Beiträge von Eckart

    Bei Reparatur oder Tausch eines elektronischen Kilometerzählers ist der bisherige Kilometerstand einzustellen.“


    Diese Bedingung ist gar nicht zu erfüllen, wenn der Kilometerstand zum Zeitpunkt des Kilometerzählerausfalls gar nicht bekannt ist.

    Sie wäre mit dem F650GS/CS-Tacho auch sonst gar nicht ohne Weiteres erfüllbar, weil das Einstellen eines Kilometerstands gar nicht vorgesehen ist und allenfalls ausgesprochenen Spezialisten wie Toby möglich ist. Die gewöhnliche Motorradwerkstatt, auch eine BMW-Vertragswerkstatt, jedenfalls baut einen neuen Tacho mit Kilometerstand 0 sein bzw. einen gebrauchten mit dem, den er eben hat.

    Es gilt aber in Österreich, Linz inklusive, dasselbe wie bei uns: Ein „Wegstreckenzähler“ ist nur für irgendwelche Nutzfahrzeuge vorgeschrieben

    Wenn ein Kilometerzähler entgegen meiner ursprünglichen Annahme gar nicht Vorschrift ist, könnte man rückfragen: "Wo ist das Problem ?".

    Denn eine - wie in diesem Fall - ganz fehlende Anzeige ist etwas anderes als eine falsche Anzeige.

    Ggf. hilft eine Anfrage bei der zulassenden Stelle, deren Antwort dann offiziell wäre - je nach Ausgang kann man sich darauf berufen oder sie rechtlich angreifen.

    Ohne Km-Stand bekomme ich leider kein positives Anmeldegutachten.

    Es ginge dann ja nur um das Nennen einer Zahl. Wenn sich mit den von den Mitdiskutierern angegebenen Möglichkeiten kein Stand recherchieren lässt, müsste doch eigentlich eine grob geschätzte, plausible Angabe ausreichen, die ja bei fehlenden Recherchemöglichkeiten nicht widerlegbar wäre.

    Ob ein Gebrauchtkäufer so ein Fahrzeug akzeptieren würde, ist zweifelhaft, aber die Frage wurde ja gar nicht gestellt, vielmehr geht es ja um die Nutzung des geerbtem Motorrads.


    In der Praxis ist ein Kilometerzähler doch ganz hilfreich und würde auch Diskussionen wegen fehlender Daten ersparen, die es früher oder später geben dürfte. Im Idealfall bekommst Du die Anzeige repariert und hättest dann auch den wahren Wert, aber ich vermute, dass Spezialisten wie Toby auch ohne Reparatur an den Wert kommen dürften.

    leider habe ich vorerst noch keine Aufzeichnungen vom KM Stand von vor der Stilllegung gefunden.

    In Deutschland werden die Berichte der Hauptuntersuchung zentral gespeichert, sodass solche Daten prinzipiell beschaffbar sind, wenngleich vielleicht nicht ohne Mühe und Kosten, wodurch man zumindest Anhaltswerte hätte. Vielleicht ist das in Österreich ähnlich ?


    Aber meine vorigen Antwort stellte ja in Frage, ob man einen solchen Wert überhaupt haben muss. Aber ohne einen Kilometerzähler wird es nicht gehen, ggf. auch einen neuen mit 0.

    Ohne Km-Stand bekomme ich leider kein positives Anmeldegutachten.

    Mit Toby bist Du ja an den Richtigen geraten für eine erste Einschätzung. Vorausgesetzt alle anderen Tachofunktionen wie die Geschwindigkeitsanzeige funktionieren, müsste "nur" ein LCD Modul defekt sein.


    Was sonst so mit dem Tacho passieren kann, hast Du ja im Thread gelesen.


    Neue Tachos, wie sie BMW Werkstätten einsetzen würden, gibt's wohl nicht mehr, manchmal findet man gebrauchte.


