Beiträge von Eckart

    Was heißt alles

    Das F650 tragen 3 Motorradmodelle im Namen, die außer dem Namen fast nichts gemeinsam haben.

    Dies drückt sich auch in diesen getrennten Technikbereichen im Forum aus:

    Technik, Wartung Vergaser-F

    Technik, Wartung Einspritzer-GS / Technik, Wartung Einspritzer-CS

    Nicht alle Bereiche sind getrennt, aber trotzdem die Modellunterschiede zu beachten. Nur die Zweizylinderbereiche sind strikt abgetrennt:

    F650 / F700 / F750 / F800 / F850-Technik (2-Zyl.)

    Und sonst gibt es die einzelnen Modelle auch noch in verschiedenen Ausführungen wie CS, GS oder Dakar sowie in verschiedenen Baujahren, zwischen denen es wegen der Modellpflege auch noch mal Unterschiede geben kann ...

    Der hintere weiße Stecker auf der Benzinpumpe hat dauerhaft 4,9V , der vordere Schwarze hat 12 V wenn der Anlasser dreht.

    Wenn der Anlasser dreht oder der Motor läuft, ist die Benzinpumpe schlecht zu hören, aber wenn sonst 12 Volt anliegt (nach dem Einschalten der Zündung) und es ist nichts zu hören, hast Du möglicherweise den Kabelbruch in der Benzinpumpe:



    salvatore64

    Das Teil habe ich gefunden, ist unter dem Luftfilterkasten. Also: abbauen und schruppen. Geht das auch mit Ultraschall?

    Letzteres weiß ich nicht und bin eher skeptisch, weil es da ja um ein elektrisches Teil geht.

    Vielleicht helfen Dir folgende Beiträge aus der letzten Zeit weiter, bei den es um ein zumindest ähnliches Proböem bei einem zumindest ähnlichen Modell geht:

    Der Lüfter dreht tatsächlich mit größerem Widerstand

    Wenn Du den Lüfter als fehlerhaft identifiziert hast, solltest Du ihn auch reparieren, unabhängig davon, ob er Ursache des gesuchten Fehlers ist.

    Sicherung waren deutlich wärmer als üblich

    Ich frage mich, wie Du das feststellst.

    Solange kein Fehler zu suchen ist, fühlt man doch nicht an den Sicherungen ?

    Dass Sicherungen auch bei normaler Funktion warm werden, ist bekannt.

    Zum Durchbrennen muss die Temperatur des Sicherungsdrahts den Schmelzpunkt erreichen - das ist ziemlich heiß.

    Mit diesem subjektiven Befund kann ich relativ wenig anfangen.


    Ich hatte auch mal einen festgegangenen Lüfter, bei einem Einzylinder mit 4 Sicherungen, von denen die Nr. 3 für den Lüfter ist, die unter diesen Umständen durchbrennt. Andere Baujahre haben aber nur 3 Sicherungen, wobei gerade die Nr. 3 fehlt.

    Die neueren Baujahre haben 8 Sicherungen, deren Belegung ich früher mal so recherchiert hatte:

    1. Motorelektronik - 15 A
    2. Instrumentenkombination, Warnblinkanlage, Steckdose, Sonderzubehör und Diagnosestecker - 10 A
    3. Hupe und Lichthupe - 7,5 A
    4. Abblendlicht - 7,5 A
    5. Fernlicht - 7,5 A
    6. Instrumentenkombination, Blinker, Warnblinkanlage, Bremslicht und Sonderzubehör - 7,5 A
    7. Heckleuchte und Standlicht - 4 A
    8. Heizgriffe - 4 A

    Also ohne Lüftersicherung.


    Ich entnehme Deiner Antwort, dass Du auf den Test, ob der Lüfter das Problem ist, unterlassen hast, obwohl die Indizien alle für den Lüfter als Ursache deuten. Ich sehe es wie Michel: Der Test muss sein.

    Da gibt es nix zu revidieren.

