Beiträge von Eckart

    Wer mit 130 reisen will:

    alles gut!

    Wer mit 160/180 reisen will sollte sich etwas anderes suchen.

    Das würde ich auch unterschreiben. Um 160/180 zu fahren (um das Wort reisen zu vermeiden), hat er ja schon was:

    meinen Supersportlern.

    Die CS war eigentlich eine Zufallsanschaffung,

    Wobei ich ein Motorrad noch nie zufällig angeschafft habe. Insofern rätsele ich noch etwas wegen der Motivation der Frage.


    Eckart

    Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich die Zahlen beim Verkaufsgespräch einfach durcheinander gebracht habe!

    Mit Deinen widersprüchlichen Aussagen dürfte sich kaum eine belastbare Angabe zur Laufleistung bestimmen lassen.

    Er ist dann mit der Maschine zu einer BMW Werkstatt gefahren aber er weiss nicht mehr genau was dort genau gemacht wurde, jedenfalls funktionierte es danach wieder allerdings mit dem falschen Kilometerstand.

    BMW-Werkstätten tauschen dann einfach das fehlerhafte Teil, nämlich die Leiterplatte, aus. Wenn nur ein Gebrauchtteil zur Verfügung stand, steht nun dessen Kilometerstand in Deinem Tacho. Der muss keinerlei Bezug zur Laufleistung Deines Motorrads haben.

    Jetzt bekommt sie noch einen großen Service

    Dann wärst Du zumindest wartungstechnisch auf der sicheren Seite.


    Eckart

    meiner Meinung nach sollte das Entasrungsrelais unter anderem auch das Licht abschalten. Wenn es an bleibt, würde ich sagen klebt es, mit dem Resultat, dass das Moped schlecht anspringt.

    Wenn das Entlastungsrelais klebt, würde das Licht während des Anlassens nicht abgeschaltet werden.

    Dann besteht die Gefahr, dass das Relais auch nach Abschalten der Zündung klebt. Das Licht würde dann an bleiben und die Batterie wäre binnen einer Stunde leer ... falls das Relais solange klebt. Siehe hier: Zündung aus Licht bleibt an


    Eckart

    Wenn ich die Aussage

    dass sich der Gesamt-Kilometerzähler nach etwa 20.000km auf 0 zurückgesetzt hatte

    logisch verknüpfe mit

    Im Jahr 2016 hatte sie 28.040 km

    Im Jahr 2017 hatte sie 30.500 km

    Im Jahr 2018 hatte sie 11.807 km

    kann das doch nur heißen, dass die 28000 km in Wirklichkeit 48000 km sind und wenn ich unterstelle, dass sich der Zähler schon kurz nach den 30500 wieder auf 0 zurückgesetzt hat, müssen es 2018 rund 60000 km gewesen sein, demnach auch jetzt 60000 km. Das passt überhaupt nicht zur Schätzung

    Ich würde mir jemand suchen der mir die 34tkm reinprogrammiert

    Vielleicht kann ein Fachmann anhand des Verschleißzustands meine Abschätzung bestätigen. Werkstattrechnungen gibt es keine ? Da würde man ja aus den Rechnungsposten herauslesen können, wo sie stehen muss.


    Ich werde nun einfach meinen Tacho im Auge behalten und falls sich dann im Sommer der Kilometerstand erneut ändern sollte, dann schau ich mir mal die Platine an und tausche den Elko aus.

    Tobys Empfehlung lautet da eher, präventiv tätig zu werden, um einer Beschädigung der Bauteile vorzubeugen.

    ich wollte das nur einmal wissen, da viele der Meinung sind, dass man einen Einzylinder auf der Autobahn eher zerlegen würde.

    Um da nochmal rückzufragen: Warum möchtest Du das wissen - vielleicht weil Du eine entsprechende Anschaffung planst ?


    Und: Ist denn die Frage befriedigend beantwortet ?


    Diese Antworten sind vielleicht nicht auf alle Einzylinder übertragbar, zumindest aber auf die hier diskutierten BMW-Einzylinder. Wegen der Vibrationen wird man Dauer-Vollgas zwar eher meiden und bei 120-130 km/h bleiben, aber auch die, die Vollgas fahren, haben sie so nicht zerlegt bekommen.


    Eckart

    ich frage mich, ob man mit der f650cs auch in den Urlaub fahren kann, also z.B. längere Autobahnfahrten durchführen kann. Hat das schon einmal jemand von Euch gemacht?

    Selbstverständlich kann man das !


