Beiträge von RAWI

    Hallo,

    ich hatte gerade meinen Tacho zerlegt und repariert. Großer Service Ausgangspunkt ist eine F650GS Dakar Bj 2002.


    Die Uhr hat 24h - Format.

    f650story08.jpg


    Auf der Platine ist keine Lötbrücke geschlossen.

    f650story02.jpg


    Ich habe noch den geschlachteten Tacho einer 2005 F650GS die Platine aus der ich den LCD-Chip ausgelötet habe. Die Uhr stand auch dort auf 24h - Format und keine der beiden Lötbrücken ist geschlossen. Auf den Klebeschildern der Platine ist der Auslieferungsstand gekennzeichnet. (siehe oben, gelbes Schild) Dort steht bei beiden Tachos "km".


    Ich habe nur die schmale Kenntnis auf Basis dieser beiden Tachos, aber zumindest hier ist der Stand eindeutig.

    • F650GS (2002er, 2005er)
    • Auslieferung in der Version "km"
    • keine Lötbrücke geschlossen
    • Uhr im 24h - Format

    Hightower : Du hast eine 2005er GS mit km-Tacho dessen Uhr im 12h-Format anzeigt?

    Kannst Du den Tacho demontieren und öffnen? Dann würde ein Foto von der Rückseite der Platine ggf das Rätsel lösen.


    Danke. Gruß Rawi

    Hallo zusammen,


    heute geht es weiter. Nach ein wenig Suche bin ich bei Motorrad Alexander fündig geworden. Eine gebrauchte Tachoplatine aus einer verunfallten TwinSpark-GS für einen vernünftigen Preis war die Lösung für mein Problem. Ich habe die Platine geschlachtet und den LCD-Chip auf meine Platine umgebaut. Jetzt ist alles bestens:).

    f650story08.jpg


    macgyver , Toby , vielen Dank für eure Hinweise, hat mir sehr geholfen.


    Ich habe eine längere Internet-Reise zu dem LCD-Chip gemacht und soweit meine unzulänglichen Messmittel das erlauben die Schaltung ein wenig analysiert. Leider ist die Pin-Belegung des Chips keine Standardausführung. So wie es aussieht hat CEV das bei der Entwicklung auf den verwendeten Prozessor abgestimmt mit der Prämisse den Kilometerzähler und die Uhr möglichst sparsam direkt zu steuern. Ersatz wäre möglich wenn man die Chip-Spezifikation im Re-Engineering erarbeitet und die LCD-Chips in China auf eigenes Risiko fertigen lässt. Bei Stückzahlen > 1000 geht das für sehr vernünftige Preise. Vielleicht wird das mal ein Weg zu einer Nachfertigungsaktion?


    Ich habe jetzt die Hoffnung das mein Cockpit längere Zeit durchhält.


    Jetzt geht es weiter mit:

    - Kabelbaumverlegung im Lenkkopfbereich prüfen, Knickstellen reduzieren

    - Hinterradschwinge und Umlenkhebel ausbauen und alle Lagerstellen prüfen, ggf ersetzen


    Bericht folgt.


    Danke. Gruß Rawi

    macgyver , lehdseggl , gute Hinweise:thumbsup2:.


    Ich habe mal die Platine angeschlossen und mit den Einstelltasten die Uhr durchgetickert:

    f650story07.jpg

    Auf dem Bild kommt es nur bedingt rüber, wenn man in sehr flachem Winkel auf die Anzeige schaut ist die vermeintlich fehlende Ziffer komplett sichtbar:wave:. Ein kleiner Erfolg für mich da ich damit hoffe das die Platine ok ist.


    Wer hat eine Bezugsquelle für den LCD-Chip oder ggf. einen gebrauchten Chip oder anderweitig defekten Tacho in der Wühlkiste und würde sich gegen angemessene Bezahlung davon trennen?


    Danke. Gruß Rawi

    Hallo Toby,

    Ich denke die Herausforderung liegt darin das die Uhr hatte den Fehler schon beim Kauf hatte. Das war einer der Gründe warum ich das Instrument soweit zerlegt habe. Ich habe die Lötstellen nochmal mit der Lupe geprüft und mit dem Multimeter gemessen. Alles (leider) einwandfrei.:/

    f650story06.jpg

    LCD-Anzeige ersetzen oder ganze Platine tauschen?


