil dort einfach nur herumgefummelt wurde.


    Eckart

    Hallo Petra,

    Bitte, ich weiß so viel, dass das Silberne unten der Motor ist

    Meinst Du das Graue, hm, vielleicht war das mal silbern, als sie ganz neu war ...

    sogenannte Aussetzer

    Was sind denn sogenannte Aussetzer ?

    Handelt es sich da um richtige Aussetzer, vielleicht sogar mit Fehlzündungen oder leichte Unregelmäßigkeiten beim Vortrieb in bestimmten Geschwindigkeitsbereichen ?

    Er fand zu viel Motoröl vor und hat etwas abgesaugt, und die Muttern an den Polen der Batterie hatten sich gelockert, und er hat Wasser aufgefüllt (Batterie) sowie die Steckverbindung zum Motor (?) geprüft.

    Mit zuviel Öl habe ich keine Erfahrung, aber das mit den Battereipolen ist eine "beliebte" Fehlerquelle, aber ja nun ausgeschlossen worden. Zum Motor gibt es etliche Verbindungen, ist nicht ganz eindeutig.

    Leider muss ich wegen der vielen Fehlermöglichkeiten wie Rotax sagen, dass Deine Beschreibung noch zu wenig für eine Ferndiagnose hergibt. Einstweilen könntest Du ja mal diese Trefferliste durcharbeiten - vielleicht passt etwas ?


    https://www.google.com/search?…50.de+Konstantfahrruckeln


    Fehlendes Wasser ist keine Fehlerursache für solche Probleme, sondern äußert sich zuerst in Startschwierigkeiten. Da eine leichte Überladung bei diesem Modell normal ist, sollte man selber wenigstens einmal zwischen den Inspektionen danach schauen und ggf. nachfüllen. Wenn es aber schon bald wieder zu fehlendem Wasser kommt und die Probleme bei höherer Drehzahl eher als bei niedriger auftreten, hat vielleicht der Regler etwas weg und erzeugt Überspannung, die die Zündung beeinträchtigt. Dieser Defekt ist bei der Vergaser-F häufig, aber nicht bei der GS, aber unmöglich ist nichts. Im Verdachtsfall sollte man die Batteriespannung bei erhöhter Drehzahl prüfen, wenn möglich während der Aussetzer.


    Eckart

    Hallo Wolfgang,

    ich melde mich hiermit unter gleichem Namen zurück.

    Welcome back ... oder wie das sonst heute auf neudeutsch heißt.

    habe ich auch nicht gemerkt, dass ich irgendwann (vom System?) ohne mein Zutun abgemeldet wurde.

    Wer sich ein Jahr nicht mehr angemeldet hat (man muss nicht mal etwas schreiben), bekommt erst einmal eine "Mahnung" und erst wenn auch dann nichts passiert, wird man rausgeschmissen - was einer späteren Wiederanmeldung aber nicht entgegensteht.


    Wer seine Email-Adresse ändert, sollte das der Administration melden, damit Mitteilungen wie die erwähnte zustellbar sind.


    F650GS Twin (2008). Und sie ist seit der Sache mit der Wasserpumpe und dem undichten Kühlwasserschlauch problemlos und störungsfrei gelaufen

    Meine F800GS macht auch recht wenige Probleme und gemessen an der Kilometerleistung von jetzt über 100000 hatte sie recht wenige Störungen (kürzlich: Radlager vorn).


    Eckart

    Wenn man bei einem Defekt im Inneren des Tachos diesen nicht öffnen möchte, reduzieren sich die Möglichkeiten der Reparatur natürlich deutlich. Mechanische Kfz-Tachos arbeiten normalerweise nach dem Wirbelstromprinzip, ich gehe mal davon aus, auch der der Vergaser-F. Wikipedia hat leider nichts passendes dazu, aber hier habe ich eine Darstellung gefunden:

    http://wiki.vw-183.de/index.ph…tachometer_symbolisch.png

    Die Tachowelle dreht einen Magneten in einem Alu-Becher, an dem eine Rückstellfeder und die Tachonadel befestigt sind.