    Mit meiner damaligen F650GS bin ich auf Reisen gegangen, Island , Nordkap, Frankreich und Italien hat sie gesehen, um nur die weiteren Reisen zu erwähnen. Die F650GS ist das Schwestermodell der F650CS, welche etwas straßenorientierter ist und damit nicht weniger geeignet.


    längere Autobahnfahrten

    Für die meisten ist die Autobahn nur der Weg zum Ziel, nicht das eigentliche Ziel, also ein eventuell notwendiges Übel. Von daher ist die Autobahn nicht das Lieblingsrevier von Motorrädern wie diesem, aber technisch gesehen spricht nichts dagegen.

    auf Dauer wird man kaum mehr als 120 fahren wollen

    Immerhin kann man an der Richtgeschwindigkeit 130 orientiert fahren, aber es gibt hier Leute, die auch Vollgas fahren, ohne dass sich das Fahrzeug zerlegt.


    Gepäckunterbringung ist auf der CS immer so ein Thema

    Die CS ist ja die unbeliebtere Variante der Einspritzer-F650. Das hat natürlich auch ungünstige Folgen für das Zubehörangebot. Dazu, wie sich das Reisen speziell mit diesem Modell gestaltet, werden bestimmt noch kommen.



    Eckart

    Als ich dann aber die neue Batterie eingebaut habe, hat sich der Kilometerzähler erneut resettet

    Es ist auffällig, dass sich die Tachoprobleme gerade nach einem Batterieeinbau häufen.

    Ist das ein bekanntes Problem bei der F650 GS

    Allerdings, da solltest Du mal die Forensuche mit dem Begriff Tacho bemühen und wirst staunen.

    jemand eine Lösung, dass dieses Problem nicht wieder auftritt?

    Die Lösungen hat Toby ausgearbeitet und in Theads in diesem Forum dargestellt.

    Ich verweise in diesem Zusammenhang gern auf meine Erfahrungen in Instrumentenausfall beim Start

    Weiter hinten im Thread Lösungen und Links auf weitere Threads zum Thema.

    Eine Möglichkeit wenigstens den ungefähren km-Stand zu erfahren wären alte HU-Berichte. Das sind amtliche Dokumente mit entsprechender Aufbewahrungsfrist bei den Überwachungsorganisationen

    In meinem Fall wurde der Tacho durch einen neuen ersetzt, der wieder ab 0 zählte. Fortan waren Laufleistung und Kilometerstand unterschiedlich. Die amtlichen Dokumente zeigen nur dem vom Prüfer abgelesenen Kilometerstand und sind deshalb nur begrenzt aussagekräftig.

    Wenn beim hier diskutierten Motorrad der Mangel beim Verkauf offenbart wurde, dürften sich aus der Unsicherheit über die Laufleistung keine Ansprüche ableiten lassen.

    Jetzt war ich neugrierig und habe es kurzerhand ausprobiert,

    Theorie und Praxis liegen da wohl auseinander, wenn ich einfach die Batterie trenne wird die Änderung im km-Stand komplett verworfen,

    auch ein Auslesen vom Speicher bringt kein anderes Ergebnis.

    Nach meinen Erfahrungen mit dem Tacho bin ich nicht überrascht - allein die Beobachtung, dass der Gesamtkilometerstand beim Abstellen zurückfallen kann, ist da schon ein Indiz dafür. Vorwärts springen kann er aber auch: RE: Kilometerzähler defekt? Gesamtkilometer werden weniger...

    ich erwarte wohl zuviel von anderen Ingenieuren

    Ja, denn nachdem die Mängel dieses Tachos hier schon so oft thematisiert wurden, sollte klar sein, dass Theoretisieren darüber, wie es funktionieren müsste, nicht zielführend ist, weil es eben nicht so gemacht wurde.


    eine Lösung, dass dieses Problem nicht wieder auftritt?

    Um nun noch einmal auf den vorliegenden Fall zurückzukommen: Da kann ich auch nur raten. Nachdem sich der Fehler mit den Elkos als dominierend erwiesen hat, läge es nahe, den zuerst anzugehen. Siehe dazu die von mir in diesem Beitrag verlinkten Threads.


    Wie erwähnt, wird der Tacho doppelt versorgt: einmal dauerhaft und einmal von der Zündung geschaltet. Ich könnte mir vorstellen, dass die beobachteten Effekte auftreten könnten, wenn einer der Verbindungen unzuverlässig ist. Im Forum gab es einen Fall, bei dem sich der Tageskilometerzähler bei jedem Einschalten der Zündung nullte, weil eine Leitung unterbrochen war: Reset der Uhr bei jedem Start (00:00h)


    Eckart

    b: Batterie hatte 12,7 V, fiel bei Einschalten der Zündung auf 12,4, lade ich gerade. Steht drauf, das sie unter 12,6 nachgeladen werden soll und das es ne Gelbatterie ist.