    Die deutsche StVZO schreibt einen Wegstreckenzähler vor, in Österreich dürfte es ähnlich sein. Das muss aber nicht die Originalausstattung sein, sodass man ein Zubehörteil nehmen kann. Und da alles mal kaputt gehen kann, muss akzeptiert werden, wenn die nicht die Fahrleistung anzeigen, d. h. auch 0 oder ein anderer kleiner Wert muss durchgehen, solange sie korrekt zählen.


    Werkstätten machen meist einen Eintrag im Serviceheft in entsprechenden Fällen, aber es besteht m. W. keine Pflicht. Bei einem Verkauf hilft das aber Diskrrpanzen zu erklären, denn die wahre Laufleistung darf nicht verschwiegen werden.

    Als Aftermarket-Produkt kann man den Stator für ca. 120 € kaufen, bekommt allerdings im Prinzip die "alte" Technik wieder, also mit den kleineren Bohrungen

    Das ist missverständlich formuliert: Man bekommt nicht die alte Technik wieder, sondern behält sie, weil man nur das defekte Teil ersetzt, aber nicht das Teil, das den Defekt verursacht hat (selbst aber keinen Schaden nimmt). Stimmt natürlich, dass man damit erst einmal wieder eine Weile fahren kann; ich erwähnte das aber oben schon. Allerdings habe ich Forenberichten entnommen, dass diese Ersatzteile manchmal von minderer Qualität sind, also weniger temperaturbeständig, sodass sie eben nicht für die erhofften 60000 km halten, sondern evtl. nur wenige Tausend. Das Originalersatzteil bekommt man von BMW nicht einzeln, Sparer sind also immer auf den Aftermarket angewiesen.

    Ist doch derselbe Motor.

    Eben nicht ganz: Der entscheidende Unterschied ist die etwas geringere Motorleistung der F700GS gegenüber der F800GS, nicht nur durch eine angepasste Motorsteuerung, auch ein Teil des Motors ist anders.

    Ab Modelljahr 2013 sind bei den 2 Zyl. Motorrädern ( 700er und 800er ) Stator und Rotor bereits ausgetauscht.

    Genaugenommen gab es bezüglich des Stators keinen Änderungsbedarf, der neue Rotor hat hingegen größere Löcher, die eine bessere Ölkühlung des Stators erlauben.

    Der Umstellungstermin war im Frühjahr 2012, deswegen haben alle F700GS die gute Lichtmaschine, aber fast alle F650GS die schlechte; bei der F800GS muss man aufs Produktionsdatum schauen.

    Ich hab das so verstanden, dass ein Längsregler die Belastung der Lima verringert und dadurch ein Ausfall unwahrscheinlicher wird.

    Ja, richtig verstanden !


    Ein solcher Regler ist zwar deutlich teurer als der Standardregler, aber der Komplettersatz der Lichtmaschine ist noch wesentlich teurer.

    Das beugt einem Ausfall vor, bevor ein Defekt eingetreten ist.

    auf was sollte ich achten

    Die Zweizylinder betreffend gibt es einen modellspezifischen "großen Punkt", dessen Behebung mit rund einem Tausender zu Buche schlägt und dementsprechend auch bewertungsrelevant:


    Alle BMW-F-Zweizylinder vor 2012, also insbesondere die F650GS und die F800GS, haben den Serienfehler Lichtmaschine, demzufolge die Lichtmaschine bei typischerweise bei 50000 km ausfällt; es kann aber auch deutlich früher sein oder später wie bei mir erst mit 90000 km. Die vollständige Reparatur der Lichtmaschine bedeutet deren vollständigen Ersatz - Stator und Rotor. Billigreparaturen ersetzen nur den durchgebrannten Stator, haben aber manchmal eine sehr kurze Haltbarkeit, weil nicht mit Originalteilen, denn als Originalteil gibt es nur die vollständige Lichtmaschine mit dem überarbeiteten Rotor, denn der Rotor ist Ursache für den Ausfall des Stators. Alternative: Längsrichter. Wegen diesem Punkt unbedingt nachfragen.


