Beiträge von vosse

    ich könnte nun eine Abhandlung zu Detergents und Dispersants

    Cool, dass man damit inzwischen den Abrieb der Nasskupplung und sonstige metallische Partikel zuverlässig und dauerhaft in Schwebe halten kann. War mir so nicht bekannt. Wieder etwas gelernt! :thumbup:

    Wenn du die alte Dame nicht zum Kilometerschrubben hernimmst, dann klappt das sicherlich lange mit deiner Methode. Ich würde mir jedoch den einen Vormittag Mühe machen und ordentlich reparieren.

    Der Reparatursatz/Helicoil wurde ja bereits viele hundertmal erfolgreich verbaut. Ich glaube nicht wirklich, dass wir einem Motorenbau-Ingenieur erklären müssen wie man das verbaut - der weiß das selbst!

    Wie ich eingangs sagte hat meine F 650 eine eingeklebte (weil Gewinde versaut) Ölablassschraube im Sumpf.

    Das haben wir schon verstanden, aber dennoch ist 90% des Öls im Rahmentank. Daher die Ablaßschraube am Rahmen öffnen. Anschließend gibt es kein Öl mehr, dass du zusätzlich über ein Durchdrehen des Motors entfernen könntest.
    Schau dir einfach mal den Ölkreislauf des Rotax an (Trockensumpf), dann verstehst du es wahrscheinlich.

    Über den Siphonschlauch geht es meine Erkenntnissen nur wenn der Motorläuft bzw. gestartet wird. Wenn der Töff steht ist der Überlauf via Ansaugstutzen und Luftfilterkasten wahrscheinlicher da dieser Weg weiter unten als der Bogen des Überlaufschlauches ist.

    Mag auch sein. Ich kenne eben nur den Spritverlust über den Schlauch, wenn ich die kleine in den Dreck geworfen habe und wieder aufstelle. Dann ist der Siphon aber logischerweise tiefer gewesen.


    Ich kenne das Problem mit dem Schwimmerventilsitz an der F (noch) nicht aus eigener Erfahrung. Meine 98er-Vergaser sind nicht revidiert. Ich hatte nur mal die Deckel runter um nach den Diaphragmen zu schauen. Da war alles bestens und blitzblank sauber. Ich habe auch noch nie etwas an den Vergasern vestellt. Weshalb auch, wenn alles läuft und der CO-Wert bei der HU immer bestens ist. Gut, Leerlauf war mir bei Fahrzeugübernahme zu hoch. Hab ich um 200rpm runtergedreht und läuft jetzt seit 6 Jahren unverändert.

    Wenn das Fahrzeug keine mehrjährige Standzeit hinter sich hat, muss man an den Vergasern selten etwas tun. Einmal im Jahr prophylaktisch etwas Vergaserreiniger in den Tank und gut ist!
    Eine prophylaktische Vergaserüberholung (bitte niemals mit Keystersatz!) würde ich nur dann machen, wenn die Kiste ohnehin schon halb zerlegt ist und man gut an die Gaser kommt. Ansonsten gilt für mich "never change a running system".

    Sollte ich dennoch jetzt schon an den Vergaser und die Schwimmernadelventile tauschen,

    oder behandle ich das Thema

    Frei nach dem Motto "Never change a running system"

    am besten erst wenn es wirklich Probleme macht.

    Genau so würde ich das handhaben! Du hast keinerlei Probleme, also laß die Finger davon! Kannst immernoch schrauben, wenn es Probleme gibt.

    Sprit kommt ja eigentlich nicht so einfach in den Lufikasten. Wenn die Schwimmerkammer überläuft wird mittels Überlaufschlauch direkt auf die Straße entsorgt. Nur überschüssiges Öl wird über die Kurbelgehäuseentlüftung in den Lufi-Kasten entsorgt.


    Mach eine schöne Tour - das ist besser investierte Zeit. Falls es dann doch irgendwann Vergaser-Probleme gibt, dann helfen wir dir gerne.

    Was ist denn mit Joachims Tipp?
    Wann hast du zuletzt das Ventilspiel kontrolliert? Steht alle 20tkm an.

    Ich tippe aber tatsächlich auf einen ganz seltenen Fehler: Die CDI!
    Irgendetwas stimmt da nicht, wenn du in den anderen Gängen bis 8.500rpm drehen kannst. Der Begrenzer müsste viel früher einsetzen. Die Beru-Blechstecker (hast du die bereits durch NGK-Stecker ersetzt? Rolf hatte bereits dazu geraten.) und alte Zündkabel sind zwar viel wahrscheinlichere Fehlerursachen, aber ein nicht einsetzender Begrenzer kann eigentlich nur die CDI sein. Mir fällt jedenfalls keine andere Begründung ein.

    Also der zweite geht meist noch, beim dritten fängt es an zu “rutschen“ und in den vierten komm ich dann nicht mehr, dann muss ich in den zweiten schalten und langsam fahren um mich Vortrieb zu haben.

    und das alles bei

    um langsam (20-30kmh) zu fahren, dabei bin ich im 2. Oder 3. Gang.

    Sorry, wenn ich so deutlich werde (und ich wiederhole mich bereits), aber das ist ein Anwenderfehler, kein Motorradfehler!
    3. und 4. Gang bei 20-30 km/h... Das geht mit diesem Motorrad einfach nicht!

    Ich habe exakt die gleichen Leuchten und ja, es sind Nebelleuchten. Ich habe sie zwar nicht bei Motea gekauft und auch nochmals weniger bezahlt, aber die Dinger sind wirklich gut! Wie lage sie halten wird sich noch zeigen.


    Man kann sie also halblegal zusammen mit dem Abblendlicht betreiben. Halblegal, da man sie eigentlich nur bei entsprechend schlechter Sicht anschalten sollte. Praktisch gibt das aber nur ein Verwarnungsgeld, wenn man auf jemand SEHR genaues trifft. Tatsächlich finden es die meisten Mitglieder der Trachtengruppe gut, dass man besser sichtbar ist und sagen nichts. Voraussetzung ist natürlich, dass man die Scheinwerfer sehr konservativ einstellt sodass sie auf gar keinen Fall blenden können.
    Bei den genannten Nebelscheinwerfern geht das problemlos, da sie eine sehr deutliche hell-dunkel-Linie haben.

    Fischer ist gute badische Wertarbeit aus dem Schwarzwald (Schramberg). Gibt es vorkonfektioniert mit ABE für unsere 169er. Tut an meiner F jedenfalls seit längerem vorne und hinten bestens seinen Dienst und passt perfekt.
    Alternativ - wie von Rolf empfohlen - Spiegler. Bei Bremsleitungen spart man nicht, da holt man sich etwas vernünftiges!

    Nach 24 Jahren gehört eine Gummibremsleitung auch wirklich mal erneuert. Sehr mutig oder gar unvernünftig damit noch herumzufahren, wenn man die Vorgeschichte des Möps nicht kennt.