Beiträge von Eckart

    Hallo Marco,

    Ich habe ein Batterieladegerät. 5A; Plattengleichrichter, Trafo, Amperemeter.

    Frage:

    Darf ich damit meine Batterie der F650GS 2007 laden, oder brauch ich was anderes.

    Kommt drauf an. Die Faustregel lautet: Ladestrom = 0,1 * Kapazität, d. h. 14 Ah ==> Ladestrom 1,4 A.

    5 A wären also zuviel. Die Frage, ob die auch fließen, hängt allerdings von der Ladespannung ab und ein Ladegerät, wie Du es vermutlich hast, lädt mit konstanter Spannung. Am Amperemeter könntest Du das kontrollieren, allerdings sind diese Messgeräte oft ziemlich ungenau.

    Da auch der Strom der Erhaltungsladung zu groß werden kann, sollte man auf das Erreichen der Ladeschlussspannung achten und beim Einsetzen der Gasung abklemmen.

    Mit einem Vorwiderstand, z. B. in Form einer Glühlampe, kann man den Ladestrom ein solchen einfachen Ladegeräts reduzieren, sodass es immer einen Weg gibt, es zu verwenden - ich mache das auch so.

    Wenn Du meine Beschreibung nicht verstehst oder die Maßnahmen nicht umsetzen kannst oder willst, solltest Du vielleicht doch zu einem Motorradladegerät greifen - das wäre dann einfacher, weil man da nicht so viel falsch machen kann.


    Eckart

    Ich denke, dass das Rücklicht gemeint ist. Bei meiner leuchtet es nur wenn Zündung eingeschaltet ist. Plus könnte vom Entlastungsrelais kommen.

    Es kommt nicht vom Entlastungsrelais, sondern aus einem separaten Stromkreis, der auch bei Standlicht (Parklicht) versorgt wird (das Rücklicht bleibt während des Anlassens an). Nach meinen Unterlagen ist die Aderfarbe grau/schwarz, ich würde mich aber nicht daraus verlassen, sondern besser nachmessen. Zwar sollte man hier ein Navi zuschalten können, aber es gibt bessere Anzapfungsorte näher am Montageort eines Navis (bei den Einzylindern z. B. am Heizgriffschalter).

    Je nachdem ob die Navihalterung ein eigenes Netzteil hat oder benötigt würde ich mal im Ruhezustand den Strom messen. Meine Garmin Halterung/Stromversorgung zieht jedenfalls auch ohne angestecktes Navi einige mA.

    Die Garmin-Halterungen kenne ich als eher sparsam, je nach Navi-Modell (Rückfrage: welches ?) ist der Ruhestromverbrauch null bei nicht eingesetzten Navi oder - auch nur bei nicht eingesetzten Navi - so gering, dass 2 Monate noch kein Problem darstellen sollten. Trotzdem würde ich solche Ruhestromverbraucher vermeiden und Navis immer nur ans Zündungsplus anzuschließen.


    Bei der Zumo 550 Halterung ist der Ruhestromverbrauch bei nicht eingesetztem Navi null, aber ein Pin der Stiftleiste steht unter Spannung und koorodiert, wenn er feucht wird - und dann gibt es doch einen Ruhestromverbrauch.


    Bei einem Zumo 395 habe ich mal einen Ruhestrom von unter 1 mA gemessen (Spannungswandler ohne Navi im Halter). Auch hier könnte es anders aussehen, wenn die Stifte feucht werden.


    Eckart

    Schwachsinn von extra3

    Es ist doch klar, dass Satire von der Übertreibung lebt - und so gesehen finde ich das keinen Schwachsinn, auch wenn nicht jede Szene begeistert.

    Es freut mich immer zu hören , dass es auch gut funktionieren kann.

    Leider eben Einzelfall:

    nächste Ladestation ist 5 KM !! entfernt und das in einer Großstadt

    An meinen 16 km Arbeitsweg ebenfalls in einer Großstadt, der die eher nach unten Maßstäbe setzt, ist keine einzige Ladesäule bzw. nur eine, die schon vor Jahren wegen einer Baustelle, die noch mindestens ein Jahr bestehen wird, stillgelegt wurde.