    Danke. Gruß Rawi

    Hallo Sven,


    ok, also ist die 40k-Inspektion die Vorgabe. Danke für die Hinweise und der Bericht folgt.:)


    Heute ging es weiter mit Kondensatoren einlöten, Cockpit zusammenbauen, und dann den ersten Funktionstest mit neuer Batterie angehen. Die gute Nachricht ist das fast alles wie erwartet einfach funktioniert. Der Motor ist gut angesprungen und lief sofort ruhig.

    Das Problem mit der flackernden Anzeige ist behoben, und der Tachostand ist auch wieder ablesbar. Mit einigen neuen Lämpchen ist auch die Beleuchtung wieder da. Soweit alles bestens.


    Aber:

    f650story05.jpg

    Leider fehlt bei der Uhr eine Ziffer in der Anzeige:g:.

    Ich habe die Befürchtung das es entweder das LCD-Panel genau für diese Ziffer zerschossen hat oder die Ansteuerung nicht mehr ok ist. Beides ist eher selten, meist fallen einzelne Segmente aus.


    Hat jemand von euch dazu eine Idee?


    Danke. Gruß Rawi

    Großer Service


    Mein Plan ist diesmal keine komplette Restauration anzugehen, aber schon mal gründlich nachzusehen ob noch alles ok ist:


    - neue Batterie

    - Cockpit – Platine prüfen, Kondensatoren ersetzen

    - Kabelbaumverlegung im Lenkkopfbereich prüfen, Knickstellen reduzieren

    - Hinterradschwinge und Umlenkhebel ausbauen und alle Lagerstellen prüfen, ggf ersetzen

    - komplette große Inspektion nach BMW-Vorgabe incl. Ventilspielkontrolle

    - neue Reifen

    - Lackteile vorsichtig aufarbeiten

    - Zubehör zurückbauen soweit nicht benötigt


    Cockpit & Batterie


    Die Platine aus dem Cockpit ist dank der Anleitung (https://www.f650gs.crossroadz.com.au/ElectronicRepairs.html) einfach zu prüfen.

    f650story02.jpg

    Immerhin zeigen die weißen Spuren Kondenswasser im Gehäuse an.


    f650story03.jpg

    Der LCD-Chip der Uhr ist bereits ausgelötet. Hier ist nach immerhin 18 Jahren aber “nur“ 30k-Kilometer keine beschädigte Leiterbahn zu sehen. Die beiden Kondensatoren sind bestellt, und der LCD-Chip für die Uhr kommt dann auch wieder an seinen Platz.


    Die vorhandene Gel-Batterie hatte noch ca. 8V. Nach einer Woche an meinem Labornetzteil mit konstant 1A und ab und an mal etwas mehr Strom wurden es auch nicht mehr als 10,5V. Diagnose: Mindestens eine Zelle hinüber. Ich bin geduldig, aber heute wurde eine neue Gel-Batterie gekauft.


    f650story04.jpg

    Ein Hongkong-Import für 52,50€ mit dem Markennamen Panther.


    Wenn ich mit dem Cockpit fertig bin wird die Elektrik wieder komplettiert und getestet bevor es an die weiteren Arbeiten geht. Also werde ich alsbald erleben ob die Dakar damit anspringt.;)


    Danke. Gruß Rawi

    Ich habe im November 2019 eine gebrauchte Dakar gekauft mit dem Ziel im nächsten Sommer damit zu fahren. (Mein Vorstellungsthread) Mein Vorschlag ist das ich euch in diesem Thread mit auf den Weg durch meine kleine Werkstatt bis zur ersten Tour nehme. Natürlich in der Hoffnung das der eine oder andere Kommentar dabei hilft die Sache auf Kurs zu halten.


    Kauf

    f650story01.jpg

    Bj 08/2002

    Tachostand: 29800km

    4 Vorbesitzer

    35kw Zulassung

    HU 05/20

    Wartungsrechnungen seit Neukauf liegen vor. Die Laufleistung ist plausibel und nachvollziehbar. Preis: 3000€


    Bei der Besichtigung war der optische Zustand vordergründig ok. Die halbtote Batterie konnten wir mit Starthilfe soweit bringen das eine kleine Probefahrt möglich wurde. Technisch hat alles (incl. ABS) funktioniert. Nur bei der Uhr im Cockpit flackert die Segmentanzeige.