    Den Lüfter gibt es als Ersatzteil. Ich habe Zweifel, ob man ihn mit WD40 dauerhaft wieder fit bekommt. Ich weiß allerdings nicht mehr, ob und welche Wiederbelebungsmaßnahmen ich seinerzeit durchgeführt hatte. Jetzt, da Deiner auch kaputt ist, kannst Du ja versuche machen ohne viel zu riskieren.

    Anfangs nach Start ca. eine Minute ganz leichte Sägezahndrehzahl im Leerlauf,

    Eine Drehzahlanhebung, kurz nach dem Start gibt es schon ab und an mal

    Sägezahndrehzahl und Drehzahlanhebung sind aber zwei verschiedene Dinge und andersherum wird ein Schuh daraus:


    Sägezahndrehzahl heißt wissenschaftlich ausgedrückt eine Regelschwingung, die auf nicht ganz korrekte Parameter in der Motorsteuerung zurückzuführen sein kann (hier eine Erklärung für Öfen, vielleicht gilt sie so ähnlich auch für heiße Öfen: https://de.wikipedia.org/wiki/…ng_in_der_Hausheiztechnik ). Wenn die nur leicht sind, sehe ich keinen Grund zur Beunruhigung.


    Drehzahlanhebung bedeutet ein unter bestimmten Betriebsumständen erhöhtes Standgas. Der Motor der F-Modelle macht das bei kaltem Motor, also kurz nach dem Anlassen, und beim Rollen, um auszuschließen, dass die Mindestdrehzahl unterschritten wird und der Motor abstirbt. Das verhindert, dass Regelschwingungen (und andere geringe Einflüsse) um die Standgasdrehzahl zum Absterben des Motors führen.


    Könnte natürlich sein, dass Deine Arbeiten zu einer Veränderung geführt haben, eine positive Veränderung war ja auch Absicht. Ich weiß nicht, was genau beim Einlernen der Adaptionswerte abläuft - kann sein, dass sich die Motorsteuerung erst noch auf die Verbesserung durch Deine Reinigung einstellen muss.

    Die von FünfzuEins oder meiner?

    Seitdem ich mir dem Klapphelm fahre, höre ich die schleifende Geräusche viel lauter, das stimmt.

    Auch ich höre nichts Ungewöhnliches heraus bei Deiner (so meinte JustMe das bestimmt auch).

    Wenn es nicht schon passiert wäre, hätte ich jetzt auch anch einer Änderung beim Helm gefragt, denn ich habe auch schon festgestellt, wie viel das ausmacht. Und wenn man dann erst den Verdacht hat, dass etwas nicht stimmt, hört man sich den Motor genauer aus verschiedenen Richtungen an und hört ganz schlimme Dinge ... die aber ganz normal sind und vorher auch schon da waren.


    Die Frage ist also, ob der Zeitpunkt der Geräuschänderung mit dem Zeitpunkt des Helmwechsels zusammenfällt. Wenn ja, wäre der Fall geklärt.

    die baugleich mit denen von motec zu sein scheinen haben ne E-zulassung als nebelleuchten

    In Deinem Angebot ist die Klasse klar genannt.

    kann bei bedarf auch gerne ein photo vom scheinwerfer mit der nummer drauf einstellen

    Die Nummer als Text würde reichen.

    dem TE hsts eh schon die sprache verschlagen

    Es soll vorkommen, dass Fragesteller (anders als vielleicht manche der Antwortenden) noch andere Verpflichtungen haben, wodurch der Eindruck entstehen könnte, dass er kein Interesse mehr am Thema hätte, wenn er nach einer Flut von Antworten nicht sofort reagiert.

    Hat jemand ähnliche oder gleiche Erfahrungen gehabt

    So ganz in der Form zwar nicht, aber ich rate trotzdem mal mit.

    Alter Sprit ?

    Das wäre auch meine erste Idee gewesen. Aber nach der 230km-Tour wurde vielleicht mal wieder getankt.