    Da will ich erstmal vorausschicken:

    Tipp: für augenscheinlich eigenständige Probleme eigene Themen eröffnen. Sonst gehen die unter.

    Aber vielleicht ist das ja gar nicht nötig, weil es ja gar kein Problem gibt, jedenfalls ergibt sich keins aus den Messungen.

    Eine Ruhespannung von 12,6 V steht für eine 100 % volle Batterie !

    Bei wartungsfreie Ausführungen wie Gel-Batterien liegt die meist etwas darüber, 12,7 ist also auch richtig.

    Wenn es trotz 100% voller Batterie Startprobleme gibt, ist die Batterie vielleicht verbraucht - dann hilft Laden auch nicht.

    Ein unangemessen großer Spannungseinbruch beim Einschalten der Zündung wäre ein Indiz, richtig messen kann man das aber nur bei einer ordentlichen Last - das heißt: Während der Anlasser läuft.

    Oder es gibt andere Ursache für die Startprobleme.


    Gelbatterie ist. Braucht die Pflege?

    Nein, denn es ist ja gerade das bezeichnende Merkmal wartungsfreier Batterien, dass sie wartungsfrei sind !

    Nur bei Standzeiten von mehreren Monaten sollte man sie alle paar Wochen nachladen, um einer Tiefentladung vorzubeugen, denn die würde die Batterie beschädigen.


    Eckart

    Der Druck im Wasserkreislauf ist aber kaum erwähnenswert. 0,1-0,2bar vieleicht

    Bei den derzeitigen Temperaturen, bei denen die diskutierten Beobachtungen gemacht wurden, mag das sein, aber die hohen Temperaturen, bei denen Lüfter und Warnung ansprechen, erfordern Siedetemperaturen, die auch die Kühlmittelmischung erst bei Überdruck erreicht. Prüfdruck der GS ist 1,5 bar, eine modellbezogene Angabe des Normalwerts habe ich nicht gefunden (wer weiß mehr ?), bei Autos sollen Werte von knapp 1 bar üblich sein.

    Der Differenzdruck zwischen Eingang und Ausgang der Pumpe dürfte in der niedrigen Größenordnung von 0,1-0,2 bar liegen.


    Eckart

    Zu Tacho in Meilen gibt es hier einen sehr wertvollen Beitrag von Toby

    Ja, zuallererst solltest Du diesen Beitrag lesen. Es kann aber sein, dass Du feststellst, dass die Brücke schon stimmt.

    Tachoprobleme sind sehr häufig und auch ich hatte die schon: Instrumentenausfall beim Start

    In diesem Thread wird auf die möglichen Probleme und die Reparaturmöglichkeiten eingegangen, allen voran von Tachospezialist Toby.

    Die falsche Einheit km/Meilen trotz korrekter Brücke ist nur eines der vielfältigen Erscheinungsbilder des Fehlers.


    Eckart

    dein Mopped ist in Ordnung.

    Also so ganz stimmt das ja nicht, aber trotz der Diskussion sehe ich keinen Anhaltspunkt dafür, dass mit Öl oder Kühlung etwas nicht stimmt.


    Aber es gibt ja noch die Startprobleme und dieses Problem:

    der Gasgriff geht nicht mehr selbständig zurück, Ist das ein bekanntes Problem?

    Jein. Vorgekommen ist das schon, ist aber nicht häufig. Vielleicht hilft dieser Thread weiter:

    Gasgriff geht nicht von allein zurück


    Hier im Thread wurde ja schon erwähnt, dass beim Starten kein Gas gegeben werden darf. Sollte durch das Klemmen beim Start Gas gegeben werden, könnte das Probleme bedeuten, ob wie beobachtet, kann ich allerdings nicht sicher sagen.



    Beim Starten ist sie beim Dritten längeren "Orgeln" gekommen, hab jedoch zu früh den Anlasser losgelassen, wieder aus-dann noch 3 Startversuche und sie lief.

    Ich hatte ja bereits erwähnt, dass Folgestartversuche länger dauern, wenn der erste nicht gelingt.


    Wenn Du meinem Vorschlag mit dem Versuch der Starthilfe nicht folgen kannst oder willst, wäre eine Alternative, die Batterie vor dem nächsten Startversuch zu laden oder/und über Nacht ins Warme zu bringen. Bekanntlich ist der abgegebene Startstrom bei Kälte geringer, obwohl er größer sein müsste, weil der kalte Motor schwerer dreht.