    Über die vorliegenden Rechnungen und mit den Kenntnissen des Verkäufers wurde klar das es keine 20k-Inspektion gegeben hat. Immerhin wurde ein Ölwechsel gemacht. Fahrwerk und Motor sehen benutzt aber weitestgehend unberührt aus. Aus dem Zubehör sind Kofferträger, Sturzbügel, Hyperpro-Gabelfedern, Faltenbälge, Lenkererhöhung, und eine USB-Steckdose montiert. Ein neuer Kettensatz ist verbaut. Die beiden Heidenau-Reifen sind am Ende. Die Lackteile sind hier und da leicht verschrammt. Die rechte Seitenverkleidung hat einen Schaden an einer Außenkante. Das linke Endgewicht am Lenker ist ein wenig verbogen. Das Ergebnis der Besichtigung hat zu einem Preisnachlass geführt.

    Hallo zusammen,


    Michel

    Datenblatt anfragen Von Gebühren konnte ich auf der seite nichts lesen.

    Im Text hinter dem Link steht: Fordern Sie hier ihr unverbindliches Angebot für ein Importfahrzeug-Datenblatt an.


    Darunter verstehe ich das dieser Service individuell bepreist und abgerechnet wird.


    Twentystep

    Sieht die Situation in Niedersachsen wieder anders aus? Sonst würde ich über meine Mutter zulassen.

    Ich wohne nicht in Hessen, habe aber schon mehrfach davon gehört das die "Bündelungsbehörde" in diesem Bundesland sehr speziell ist.

    Siehe hier: https://www.hna.de/politik/aerger-zulassung-2534845.html


    Vielleicht hilft ein Ausflug nach Niedersachsen?


    Danke. Gruß Rawi

    Hallo Baro,

    ja, gibt es! Ich habe gerade an meinem noch nicht begonnenen Restaurationsprojekt nachgemessen. Lenkerbreite incl. den Endgewichten ist 840mm. Verbaut sind nachgerüstete Gewichte von Wunderlich auf den originalen Aufnahmen. Die originalen Handprotektoren der Dakar kann man soweit verschieben das es passt.

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    Ich werde demnächst den Lenker und die Gewichte durch Neuteile ersetzen. Wenn Du Interesse an gebrauchten Wunderlich-Gewichten hast kannst Du meine gegen geringes Entgeld + Porto haben. Ansonsten müsstest Du bei Wunderlich anfragen.


    Danke. Gruß Rawi

    Hallo,

    ich fahre seit ca 2 Jahren mit R1200 Einspritzdüsen in einer R1100RS. Der Umbau ist mechanisch vergleichbar. Es gibt spezielle Halter zur Anpassung an die vorhandene Aufnahme der Drosselklappengehäuse. Die moderneren Düsen haben statt eines einfachen Strahls ein Mehrpunkt-Strahlbild das die Gemischaufbereitung beeinflußt. Der Motor läuft spürbar sanfter. Die beim 4V-Boxer häufig diskutierte KFR-Problematik wird gemildert. (Korrekte Drosselklappeneinstellung und Synchronität vorausgesetzt.) Die Motorleistung ändert sich nicht. Die Fahrbarkeit verbessert sich durch die besser dosierbare Gasannahme.

    In meiner F ist noch die originale Einspritzdüse. Daher leider noch keine Erfahrung mit dem Umbau an diesem Modell.


    Gruß Rawi

    Hallo,


    es gab zumindest im Prospekt von September 2002 diese Farben:


    Screenshot_20200114_082219.png


    Ich hatte mir in 2002 eine neue F650GS Dakar gekauft und kann eigentlich nur die Farbvarianten desertblue/auraweiß und auraweiß für dieses Modell erinnern. Im ETK taucht für mich sehr irritierend noch eine bronzegrüne Variante auf?


    Gruß Rawi

    Soweit ich verstanden habe kann man die Standrohre der Dakar in die Gabelrohre

    der Ur-F bauen und kommt dann vorne ein paar Zentimeter höher.


    Ist das wirklich so einfach oder ist da noch mehr zu beachten.

    Wenn dann wollte ich das in einer Werkstatt machen lassen.

    Guten Abend,


    ich bin mir nicht sicher da bei den Kommentaren etwas übersehen wurde?