    Am Besten E10, weil dessen Alkoholgehalt eventuell vorhandene Wasseranteile aufnimmt, wo ich ich allerdings meine, nach 230 km müssten die auch so weg sein

    Ich tippe bis heute auf eine trödelige Batterie

    Wenn noch nicht geschehen, einfach mal kurz abklemmen.

    Ich weiß nicht, ob das den Fehlerspeicher löscht und wie bei älteren Baujahren die Adaptionswerte zurücksetzt.

    Wenn die Möglichkeit vorhanden ist, wäre natürlich vorher ein Blick in den Fehlerspeicher angesagt.


    Auch wenn das Anlassen problemlos war, kann eine Kontrolle der Batterie und ihrer Anschlüsse nicht schaden. Das kostet nicht, aber kleine Ursache kann große Wirkung haben.


    Nach diesen grundlegenden Kontrollen wird es natürlich etwas schwieriger ... aber es kommen bestimmt noch mehr Tips.

    hilfreich für die korrekte Schaltung ist das trotzdem nicht. Nebelscheinwerfer kann man m.W. z.B. auch ohne Abblendlicht betreiben

    Du hast zwar Recht mit Deiner Kritik an der unklaren Bezeichnung, aber die Antwort hilft dem Fragesteller nicht weiter.


    Mit wenig Recherche findert man über die Bezeichnung die Produktbeschreibung, in der es heißt:


    • Extra breiter Lichtkegel für beste Ausleuchtung auch am Straßenrand
    • Erhöhte Sicherheit auch tagsüber durch bessere Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer

    Das benennt die Kategorie zwar auch nicht, aber daraus könnte man - ohne Garantie - schließen, dass es sich wohl um zusätzliche Abblendlichter handelt.


    Natürlich ist die Anleitung schwach, dass sie erstens die Kategorie nicht nennt und zweitens nicht sagt, wo das Zündungsplus abgegriffen werden soll, aber deswegen fragt der Fragesteller ja auch.


    Ansonsten heißt es da noch:

    Zitat

    Der Einbau erfordert Kenntnisse der Motorradelektrik. Im Zweifelsfall sind die Zusatzscheinwerfer von einer Fachwerkstatt einbauen zu lassen

    Die Kenntnisse der Motorradelektrik für den Anschluss dieser Scheinwerfer zu ergänzen wäre also Kern der Frage, den die meisten der Antwortenden wohl auch verstanden haben. Sollten dabei Rückfragen aufkommen, dürfen die natürlich auch gestellt werden, am Besten gleich mit den Antworten darauf.

    Kleines Update: das Ticken war relativ schnell vorbei und die Maschine startet sofort ohne zu Orgeln. Sie läuft super.

    Dann scheint ja jetzt alles in Ordnung.

    Sollte das Orgeln beim Start länger gehen als 1 sek, werde ich mir die Lima-Spannungen anschauen

    Regler und Lichtmaschine sind bei dem Modell selten defekt. Deswegen deutet ein verlängerter Startvorgang nicht unbedingt auf einen Defekt in dem Bereich hin. Eher ist es wieder die Batterie, kann aber auch mal was anderes sein. Es kann ja nichts schaden, sich jetzt schon mal grob von der einwandfreien Funktion von Regler und Lichtmaschine zu überzeugen, einfach durch Nachmessen der Bordspannung bei laufenden Motor. Ein Wert nahe 14 Volt wäre ok, sonst müsste man Abweichungen näher untersuchen.

    Ist es möglich, dass ich, falls der berühmte Strick reißt und etwas Unübliches kaputtgeht, auf Euren Support / mittels einer Anfrage hier im Forum zählen darf?

    Das weißt Du doch und es ist ja schon öfter geschehen. Trotzdem kann es nicht schaden, sich professioneller Hilfe zu versichern, zum Beispiel mit dem Schutzbrief des ADAC oder einer anderen Organisattion, die nicht bloß in der Lage sein sollte, Kosten zu erstatten, sondern vor allem im Zielland Hilfe zu organisieren.