    Ein anderer, häufig genannter, aber nicht ganz so kritischer Punkt ist die Benzinpumpe, genaugenommen die Benzinpumpenelektronik, bei deren Ausfall das Motorrad bei nur halbvollem Tank stottert bei Hitze. Wegen diesem Punkt vielleicht auch nachfragen.


    Auch das Drosselklappenpotentiometer macht gelegentlich Schwierigkeiten, üblicherweise aber bei deutlich höheren Kilometerleistungen und außerdem ist die Reparatur nicht ganz so teuer.


    Auf "das Übliche", das es bei jedem Motorrad gibt, bin ich mal nicht eingegangen.

    Wie unser oberster Elektroschlumpf Eckart berechtigt anmerkte haste irgendwo einen Stromdieb verbastelt

    In meiner 99er F650 ST isses die permanent laufende Uhr im Cockpit

    Es stimmt nicht, dass ich das angemerkt hätte.

    Zwar ist eine Uhr im Cockpit ein Ruhestromverbraucher, aber ein serienmäßiger und ein so kleiner Verbraucher, dass er nicht für Startprobleme nach einer Standzeit verantwortlich sein kann.

    In meinem Beitrag war ich hauptsächlich auf die Schwierigkeit, einen neuen Regler einzupassen, eingegangen. Ob ein Grund dafür vorlag, hatte ich aber hinterfragt.


    Wenn es zu Startproblemen nur nach längerer Standzeit kommt, wurde vielleicht ein stärkerer Ruhestromverbraucher an Dauerplus angeschlossen. USB-Steckdosen können solche sein. Aber auch fehlerhafte Batterien mit erhöhter Selbstentladung sind eine mögliche Ursache.


    Kann es sein, dass hier der Wurm liegt

    Kann schon sein, aber man müsste mehr Einzelheiten zur Diagnose haben.

    Fahre meine F650/Bj 94 als Neuling und Anfängermaschine mit großer Freude und dem Phänomen, das die Batterie eine Woche Stillstand nicht mag -> also bei längeren Garagenpausen ein Ladegerät angeschlossen und tausende Kilometer mit Übernachtungen oder 2-Tage-Pausen ( auch das Forumstreffen ) super mitgespielt...

    Auf dem Treffen wurde dann der MOSFET-Regler als Salvator Mundi gepriesen: einmal rein - immer gut

    Wenn ich das richtig verstehe, wurde "einfach" ein neuer Regler installiert, ohne nach der Fehlerursache gesucht zu haben !?

    Vor der Heilung liegt die Diagnose !


    Batterie platt, MOSFET-Laderegler brüllend heiß

    Andere, die solche Regler eingesetzt haben, haben keine solchen Erfahrungen gemacht. Somit liegt nahe, dass entweder ein anderes Bauteil und nicht der Regler fehlerhaft war und dieser Fehler nun dem Regler zugesetzt hat oder aber dass der neue Regler fehlerhaft war oder nicht korrekt angeschlossen wurde. Ich spekuliere letzeres, besonders wenn der nicht plug&play war, aber die wenigen Angaben erlauben nicht mehr als die Spekulation.


    Was mich stutzt: der Stromlaufplan sieht vor, dass der positive Laderegler-Ausgang (WS-RT) mit dem Schlüsselschalter an den negativen Laderegler-Ausgang (GN) kurzgeschlossen/direkt verbunden wird - was ich auch genau so gemessen

    habe - was soll das ?

    Die grüne Leitung ist die Fühlerleitung, also kein Ausgang des Reglers, sondern ein Eingang. Der Regler regelt seine Ausgangsspannung in Grenzen so hoch, dass an der Fühlerleitung die Sollspannung erreicht wird, wie ich das in meinem Beitrag weiter oben skizziert hatte. Siehe dazu auch:

    Das ist der erstgefundene Beitrag zu diesem Detail, bei weitem aber nicht der einzige.