    Ich habe verstanden das Du komplette Gabelholme einer Dakar kaufst und dann zerlegst um danach die Dakar - Standrohre mit den Gleitrohren der Ur-F zu einer neuen Gabel zusammenzubauen?


    Wenn ja, dann solltest Du wissen was Du tust, aber bevor das detailliert wird bitte meine Annahme bestätigen (oder verneinen).


    PS: Diesen Thread kennst Du? Unterschied Federgabel zwischen Dakar und GS?


    Danke. Gruß Rawi

    Ich habe mich gerade an unsere PW50 in der Werkstatt erinnert. Meine Kinder sind da inzwischen "rausgewachsen".

    PW50_solo.jpg

    Meine Haushaltswaage zeigt bei der PW50 38,5kg an.


    Bei http://www.1000ps.de kann man bei "Motorrad kaufen" in der Suchmaschine Neumotorräder auswählen und das Gewicht vorgeben8-).

    Ich lande dann erwartungsgemäß bei einem aktuellen Kinder/Jugend-Crosser: KTM 50SX mit 41,5kg Trockengewicht.ktm50sx.jpg


    Leider passt das wohl nicht in die Vorgabe?


    Gruß Rawi

    Hallo,


    für mich wird es wohl eine AGM Batterie. Auf Platz zwei ist bei mir die wartungsfreie Blei/Säure Batterie angekommen. Beides scheint mir unter den gegebenen Randbedingungen ein guter Preis / Haltbarkeitskompromiss zu sein.


    Die Reinblei-PC310 ist laut Odyssey-Produktwerbeblatt eine AGM-Batterie mit erhöhtem Bleigehalt der Platten. Ich kenne die Vorteile dieser Batterien aus meinem Gespann, aber dort habe ich ideale Randbedingungen. Für die F650 ist mir das Risiko zu hoch. Die Investition ist mit ca 150€ (+/- Preisvarianz im E-Business) aus meiner Sicht zu hoch für die risikobehaftete Lebensdauer.


    Danke für die unterschiedlichen und fundierten Erfahrungen.


    Gruß Rawi

    Hallo zusammen,


    ich habe mal die Forums-Suchfunktion bemüht. (Suchbegriff: Hawker SBS8) Es gibt eine Hawker SBS8 die in die F650GS passen soll. Es gibt dazu ein sehr heterogenes Feedback von unkaputtbar bis ungeeignet.


    Im Gespann habe ich eine Hawker PC680 die nach ca. 10 Jahren plötzlich keine Startleistung mehr hatte. Die habe ich im Frühjahr durch eine baugleiche neue Hawker ersetzt. Die Einbauposition im Kofferraum vom Boot ist sicher zuträglich für die Lebensdauer da kaum Vibrationen vom Motor auftreten und keine hohe thermische Belastung anliegt.


    Die VTR1000F läuft stressfrei seit 3 Jahren mit einer AGM-Batterie. Diese Batterie hat sogar einen Reglertod im letzten Jahr überstanden.


    Bei der R1100RS habe ich das typische ABS-Einschaltproblem mit einer Anlasserüberholung gelöst. Da lösen sich die Magnete im Gehäuse und machen damit dem Anker das drehen erst schwerer und im Endstadium unmöglich. Die Erklärung dazu gibt's im Powerboxer-Forum. Als Batterie werkelt hier eine IntAct HVT SLA12-20.


    Bei meiner F650GS war beim Kauf eine angeschlagene Standard-Batterie eingebaut. Da ist Tausch fällig. Daher mein Interesse an diesem Thema.


    Aus meiner Sicht ist die Lebensdauer der Batterie doch sehr abhängig von den fahrzeugspezifischen Randbedingungen. Oft diskutiert wird hier die hohe thermische Belastung durch den Öltank direkt neben der Batterie. D.h. neben der Gasung durch die (zu hohe?) Ladespannung kommt dann noch die Verdunstung durch zu hohe Temperatur? Daraus schließe ich das eine klassische Blei-Säure Batterie mit dest. Wasser in der F650GS erhöhten Wartungsbedarf hat.


    Damit bleibt als Kompromiss für mich eine wartungsfreie Batterie übrig. Weil mein Händler das vorrätig hat wäre es eine IntAct GEL YB12AL-A.


    Eure Meinung?


    Danke. Gruß Rawi