    Dass ein späterer Startversuch dann doch gelingt, liegt einerseits daran, dass der Motor trotz kaltem Öl leichter dreht, wenn das Öl nach den vorangegangenen Fehlversuchen besser verteilt ist und zum anderen, dass der von der Batterie abgegebene Startstrom nun höher ist - auf den ersten Blick paradoxerweise, aber wegen des hohen Startstroms des Anlasser erwärmt sie sich etwas.


    Ansonsten sind Probleme mit der Zündkerze oder ihrer Zuleitung bzw. dem Stecker häufiger genannte Ursachen für Probleme beim Motorlauf. Aber eins nach dem anderen.


    nach 12 minuten Leerlauf schaltete der Lüfter an

    Bei der derzeitigen Wetterlage springt der Lüfter im normalen Fahrbetrieb nicht an, man muss es also schon provozieren.

    Macht Ölwechsel Sinn

    Bei einem unbekannten oder als überzogen bekannten Wartungszustand wäre das zu empfehlen. Aber nur weil das Öl ein bisschen schäumt würde ich das nicht tun. Ob der Benzingeruch bedenklich ist, kann ich übers Forum natürlich nicht sehen.


    Eckart

    Im kühlmittelbehälter war etwas zu viel drin, was ich auch bis zur MAX-Markierung reduziert habe.

    Sobald man hier ein mögliches Problem anspricht, kommen natürlich jede Menge Hinweise, was möglicherweise alles kaputt sein könnte. Ist das Motorrad in Ordnung, muss weder Kühlmittel noch Öl abgelassen noch nachgefüllt werden. In der Regel reicht eine gelegentliche Kontrolle.

    Noch mal zum eindeutigen Verständnis: Bei der Ölstandkontrolle soll die BMW gerade und eben auf beiden Rädern stehen und nicht auf dem Hauptständer!?

    Soll, ich habe es immer auf dem Hauptständer gemacht. Es kommt auch nicht auf den Milliliter an. Ein Problem ist es erst, wenn man zu wenig oder viel zu viel füllt, weil man nicht weiß, wie man nachfüllt und kontrolliert. In diesem Zusammenhang wird hier gelegentlich von Überfüllungen berichtet. Öl sammelt sich dann am Luftfilter und kann aus dem nach unten heraushängenden Schlauch abgelassen werden, wozu man den Stopfen entfernen muss.

    Batterie: Sie könnte also, obwohl der Anlasser dreht, zu schwach sein um den Motor zu starten!? Der Motor ist auch bei meiner anfangs immer gut angesprungen, das Problem könnte tatsächlich mit beginnender Kälte einhergehen.

    Eine klare Antwort kann ich Dir da nicht geben, weil andere Ursachen denkbar sind, z. B. auch Probleme mit der Zündung. Wenn bei Starthilfe, z. B. mit einer Powerbank, alle Startprobleme weg sind, war es das wohl. Siehe RE: Batterieprobleme bei Kälte und mobile Starthilfegeräte

    Ich würde mir auch keine Gedanken machen wegen den Kurzstrecken. Wenn nicht mit einer 20 Jahre alten F, womit dann?

    Ganz meine Meinung.


    Eckart

    Hallo Uli,

    Hier noch ein paar Ergänzungen zur Antwort davor

    sich im Öltankdeckel leicht bräunlicher cremiger Schaum bildet

    Sowas ist möglich und allein noch kein Indiz für einen Fehler.

    Das Öl riecht leicht nach Benzin.

    Das kann - wie von bwm erwähnt - am Kurzstreckenbetrieb liegen, aber ein Fehler ist deswegen nicht ausgeschlossen.

    Nachdem mir aufgefallen war, das der Ölstand nach der Fahrt bei warmem Motor höher als Oberkante Schauglas stand, -was sich auch nach Abkühlung nicht wesentlich änderte-, habe ich ca 120 ml abgesaugt, so das der Ölstand bei kaltem Motor genau Mitte Schauglas stand.

    Das richtige Messen des Ölstands ist eine FAQ, die aber eigentlich die Bedienungsanleitung beantwortet:


    Motor im Leerlauf laufen lassen, bis der Lüfter anläuft, anschließend noch eine Minute weiterlaufen lassen.

    Motor ausschalten.

    Betriebswarmes Motorrad senkrecht halten, dabei auf ebenen und festen Untergrund achten.

    Jetzt kann man den Ölstand ablesen. ein niedriger oder höherer Ölstand zu anderen Zeitpunkten oder unter anderen Bedingungen ist bedeutungslos.

    Im kühlmittelbehälter war etwas zu viel drin, was ich auch bis zur MAX-Markierung reduziert habe.

