Beiträge von Franz G.

    Am Baikalsee soll es im Herbst am schönsten sein, wurde mir gesagt. Ich hatte nun die Möglichkeit zu prüfen, ob das stimmt. Im Jahr 2015 war ich schon mal in der Gegend (Mongolei 2015), allerdings im Frühsommer. Auch dieses Mal kam wieder eine F650GS zum Einsatz. Mein Reiseveranstalter von damals braucht ab und zu neues Rollmaterial und hat eine Dakar in Köln gekauft, die mit einer Spedition in die Mongolei gebracht wurde. Dieses Motorrad konnte ich für die Baikaltour nutzen. Begleitet hat mich wieder der Josef, der schon 2015 dabei war. Er hat seine Africa Twin bereits seit einem Jahr in Ulan Bator, um dort Touren unternehmen zu können.

    Was soll ich sagen? Es stimmt, die beste Reisezeit für den Baikalsee ist der Indian Summer. Einige Bilder von der Reise findet Ihr in meinem Blog: Blog zur Baikaltour

    Ich komme auch. Sonst kann ich mich ja später nicht beklagen, dass an Weihnachten schon wieder gewichtelt wird.


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    Meine Vermutung bzgl des Ministerialbeamten habe ich aus einem Beitrag im Tiger-Forum abgeleitet:

    "Hallo zusammen,


    da mich dieses Thema auch immer wieder beschäftigt hat, habe ich vor ca. 14 Tagen den Triumph Kundenservice angeschrieben. Mit Erfolg. Ich habe gestern ein Schreiben des IVM an Triumph weiter geleitet bekommen in dem der IVM bestätigt, dass hier EU Recht vor nationalem Recht gilt und das BVM bereits eine Ergänzung/ Änderung in der Sommerpause zur Umsetzung des EU-Rechtes angekündigt hat. Also eine Verwendung der M+S Reifen weiterhin auf COC-zugelassenen Fahrzeugen erlaubt ist. Ich werde dieses Schreiben nun mit der Freigabe mit mir führen. Für den Fall der Fälle."

    Alex, ich kann mir vorstellen, wie das abgelaufen ist. Die StVZO wurde natürlich nicht mal um ein Komma verändert. Aber am Ende hat sich ein Ministerialbeamter dazu hinreissen lassen, einen erklärenden Brief an die Reifenhersteller zu schreiben. Auf dieser Basis haben die dann ihre Reifenfreigaben wieder angepasst. Wenn jetzt alle stillhalten, sind alle Beteiligten glücklich: Conti und Heidenau, weil sie wieder mehr Stollenreifen verkaufen können und wir, weil wir wieder mit dem Scout stressfrei zum TÜV fahren können. Natürlich könnte irgendein ein verblenderter Paragrafenreiter dagegen klagen. Dann wär's wieder vorbei. Hoffen wir mal da beste.

    Die Baustelle ist übrigens schon lange beendet. So was passiert sogar mal in Berlin.


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    Ich wollte wieder mit meiner alten 2-Ventiler fahren und biete an die gemütliche Gruppe anzuführen.


    Zum Bug steht folgendes in der HNA:

    Eigentlich sollte die neue Brücke kommende Woche für den Verkehr frei gegeben werden. Doch das Unwetter am 20. Mai und das anschließende Weserhochwasser setzte das gesamte Baufeld komplett unter Wasser. „Die Bauarbeiten mussten für eine Woche ruhen“, sagt Stephan Nolte. Vorgesehen sei nun, dass der Autoverkehr ab 12. Juli über die neue Brücke rollen kann. Fußgänger und Radfahrer können sie ab heute wieder benutzen.


    Wir wollen da am 13.7 drüber rollen.



    Franz

    Wenn man für Reisen ins Baltikum die lange Anfahrt durch Polen scheut, gibt es als Alternative die Fähre von Kiel nach Klaipeda (deutsch: Memel). Ich will hier mal über meine Erfahrungen mit dieser Verbindung berichten.