    Sollte ein Ersatzregler keinen solchen Anschluss haben, ist das kein Problem, diese Regler regeln anhand ihrer Ausgangsspannung, die Fühlerleitung bleibt dann motorradseitig unbeschaltet.


    Als Schaltbild eignen sich beispielsweise diese recht gut:

    http://www.zettrich.de/Moped/Moped/Tipps/plan/Schaltplane_F_650/schaltplane_f_650.html

    für diesen Fall konkret http://www.zettrich.de/Schaltplan-F650-Motor-160310.jpg


    Ich weiß nicht weiter

    Ich auch nicht so recht, könnte mir aler folgendes Vorgehen vorstellen:

    Mit einer ggf. nachgeladenen Batterie: Läuft der Motor usw. ?

    Das alles am Besten erst einma mit dem - vielleicht - defekten alten Regler.

    Welche Spannungswerte gibt ein Voltmeter an der Batterie an, bei ausgeschalteter Zündung, bei eingeschalteter Zündung, während des Anlassens und bei laufendem Motor bei Leerlaufdrehzahl und erhöhter Drehzahl ?

    Eigentlich sollte man anhand der Messwerte schon eine Idee haben, ob die Batterie oder der Komplex Regler-Lichtmaschine schuld ist.

    Eine Batterie testet man am Besten auch noch mit einem Batterietester.

    Jetzt könnte ich einen wenn-dann-Baum darauf aufbauen, aber wegen des Aufwands verzichte ich darauf und warte Deine Rückmeldung ab. Vielleicht reichen Dir diese Hinweise schon ?

    "Solange das Motorrad nach e-Norm geprüft ist, gibt es doch gar keine Probleme."
    Stempel drauf und Ruhe.

    Herzlichen Glückwunsch !


    Natürlich kümmert man sich im Forum vor allem um die Fälle, in denen es Probleme gegeben hat.

    Das sind einerseits solche Fälle, in denen der Prüfer nicht ganz up-to-date ist und nicht vorhandene Probleme sieht oder solche Fälle, wo das Motorrad eben nicht nach e-Norm geprüft ist, wie das beim Threadersteller der Fall ist.

    Was komisch ist, dass mit Verbraucher (=Licht) die Spannung höher ausfällt als ohne.

    Da diese Frage schon öfter kam, versuche ich mich mal an einer anschaulichen Erklärung für dieses Phänomen:


    Man hat eine aufladbare Batterie, den Motorradakku.


    Zum Laden der Batterie hat man in der Kombination Regler/Lichtmaschine ein Ladegerät vor sich, das man ein- und ausschalten kann, aber den Ladestrom kann man nicht dosieren.


    Damit Ladung in die Batterie hineinfließt, muss man außen eine höhere Spannung anlegen als sie in Ruhe oder beim Entladen hat. Das ist hoffentlich auch so plausibel.


    Um die Batterie voll zu halten, wird das Ladegerät regelmäßig eingeschaltet und sobald die Batteriespannung den Maximalwert erreicht hat, wird es wieder ausgeschaltet.


    Wenn nur wenig Strom aus der Batterie entnommen wird, verliert die Batterie nur wenig Ladung in der Zeitspanne, bis das das Ladegerät wieder eingeschaltet wird, und ist deshalb wird das Ladegerät immer nur kurz eingeschaltet sein, bis die Batterie wieder voll ist. Wenn aber viel Strom aus der Batterie entnommen wird, wird das Ladegerät länger eingeschaltet sein müssen, bis die Batterie wieder voll ist.


    Wie ich eingangs schrieb: Beim Laden misst man eine höhere Spannung an der Batterie als beim Entladen.

    Folgerung: Im Mittel ist die an der Batterie gemessene Spannung höher, wenn die Ladephasen länger sind ... und die Ladephasen müssen länger sein, wenn mehr Strom entnommen wird.