    Der Vermutung, dass ein Fremdkörper die Mechanik blockiert, habe ich auch, aber vielleicht helfen noch folgende Versuche ohne Öffnen: Ausbauen und Schütteln: Vielleicht fällt der Fremdkörper an eine unkritische Stelle. Evtl. gelingt auch ein kräftiger "Drehschlag" mit Drehimpuls um die Zeigerachse (bewegt sie sich dabei ?)

    Da die Kraft auf die Nadel mit der Geschwindigkeit steigt, hilft vielleicht auch, kurzzeitig mit einer Bohrmaschine 200 km/h zu "fahren", vielleicht auch eine Kombination der vorgeschlagenen Maßnahmen.


    Sollte der Defekt aber so aussehen, dass sich eine Achsverbindung gelöst hat, werden all diese Maßnahmen nicht greifen.


    Eckart

    Hallo,

    5% Diesel im Benzin

    Herzlichen Glückwunsch zur Antwort. Wie Du am Fehlen anderer Antworten gesehen hast, kommt sowas wohl nicht so oft vor als dass jemand anders die richtige Idee gehabt hätte und selber habe ich sowas auch noch nicht erlebt.

    Fehler können wohl mal vorkommen, man hört sporadisch mal, wenn wer 100% Diesel im Benzin hatte - da ist die Diagnose wohl einfacher.

    potentieller Schaden was Kat

    Normalerweise zeigen sich die Schwierigkeiten zuerst bei der Benzinzufuhr - so war es ja auch bei Dir.

    Egal wo der Schaden ist, ich vermute mal, man wird die Tankstelle dafür haftbar machen können, zumindest dein Benzingeld müsstest Du doch zurückbekommen (nicht bloß 5 % für den Dieselanteil). Die Tankquittung hast Du doch sicher noch ?

    Vielleicht wäre es kein Fehler, mal eine Fachwedrkstatt zu konsultieren und sei es nur, dass man einen kompetenten Zeugen hat, falls doch noch Folgeschäden auftreten.


    Eckart

    Hallo Matthias,

    Die Forensoftware hat Dich doch bestimmt gewarnt, dass Du auf einen Uralt-Beitrag antwortest. Aber ich greife das trotzdem mal auf:

    Ich denke BMW hatte gedacht, das Ihr motorrad mit einer kleineren Windschutzscheibe sportlicher wirkt.

    Bestimmt ist die GS mit der kleinen Scheibe sportlicher oder hast Du schon mal eine GS mit Riesenscheibe auf dem Crossplatz gesehen ?

    Abseits des Sporteinsatzes gelten aber andere Kriterien, da ist die kleine Scheibe aber nicht die Beste. Aber das dürfte für den Anbieter nicht das Entscheidende sein: In diesem Segment geht es auch um den Preis und so werden die Motorräder eben eher mit einer Minimalausstattung angeboten, alles drüber ist aufpreispflichtige Sonderausstattung oder Zubehör von Drittherstellern.

    Jedoch ist das Motorrad meiner Meinung nach mit hoher Scheibe besser zu fahren.

    Kannst Du das näher erläutern ?


    Eckart

    Man bekommt in so einem Fall also eine stark zerhackte Wechselspannung deren angezeigter Wert je nach Messgerät eben auch 8V sein kann.

    Richtig, und mehr noch: Es kann sogar sein, dass man bei höherer Drehzahl eine niedrigere Spannung misst.


    Eckart

    Hallo Michi,

    ein andere Motorradelektronik (die anderen Sachen macht), hat gesagt dass es Ihnen zu gefährlich wäre (Leben des Fahrers) wenn man am Steuergerät rumlötet - wie denkt ihr darüber?

