Beiträge von JustMe

    Alex - ich habe die starre Leitung bisher nur an einem ausgebauten Motor abgenommen; zum Einstellen der Ventile habe ich aber auch schon mal die hintere Verschraubung am Ziko gelöst und weiß, wie bescheiden man da dran kommt. Allerdings sehe ich das Problem nicht, wenn man halt den Krümmer abnimmt und das Öl abläßt - ja, ist mehr Aufwand als mit einer Flexleitung, aber wenn Du mal an einer Transalp XL700VA zum Ventilecheck die Zikodeckel abnehmen musstest, kann einen so ein bißchen Schrauben nicht wirklich erschüttern - immerhin ist das alles ja frontal vor einem und keine OP durch den Auspuff. Daß es mit der Flexleitung leichter ist, bezweifele ich überhaupt nicht. Komatis hatte nur noch zwei Stück und produziert nicht mehr nach; für Nr. 3 hätte ich ohnehin eine andere Lösung benötigt. Das bekomme ich vor der diesjährigen Tour nicht mehr gelöst (ich werde garantiert keinen Umbau, der nicht 1.000km Test auf heimischen Straßen hinter sich hat, in eine Kiste packen und in den Kaukasus schicken), also mache ich dieses Jahr mit den starren Leitungen herum und denke (vermutlich dann mit ein paar blutigen Knöcheln) noch mal über eine taugliche Identlösung für alle drei nach. Richtig geil wäre halt der Anlasser der G650GS und deren Ölleitung; vielleicht investiere ich da mal rein; das kostet dann zwar erheblich mehr, aber <wtf>, dann ist das Thema wirklich Geschichte.


    Mit drei nicht baugleichen Moppeds auf Reisen hab´ ich hinreichend Erfahrung. Das geht dann los mit verschiedenen Reserveschläuchen, extra Stecknüssen für dickere Hinterachsen, verschiedene Sicherungstypen, verschiedene Frontlampen (die H9 der Transe wäre unterwegs praktisch nicht aufzutreiben), verschiedenen Bowdenzügen/Nippeln, verschiedenen Reservespeichen (ein, zwei pro Speichentyp hab´ ich gerne dabei), verschiedenen Bremsbelägen, Kettenschlössern, KTM-Spezialteilen... (ja, muß man nicht immer alles dabeihaben, aber bei drei Moppeds einen Satz Bremsbeläge dabeizuhaben auf 10.000km-Touren ist nicht dumm, wenn man nicht kostenintensiv vor Abfahrt drei halb abgefahrene Sätze, die eigentlich noch halten sollten, vernichten will). Man muß auch nicht alles dreifach mitnehmen; Ersatz für das zwischenzeitlich verbaute Ersatzteil treibt man häufig unterwegs wieder auf; aber das ist wie Reifenflicken - stehst Du im August im sonntäglichen Schneesturm auf einer norwegischen Paßhöhe mit zwei Moppeds und zwei kleinen Kindern, hilft die ADAC-Karte nichts, sondern nur Flickzeug und Montiereisen, um vom Berg runterzukommen.

    Mein gesamtes Ersatzteilpaket inkl. Zeltflickzeug etc. passt in eine kleine, flache Box; mein Werkzeugsatz ist extrem reduziert auf extrem taugliches Werkzeug in den wirklich benötigten Größen. Einen Reserveregler verbaue ich noch mit dem Halter der HP2 (glaube ich) an einem Rahmen, einen Satz Züge verlege ich an einem Rahmen.

    Holger - ja, mit dem kratzerfreien Lacksatz. :-) Er ist auch 10.000km später immer noch kratzerfrei; die Moppeds werden dieses Jahr nach Georgien verschickt, von da aus geht´s in den Iran und dann über die Türkei wieder nach Hause.


    Für die Zweifler: Ja, es sind drei gleiche Moppeds, die vordere ist auch ´ne Twinspark, und ja, sie kriegt für die Reise auch die (hochgestellte) Originalscheibe wieder, weil die sich in der Hitze dann hevorragend absenken lässt. :-) Nur den Öldruckschalter an der 2004er muß ich noch vorsorglich tauschen (entsprechend mit Adapter und Kabelsatz ;-(, ist noch die alte Version.