    Eckart

    Hallo Tux,


    Viele Fragen und Zweifel, doch auf die meisten gibt es einfache Antworten:

    Wenn ich also die wirtschaftliche Sache mit allen Kosten überdenke, kommen mir die genannten 2,50 € / 100 km etwas sehr günstig (und vermute, dass hier eh nur die Stromkosten bedacht wurden).

    So muss es sein, denn auf der Webseite des Herstellers findet sich ein Wert in dieser Größenordnung.

    Entsorgung von Batterien

    Ich gehe mal davon aus, dass so ein Teil wertvolle Rohstoffe enthält und man somit eher was herausbekommt. Aber wenn man den Angaben des Herstellers trauen darf, würde der Akku mehr als 300000 km halten ...

    Lampen

    LED-Lampen (würde ich zumindest heute erwarten).

    Bremse

    Bei einem guten Antriebskonzept wird zumindest teilweise elektrisch gebremst, ich habe nicht geprüft, ob auch bei der Zero DS.

    Reifen

    Elektrische Reifen .... nein, in dem Punkt hast Du natürlich uneingeschränkt recht.

    Auch bin ich mir nicht sicher, was die Batterie an Kosten aufwirft

    siehe oben.


    Kette (oder Kardan?)

    Riemen !


    Eckart

    Hallo,

    bei der 800er bei einem Lastkilometer von 1,-€/1km

    Dieser Wert kommt mir realistisch vor. Bei meinen ersten Motorrädern hatte ich auch nach dem Wert geschaut, heute muss man solche Werte suchen, wohl auch, weil die meisten Leute sich nicht dafür interessieren. Wer ein Fahrzeug nicht beruflich nutzt oder auch nur zum Weg zur Arbeit, für den ist ein Motorrad (auch ein nicht luxuiöses) ein Luxusgut, das man nicht braucht, das verursacht einfach Kosten, die nirgends aufgerechnet werden können.

    die Spritkosten waren dabei nicht mal der größte Anteil

    Das glaube ich gern. Da braucht einfach nur mal jeder die Tankrechnungen zusammenzählen und den Ausgaben für das Motorrad selbst und allen Werkstattrechnungen gegenüberstellen.

    Wartung und Reparturen, aber auch Versicherung, Steuern usw

    Vielleicht kann Olaf das hier für sein Fahrzeug darlegen, aber mangelnde Erfahrungen sollten nicht das Problem sein:

    • Wartung: Da ein Elektromotor wesentlich einfacher aufgebaut ist, dürften kaum welche anfallen, außer beim Akku, der irgendwann erneuert werden muss.
    • Reparaturen: Nach Unfällen und Stürzen sicher nicht anders als bei einem Benzin-Motorrad, ansonsten: siehe Wartung.
    • Versicherung: Ich kenne zwar die Tarife nicht, gehe aber mal von Werten wie bei einem gleich starken Benzinmotorrad aus.
    • Steuern: Die sind ja schon bei Benzin-Motorrädern kein so großer Posten und dürften für ein Elektrofahrzeug vernachlässigbar sein.

    Jedenfalls die Kfz-Steuer, Mineralölsteuer kostet es keine aber ich gehe davon aus, dass sich der Gesetzgeber neue Einnahmequellen suchen wird, sobald der Steuerertrag aus Kfz-Steuer und Mineralölsteuer spürbar sinkt.

    Ich gehe mal davon aus, dass all diese Punkte keine Problempunkte sind, höchstens noch der Anschaffungspreis, vor allem wenn es ein zusätzliches Fahrzeug wegen des ungelösten Infrastrukturproblems sein soll, also fällt eigentlich alles einzig und allein mit dem Infrastrukturproblem.


    Eckart

    Hallo Patrick,

    Wie ist das bei euren F650 GS / Dakar, habt Ihr die Kupplung schon einmal wechseln lassen und bei welchem Kilometerstand ?

    Bei meiner zweiten F650GS war bei 90000 km das Ausrücklager kaputt gegangen und wurde ersetzt. Danach funktionierte die Kupplung aber nicht mehr reibungslos und musste deshalb insgesamt ersetzt werden.