    Die Fähre verkehrt täglich und verlässt Kiel um 21:00. Man ist dann am nächsten Tag um 17:30 in Klaipeda. Hin und zurück kostet die Überfahrt 177 EUR, wenn man nur den Ruhesessel nimmt. Nichts für mich. Ich habe vor Ort noch 1 Bett in einer 4er-Kabine gebucht (je 45.-) und hatte das Glück auf der Hinfahrt nur einen Mitnutzer zu haben und auf der Rückfahrt gar keinen. Die Preise für Essen und Trinken an Bord sind oK, Bier z.B. 0,5L für 3,50. In Klaipeda angekommen, habe ich wie einige andere motorfahrende Passagiere im Hotel Memel, das günstig nahe der Altstadt und dem Brauereiausschank von Svyturys liegt. Was kann man so machen in Klaipeda? Vielleicht nach Karkle fahren und sich im Nationalpark erklären lassen, wie man Bernstein findet. Aber als Motorradfahrer will man eigentlich ja nur Motorrad fahren. oK, das habe ich dann auch ab dem folgenden Nachmittag gemacht. Mein Ziel war der russische Teil Ostpreußens, also das Gebiet Königsberg*. Die Grenze von Litauen zu Russland ist der Fluss Memel, von dem die Region auch ihren Namen Memelland hatte. Bis 1919 gehörte das Memelland zum Deutschen Reich. Das merkt auch noch heute: gut ausgebaute Strassen und viele fest installierte Blitzer. Der Grenzübergang nach Russland ist in der kleinsten Stadt Litauens (265 Einwohner), Panemune (deutsch: Übermemel). Auf der anderen Seit der Memel liegt dann Tilsit*. Für die Einreise nach Russland braucht man ein Visum, was bis zu 90 EUR kosten kann, wenn man keine Einladung hat. Eine solche Einladung lassen sich die Beschaffungsdienste bezahlen (rund 20 EUR). Das Geld kann man sich unter Umständen sparen, wenn einem das Hotel in dem man übernachten will eine solche Einladung schickt. Hat bei mir schon mal bei einer Reise nach St. Petersburg funktioniert. Die Einreise nach Russland mit einem Fahrzeug ist immer etwas unberechenbar. Für mich war es dieses Mal das vierte Mal und wieder etwas nervig. Mit dem Motorrad kann man sich natürlich vordrängeln und wird dann vom russischen Grenzpersonal gleich an die Schalter weiter gewunken. Problemlos ist die Passkontrolle. Hier wird nur geschaut, ob ein Visum vorhanden ist. Dann muss aber das Fahrzeug beim Zoll angemeldet werden. Dieses Mal hat der Beamte das Zollformular für mich ausgefüllt, weil offenbar keine mit englisch-russischen Text vorhanden waren. Aber dann war wohl der Drucker für den QR-Code defekt und ich musste 45 Minuten warten (alle anderen an der Grenze natürlich auch). Bei der Ausreise aus der EU wird übrigens auch genau geschaut, ob das Fahrzeug eventuell geklaut ist. Man sollte schon wissen, wo die Rahmennummer angebracht ist. Das wird kontrolliert. Schließlich konnte ich einreisen. Was kann man so machen in Tilsit*? Sehenswert ist schon mal der Grenzübergang mit der Luisenbrücke. Dann gibt es Militärmuseum im Freien (T-34, davor eine Steinplatte mit deutscher Inschrift: Halt und verbeugt Euch dem legendären T-34 zu ehren). Dann kann man noch billig tanken (0,70 EUR/L). Am nächsten Tag ging es weiter nach Interburg*, die Stadt am Pregel. Vom Schloss dort sind nur noch Ruinen übrig. Weiter ging die Fahrt über Nebenstraßen nach Cranz* an der Kurischen Nehrung. Cranz entwickelt sich gerade zu einem erstklassigen Tourismusort, was aber nicht unbedingt gut sein muss. Zumindest ist alles schick rausgeputzt, auch die deutsche Vergangenheit lässt sich an vielen Gebäuden noch erahnen Königsberg habe ich übrigens ausgelassen, weil ich da 2010 schon mal durchgefahren bin https://forum.2-ventiler.de/vb…12972-die-baltische-Runde). Das Befahren der Kurischen Nehrung (Naturschutzgebiet) kostet 300 Rubel. Schöne kurvige Straße, aber durchgängig auf 60 km/h beschränkt. Landschaftlich wunderschön, an den engen Stellen der Nehrung kann man in wenigen Minuten vom Ostseestrand zum Kurischen Haff laufen. Tipp fürs Mittagessen: Restaurant Fischhoff in Rossitten*. Die Kurische Nehrung gehört zur Hälfte zu Russland, die andere Hälfte zu Litauen. Vor der Grenze kann man noch mal den Tank mit billigem Sprit vollmachen. Der Grenzübertritt auf der Kurischen Nehrung ist kaum frequentiert und alles ging ratzfatz. Die Litauer nehmen einem aber sofort 5 EUR für das Befahren des Naturschutzgebiets ab. In Litauen sieht dann natürlich alles viel schicker als in Russland aus. In Nida, dem ersten Ort nach der Grenze kann man das Thomas Mann-Haus besuchen und die Italienische Szenerie bewundern, die Max Pechstein 1935 in seinem Bild Boote am Strand verewigt hat. Wie 2010 musste ich bei der Fährüberfahrt zurück nach Klaipeda nichts bezahlen. Die Fähre zurück nach Kiel fährt um 22 Uhr ab, Ankunft ist am nächsten Tag um 17:00. Das war noch früh genug, um noch die Rückfahrt nach Berlin (350 km) anzutreten.

    Fazit: Kürzester Weg von Berlin nach Klaipeda, dem Tor zum Baltikum über die Kurische Nehrung sind 900 km. Das kann man in 2 Tagen schaffen (siehe meine Reise 2010). Mit der Fähre schafft man die Strecke in 1,5 Tagen und erspart den Reifen 550 km und dem Portemonnaie zwischen 30 und 40 EUR Spritkosten. Allerdings hat mich die Fähre 133 EUR pro Weg gekostet.

    Ein paar Bilder gibt von der Reise gibt es bei mir im Blog: https://fgsimon.jimdo.com/blog/



    * Ich habe in diesem Bericht die deutschen Namen verwendet, weil die russischen Namen für mich zum Teil unaussprechlich sind. Hier die heutigen Namen: Königsberg: Kaliningrad; Tilsit: Sovetsk; Insterburg: Tschernjachowsk; Cranz: Zelenogradsk; Rossitten: Rybatschi

    Im Weißen Rössl am Wörthersee.


    1. Endurist

    2. Bummelpaule ( Wenn nichts dazwischen kommt )

    3. Schoko

    4. Patrick ( Wenn die Arbeit keinen Strich durch die Rechnung macht )

    5. Peggy ( Vermutlich erst gegen 19:00 )

    6. Dieterreh

    7.Dakar-Gang

    8. Mefi

    9. Sponge Rider

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