Beiträge von bwm

    Normalerweise sind das nicht nur die Nebelscheinwerfer, die beim Kurven Licht angehen sondern extra leuchten im Gehäuse der Nebelscheinwerfer, die in eine andere Richtung leuchten. Machen zumindest VW und was dazu gehört so.


    Positionsleuchten bekommst du auch hin. Die Widerstände, die du wegen Umrüstung auf LED brauchst kann man fertig konfektioniert kaufen (abgestimmt auf den Stromverbrauch der originalen Blinkleuchten) und damit ist das nur noch elektrisch, wie es bei Nebel oder TFL auch wäre.

    https://m.louis.de/rund-ums-mo…chraubertipps/led-blinker

    Unsere 2007er GS bei inzwischen 119.000 km keinen mir bekannten Kabelbruch. Wenn dann in Ihrem ersten Leben als Fahrschulmotorrad (bis ca 57.000)

    Hat er aber nix von erzählt, daher halte ich das für unwahrscheinlich

    Aber bedenke bitte, dass du wenn du ein Problem bemerkst normalerweise frühestens am nächsten Tag in einer Werkstatt bist. Die können ggf benötigte Teile auch erst frühestens am darauffolgenden Tag bekommen und müssen sie ja dann auch noch einbauen. Also ab da wo du das Problem bemerkst vergehen schon mal mindestens 2 Tage. Insofern ist es nicht verkehrt, sich vor der Tour um alle möglichen Sachen zu kümmern. 2 Tage Stopp wenn man ein halbes Jahr unten ist sind nicht so schlimm. 2 Tage Stopp bei einem 10 Tage Urlaub dagegen schon.


    Kabel am LKL sind ein allgemeines Problem also meines Wissens wurde nichts an der Kabelführung geändert oder so. Aber unsere F hat inzwischen 120 Mm drauf und noch keinen Kabelbruch am Zündschloss gehabt.


    WaPu kommt normalerweise schleichend, ja. Also wenn du da noch keine Probleme hast würde ich noch nicht auf machen

    Welches Kühlmittel: tatsächlich ist das originale BMW Konzentrat nicht nur am empfehlenswertesten, weil direkt von BMW, sondern außerdem bei EBay und Konsorten relativ günstig, da es ein 1:1 Konzentrat ist. Aber bitte destilliertes oder zumindest deionisiertes Wasser nehmen.


    Wenn du nur Zur Werkstatt kommen willst reicht tatsächlich Wasser auffüllen. Wenn du kein Deionat oder Destilliertes Wasser hast tut es für die kurze Zeit auch Leitungswasser. Die Werkstatt soll dann aber bitte komplett neu befüllen


    Wichtig ist und bleibt weiterhin im Kühler zu befüllen.

    Am Ausgleichsbehälter sind min und max Markierungen dran.

    Für die Fahrt kannst du auch arme Leute Entlüftung machen: Kühler bis oben hin füllen und dann die Schläuche alle fleißig durchkneten und das Motorrad mal nach rechts und mal nach links kippen und immer wieder auffüllen. Für eine Komplett Befüllung wäre mir das nix, für die Fahrt zur Werkstatt aber ok.

    Du die Schwinge ist aber mit Lagern versehen und wie alle Lager sollten die regelmäßig gepflegt werden. Das ist nicht mit "1 mal machen und dann 10 Jahre Ruhe" getan. Also doch, aber dann musst du nach 10 Jahren wieder die Lager tauschen. Wenn du dagegen alle 2-3 Jahre mal reinigst und fettes halten die Lager wahrscheinlich doppelt oder 3 mal so lange. Deshalb kaufe ich ganz bewusst nur noch endlosketten für die F. Damit die Schwinge immer mal raus kommt und ich die Lager fetten kann. Schwingenausbau ist ja jetzt kein kein extrem riesiger Aufwand. Gegenüber nur Kettenkit Wechsel mit Kettenschloss sind das ganze 3 Schrauben zusätzlich. Schwinge raus und vor allem wieder rein heben ist allerdings mit 2 Händen sehr nervig, das gebe ich zu. 4 Hände machen sich da deutlich besser.