    Wenn man eine Werkstatt an sein Motorrad lässt - egal ob es um die Elektronik geht oder Mechanik - vertraut man immer auf das dortige Fachkönnen, weil davon ein Stück weit tatsächlich das eigene Leben abhängt. Insofern ist es doch gut, wenn eine Werkstatt ihre Kompetenzen und damit ihre Grenzen kennt, sodass gar nicht die Gefahr aufkommt, durch unfachmännische Maßnahmen in Gefahr zu kommen. Natürlich kann einer auf diesem Gebiet kompetenten Werkstatt auch ein Fehler passieren, aber wenn sich das Risiko aufgrund des Könnens im Normalbereich bewegt so wie Du nach der Inspektion darauf vertraust, ein sicheres Fahrzeug zurück zu bekommen, ist das doch ok ?


    Bei vielen Teilen stellt sich bei einem Defekt die Frage nach neu oder reparieren, bei sicherheitsrelevanten Teilen mehr. Da muss man das eigene Gefühl befragen. Der eine fährt die Reifen bis auf das gesetzliche Minimalprofil runter, der andere orientiert sich eher an der höher liegenden Herstellerempfehlung.


    Ich würde zwar nicht so weit gehen zu sagen

    Ich gehe sogar so weit zu sagen das nach einer Reparatur das Teil danach sogar besser sein kann!

    Denn ein repariertes Teil wird durch die Reparatur nicht wieder zum Neuteil. Aber dem

    Lass Dich nicht verrückt machen

    würde ich mich schon anschließen. Mit der sorgfältigen Auswahl des Reparaturbetriebs hast Du das Deine beigetragen. Der bietet ja auch Garantie und damit bist Du sicher besser bedient als mit einem aus zweiter Hand ohne Sicherheiten gekauften Gebrauchtteil.


    Trotzdem gilt: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Der Fachbetrieb wird sicher feststellen können, ob das Teil arbeitet, aber eben nicht in Deinem Motorrad und auch beim Ein- und Ausbau können Fehler passieren, im schlimmsten Fall kann der Fehler außerhalb des zu reparierenden Teils liegen. Also ist nach dem Wiedereinbau ein Test angesagt, ehe man im unrechten Moment von einem Ausfall überrascht wird.


    Normalerweise sollte man so bremsen, dass das ABS nicht anspricht, das ABS also nur als Rettungsfallschirm benutzen - deswegen stellt der Ausfall der eigentlichen ABS-Funktion ja noch keine unmittelbare Gefahr dar, obwohl auch Fehler denkbar sind, die zum einem Ausfall der Bremsen führen.


    Eckart

    Hallo

    Heute habe ich den neuen Regler einbauen wollen aber vorerst die Spannung an der Lima gemessen!

    Kann es wirklich sein, dass meine hier an den drei Kabeln zwischen 165V und 186V sind?

    Jein, ich halte eine Fehlmessung für wahrscheinlich. Mehr siehe unten.

    Aber nur solange die Maschine kalt ist!

    Eine Temperaturabhängigkeit würde ich hier nicht erwarten. Das deutet schon auf einen Fehler.

    Ich denke die Lima hat nen Sprung und beim warm werden haut sie durch!

    Siehe oben - da wird wohl eher eine Fehlmessung vorliegen.


    Die Lichtmaschine ist eine Drehstromlichtmaschine, das bedeutet, dass zwischen den gelben Leitungen Wechselspannungen liegen - das Messinstrument muss entsprechend eingestellt sein.

    Bei einem falsch eingestellten Messgerät kann alles Mögliche angezeigt werden - ds wäre nicht aussagekräftig.


    Wenn man an der Lichtmaschine messen möchte, trennt man am Besten die Verbindung zum Regler.

    Nun wird man bei allen drei Anschlussmöglichkeiten bei Leerlaufdrehzahl wenige zig Volt Wechselspannung messen, bei hoher Drehzahl kann die Spannung über 100 V gehen, genaue Daten habe ich leider dazu nicht. Alle drei Spannungen sind bei gleicher Drehzahl gleich - wenn nicht, hätte die Lichtmaschine einen Fehler.


    Wenn man an der Lichtmaschine bei angeschlossenem Regler misst, sind die Spannungen niedriger: Der serienmäßige Regler ist ein Kurzschlussregler, die Spannungen sind dann wesentlich niedriger und nur noch wenig drehzahlabhängig.