    Meine erste F650GS war 50000 km bei mir und hatte in der Zeit keine Kupplungsprobleme.


    Meine F800GS habe ich jetzt 105000 km, auch ohne Kupplungsprobleme bisher.


    Mein Einsatzgebiet ist jeweils ein Drittel Stadtverkehr, Wochenendtouren und Reisen, alles mit geringem unbefestigten Anteil, richtiges Gelände überhaupt nicht.


    Wenn ich Langstrecken fahre wird wohl Kupplung, Bremse und Kette lange halten.

    Bei Kupplung und Bremse gehe ich mit, aber gerade auf Autobahnabschnitten wird die Kette zwar gleichmäßig, aber eben doch dauernd und vergleichsweise stark belastet.


    Eckart

    Hallo Jürgen,

    Verstehe ich das richtig eine nach deiner Ansicht noch gute Kette zu fahren obwohl diese nicht mehr vorschriftsmäßig gespannt werden kann weil der Kettenspanner ausgereizt ist ?

    Scheinbar schaffe ich es manchmal nicht, mich so klar auszudrücken, dass es jeder versteht:

    WENN Kettenspanner am Ende ODER Haifischzähne ODER Kette zu lang ODER Kette zu weit abhebbar ODER Kette beschädigt

    DANN Kette wechseln

    SONST Kette gut


    Was ich sagen wollte: Daraus, dass der Kettenspanner noch nicht am Ende ist, kann man nicht schließen, dass die Kette noch gut ist.


    Auf der fünfziger hat es mich mal gelegt weil so ein ausgelutschtes Teil abgesprungen ist

    Da mir die Kette bei der F650GS auch mehrmals abgesprungen ist, zum Glück aber ohne Unfall, bin ich für das Thema sensibilisiert. Siehe Verschlissene Kette und was die Werkstatt tat...


    Eckart

    Hallo,

    Ist doch eigentlich einfach .

    Zeigen Kettenrad und oder Ritzel Haizähne und der Kettenspanner ist am Ende ist ein neuer Kettensatz fällig.

    So einfach finde ich die Regel eben doch nicht: Die Zähne nehmen die Haifischzahngestalt ja allmählich an - wann genau ist es denn soweit ?

    Ich würde auch nicht den Kettenspanner allein als Maß nehmen. Klar, wenn man nicht mehr nachspannen kann, ist es allerhöchste Zeit. Aber schon vorher kann die Verschleißgrenze erreicht sein, weil der Einstellbereich des Kettenspanners vermutlich auch Fertigungs- und Montagetoleranzen abdeckt, denn nichts wäre ärgerlicher, wenn man eine noch gute Kette ersetzen muss nur weil der Kettenspanner am Anschlag ist.


    Eckart

    Ein

    Kettenöler

    ändert nichts am Grundproblem, könnte aber dazu verleiten, zu selten nach der Kette zu sehen. Beim Einsprühen der Kette sollte an eigentlich auf Fehler aufmerksam werden.

    Ich habe von D.I.D. keine Verschleissangaben für Motorradketten gefunden.

    Aber in der BMW-Anleitung am Beispiel der aktuelle F800 GS ADV

    Sollmass einer 5XX Kette über 10 Glieder ist 158,75 mm.

    BMW schreibt von max 144,3 mm über 10 Nieten, wenn man der Zeichnung folgt, meinen die damit 9 Glieder

    seitliches kettenspiel ist absolutes no go

    Das ist ein Problem, aber kein objektives Kriterium. Mit zunehmendem Verschleiß wird der Wert halt immer größer ... wo ist die Grenze, wie messen ?


    Dagegen gibt es für das einfacher zu handhabende Abziehen der Kette vom Kettenrad ein schärferes Kriterium: liegen die Spitzen der Zähne des Kettenrads frei, ist die Kette verschlissen, liegen sie noch zwischen den Gliedern, ist sie ok.


    In der Praxis erkenne ich den fälligen Kettenwechsel am immer kürzer werdenden Intervall, in dem der Durchhang ein Einstellen der Kettenspannung nötig macht. Ist die Kette neu, ist zunächst lange kein einstellen nötig, allenfalls mal ganz am Anfang der Lebensdauer. Sobald - abgesehen davon - das erste Nachspannen nötig wird, hat sie meiner Erfahrung nach über 50% der Lebensdauer hinter sich.