    Beste Grüße

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    Hi Toby,


    keine Sorge, so schnell kollabiere ich nicht. ;-)


    Mir ist weder bange vor Umbauten noch zweifele ich die Möglichkeit von Verbesserungen an. Meine alte AT hatte so ziemlich alles umgebaut, was es an richtigen oder vermeintlichen Verbesserungen gab, deshalb weiß ich ganz gut, wovon Du sprichst. Schrauben tu´ ich seit 30 Jahren vor der Tür und nur in verschneiten Notfällen im Wohnzimmer- nächstes Jahr gibt´s dann mal ´ne Garage. Glaub´ mir daß ich weiß wie man draußen in ungemütlichen Bedingungen schraubt. Bei Umbauten gibt es auch kein richtig oder falsch. Es ist ´ne Einstellungssache und mein Ziel ist es in diesem aktuellen Fall, drei möglichst identische Dakars auf Fernreisen zu haben, bei denen ich dann Komponenten zur Fehlersuche tauschen kann und bei denen ich wegen Gleichteilen die Mitnahme von Ersatzteilen begrenzen kann. Im extremen Notfall kann ich dann auf DHL und den ADAC Teileversand zurückgreifen, weil ich dann nicht erst noch andere Teile rückbauen muß, um ein Originalteil verbauen zu können. Was TT rallyeerprobt (und die haben auch ´ne Menge Mist produziert über die Jahre), hilft mir mangels Werkstattwagen hintendran recht wenig.... Und was helfen mir unter dem Strich bessere Wellendichtungen, wenn bis zu dem Ableben der Originaldichtungen, wie hier im Forum häufiger zu finden, die Antriebsräder auch schon erheblich abgenutzt sind - ich muß die ganze Chose also eh öffnen. Ich probier´s ja gerne mal aus, aber nicht vor dem Versand dreier Moppeds nach Georgien. Deswegen bastele ich mir auch keine Druckregler/Filter selbst, sondern verbaue irgendwo am Mopped einen Ersatz, und wenn der alte dann irgendwann aufgibt, wird umgesteckt (falls ich noch ´nen gescheiten Vorfilter finde, der in die Hochdruckleitung passt, baue ich den auch noch ein, bin ja nicht ganz beratungsresistent :-). So oder so bin ich für Deine Tips und Ansichten wie auch jene von Alex immer echt dankbar.


    Beste Grüße
    Chris

    Krümmerdichtung und Hohlschraubendichtungen hatte ich schon als Einwegmaterial eingeplant. Die Schaltwellendichtung ist vermutlich sinnvoll zu tauschen. Der Sinn der doppellippigen Wapuwellen-Dichtungen leuchtet mir ein; aber ich würde deren Einsatz nur ausprobieren wollen, wenn ich die nächsten 50.000km in Heimatnähe unterwegs wäre. Was bringt es mir im Iran herauszufinden, daß die verringerte Auflagefläche der Welle zu einer erhöhten Vibration des Flügelrades und zu erhöhter Abnutzung der Antriebsräder geführt hat, nur um mal ein, evt. abstruses, Beispiel zu nennen?


    Auf eine Flexleitung steige ich bewußt nicht um. Meine persönliche Erfahrung über die Jahre ist, daß viele Umbauten zur Lösung eines Problems dann andere Probleme mit sich bringen, neben den doppellippigen Dichtungen gehören die Flexleitungen nach langer Überlegung (und Infos von Komatias aus dem UK-Forum) in diese Kategorie.


    Der Durchfluß an den Crimpungen/Muffen scheint mir bei allen Leitungen, die nicht auf die originalen Ringanschlüsse setzen, erheblich geringer als in der Originalleitung, die Lage in Krümmernähe ist bedenkenswert, die Langzeitstabilität des Schlauches ist fraglich. Ich habe mich daher entschlossen, im Einzelfall halt den Krümmer und die Ölleitung zu demontieren. Wasser muß eh raus und es ist kein Riesenproblem, auch noch das Öl abzulassen und nachher wieder einzufüllen. Das vermehrt den Ersatzteilbestand für unterwegs um insgesamt vier Dichtringe (Krümmer, Hohlschraube und Ölablaßschraube). Wenn man die Wapus alle 20.000km mit prüft und ggf. tauscht, ist der Mehraufwand im Rahmen der großen Inspektion überschaubar; Öl und Wasser sind dann eh raus und die Leitung ist am Ziko schon gelöst zur Ventilspielkontrolle, sofern man an den Kettenspanner muß. Technisch sexy finde ich allenfalls die mittendrin aufgetrennte serienmäßige Leitung mit einem kurzen Flex-Zwischenstück, aber auch da habe ich Bedenken bei der langfristigen Dichtigkeit, wenn die Ränder der Leitung nicht aufgebördelt (richtiger Begriff?) sind. Am besten wäre technisch fraglos die G650GS-Rücklaufleitung - aber dann ist der Anlasser zu tauschen..... Ich hab´ einen Freund der Rohrbiegemaschinen vertreibt; ich muß den mal fragen, ob man für die F nicht eine G-Leitung in F-Anlasser-tauglicher Form herstellen könnte.