    Die Spannungen sind belastet auch nicht mehr sinusförmig, sodass man sowieso keine genaue Messung erwarten kann. Aber alle drei Spannungen sind bei gleicher Drehzahl ungefähr gleich - wenn nicht, hätte der Regler einen Fehler, wenn der test der Lichtmaschine allein (s. o.) keinen Fehler zeigte. Es kann natürlich auch an der Verbindung Lichtmaschine - Regler liegen.


    Lichtmaschinenfehler sind sehr selten, Reglerfehler bei der Vergaser-F dagegen häufig. Auch das sollte man bedenken, wenn man bei der Fehlerlokalisierung unsicher ist.

    Was soll dann die negative Sache mit China? Die meisten Teile in der Krad und KFZ-Industrie wie auch Home-Elektronik kommen aus China!

    Ganz einfach: Eine deutsche Firma, die Teile aus China bezieht, hat eine eigene Qualitätskontrolle, die dem Verbraucher Made-in-Germany-Qualität sichert. das können ganz weitreichende Maßnahmen sein, angefangen zum Beispiel mit Verträgen, die dem - sorgfältig ausgesuchten - Lieferanten vorschreiben, was er tun muss, um die Qualität zu sichern über eigene Kontrolleure vor Ort, weiter mit einer Qualitätskontrolle hierzulande. Ich habe viele Storys über Erfahrungen mit diesem Metier gehört, obwohl ich selber beruflich nicht mit diesem Thema zu tun habe.

    Es ist ja nicht so, dass die Chinesen es nichts könnten, aber eben nicht alle und viele können es nur, wenn man ihnen auf die Finger schauen - dann können auch Luxusartikel wie Eifone da gebaut werden.


    Bist Du selber der Importeur, greift all dies nicht und Du läufst Gefahr, Schrott geliefert zu bekommen. Aber Du kannst auch Glück haben.


    Es gab ja mal zwei Deutschländer, aber es gibt immer noch zwei Chinas: Rotchina, dem Quell der Billigware und Taiwan, das sich ja schon vorher einen festen Platz in der Elektronikindustrie gesichert hat, weswegen die vermutlich auch einen Vorsprung in Sachen Qualität haben.


    Diese Sachen ändern sich ja laufend - wenn ich das schreibe, ist das vielleicht bald überholt.


    Eckart

    Dank Google findet man ganz schnell heraus, dass die Firma tatsächlich RH electronics heißt und dass

    Analyse (erfolglos)

    bedeutet

    Zitat

    Die Handlingpauschale beträgt 35,- € zzgl. Verpackungs- und Versandkosten sowie Nachnahmegebühren. Sie wird berechnet, sollte sich nach Sichtung und ggf. Öffnung des Gerätes herausstellen, dass es nicht reparabel oder kein Fehler feststellbar ist. Andernfalls wird der Reparaturpreis berechnet, der die Handlingkosten beinhaltet.

    Lass' mal vom Ergebnis der Aktion hören !


    Eckart

    Hallo Andreas,

    Hier ein weiteres Problem bei diesem Phänomen: Dies evtl. nicht möglich.

    Der Motor läuft nicht ohne Batterie und wenn der Fehler so ausgeprägt ist, dass er einer nicht vorhandenen Batterie gleichkommt, dann geht das leider nicht. Aber ...

    geladen, morgen will Junior damit wieder zur Schule

    ... wenn Junior morgen geladen (mit geladener Batterie meine ich natürlich) nach Hause kommt, könntest Du ja mal rein vorsorglich die vorgeschlagene Messung machen, d. h. die Spannung bei voll geladener Batterie und mit gegenüber dem Leerlauf etwas erhöhter Drehzahl laufendendem Motor messen. Liegt die Spannung nicht wesentlich über 14 Volt, ist alles im grünen Bereich. Bei einer Spannung von 15 ... 16 Volt oder noch mehr müsstest Du bald wieder zu Polo, wenn Du Dich nicht vorher um einen neuen Regler kümmerst. Liegt die Spannung deutlich unter 14 Volt, ist die Batterie noch nicht voll und Du solltest die Messung gelegentlich wiederholen.


    Eckart