    Du hast wahrscheinlich nur den Ausgleichsbehälter betrachtet. "etwas zu viel" kann eigentlich kein Problem sein, wenn die Ursache war, dass ein bisschen zuviel eingefüllt wurde. Auch hier der Hinweis auf die Bedienungsanleitung.


    ist sie einige Male nach 5 Tagen Standzeit nicht oder nur nach langem orgeln angesprungen, einmal auch, nachdem sie nur über Tag gestanden hat. 3 x hab ich sie angeschoben (Kann das schaden?)

    Das eigentliche Anschieben ist zwar kein Problem, weil es dem Motor egal ist, ob der vom Anlasser oder einer anderen Kraft gedreht wird. Allerdings ist der Grund des Anschiebens ja meistens eine Störung. Wenn dadurch Benzin den nicht anspringen wollenden Motor unverbrannt passiert, ist das natürlich nicht gut.


    Der Motor springt nicht immer so spontan an, wie man es von anderen Motorrädern kennt. Daher den Anlasser lieber ein Moment zu lang drücken als zu kurz. Meiner Erfahrung nach springt der Motor normalerweise sofort an. Wenn aber doch nicht oder wenn man ihn danach gleich wieder abgewürgt hat, muss man bei Folgeversuchen länger versuchen. Bei den augenblicklichen Temperaturen sollte man immer im Leerlauf anlassen, also nicht bei gezogener Kupplung im ersten Gang.


    Eine Batterie unbekannten Alters könnte die für winterliche Bedingungen vielleicht zu altersschwach und daher ersatzbedürftig sein.


    Was meint Ihr dazu? Können die Startschwierigkeiten mit dem Ölthema zu tun haben? Wie sollte ich vorgehen?

    Können ja, aber ich würde erst einmal näher liegende Ursachen wie eine verbrauchte Batterie in Betracht ziehen.


    Eckart

    bei mir sind die Tourance Reifen mit DOT: 5015 seit Anfang 2016 verbaut. Kann ich sie dieses Jahr noch fahren?

    Auch von mir wirst Du nur eine wenn-dann-Antwort erhalten, weil Deine Frage nicht alle Infos enthält.

    Fotos sind zwar schön, aber doch für ein Messen nicht ausreichend.



    Das Alter betreffend:

    Dot 2016 sind schon 5 Jahre

    Die sind doch so gut wie neu ?!:

    Unter der Voraussetzung einer sach- und fachgerechten Lagerung gilt ein Reifen bis zu einem Alter von 3 Jahren als fabrikneu und bis zu maximal 5 Jahren als neu.

    Natürlich hinkt die Aussage ein bisschen, weil die Reifen am Motorrad nicht sach- und fachgerecht gelagert sondern in Betrieb waren. Natürlich - so ganz neu ist der Reifen dann doch nicht, das muss man natürlich schon beim Fahren bedenken. Das muss man bei der F650 sowieso, denn ein neueres Motorrad hätte ABS.


    Ein Reifen am Motorrad ist kritischer zu bewerten als beim Auto. Speziell dazu findet sich noch:

    Üblicherweise wird eine Reifennutzung über das sechste Jahr hinaus nicht mehr empfohlen.

    Wenn es keine anderen Gründe für einen Reifenwechsel gibt, würde ich persönlich die Reifen noch fahren, wobei Reifen auf dem Motorrad wegen meiner Kilometerleistung nie so alt werden (dafür aber auf dem Auto).



    Nun zum Profil

    meiner Meinung nach bist Du auf den linken Bild (vorne?) mit dem Profil an den Indikatoren

    Ich weiß nicht, ob man da die Indikatoren sieht, es könnten auch Gummireste aus der Fabrikation sein. Wie sowas konkret aussieht:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Reifenverschlei%C3%9Fanzeige

    Im zweiten Wikipedia-Bild ist ziemlich in der Mitte so ein Indikator zu sehen, sieht aus wie ein fehlplatzierter Steg, der nicht die ganze Profilhöhe hat; auf dem Bild mit kleinem Kreis drin, normal ist krein Kreis da. Die Höhe des Stegs ist kein Anhaltspunkt für die Verschleißgrenze, sondern markiert nur eine zweckmäßige Stelle zum Messen der Profiltiefe (neben dem Indikator); die gesetzliche Regelung ist aber etwas anders, aber schwieriger zu messen:

    Das Hauptprofil muss am ganzen Umfang eine Profiltiefe von mindestens 1,6 mm aufweisen; als Hauptprofil gelten dabei die breiten Profilrillen im mittleren Bereich der Lauffläche, der etwa 3/4 der Laufflächenbreite einnimmt.