    Im Zusammenspiel Regler/Lichtmaschine spielen sich diese Vorgänge einige hundert mal pro Sekunde ab. Da ein gewöhnliches Messgerät dem nicht so schnell folgen kann, wird es einen Mittelwert anzeigen aus der höheren Spannung während des Ladens und der niedrigeren Spannung während nicht geladen wird. Also: Wenn mehr geladen wird, weil mehr Strom entnommen wird, muss die gemessene Spannung höher sein als wenn weniger geladen wird, weil wenig Strom entnommen wird.


    So einfach ist das !

    Was komisch ist, dass mit Verbraucher (=Licht) die Spannung höher ausfällt als ohne.

    Nein, das ist nicht komisch, sondern Ausdruck eines normalen Reglerverhaltens und damit ein Indiz dafür, dass der Regler arbeitet, also nicht defekt ist, wobei zur ordnungsgemäßen Funktion natürlich noch mehr gehört.

    Siehe dazu:

    Klaramus

    Du musst den Inhalt des verlinkten Threads aber nicht unbedingt lesen und verstehen.

    Und jetzt halt noch blöder 14,9V ist so ein "zwischending" zwischen "zu hoch" und "LiMa Regler" macht was er soll.

    Ja, das ist eigentlich zu hoch und auch der Grund für:

    immer wieder Wasser auffüllen bzw. nachfüllen.

    Wobei dieses Wasser hoffentlich destilliertes Wasser ist.

    Ein Umbau an einen kühleren Ort kommt für mich aufgrund mangelndem handwerksgeschick nicht in Frage.

    Trotz des Widerspruchs, den ich möglicherweise ernte: Wenn der Regler fast 30 Jahre gehalten hat, tut er oder ein anderer es vielleicht weiter an der gleichen Stelle.

    Der vorgestellte Fehler hat auch nichts mit Überhitzung zu tun.

    Soll / Darf die neue Batterie dann eine Gel Batterie sein?

    Jein. Denn eine Gel-Batterie kann nicht nachgefüllt werden (wie alle wartungsfreien), deshalb muss man Überladungen, derentwegen Wasser nachzufüllen wäre, vermeiden.


    Die zu hohe Spannung kommt dadurch zustande, dass ein Regler mit Fühler angeschlossen ist, dessen Abgriff irgendwo in der Bordelektrik ist. Kommt es auf dem Weg dorthin zu Spannungsabfällen, steuert der Regler nach, d. h. er erhöht die Spannung, bis die Spannung am Messpunkt den Sollwert hat. Wenn die Spannung an Messpunkt stimmt, ist sie Spannung am Regler höher bzw. zu hoch, was der Batterie, die auf kurzem Weg mit dem Regler verbunden ist, nicht gut tut: Man muss öfter nachfüllen und die Lebensdauer ist verringert. Gel-Batterien verkraften eine Überladung nur in begrenztem Rahmen und haben unter diesen Umständen eine noch kürzere Lebensdauer bei zugleich höherem Preis. Eigentlich ist diese Fühlerleitung eine gute Idee, wenn man sie richtig einsetzt, sonst verkehren sich ihtre Vorteile in Nachteile - und so ist es wohl bei der Vergaser-F. Durch mit den Alter steigende Übergangswiderstände verschlimmert sich die Lage im Laufe der Zeit.


    Was kann man nun machen ?

    Das Einfachste ist, sich mit der Lage abzufinden, denn es handelt sich sozusagen um eine serienmäßige Unvollkommenheit, eine Art Serienfehler. Das vor allem, weil Du auf Deine begrenzten Fähigkeiten verwiesen hat. In diesem Fall würde ich auch bei der Nassbatterie bleiben.


    Andere legen die Fühlerleitung des Reglers (englisch Sense) um an die Batterie. Dann wird sich die Ladespannung normalisieren, aber Preis könnte eine erhöhter Ruhestrom sein, d. h. sehr lange (wochenlange) Standzeiten leeren die Batterie, wenn man sie nicht abklemmt. Noch andere ersetzen den Regler duch ein Modell ohne solche Leitung (neuere Motorräder haben normalerweise keine). In diesen beiden Fällen hätte ich keine Bedenken gegen eine Gel-Batterie.