    Wieso muß man eigentlich bei Verwendung eines Flexschlauches das Öl nicht ablassen? Hinter dem linken Seitendeckel steht auch Öl (sofern ich nicht neuerdings ´ne Trockenkupplung habe) - und wenn das in kaltem Zustand so wenig ist, daß es sich nicht lohnt abzulassen, müsste ein rechtseitiges Anlehnen des Moppeds an etwas stabiles (wie ein Palettenstapel oder so) schon ausreichen, daß man auch die Rücklaufleitung demontieren kann, ohne daß am Gewinde der Hohlschraube viel mehr Öl raussuppt, oder? Aus der Kurbelwellenblockierschrauben-Öffnung kommt ja auch kaum was. Dann dreht man statt der Hohlschraube eine massive Schraube rein und stellt die Möhre wieder gerade. Wenn da jemand Erfahrungswerte hat, nehme ich die gerne, sonst probiere ich es mal aus.


    Danke Euch, beste Grüße

    Chris

    Danke Toby, dann lege ich mir vorerst nur eine Deckeldichtung und einen Satz Antriebsräder auf Lager - bei drei Dakars werde ich sie irgendwann brauchen. Bei den Wellendichtungen werde ich auf die Originale zurückgreifen. Ich bin bei derartigen Änderungen vorsichtig; bei Rotax hat sich sicher jemand etwas bei der Material- und Bauformauswahl etwas gedacht (und damit meine ich nicht den Gedanken an Sparen von Centbeträgen). Experimente bereue ich evt. nachher unterwegs....


    Beste Grüße

    Chris

    Danke Holger; mir war nicht klar, wo da der Bruch im Kühler war. Ich muß ohnehin noch mal das Kühlmittel ablassen, wenn ich die Wapuwelle tausche, da kontrolliere ich gleich das Thermostat mit; besten Dank.


    Grüße

    Chris

    Servus,


    ich will mich demnächst mal bei mindestens einer unserer Dakars vorsorglich an den Wapuwellen-/dichtungstausch machen; außerdem werden die beiden Antriebszahnräder gleich mitgetauscht. Was ist mit den Krümmermuttern, mit den Pins der Antriebszahnräder, der Dichtung der Schaltwelle und mit der Seitendeckeldichtung - sind die alle wiederverwendbar? Zumindest bei der Deckeldichtung hab´ ich meine Zweifel.


    Danke, Grüße

    Chris

    Mir ist schon klar, daß die Banken keine Lust haben. Die Webseite kannte ich, trotzdem danke. Allerdings ist das Kindertheater für die Banken/Sparkassen, jedenfalls bei bekannten Kunden. Es ging ja jahrzehntelang, und wenn jemand mit einem Womo in den Iran will, deponiert er schon 15,000 Euro cash. Hat nicht jeder herumliegen und wenn, will er die sicher gerne für Notfälle im Ausland verfügbar haben, insbesondere wenn er ein, zwei Jahre unterwegs ist. Wenn die Leute hinter dem Schalter nur noch Geld auszahlen können, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie gegen Geldautomaten ausgetauscht werden. Das ist eine Dienstleistung, die kostet dann halt 20 Euro pro Carnet und gut.

    Unsere TwinSparks brauchen vorne 45Nm laut offizieller BMW-CD (nach entsprechender FIN-Eingabe), sowohl die 2004er wie auch die 2005er und die 2007er Dakar.

    Holger, hättest Du Lust noch mal für Doofe zu erklären, was da jetzt genau kaputtgegangen ist und was die Abhilfe ist? Ist das etwas, wogegen Ihr zukünftig mit einem Ersatzteil im Gepäck vobeugt? Ich hatte den Thread seinerzeit verfolgt und ihn jetzt noch mal gelesen - ich kapiere es immer noch nicht.


    Danke, Grüße

    Chris

    Es scheißt sich gut klug, wenn man selbst gerade die Carnets für den Iran beantragt..... ;-) 

    Allerdings haben sie meine Frau auf unserer Sparkasse Mainz (bin ja erst seit 32 Jahren Kunde) schlichtweg rausgeworfen mit "Bürgschaft kennen wir nicht, machen wir nicht, Beratungstermin gibt´s nicht". Bevor ich jetzt für drei Dakars 9.000 Euro beim ADAC deponiere warte ich jetzt auf eine Bestätigung seitens des Herrn Vorstandsvorsitzenden, um dann ggf. mein Konto zu einem befähigten Geldinstitut umzuziehen....