    In Deinen Fotos kann man die Profiltiefe nicht messen - das musst Du schon selber tun.



    Eckart

    Bleibt Strom aus einer Spule auf der Strecke, wird der Regler weiter versuchen die Spannung aufrecht zu halten (ich gehe davon aus dass er das auch ohne alle drei Spulen Schaft). Ist die Batterie jetzt noch zu Laden, fliest weiter die geforderte Leistung. Jetzt aber nicht mehr gleichmäßig aus allen drei, sondern nur noch über, sagen wir 2,123 Leitungen. So muss unser Bösewicht Strom in den verbleibenden Leitungen steigen…

    Vielleicht gelingt es jemand anderem (chefin?) Dir das deutlich zu machen, was mir noch nicht gelungen zu sein scheint:


    Nein, der Strom in den anderen Leitungen steigt nicht weiter, weil der Regler ja immer den maximalen Strom zieht, soviel wie die Spulen der Lichtmaschine liefern.


    Und nochmal Nein: Wenn eine Leitung ausfällt, fällt mehr als 1/3 der Leistung weg. Das reicht nicht unter allen Umständen. Wenn das so wäre, würde man Regler und Lichtmaschine schwächer auslegen können. Stell' Dir vor, 2 Leitungen fallen aus. Dann bleibt auch nicht 1/3 übrig, denn über einen einzelnen Leiter fließt gar kein Strom.

    Bei einem früheren alten Motorrad (80er Jahre) wurde bei ausgeschaltetem Licht eine Phase getrennt. Dann reicht das, zumindest bei einem Vergasermotorrad. Das gleiche Motorrad hatte dann irgendwann einen Schluss zwischen 2 Phasen bekommen. Da bin ich dann immer wieder liegen geblieben.


    Wenn eine Phase ausfällt, geht der Regler in den Anschlag und arbeitet ohne Kurzschlussphase nur noch als Gleichrichter; was dann rauskommt, reicht nicht aus und die Batterie wird geleert statt geladen.


    Eckart

    Ich stelle mir das so vor, hat eine der gelben Leitung einen erhöhten Wiederstand (Stecker Mist), sinkt die Spannung , der Regler dreht auf um die Spannung zu halten. Die Leistung kommt jetzt aber nicht mehr von allen drei Spulen gleich, was zu einem höheren Strom der einzelnen (verbleibenden) Leitungen führt, vielleicht.

    Wenn Du das so schreibst, hast Du die Funktion des Reglers noch nicht ganz verstanden: Es wird immer die volle Leistung von der Lichtmaschine abgenommen und der Regler entscheidet, wieviel davon die Bordelektrik abbekommt und wieviel davon in der Kurzschlussphase (größtenteils in der Lichtmaschine) "verbraten" wird. Ein Widerstand (ohne ie) in Stecker oder Leitung in der Verbindung Regler-Lichtmaschine verringert den Strom in dieser Verbindung, sodass dem Regler weniger Leistung zum Verteilen bleibt. Ab einem gewissen Grad, zum Beispiel bei der Unterbrechung einer der drei gelben Leitungen, würde nicht mehr genug geladen werden, aber vorher bedeutet es, dass wegen der hohen Ströme Leistung am Widerstand frei wird, wie Du ja selbst schon gesagt hattest:

    Wenn ich jetzt aber in einer (einzelnen) Leitung einen ungewollten Wiederstand (Stecker Kabel) hab…. Erzeuge ich dann eine ungewollte Leistung?

    Folge: Die fehlerhafte Kontaktstelle und - wegen der guten Wärmeleitung von Kupfer - die daran angeschlossenen Leitungen wird erhitzt, was die Korrosion beschleunigt und die Isolierung verkohlt.


    Eckart

    Verstehe ich das richtig: Gegen Masse Kurzschließen

    Nein. Die Spulen sind im Stern geschaltet. Siehe hier: https://de.wikipedia.org/wiki/…hrung_als_Permanentmagnet

    Haben die drei Spulen einen gemeinsamen Punkt

    Genau. Der liegt allerdings "in der Luft", nicht auf Masse, ist auch nicht herausgeführt.

    Die Spule in sich Kurzschließen wäre ja eher Blödsinn, oder.

    Oder.


    Dann ist es weniger ein Kurzschließen, mehr ein um- oder zurückleiten?