    Gute Reise !

    Früher, also vor der Veröffentlichung Nr. 90 im Verkehrsblatt 15/2019 vom 15.08.20219 galt man ja in Deutschland als Lebensmüder wenn man so was gemacht hat. Eine schlechte Erfahrung habe ich bis jetzt noch nie gemacht.

    nur wenn der jeweilige Reifenhersteller nichts dagegen einzuwenden hat.

    Nach der Behebung einer Reifenpanne in 2019 in Schweden hatte ich auch eine Mischbereifung auf der F800GS. Nach Rückkehr hatte ich mich durch Nachfrage beim Reifenhersteller vergewissert, dass das so erlaubt ist, aber er meinte, kein Reifenhersteller würde mir das empfehlen. Insofern ist die Frage, was einzuwenden heißt. Da es sich problemlos fuhr, bin ich noch bis zum nächsten fälligen Reifenwechsel so gefahren.

    2) Ohne Zündungsplus hätte ich ohne die Zündung an zu machen dann das Licht an?

    Zumindest könnte man das Licht bei ausgeschalteter Zündung einschalten, was unzweckmäßig ist, weil das Ausschalten vergessen werden kann oder Unbefugte schalten.

    3) Wo kann man am besten Zündungsplus ohne ein Kabel zu trennen anschließen?

    Wenn Du die angegebenen Stecker nicht findest weil bei Dir nicht vorhanden, bereits belegt oder ungünstig gelegen müsstest Du schon basteln, weil nicht überall Anschlüsse sind. Mein Navi hatte ich an der F650GS am Heizgriffschalter angeschlossen (natürlich am eingansseitigen Punkt), der war ja in der Nähe des Anbringungspunkts des Navi, und er wäre auch für den Schalter günstig gelegen.


    Trennen müsste man da nichts, aber löten (Gaslötkolben, wenn keine Netzsteckdose in der Nähe). Auch am Lichtschalter könnte man sich so "anklemmen". Bei Löten daran denken, dass man nur gut fixierte Kabel löten sollte, wegen der Gefahr eines Kabelbruchs ( Kabelbruch am Zündschloss ).


    Wenn Du im Forum nach Zündungsplus suchts, findest Du aber noch viele andere Ideen.


    Das würde ich ändern

    Ja, wenn die Vorverdrahtung keinen Anschluss an Zündungsplus vorsieht, bleibt nichts anderes übrig.

    Die ganze Konstruktion an Zündungsplus anschließen würde ich aber auch nicht wegen der relativ hohen Last.

    Auch scheint mir die Sicherung mit 30 Amper arg überdimensioniert. Rein Rechnerisch sollte dort ein Strom von ca. 7 Amper fließen wenn jede Leuchte 40 Watt hat

    Wenn jede Leuchte 40 Watt hat, wäre das zuviel und würde früher oder später zum Liegenbleiben wegen leerer Batterie führen.

    40 Watt für beide zusammen müsste gerade noch gehen.

    Der hohe Sicherungswert ist mir auch aufgefallen. Vielleicht müssen Einschaltströme bewältigt werden. Wichtig ist nur, dass ein Kurzschluss zum Druchbrennen der Sicherung führt ... und nicht zum Kabelbrand. Hoffe, das passt so.

    Ich mache mir Sorgen, dass vielleicht irgendwelche Lager drin defekt sein könnten.

    Welche sind eure Erfahrungen mit dem Geräusche vom Motor?

    In meiner F650-Zeit hatte ich keine Probleme mit Geräuschen aus dem Motor, das auffälligste war mal ein Radlagerschaden.

    Wenn im Forum Motorgeräusche thematisiert werden, dann meistens das Rasseln der Steuerkette. Das vielleicht als Suchbegriff im Vorgriff auf zielgenauere Antworten.

    Vielleicht könnte mir jemand ein par Audio Aufnahmen zur Vergleich schicken.