    Ventilspiel könnte mal kontrolliert werden, ggf. Flüssigkeiten neu (Öl, Kühlflüssigkeit, Bremsflüssigkeit) je nach Alter. Auch wenn das Alter der Flüssigkeiten in Ordnung ist den Füllstand prüfen. Öl muss unbedingt bei durchgewärmtem Motor (nicht nur Standgas!) geprüft werden, Kühlflüssigkeitsstand muss im Kühler geprüft werden (nicht nur im Ausgleichsbehälter). Bremsflüssigkeit würde ich nur nach zurückdrücken der Beläge auffüllen. Mit steigendem Verschleiß der Beläge sinkt nämlich der Füllstand der Flüssigkeit. Wenn du dann nachfüllst hast du beim nächsten Wechsel der Beläge auf einmal zu viel drin.

    Zündkerzen und Luftfilter wären auch noch solche Kandidaten. Alter checken und ggf austauschen.

    Ansonsten Kettenkit, Reifen und Bremsbeläge und Scheiben vor der großen Tour immer nochmal prüfen. Vor allem checken, ob sie die anstehenden km noch aushalten. Je nachdem, wie viele km geplant sind können zum Beispiel Reifen auch wenn sie im Moment noch gut wären tauschwürdig sein, weil sie die anstehenden 5000km nicht mehr halten. Ich tausche meine Reifen jährlich immer vor der großen Sommertour. Bei meinen 10-12.000km/Jahr passt das aber auch mit dem Verschleiß immer.


    Vorsorglich machen würde ich jetzt sonst nichts. Du solltest bei der Laufleistung die Wasserpumpen-Kontrollbohrung (linke Seite ganz unten, direkt über dem Krümmer) im Blick behalten. Die WaPu wird ja hier häufiger durchgesprochen und ist eine bekannte Schwachstelle. Eine Leckage fängt normalerweise mit wenigen Tropfen beim Kaltstart und nochmal wenigen Tropfen beim Abkühlen an, im Normalbetrieb ist sie dann erstmal wieder dicht. Das kannst du mal überprüfen. Leckage wird dann nach und nach immer größer. Wenn jetzt vor der Tour schon Tropfen kommen: tauschen.

    Kupplung könntest du bei der Laufleistung auch mal probieren. Bei warmem Motor 5. Gang, Standgas, Hinterradbremse und Kupplung ohne Gas gaaaaanz langsam kommen lassen. Wenn der Motor aus geht ist die Kupplung für den Moment ok. Kupplungsverschleiß äußert sich als erstes beim Beschleunigen im hohen Drehzahlbereich, wenn die Drehzahl schneller steigt als die Geschwindigkeit aber da braucht man ein wenig Gefühl für. Wenn der Motor bei dem oben beschriebenen Test an bleibt dann ist die Kupplung komplett tot und gehört sofort getauscht.

    Für den nächsten Kettenkit-Wechsel dann mal die Schwingenlager ansehen und vermutlich erneuern.


    Ansonsten liegen bleiben ist bei der F normalerweise auf einen plötzlichen und unerwarteten Defekt zurückzuführen (Kabelbruch, Batterietod, Kühler undicht, Reifen platt), auf den man sich nicht wirklich vorbereiten kann. Die oben genannten Wartungen (WaPu, Schwingenlager, Flüssigkeiten usw) haben bei mir noch nie zu einem plötzlichen Reparaturstopp geführt. Das waren immer andere Sachen aber man kann ja schlecht vorsorglich alle Kabel tauschen oder einfach mal eben einen neuen Kühler einbauen.

    Hallöchen


    das Thema kauen wir hier ja häufiger durch aber du bist glaube ich wirklich der erste, der vor allem besser gesehen werden möchte, als besser zu sehen. Und da gibt es tatsächlich ein paar legale Möglichkeiten, die auch was bringen. Zum besseren Sehen gilt nämlich die Devise: Ist es legal, bringt es nix. Bringt es was, ist es nicht legal. Besser gesehen werden in Sachen Beleuchtung kenne ich 3 Möglichkeiten.