    Über konkrete Lösungen habe ich keinen Überblick, in der Regel sind die aber durch andere Kabelfarben und andere Steckverbinder nicht Plug&Play. Vielleicht gegen Andere ja noch konkretere Hinweise zu diesem Punkt.


    Beim Startversuch: 4V (Anlasser klackert nur)

    Das deutet auf eine kaputte Batterie - aber das hattest Du Dir ja sicher auch schon gedacht.


    Alle diese Infos befinden sich mehrfach im Forum. Möglicherweise bist Du ja im Suchen nicht so geübt ?

    Siehe dazu auch: Kurzeinführung - Erste Schritte im F650-Forum

    Klingt jetzt erstmal bisschen komplex für mich

    Aber Du kannst ja nachfragen. Zu dem von mir bei Louis verlinkten Voltmeter gibt es dort ein Anbaudokument zum Download, das mir verständlich vorkommt.

    Ich hab eine USB-Buchse direkt an der Batterie angeklemmt

    Hier sage ich ja immer: Vorsicht !

    Alle USB-Buchsen haben einen eingebauten Spannungswandler, der auch dann Strom zieht, wenn kein USB-Gerät angeschlossen ist und dieser Ruhestrom kann bei minderwertigen Teilen so groß sein, dass er die Batterie in wenigen Tagen leert. Manche USB-Buchsen sind jedoch mit Schaltern versehen, entweder separate Schalter oder manchmal auch mit einem Deckel oder einer Steckvorrichtung gekoppelt, um das Ruhestromproblem zu umgehen. Auf der sichereren Seite ist man aber bei einem Anschluss der USB-Buchse an einem vom Zündschloss geschalteten Stromkreis.

    Stromversorgung für ein Navi dort wo man die Griffheizung anklemmen könnte

    Das ist ein vom Zündschloss geschalteter Stromkreis, also auf der sicheren Seite.

    Ärger bekommen weil sie unerlaubt ABEs ausgedruckt hatten

    Da wäre interessant zu wissen, warum genau. Das muss ja nicht unbedingt meinen Aussagen widersprechen, denn es wird ja irgendwo geregelt sein, was die Prüfer dürfen und was nicht.

    Mein Weg zu einer fehlenden ABE wäre aber sowieso über den Hersteller oder Verkäufer, wobei die kundenorientierten diese Sachen ja gleich auf der Homepage zu Download bereitstellen.

    Vielen Dank für deine schnelle ausführliche Antwort

    Bei der Diagnose Defekte Batterie haben Dir ja die Forenkollegen in hervorragender Weise geholfen, sodass ich dazu ja nichts mehr sagen muss.

    Könnte der 1. freundliche vom ADAC Recht haben und die Batterie ist hinüber oder hat der 2. freundliche vom ADAC Recht und es ist der Stator

    Man sollte immer bedenken, dass die ADAC-Spezialisten in erster Linie Pannenhelfer sind, deren Fokus auf einer provisorischen Maßnahme liegt, mit der man erstmal wieder flott kommt, tiefgründige Diagnosen darf man von denen nicht erwarten.Man kann schon froh sein, wenn sie sich mit Motorrädern wenigstens etwas auskennen. Ein defekter Stator kann dafür verantwortlich sein, dass eine Batterie leer ist. Aber auch der Regler könnte schuld sein oder - wie in Deinem Fall - die Batterie selbst.


    Laut ADAC liegen Batterieprobleme aber an der Spitze der Pannenstatistik, so dass man ein entsprechend umfangreiches Wissen erwarten würde - aber Erwartungen werden nicht immer erfüllt.