    Normalerweise läuft es umgekehrt: Du stellst Deine Tonaufnahme bereit und das Rateteam an den Bildschirmen rät.

    Oder falls jemand in NRW, Raum Dortmund hätte Lust und Zeit mit mir zu treffen für eine Vergleich.

    Ein Vorort-Vergleich ist sicherlich leichter als der von Aufnahmen, weil Aufnahmesituation und Ausrüstung viel Einfluss haben. Das Geräusch sollte in der Aufnahme schon deutlich hörbar sein.

    Hallo Robby,

    wie von Michel schon gesagt: Alles Normal.

    Ich will noch ein paar Einzelheiten ergänzen.

    im f650.de habe ich zu meinem Fall nichts gefunden

    Finden ist manchmal ein Problem, doch Deine Frage ist ein Klassiker, der jedes Jahr mehrmals kommt.

    könnte es sein dass ich die Maschine 2 Tage lang in "P" habe stehen lassen

    Die Batterie reicht maximal für eine Nacht Parklicht. Zwei Tage bedeuten leider eine Tiefentladung.

    Sobald ich aber mit dem Kabel an den Minuspol kam, gab es einen winzigen Funken (OK?)

    Ja, ok.

    Trotz abgeschalteter Zündung fließt zunächt ein Strom von etwas über 100 mA, der bei einwandfreier Funktion nach etwa 2 Minuten auf unter 1 mA zurückgeht. Wegen des Einschaltstroms gibt es den kleinen Funken.

    Erst wenn nach Zündung aus das Tickern Minutenlang passiert oder Tachonadel zuckt und Tachoanzeigen blinken wäre es ein Problem.

    Auch da muss man tolerant sein, denn das Klicken kann durchaus 2 Minuten andauern, länger sollte es nicht werden. Es kann sich auch in den nächsten Tagen noch einmal wiederholen. Während des Klickens kann bei genauem Hinsehen ein leichtes Zittern der Zeiger gesehen werden. Der Tacho dreht die Zeiger gegen den Nullanschlag, für den Fall, dass sie beim letzten Stromausfall zufällig woanders standen (was aber praktisch nie vorkommt). Modernere (bessere) Tachos machen das anders.


    Zitat

    Mein Motorrad -ohne-

    Erstzulassung (Baujahr) -ohne-

    Es kann die Beantwortung von Fragen erleichtern, das Profil in diesen Punkten zu vervollständigen.


    Ansonsten: Willkommen im Forum !

    Die geänderte Bereifung muss typgenehmigt (UN/ECE Regelung 75)

    Heißt das, ich brauche zwingend für meine GS ne Typ-Genehmigung

    Nach meinem Verständnis heißt das nur, dass Du nicht irgendwas Gummiartiges aufziehen darfst, sondern nur einen Motorradreifen.

    Die Regelung definiert, wie ein Reifen beschaffen sein muss, um ein vorschriftsmäßiger Motorradreifen zu sein und als solcher genehmigt zu werden. Wenn man von einem Reifenhändler hierzulande einen für das Fahren auf öffentlichen Straßen bestimmten Motorradreifen kauft, darf man erwarten, dass das ein genehmigter Reifen ist. Vielleicht würde unser Spezialist KöfferliRebel das in Schweizer Präzision besser ausdrücken, im Wesentlichen dürfte das aber der Kern der Bestimmung sein. Klingt vielleicht selbstverständlich, aber solange es nicht im Gesetz steht, könnte ja jemand kommen, der es anders sieht.

    Bin gespannt, was Ihr dazu sagt

    Ich hoffe, Du bist nicht gar zu enttäuscht, wenn ich sage, dass das Ergebnis auch meinen Geschmack nicht so ganz trifft.

    Aber ein bisschen Bewunderung erntest Du schon von mir, denn ich würde so einen Umbau nicht hinbekommen.

    Beachtet werden wird Dein Umbau als ungewöhnliches Unikat sicherlich.

    An der F gibt es noch ein weiteres Teil das evtl. Probleme macht.