    Wenn Du mal in eine Steckdose schaust, sind da Löcher für die zwei Steckerstifte. Der Strom wird also in der Tat nicht verbraucht wie Wasser, sondern er wird wieder zurückgeleitet. Was kostet, ist die entnommene Energie. Wenn Du nun bei einer Steckdose die zwei Pole mit einander verbindest (man nennt das Kurzschluss), verbrauchst Du keine Energie, obwohl Strom fließt ... bis die Sicherung (hoffentlich) kommt (vom Versuch rate ich ab).

    Wenn ich jetzt aber in einer (einzelnen) Leitung einen ungewollten Wiederstand (Stecker Kabel) hab…. Erzeuge ich dann eine ungewollte Leistung?

    Ja.


    Thyristoren hören sich für immer Irgendwie nach Dimmer / Phasenschnitt-Steuerung an. Das zünden und Schließen des Thyristor, wie Du es beschreibst, kann man aber in gewissem Bereich Streuen?

    Thyristoren sind vielfältig einsetzbar. Die Thyristoren sind aber nicht die einzigen Bauteile, gesteuert werden sie von einer zusätzlichen Elektronik, sodass Steuungen der Thyristoren keine Rolle spielen.

    Ich trau mich es ja kaum zu Fragen

    Die Frage nach den Grundlagen passt nicht ganz hier her. Lies doch mal hier: Welche Aufgabe hat die Lichtmaschine und die Batterie Modell 2006 - nur durch fortgeschrittene Schrauber beantwortbar


    Eckart

    Es ging auch lediglich um den Kabelquerschnitt, und nicht um eine eventuelle Absicherung.

    Im Thema geht es ja allgemein um die feurige F650, die möglichen Ursachen und wie man das vermeiden kann.

    Dabei wurde zwar klar, in welchem Bereich Probleme auftreten und auch, dass sich wahrscheinlich um ein elektrisches Problem handelt, aber der genaue Ablauf blieb unklar, auch, ob es nur einen oder verschiedene Fehler gibt.

    In diesem Zusammenhang kam auch das Thema Sicherungen auf, wo sie zu sein haben und wie dimensioniert, auch im Verhältnis der Kabelquerschnitte und der eventuelle Nutzen zusätzlicher Sicherungen.

    Mit dem Lichtmaschinenkabel ist ein weiterer Aspekt dazugekommen.

    Durch die thematische Breite des Threads sind anscheinend nicht mehr alle Bezüge klar, d. h. was sollte man wann und wogegen tun ?


    Bezogen auf das Lichtmaschinenkabel hatte ich gesagt, dass hier Sicherungen nichts nützen würden. Das Gegenteil hatte niemand behauptet.

    Den Kabelquerschnitt betreffend hatte ich zwar nichts gesagt, aber weil Schäden immer nahe den Steckverbindungen gemeldet werden, sehe ich die als problematisch und nicht den Kabelquerschnitt, selbst wenn er etwas unterdimensioniert sein sollte. Im Bild in #138 erkennt man zwar nicht das Innere der Steckverbinder, wohl aber die Kabelschäden (nur) nahe den Steckverbindern, sodass ich nicht den Schluss ziehen würde, dass mangelnder Querschnitt die Schadensursache ist. Das Bild gibt das jedenfalls nicht her. Zumindest nicht als alleinige Ursache.


    Eckart

    Meine Burg war vor 2 Monaten (nach Kauf) bei BMW zur Inspektion. Alles für gut befunden und es wurde ein neuer Laderegler eingebaut da dieser defekt war. Ergo liegt hier die Verantwortung bei BMW, denn diese haben den Regler angeschlossen! Soll ich jetzt dort hin und sagen hier habt ihr verbockt!!! Eigentlich: Ja!

    BMW arbeitet nur ab was im Auftrag steht...steht da nix von Kabelschau und Kabeltausch.sondern nur Lima regler ersetzen.tut der Teiletauscher für Gold auch nur was im auftrag stand

    Ergänzen würde ich, dass die Inspektion nach Vorschrift erfolgt und der Inspektionsplan dürfte wohl kaum die Untersuchung aller Kabel beinhalten. Da würden die Kosten schnell hoch gehen und die Einsicht fördern, dass man ein altes Motorrad nicht mehr wirtschaftlich betreiben kann.


    Abgesehen davon kommen viele BMW-Werkstätten mit Oldtimern schlecht klar. Thematisiert wurde schon mal, dass die jungen Mechaniker mit Vergasern nicht mehr umgehen können. Darüber hinaus haben Vertragswerkstätten überwiegend mit recht neuen Motorrädern zu tun. Nach der Garantiezeit springen die ersten Neumotorrad-Kunden ab, um die Arbeiten selbst zu machen oder freien Werkstätten zu überlassen. Wenn man mit über 100000 km in den Glaspalast kommt, ist man schon Exot und da kann es nicht verwundern, dann die Mannschaft* mit Alterserscheinungen nicht vertraut ist und sie auch bei Reparaturarbeiten nicht erkennt.