    Übrigens: Es gibt Batterietester, die - an die Batterie angeschlossen - direkt anzeigen, wie gut die Batterie ist. Die Bewertung ist zwar nicht unabhängig vom Ladestand, Kriterium ist aber der Innenwiderstand, der eine gute Batterie von einer schlechten unterscheidet, was man anhand einer Ruhespannungsmessung nicht erkennen kann. So ein Gerät kürzt das Rätselraten doch deutlich ab !


    Apropos Innenwiderstand: Direkt an den Batteriepolen gemessen "sieht" man den Innenwiderstabd der Batterie, aber für das Motorrad addieren sich die Übergangswiderstände in Leitungen, Sicherungen, ggf. Schaltern und auch an den Klemmen - vor allem bei der GS gibt es gelegentlich lockere Batteriepole - letzteres wurde hoffentlich ausgeschlossen ?!

    Jetzt kommt halt wieder eine Gel rein

    Gel-Batterien haben sich inzwischen als wartungsfreie Batterien für Motorräder etabliert, aber vielleicht solltest Du auch Folgendes ins Auge fassen:

    Im verlinkten Thema geht es um die GS-Modelle - Vergaser-F-Besitzer könnten vielleicht passende Infos beisteuern ?!


    Zu beachten: Wartungsfreie Batterien, also auch AGM und Gel, sind empfindlich gegen Überladung. Eine Überladung ist generell lebensdauerverkürzend, hinzu kommt, dass bei Wartungsfreien kein Wasser nachgefüllt werden kann, was bei einwandfreien Betriebsbedingungen auch nicht nötig ist. Aber die Vergasermodelle sind ja berüchtigt für Überladung durch die ungüntige Regler-Schaltung mit einer Fühlerleitung an einer Stelle, an der es zu Spannungsabfällen kommt und im Gegenzug zu einer zu hohen Ladespannung.

    ich lass das vielleicht aber auch mal mit der Erhaltung

    Die CTEK-Ladegeräte, die ich kenne, machen eine lange Ladepause bei voller Batterie, sodass deren dauerhafter Anschluss unkritisch sein sollte. Aber weil bzw. wenn man das Tun der Ladegeräte nicht im Blick hat, empfiehlt sich doch eher, auf Nummer sicher zu gehen mit der bereits genannten Methode:

    Lade bei längeren Standzeiten alle 2 Monate nach

    So empfiehlt es ja auch BMW in Bedienungsanleitungen.

    welchen Voltmeter kannst du empfehlen und wie baut man den ein? Bin elektrotechnisch keine große Leuchte.

    Ich hab die Anzeige auf Zündungsplus gelegt. So ist sie an wenn ich die Zündung einschalte, zeigt aber nicht die Batteriespannung sondern die Spannung am Zündschloss an. Die schwankt natürlich je nach Anzahl der Verbraucher. Ich weiß aber was auf der Anzeige stehen muss wenn ich Licht oder zusätzlich noch Nebler anschalte

    Für den Hausgebrauch reicht das ja eigentlich auch aus, wenn man die Anzeige zu interpretieren weiß.

    Es gibt bessere Anzeigen mit mindestens 3 Kabeln

    Zum Beispiel dieses Modell:

    https://www.louis.de/artikel/koso-multifunktions-instrument/10034905?filter_article_number=10034905

    Den Spezifikationen nach müsste es passen, "persönlich" kenne ich es nicht.

    zwei an der Batterie und einmal Plus von der Zündung zum schalten

    Fast: Die 3 Leitungen haben die Funktion Masse, Stromversorgung und Fühler.

    Die Leitung zur Stromversorgung schließt man ans geschaltete Plus an, gemessen wird mit der dritten Leitung, die man an den Punkt klemmt, dessen Spannung man beobachten möchte, i. a. also den Pluspol der Batterie. Da durch diese Leitung so gut wie kein Strom fließt, wird die Messung nicht durch den Eigenstromverbrauch verfälscht, vorausgesetzt, die Masse ist gut (am Besten direkt an der Batterie).