    Nennt sich " Anlassersperr-Relais

    Mag sein, dass das Teil mal Probleme macht, hier aber wohl nicht, denn wenn das Starterrelais auf Druck der Starttaste hörbar anspricht, muss das Sperrrelais den Start freigegeben haben.

    Startrelais = Magnetschalter

    Nachdem das mit der Terminologie geklärt ist, können wir uns ja wieder dem Inhaltlichen widmen.


    Das Relais ist ja deswegen so groß, weil ein hoher Strom geschaltet wird. Damit der Kontakt nicht durch einen womöglich nicht oder nur langsam erlöschenden Lichtbogen abbrennt, muss der Kontakt relativ kräftig angepresst werden, nach dem Ende des Anlassens aber auch schnell, kräftig und ausreichend weit auseinandergezogen werden, wozu das Relais eben auch vergleichsweise kräftige Federn haben muss. Das leitet über zum nächsten Punkt:

    Spätestens nach einigen Versuchen wären doch auch die Kontakte des Startrelais ;) endgültig festgebrannt

    Natürlich tut so eine Panne dem Startrelais nicht gut, aber es kann ja nicht sein, dass ein fehlgeschlagener Startversuch z. B. im Winter das Teil gleich ruiniert.

    Bei einer Blockade der Anlasser-Welle müsste aber auch bei einer neuen Batterie elektrisch gesehen in einem nicht abgesicherten Stromkreis

    irgendetwas entlang des Weges anfangen zu qualmen oder ?

    Das kann schon sein, aber der verständige Nutzer wird den Starttaster auch "gleich" wieder loslassen, wenn er feststellt, dass der Anlasser nicht anläuft. Es gilt ja allgemein die Regel, es lieber mehrfach kurz zu versuchen als dauerzudrücken. Wenn der Anlasser nach einer Sekunde noch nicht angelaufen ist, ist es nicht so wahrscheinlich, dass er es nach zwei oder drei Sekunden tut - vielleicht dann, wenn die Leitung wirklich heiß wird. Man sollte ein Motorrad eigentlich nicht so leicht zum Abbrennen bringen können, versucht habe ich es zugegebenermaßen noch nicht ;)


    Wenn es sich die Vermutung- durch die noch ausstehende Messung, dass der Anlasser nicht anläuft, obwohl er gespeist wird, gibt es die 2 Fälle, dass er entweder blockiert wird oder nicht oder kräftig genug zieht - etwa weil die Kohlen verbraucht sind. Auch das kann bzw. sollte man durch Messen vorab eingrenzen - ich hatte es ja bereits erwähnt: Fällt die Spannung beim Anlassen deutlich ab, wird wohl eine Blockierung vorliegen, sonst eine Unterbrechung, eventuell die Kohlen, aber es kann auch etwas anderes sein.

    In so einem geschilderten Fall war das bei diesen Modell als erste Ursache das Starterrelais, als zweite Ursache der Starterschalter, als dritte Ursache lose oder korridierte Kontakte.

    Das Prüfen von Starterrelais und Kontakten steht ja noch aus, den Starterschalter kann man hier aber ausschließen, wenn das Relais hörbar schaltet.

    Vierte möglicher Fehler bei den K-Modellen war eine zu schwache Batterie die zwar das Starterrelais anziehen lässt, aber zu wenig Strom für den recht großen Anlasser liefert.

    Das wäre das Fehlerbild, das ich bewusst zuletzt beschrieben hatte, denn aus der langjährigen Forenbegleitung wurde sowas für F-Modelle nicht oder zumindest nicht so oft berichtet. Allenfalls wurde beim Gebrauch von Lithium-Batterien berichtet, dass die bei Kälte schwächeln und dann durch den Strom für das Abblendlicht vor dem Anlassen vorgewärmt werden (müssen). Heute hatten wir allerdings 22 Grad, da sollte so ein Kaltstart nicht vorkommen. Aber nach einer Reaktion des Fragestellers wissen wir vielleicht mehr.