    Nebelscheinwerfer

    Tagfahrlicht

    Blinker als Positionsleuchten


    Nebelscheinwerfer sind allgemein bekannt, dürfen aber rein rechtlich nur bei Nebel eingeschaltet werden. Ob man dafür wirklich mal angehalten wird – keine Ahnung. Vermutlich nicht. Nutzen je nach verwendeten Leuchtmitteln mittel bis hoch, aber mit hellen LED Lampen hast du sogar tagsüber die Gefahr, den Gegenverkehr zu blenden. Die 12er GS Dickschiffe mit Ihren Flakscheinwerfern haben wir ja vermutlich alle schon mal gesehen. Nachts sollten helle Exemplare unbedingt ausgeschaltet werden, weil du sonst ständig Gegenverkehr blendest und das kann nicht nur für den Gegenverkehr sondern auch für dich gefährlich werden. Schaltung ist relativ einfach. Zündungsplus in eigenen Schalter, dann zu den Lampen, dann zur Masse.


    TFL hilft tagsüber beim gesehen werden, weil die im Gegensatz zum Abblendlicht zwar eine Leuchtrichtung haben, die blendet (man schaut direkt in die Lichtquelle und nicht nur in Reflektionen wie beim Abblendlicht), aber die Helligkeit so weit reduziert ist, dass sie tagsüber eben doch nicht blenden. Nutzen denke ich mittel. Schaltung ist relativ aufwändig. Du musst nämlich mit einem Schalter gleichzeitig das TFL aus und Abblendlicht an machen (oder andersrum). Die Schaltung muss für TÜV-Konformität so sein, dass immer nur eins von beiden an sein kann. Das kann man mit einem 5 poligen Relais erledigen, das gleichzeitig Öffner und Schließer ist. Ist nicht kompliziert zu lösen, man muss sich aber vorher ein paar Gedanken machen.


    Positionsleuchten in den Blinkern habe ich an meiner Africa Twin und bin sehr zufrieden damit. In Verbindung mit dem hellen LED Abblendlicht fällt man sofort auf. Nutzen würde ich denken hoch, weil man ganz legal dann 3 unabhängige Leuchten vorne hat. Hier gibt es 2 Varianten. Wenn zusätzliche (weniger helle, üblicherweise weiße) Leuchtmittel zum Einsatz kommen dann dürfen diese an bleiben während der Blinker an ist. Wenn die LED der Blinker gedimmt betrieben werden als Positionsleuchten und in voller Helligkeit als Blinker dann müssen die Positionsleuchten auf der jeweiligen Seite aus gehen, während man blinkt. Die meisten Nachrüstlösungen haben aber zusätzliche LED für die Positionsleuchten, damit brauchst du nur ein Zündungsplus für die Positionsleuchten und das normale Blinkersignal. Problem hierbei: bei Umrüstung auf LED Blinker stimmt die Blinkfrequenz mit dem Lastabhängigen Relais der F nicht mehr. Entweder musst du dann noch Widerstände in die Leitung einlöten oder ein lastunabhängiges Blinkerrelais verbauen.


    Zur Schaltung: je nachdem, was es werden soll. Generell solltest du dir erstmal ein Zündungsplus suchen. Das kann vom Abblend- oder Standlicht kommen oder von dem ungenutzten Stecker unter der Sitzbank. Licht würde ich persönlich aber nie direkt einbinden sondern immer mit dem gemopsten Zündungsplus ein Relais ansteuern, das dann eine direkte Verbindung zur Batterie frei gibt. Und die Leitung natürlich auch nochmal eigens absichern. Hintergrund ist: wenn die (oftmals preiswert in China gefertigten) Zusatzleuchten die Sicherung killen, killen sie bei direkter Ansteuerung auch alles, was da sonst noch mit dran hängt. Bei den vFL Modellen gibt es laut http://www.f650gs.crossroadz.c…About/Wiring/FuseInfo.pdf nur eine Sicherung für Licht, Bremslicht, Blinker und Hupe. Wenn die gekillt ist läuft das alles nicht mehr. Die 2004-2007 Modelle haben mehrere kleinere Sicherungen.

    Das Zündungsplus vom ominösen Stecker unter der Sitzbank läuft über keine der Sicherungen, aber auch das würde ich nur zum Ansteuern eines Relais verwenden.