    Grüße
    Chris

    Ick kann auf ein mittlerweile über 6000 seitiges Thema auf Motortalk verweisen. Da springen zum Teil "echt gestörte" Jungs rum die bei jedem Ölwechsel das Öl analysieren lassen und da gibt es meines Wissens nach auch einige Bilder von Motorinnereien mit diversen verschmutzungsgraden und diversen verwendeten Ölen. Direkt auf etwas verweisen kann ich jetzt nicht, aber ich habe die allermeisten der über 6000 Seiten gelesen und diese Aussage daraus mitgenommen...

    Wenn ich mir die Öltests der MOTORRAD der letzten 40+ Jahre angucke, finde ich jedenfalls keine Aussage, daß Castrol die Motoren verdrecken würde. Und selbst bei den Langstreckentests findet so eine Auffälligkeit (nach 50.000km sollte sich da was finden lassen) keine Erwähnung. So bleibt das alles irgendwie Hörensagen und Bauchgefühl. Mein Bauchgefühl sagt mir, daß ich bei Einbau eines TDI Ersatzmotors in meinen T4 auf das Top-Öl von Castrol umgestiegen bin und dann einen vollbesetzten Bus mit Moppedhänger nach Dänemark gehetzt habe bei 35 Grad - und die Werkstatt hatte "vergessen" die Kühlerlüfter anzuschließen. Der Motor hat´s überlebt ohne Hitzewarnung, Castrol hat dabei offenbar nicht geschadet sondern konnte mit der Hitze wohl gut umgehen.

    In den Dakars verwende ich Motul, im T4 Castrol und beides mit gutem Gefühl. Mit einem Markenöl macht man so oder so nichts falsch.

    Grüße

    Chris

    Standardkontrolle bei elektrischen Problemen ist auch immer eine Überprüfung der Betriebsspannung. Aktuelle ABS signalisieren ein Unterschreiten der erforderlichen Betriebsspannung mit der Lampe. Dabei gibt es BMW-Modelle, die diesbezüglich etwas empfindlich sind. Aber vom F650GS-ABS hört man dergleichen nie, sodass ich nicht mal sicher bin, dass die so einen Fehler überhaupt anzeigen.


    Steht allerdings in der Liste der Chain Gang als möglicher Fehler:

    Check your battery voltage with the key in the on position, en gine off. A 12 volt ABS system typically needs 11 to 15 volts to work. Any less and itcannot tell the 1's from the 0's on digital signals. Check the Battery FAQ for more info.


    Hast Du das Mopped neu oder weißt Du, daß das ABS früher funktioniert hat?


    Die wohl umfangreichste FAQ hat die Chain Gang., da kannst Du eine Menge Punkte prüfen, angefangen bei der Sicherung und dem ABS-Schalter (was macht die Anzeige, wenn Du ihn gemäß Anleitung betätigst?). Ein BMW-Händler sollte eigentlich in der Lage sein, zumindest auf Zuruf mal den Fehlerspeicher auszulesen. Ich würde nicht darauf wetten, daß jeder Fehlercode im Speicher auch vom Display angezeigt wird. Ansonsten bräuchtest Du jemanden, der ein GS911 mit Bluetooth hat. Damit kann man die Fehlerspeicher auch an einem nicht im GS911 hinterlegten Mopped mittels Handysoftware auslesen. Will man mehr und den ABS-Modulator auch ansprechen und zum Arbeiten (bspw. zum Entlüften beim Bremsflüssigkeitswechsel) bringen, braucht man einen PC und jemanden, der Dir einen der 10 Speicherplätze auf dem GS911 abtritt (ggf gegen Entgelt, weil der Speicherplatz dann dauerhaft belegt ist).


    Vorne würde *ich persönlich* das ABS allerdings schon mal ausprobieren - ich muß bei unseren Dakars schon ziemlich heftig zulangen, bis das ABS anspringt.

    Da steht "unter 10 Grad". "Die Ganzjahresfahrer sollten daher ggf. zwei Sorten Batterien zur Hand haben."


    Das schaffe ich auch in D zwischen Oktober und April und im Sommer am Nordkap. Eine Batterie als nutzungsbegrenzender Faktor im Mopped scheint mir recht sinnfrei, wenn´s weiter als bis zur Eisdiele geht (und dann das Eis immer schön weit weghalten von der Batterie...)