    Würde man bei dieser Gelegenheit jedes schon ein wenig angegriffene Teil ersetzen, wäre man vermutlich auch recht schnell beim "Ersatz im Ganzen" - die fällige Inspektion als Totalschaden.


    Fazit: Du könntest mit der Feststellung recht haben, dass BMW es "verbockt" hat, aber was hilft Dir das ?


    alle abgefackelten hier sind von Schraubern

    Weil, wie eben dargestellt, so alte Motorräder vorwiegend in den Händen von Schraubern sind. Das behindert noch zusätzlich die mit Bezug auf die Produkthaftung erwähnte Beobachtung durch den Hersteller, weil Schrauber selten Rückmeldung an die Hersteller geben.



    ich habe heute wieder an meiner ST geschraubt, und die Verbindungsleitung zwischen dem Teilstück vom Generator kommend (linke Steckverbindung) und dem Teilstück zum Regler abgehend (rechte Steckverbindung) sieht so aus

    Das gezeigte Kabel ist offenbar die Verbindung von der Lichtmaschine zum Regler. Erwähnt wurde ja schon, dass die Steckverbindungen die Schwachstelle sind, weniger das Kabel selbst. trey hatte ja mit seinem anschaulichen Beispiel deutlich gemacht, dass gar nicht unbedingt hohe (Kurzschluss-)Ströme brandauslösend sein müssen, wenn die Leistung nur punktuell genug konzentriert frei wird und dort auf Entzündliches trifft ... sodass eine Absicherung in so einem Fall nicht unbedingt greift:

    10A sind ja im Kfz Bereich (und sonst auch) nix besonderes.

    Wenn Du aber die 10A kurzschliest und dein einziger Widerstand der Übergangswiderstand Kabel - Rahmen ist, ergibt sich dort eine Leistung von 12V*10A=120W.

    Und das dazu alles punktuell.

    Das wäre dann ungefähr so, wie wenn Du Deinen größten Lötkolben in den Schaumstoff der Sitzbank rammst ...


    Mit voller Ausstattung, und das hat sie "fast", kommen da einige Watt zusammen.

    Bei dem Lichtmaschinenkabel kommt noch eins hinzu: Durch die Arbeitsweise des Reglers liegt für dieses Kabel eigentlich immer der Kurzschlussfall vor. Der gesamte von der Lichtmaschine bereitgestellte Strom fließt durch dieses Kabel, ca. 20 A ab einer gewissen Drehzahl, unabhängig vom Umfang der Ausstattung. Eine Sicherung - verschiedentlich als Allheilmittel gepriesen - würde an dieser Stelle gar keinen Sinn machen.


    Die feurigen Erfahrungen sind eigentlich ein Grund mehr, den Regler vom Platz unter dem Sitz weg nach außen zu verlegen, weil damit auch ein paar der potentiell brandauslösenden Komponenten in ungefährlichere Bereiche verlegt werden.


    Eckart



    *) Dies ist nicht Frauen-diskriminierend gemeint, sondern die Feststellung, dass das Werkstattpersonal fast immer männlich ist. Oder wer kennt es anders ?

    Hallo Stefan,


    Ich habe den Beitrag aus dem Bereich Bayern in den Bereich Technik, Wartung Vergaser-F verschoben, dann gibt es vielleicht auch Antworten von außerhalb Bayerns ;-)


    hast du die Möglichkeit eine Audio Aufnahme einzustellen ?

    Dies erspart viele Rückfragen, zum Beispiel nach der Frequenz (wie oft pro Sekunde bei welcher Drehzahl).


    Eine konkrete Idee, was es sein könnte, habe ich leider auch nicht, aber da sich im Stand ja nur begrenzt viele Teile bewegen, würde ich als erstes ans Getriebe denken. Hängt das Geräusch vom gewählten Gang ab (Hinterrad mit Hauptständer in der Luft) und hat die Kupplung Einfluss ?


    Bei einer F650GS hatte ich mal ein defektes Ausrücklager, da konnte es auch zu so einer Erscheinung kommen durch Unregelmäßigkeiten beim Kupplungseingriff. Dabei gibt es allerdings noch weitere Probleme, von denen Du nichts berichtet hattest. Und damit hätte man keine 12000 km fahren können. Vielleicht gibt es weitere Anhaltspunkte, wenn Du ein bisschen damit gefahren bist. Wieviel bist Du denn schon mit diesem Motorrad gafahren ?


    Eckart