    Mein Favorit wären die Positionsleuchten aber das kannst du dir ja aussuchen. Wichtiger zum gesehen werden finde ich aber Warnweste und Helm in auffälliger Farbe (bei mir und Paula ist beides Neongelb)


    Alex

    Wenn du an den Lagern noch nicht dran warst kannst du die Schwingenlager schon mal neu bestellen. Die sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit hinüber. Außerdem solltest du, wo du schon mal dran bist, die Schaumstoff Dichtringe gegen richtige Wellendichtringe tauschen. Würde die Teile aber nicht bei BMW kaufen. In meiner Anleitung im F Wissen stehen die Größen drin.

    Schwingenlager F 650 GS Einzylinder

    Das ist vollständig ausschließlich Marketingblödsinn.


    Dass ein K&N LuFi mehr Leistung bringt ist genauso eine rein religiöse Betrachtung wie die angebliche Mehrleistung durch sogenannte Sport ESDs.

    Auf Beratung durch GPR würde ich überhaupt nichts geben. Die GPR ESDs sind dafür bekannt, besonders schnell freizubrennen und dann weit über TÜV Konformität laut zu werden.


    Du wirst weder bei K&N noch bei GPR oder ähnlichen jemals ein beschriftetes Leistungsdiagramm mit nachprüfbaren Leistungswerten vor und nach Nachrüstung finden. Weil sich Marketing Behauptungen besser machen als eine realistische Betrachtung á là "K&N Luftfilter können unter gewissen Umständen mit Glück zu Mehrleistung führen"


    Der Rotax 650er Einzylinder ist dafür bekannt, dass er durch einen Nachrüst-ESD eher Leistung verliert, als welche gewinnt. Ich kann mir absolut nicht vorstellen, dass das bei der (angeblich) 10PS stärkeren Terra groß anders sein soll. Das hat nicht primär mit doppel ESD oder nicht zu tun sondern vor allem damit, dass bei der Entwicklung des Motorrades Gruppen von Ingenieuren daran sitzen, den ESD, Krümmer und Motor aufeinander abzustimmen während bei den Nachrüstlösungen rein mechanisch geguckt wird, wie man den immer gleichen ESD an unterschiedliche Motorräder zimmern kann.


    Es wird jetzt ein paar Leute geben, die total überzeugt von billigtuning sind aber Mehrleistung beweisen kann davon auch keiner, weil sich nicht vorhandene Mehrleistung nicht beweisen lässt. Und das Popometer ist bekanntermaßen sehr ungenau.


    Also spar dir das Geld. Tuning, das wirklich was bringt ist teuer und erfordert immer eine Abstimmung der Einspritzung auf dem Prüfstand.


    Ich habe auch einen Nachrüst ESD an der F dran aber da ging es mir vor allem darum, dass der bei Kauf montierte SR Racing ESD zu breit für Kofferträger war und der originale den Platz für die Toolbox blockiert. Beim Hattech ist der Geräuschanstieg über 5 Jahre und über 50.000km passabel.

    Hast du denn die alte Batterie nochmal eingebaut? Gemeint mit unter Last war ja die Spannung bei Zündung ein.


    Wie gesagt bitte miss nochmal die folgenden Spannungen

    - Batterie abgeklemmt

    - Batterie angeschlossen und Zündung aus

    - Batterie angeschlossen und Zündung ein


    Außerdem mit der alten Batterie nochmal probieren, die war ja wohl nur schwach, nicht tot. Alternativ mit einem Starthilfekabel eines anderen Fahrzeugs (z.B. Auto) Strom ins System geben. Wenn dann alles geht ist es definitiv die Batterie selbst oder die Verbindung zwischen Kabel und Batterie. Wenn sich da auch nix tut können wir weiter suchen.


    Es ist einfach unwahrscheinlich, dass ausgerechnet genau beim Wechsel der Batterie auf einmal das Zündschloss aussteigt. Möglich, aber unwahrscheinlich.