    Ich denke nicht, dass die Überwachungsorgansiationen Zugriff auf die ABE's von Teileherstellern haben. Letzterer hat das Urheberrecht an dem Wisch.

    Um das Randthema nochmal einzuordnen: Das deutsche Urheberrecht greift bei ABEs nicht, weil ihnen die Schöpfungshöhe fehlt, denn die Freiheiten eines Schriftsteller beim Schreiben eines Romans gibt es beim Verfassen von ABEs nicht, weil da genau festgelegt ist, was drinzustehen hat. Abgesehen davon ist der Urheber einer ABE nicht der Hersteller sondern ein Amt, das selbst verfügen kann, wie damit umzugehen ist, zum Beispiel nämlich, dass eine Kopie mitgeliefert werden muss , die der Kunde dann mitzuführen hat. Von daher steht einer Bereitstellung für Überwachungsorgansiationen in Datenbanken nichts im Wege. Dass ein Händler oder Hersteller für zusätzliche Kopien Geld verlangt, ist ebenso verständlich.

    Wenn der Tankdeckel beim Einspritzer nicht dicht wäre, würdest du durch die Kraftstoff Rückförderung im Kraftstoffnebel sitzen.

    Kann schon sein, dass die Rückführung ein bisschen im Tank plätschert. Aber wenn wir hier von nicht dicht sprechen, geht es ja nicht um einen offenen Tank, aus dem es herausspritzen könnte. Durch die Rückführung entsteht ja auch kein Überdruck, weil nur eingeleitet wird, was vorher entnommen wurde. Als ich den verbogenen Tankdeckel hatte, hatte nichts genebelt und in dem von mir verlinkten Beitrag ging es nur um Benzingeruch in der Garage. Ich halte es zumindest für möglich, dass eine nicht ganz luftdichte Dichtung über längere Zeit auch Wasser eintreten lässt.

    woher weiß ich dass ich dann nicht wieder unterwegs stehen bleibe?

    Eine Ankündigung, dass es bald ausfallen wird, würde man sich ja von manch anderem Teil wünschen ;)

    Einige Forenmitglieder haben ein Voltmeter installiert um damit eine kleine Vorwarnzeit vor der Panne zu haben durch die Batteriekapazität bei einem Ausfall von Regler oder Lichtmaschine.


    Ich habe den Eindruck, dass dergleichen hochwertige Regler eine geringere Zuverlässigkeit haben ... oder wird nur mehr darüber geschrieben ?

    Aber vielleicht gibt es ja einen Grund, dass die Standardbauweise als Kurzschlussregler mit Thyristoren dominiert ?

    Falls Du ein Qualitätsproblem mit einem Regler hast, nimmt doch einen "normalen" Regler, den Du an eine gut belüftete Stelle außen verlegst, wie das bei den meisten Motorrädern üblich ist.


    Inzwischen habe ich wohl auch noch ein Problem mit der LiMa

    Bei Doppelfehlern oder auch nur vermeintlichen Doppelfehlern runzle ich immer die Stirn. Wünschenswert wäre eine klare Diagnose vor der Reparatur.

    Die könnte einen Schaden abbekommen haben, als der erste Spannungsregler durchgebrannt ist

    Aufgrund der Bauweise des Standardreglers als Kurzschlussregler halte ich das für unwahrscheinlich, weil die Lichtmaschine dafür kurzschlussfest sein muss.

    Ich will aber nicht ausschließen, dass es Defekte geben könnte, die die Lichtmaschine trotzdem beschädigen.

    Du solltest angeben können, auf welche Weise der defekte Spannungsregler die Lichtmaschine "hingerichtet" hat, also welchen Fehler der Regler genau hatte.

    Alle Lichtmaschinendefekte, die ich selbst erlebt habe, standen nämlich nicht mit dem Regler in Verbindung.

    Auch Tankdeckelschloß prüfen weil Tankbelüftung der Facelift übers Tankschloß

    Das stimmt nicht !

    Siehe hier: