Beiträge von JustMe

    Da dürfte irgendwo ein kleiner Riß sein, vermute ich. Da das Kühlmittelsystem unter Druck steht, braucht es da keinen großen Riß, um ordentlich Flüssigkeit zu verlieren.

    Ohne ausreichenden Kühlmittelstand weiterzufahren halte ich übrigens für sehr leichtsinnig - der Fahrtwind mag zwar dazu führen, daß die Lampe erst mal nicht leuchtet, aber die partielle Überhitzung wird dadurch nicht vermieden, weil nicht mehr überall Flüssigkeit zur Wärmeabfuhr hinkommt. Ein verzogener Zylinderkopf ist mehr als unschön.


    Grüße

    Chris

    PROOILER liefert seine System damit aus:

    http://pro-oiler.nl/shop/index…duct/product&product_id=2


    bob-muc

    Aus Erfahrung kann ich Dir sagen, daß das zweidüsige System von Prooiler überflüssig ist - hatten wir viele Jahre an AT und TA. Die Scottoiler-Düse an einer Seite des Kettenrades reicht völlig aus, ist - anders als die Prooiler-Düse - nicht bruchgefährdet beim Radausbau und kann auch jederzeit aus einem kurzen Stück Schlauch am Straßenrand neu geschnitzt werden.

    Ich gehe mal davon aus daß es keine Option ist, Schmiermittel ins Kühlmittel zu kippen. Allerdings hoffe ich, daß das von mir favorisierte Motorex genau so was irgendwo auch beinhaltet. Irgendeinen Sinn hat es aber, daß man zwischen die Dichtungen Molykote packen soll; daß das Molykote sich über Zeit durch die Kontrollbohrung verabschiedet weiß ich auch. Deshalb der Gedanke, öfter mal nachzuschmieren; ob das Zeug sich tatsächlich nicht bei hoher Temperatur und Drehzahl die Welle entlangarbeitet? Warum nicht?


    Ich denke bei "Fettpresse" an so ´ne kleine Handpumpe, nicht an eine Hebelpresse. So was in der Arthab´ ich im Werkzeugbestand. Mit dem alten Deckel will ich mal ausprobieren, wie sich das füllen lässt (also eher "nachfüllen" als "pressen") - ich will ja nicht den wasserseitigen Dichtring auspressen.

    Alles in allem bloß ein anderer Versuch....; die Sleevelösung finde ich übrigens schick.

    Grüße

    Chris

    Ich bräuchte einen Schmiernippel ohne Kugel, also praktisch nur ein "Mundstück" für die Kontrollbohrung, auf dem man die kleine Fettpresse aufsetzen kann und füllen kann; das Fett und ggf. die Flüssigkeiten könnten dann aber wieder austreten.

    Grüße

    Chris

    Normal bin ich ja der, der gerne ein Problem aus allem macht. Aber wenn Stahlbus-Entlüfter an Standard-Bremssätteln ein Problem wäre, wären die Foren voll davon, denke ich.

    Ist ein Bremssattel überhaupt aus Alu? Ich finde die Dinger immer recht schwer, ist das nicht Guß? Und Trennmittel? Auf die Dichtfläche der Entlüfterschraube würde ich persönlich jedenfalls nix schmieren, nachher geht´s in den Flüssigkeitskreislauf. Ich benutze schon lange Stahlbus-Entlüfter, früher an der AT, heute noch an der Tuareg Wind und an allen drei Dakars, bisher kann ich nichts Negatives berichten.

    Den Staubschutz in der Gabel wegzulassen, nur weil Faltenbälge montiert sind, halte ich für keine gute Idee. Faltenbälge haben Löcher, um die komprimierte Luft herauszulassen, durch diese kann auch Dreck eingetragen werden oder ggf. Waschwasser. Auf Dreck der dauerhaft auf dem Simmerring liegt und am Tauchrohr scheuert, kann man wohl verzichten.

    Faltenbälge nachträglich zu montieren kann bei wassergekühlten Moppeds zu einer merklichen Erhöhung der Kühlmitteltemperatur führen, da der Luftdurchsatz zwischen den Faltenbälgen geringer ist als bei nackten Gabeln. Wenn es nur um einen Gabelschutz geht und nicht um die Optik, machen sich in diesem Falle dünne Neopren-Gabelschützer besser, die allerdings öfter mal gereinigt werden müssen, um ein Scheuern von daruntergewandertem Dreck zu vermeiden.

    Eines hab´ ich nicht verstanden - wie wird der wasserseitige Dichtring angepasst? Aufbohren ist ja wohl sinnfrei? Gibt´s den Ring in einer entsprechend benötigten Grüße?


    Daß Ihr nur den wasserseitigen Ring mit einer Sleeve verseht spricht ja wohl für einen Schmierungsmangel auf dieser Seite - der ölseitige Dichtring wird wohl geschmiert. Nachdem ich erst vor der Iranreise alle drei Wapus getauscht habe (inzwischen haben sie alle drei jeweils mehr als 10.000km drauf und sind dicht) hoffe ich, daß ich mir ähnliche Versuche mit Sleeve noch ein paar Jahre sparen kann, aber ich beobachte interessiert... Die Lösung ist deshalb technisch akzeptabel. weil sie bei einer evt. doch notwendigen Unterwegs-Reparatur keine echten Probleme aufwirft und immer noch ein Original-Reparaturkit verbaut werden kann - oder braucht man zum Ausbau der mit Sleeve versehenen Welle auch einen Heißluftfön?


    Ich denke ja immer noch, ´ne gescheite Fettfüllung ab und zu zwischen den Dichtungen würde es auch tun; wenn eine Dichtung aufgibt, wird es das Fett schon rausspülen, bevor eine Brücke zwischen Wasser- und Ölseite entsteht. Ich muß doch mal mit einem Schmiernippel experimentieren in einem alten Seitendeckel.

    Grüße

    Chris

    Jens - Motor absenken ist völlig unnötig. Nur die starre Ölleitung weg und Krümmer absenken (Zwei Muttern des Krümmerflansches am Kopf lösen, Schelle zwischen Krümmer und Endtopf lösen, Krümmer nach vorne aus dem Endtopf ziehen und absenken, Dichtung vom Kopf abnehmen); ist alles viel weniger Streß als gemeinhin beschrieben wird. Alte Schrauberweisheit - gleich alles aus dem Weg zu räumen geht viel schneller als drumherumzubasteln. Umrüstung auf Schlauch schafft wieder andere Probleme, ich habe es schlußendlich bleiben lassen. Einzige wirklich charmante und leider teure Lösung ist die oberhalb des Seitendeckels verlaufende Ölleitung der Sertao mit China-Motor, verbunden mit deren kürzerem Anlasser und einem CNC-gefrästen Adapter für den Anlasser zum Verbau an den F-Motor (und ggf. noch einer Eintragung der ganzen Veränderung). Wer nicht gerade Fernreisen mit der F unternimmt, braucht m.E. keinerlei Umbau - selbst mit starrer Ölleitung kann man die gesamte Reparatur in 2 Stunden erledigen.


    Neue Krümmerdichtung ist sinnvoll, geht unterwegs erfahrungsgemäß aber auch mit der alten. Für den Krümmerzusammenbau braucht´s dann ein wenig Keramikpaste, damit die Verbindung danach nicht festbrennt.

    Einen Teelöffel des richtigen Fettes für die WaPu kriegst Du in der nächsten Werkstatt für ne Spende in die Kaffeekasse oder aber ´ne Tube immer wieder mal bei ebay Kleinanzeigen. Das Zeug drückt´s auch bei Hitze wieder durch die Wasserablaufbohrung raus, deshalb füttere ich jährlich bei unseren Dakars ´ne Portion mit Spritze nach.


    Grüße

    Chris

    Wenn ein Rahmenrichtbetrieb schweißt und das ordentlich abrechnet hätte ich da keine Bedenken. Fraglich ist nur, ob man da nicht mit einem gebrauchten Teil unterm Strich billiger wegkommt, wenn man nachher ein ordentlich lackiertes Teil einbauen will; außerdem steht die Karre dann nicht zerlegt herum.

    Die Frage nach der Bremsflüssigkeit gehört in einen eigenen Thread. Nur so viel aus meiner Sicht: Fahr' in die Werkstatt und laß' die Bremsanlage warten. Knapp über Minimal bei einem ordentlich gewarteten Mopped heißt daß die Beläge die besten Zeiten hinter sich haben, da ist im Zweifel mehr zu tun als nachzufüllen.

    Grüße

    Chris

    Noch zum Voodoo: dass es funktioniert, weiss ich aus eigener Erfahrung. Ich mach das aber anders:


    • Mopped kalt, Leerlauf drin, Killschalter auf Run.
    • Zündung an, aber NICHT STARTEN.
    • Warten bis alle Kontrolleuchten ausgegangen sind, die ausgehen sollen (es sollen also nur noch Öldruck und N leuchten).
    • NICHT STARTEN!
    • Dann dreimal hintereinander langsam und gleichmäßig den Gasgriff auf Vollgas drehen (MOTOR IST AUS!) und den Gasgriff zurückschnellen lassen.
    • Zündung aus und 'ne Minute warten (Bis alles Geklicker aufgehört hat).
    • Dann Zündung an und ERST NACH dem Erlöschen der Kontrolleuchten OHNE GAS starten.

    Fertig.


    Heisslaufen lassen ist meiner Erinnerung nach

    ne KTM-Methode zum Rückstellen der LC8-Motoren, von der GS kenne ich das nicht.