    Das Klackern aus dem Cockpit weil immer mal wieder Kontakt da war und dann wieder nicht (mehrmals die Sekunde) kenne ich, ist bei mir auch aufgetreten. Ist auch völlig normal, das lässt sich überhaupt nicht vermeiden. Eine Spannungsspitze kann dabei eigentlich nicht auftreten. Wenn die Batterie nur 13 Volt Spannung liefert dann kommen da nicht auf einmal 20V raus, weil du sie nur kurz dran gehängt hast. Spannungsspitzen können bei der Erzeugung von Strom entstehen (LiMa) bzw wenn der Regler kaputt ist. Spannungsspitzen aus einer Batterie habe ich noch nie gehört. Ich gebe aber zu, dass als Maschinenbauer mein elektrisches Fachwissen begrenzt ist.

    der hat einen Innendurchmesser von 12mm (12X28X7)

    WaPu hat 10mm Innendurchmesser, die diversen Schwingenlager haben auch alle mindestens 18mm Durchmesser, Radlager sind noch größer.


    Könnte das vielleicht der Gummieinsatz vom Unterfahrschutz sein?

    https://www.leebmann24.de/bmw-…75&og=01&hg=11&bt=11_2867

    Die Schrauben dort haben M6.


    In den tiefsten Eingeweiden des Motors war ich noch nicht aber einen Dichtring mit Innendurchmesser 6mm kenne ich an der F nicht. Jedenfalls nicht aus Gummi.

    Auch eine neue Batterie kann kaputt sein. Miss doch mal die Spannung, wenn du Zündung an machst. Die Uhr funktioniert bei schwacher Batterie normalerweise am längsten.

    Und versuch mal, zu starten.

    Und Bau mal die alte Batterie nochmal ein, falls vorhanden. Wenn nicht gib mal mit dem Auto Starthilfe


    Ich tippe auch auf defekte (neue) Batterie


    Bei der GS geht eigentlich nur 1 Kabel je Pol an die Batterie. Weitere Kabel sind dann vom Zubehör.

    Zum Kühlmittelstand noch ein ganz wichtiger Hinweis, der hier eigentlich schon gesagt wurde aber scheinbar nicht beherzigt:

    Der Stand im Ausgleichsbehälter ist mehr oder weniger irrelevant. Der Stand im Kühler ist entscheidend. Dafür muss (bei kaltem Motor) der Verschlussdeckel vom Kühler runter und dann dort rein sehen. Wenn man eine starke Leckage hat kann es sein, dass der Kühlkreislauf fast leer ist, obwohl der Ausgleichsbehälter noch voll ist.


    Außerdem beim befüllen bitte auf korrekte Entlüftung achten (Entlüftungsschraube ist am Motor rechts relativ weit oben)

    Das stimmt leider auch nur bedingt. In der idealen Physik ist es richtig, dass das Reibwert der Haftreibung höher ist, als der der Gleitreibung. Ein haftendes (rollendes) Rad kann also mehr Kraft übertragen als ein gleitendes (blockiertes) Rad. Aber in der idealen Physik ist Reibung auch völlig unabhängig von der Fläche, auf der die Reibung stattfindet. Auch das stimmt in der Realität nicht, wie jeder weiß, der schon mal Breitreifen aufs Auto aufgezogen hat und dadurch besser gebremst aber auch mehr verbraucht hat.


    Das Geheimnis sind sogenannte Verzahnungseffekte, die größer werden, je rauer der Asphalt ist. Der Gummi des Reifens ist ja bekanntermaßen flexibel und greift damit in kleine Unebenheiten in der Straße ein. Wenn man jetzt das Rad blockiert hält der Gummi sich regelrecht am Asphalt fest und wird von diesem raus gerissen und dabei wird viel Energie "vernichtet". Auf extrem griffigem Untergrund wird man daher den kürzesten Bremsweg immer mit voll blockierten Reifen haben. Allerdings hat man sich dann auch ein gerades Plateau in den Reifen gebremst, wenn man 1 mal aus hoher Geschwindigkeit runter gebremst hat. Und ein Motorrad fällt dabei außerdem für gewöhnlich auf die Seite. Aber bei normalem Asphalt, den man so von den Straßen kennt ist der Effekt weit weniger stark ausgeprägt und außerdem gilt das nur für eine Vollbremsung geradeaus. Wenn in der Kurve die Reifen blockieren ist das grundsätzlich eher suboptimal, weil ein Fahrzeug dann keine Kurve mehr fährt sondern geradeaus. Beim Motorrad ist das besonders doof, da es dann überhaupt nicht mehr fährt sondern fällt.


    Daher ist es für jeden Fahrer, der nicht gerade Bremsrekorde in einem Auto auf gerader Strecke mit extrem griffigem Untergrund aufstellen will IMMER besser, mit ABS zu fahren.

    Solange das Hinterrad immer wieder löst würde ich das als normal bezeichnen, ja. Ich glaube auch nicht, dass das einfach grobschlächtiges ABS regeln ist, sondern dass das sogar absichtlich so gemacht wurde. Die 650er GS hat ja auch ab Werk halbwegs ernste Feldweg-Ambitionen und auf losem Untergrund könnte es sonst gefährlich werden, wenn man mal vergisst, das ABS abzuschalten. Einen Hang abwärts mit losem Untergrund fährt man nämlich genau so: mit immer mal wieder lösender, sonst aber blockierter Hinterradbremse. Wir haben im Rahmen eines Enduro Trainings mal in kontrollierter Umgebung mit abgeschaltetem ABS rumgespielt und auch ein blockierendes Vorderrad führt nicht sofort zum Sturz, solange man keine Kurve fährt.

    Also auf dem Feldweg (sofern der gerade ist) kannst du mit ANgeschaltetem ABS ruhig mal vorne voll rein hacken während du geradeaus fährst. Selbst wenn es eine Fehlfunktion gibt heißt das nicht automatisch, dass du stürzt. Wenn es aber tatsächlich eine gibt musst du natürlich manuell wieder lösen. Die Gefahr des Sturzes besteht natürlich, sie ist nur nicht so hoch, wie man allgemein vermutet. Man hat würde ich schätzen im geradeaus rutschen etwa 1-2s,bevor die Fuhre anfängt, zu kippen. Ausprobieren freilich auf eigene Gefahr und bevorzugt mit einem Helfer in der Nähe, der eingreifen kann, falls was schief geht.


    Das vordere ABS finde ich übrigens deutlich feinfühliger. Das blockiert meiner Meinung nach nicht, solange das ABS angeschaltet ist.

    Das ist aber nicht zwingend der Grund dafür. Auch bei der normalen Verlegung gibt die F mit viel Lenkeinschlag selbstständig Gas, wenn das Spiel zu klein eingestellt ist. Der Seilzug an der F braucht tatsächlich relativ viel Spiel. Also wenn du mit der Schrauberei fertig bist nochmal ausprobieren und ggf Spiel vergrößern

    Worauf wartest du denn? Also auf welche Teile? Deckeldichtung?

    An die Krümmerdichtung auch denken. Die muss unbedingt neu, sonst pfeift es da raus. Die spart man sich auch, wenn man auf flexible Leitung umrüstet.


    Tipp zur Deckeldichtung (ich hab mir wegen der starren Ölleitung mal eine neue beim ansetzen des Deckels zerstört) :

    Die Deckeldichtung mit Hylomar am Motor befestigen. Dann bleibt sie an Ort und Stelle und kommt erst in Eingriff, wenn der Deckel in seine finale Position rutscht.

    Zum Reifenkit: das hätte auch so nicht geholfen, weil die F einen Schlauchreifen hat und den kann man mit so einem Reparaturkit nicht in ordnung bringen. Flicken könnte man den aber dafür muss Rad raus und Reifen mit Schlauch runter.

    Den Reifen hättest du nicht zwingend entsorgen müssen. Kommt drauf an, wie groß das Loch ist und ob die Karkasse beschädigt wurde. Da eh ein Schlauch innen ist (den du tatsächlich ersetzen solltest) hat das Loch im Reifen auf die Dichtheit keinen wirklichen Einfluss. Man muss dann wie gesagt den Reifen ansehen und entscheiden. Wenn die Karkasse Schaden genommen hat kann der plötzlich und unvermittelt bei hoher Geschwindigkeit platzen, das wär schlecht. Wenn aber nur ein kleines Loch drin ist kann man den theoretisch noch weiter fahren