    Eckart

    Hallo,

    Die Einlegesolen sind sicher gut aber nicht optimal. Z.B. muss man die ja auch dabei haben.

    Pragmatisch gedacht hätte ich gesagt, dass man die Einlegesohlen in der kalten Jahreszeit immer drin hat, aber das war sicher von mir zu kurz gedacht - aber den Vorwurf musst Du Dir selbst auch gefallen lassen:

    Ich dachte es gibt nichts was es nicht gibt, und bei dem Harleyfahrer findet man sicher beheizte Fussbretter.

    Eine Harley kennt keinen Schnee !

    Denn für den Harleyfahrer fängt das Wohlfühlklima erst an, wo es für den Endurofahrer aufhört.

    Ein 12 Volt Bügeleisen

    Die Idee hingegen hat was. Bei dem Studium des Angebots bin ich allerdings auch auf dem Probkemkreis Stromversorgung gestoßen:

    Auf Schutzblech ein Windgenerator.

    Das Produkt nennt sich Solarenergie 12 v DC Elektrische trockene eisen was ich nicht anders deuten kann als dass es nur mit solarelektrisch erzeugtem Strom läuft. Somit müsste ein Solarpanel an die Stelle des Windgenerators treten. Und mir will scheinen, als schlösse sich da der Kreis zu den Harleys wieder: Können die nicht auch nur bei Sonne ...


    Eckart

    Hallo Franz,


    Wie erkenne ich eig. eine Kette, die es hinter sich hat? Am Durchhang

    Das Wichtigste zu diesem Thema wurde von Grommel ja schon gesagt, ich will noch etwas ergänzen.

    Durchhang ist ein Anhaltspunkt, aber zunächst einmal kann das an den Kettenspannern mehrmals korrigieren, bis die Kette wirklich verschlissen ist.

    gibt es auch direkt an der Kette Anzeichen?

    wie Kette aufliegt

    Prüft Du durch Abheben der Kette vom Kettenrad: Kann man sie hinten so weit abheben, dass man zwischen kette und Kettenrad durch schauen kann, ist sie verschlissen. In einigen der Bedienungsanleitungen - Bedienungsanleitungen für BMW Motorräder - sind Abbildungen, man kann sich auch an denen eines anderen Modells orientieren. In neueren Anleitungen wird angegeben, dass man den Abstand der Kettengleider über 10 Glieder messen solle. Das ist sicher objektiver, man müsste allerdings das Sollmaß parat habe.


    Ein weiteres Merkmal: Wenn man seitlich gegen die Kette drückt und es sicvh anfühlt, als drücke man gegen eine Stange, ist sie noch gut. Fühlt es sich hingegen an, als drücke man gegen ein Seil, ist sie verschlissen. Dies birgt übrigens die Gefahr des Abspringens der Kette beim Ein- oder Ausleiten einer Kurve, vor allem in Verbindung mit unzureichender Spannung (habe da meine Erfahrungen ...).


    Wenn ich meine F schiebe, klackert die Kette recht laut. Ist das "normal" oder deutet das schon auf eine gelängte Kette hin?

    Geräusche können ein Anhaltspunkt sein, taugen aber nicht zur Einstufung.


    Lies' mal:

    Verschlissene Kette und was die Werkstatt tat...


    Eckart

    das mit den beheizbaren Einlegesohlen ist sicherlich die günstigste Variante, aber anscheinend gibt

    es auf dieser Welt nichts mehr was noch nicht erfunden wurde !


    Fußrastenheizung


    Wenn es kein Gag ist und auf dem Markt erhältlich ?

    Wäre eine Marktlücke

    Ich bin beeindruckt - das ist doch die perfekte Lösung und sieht nicht nach der unernsthaften Lösung aus, nach der gefragt wurde.

    Das ganze sieht ja durchaus ernsthaft aus und die Funktion plausibel:
    Genaugenommen wird ja nicht die Fußraste beheizt, sondern die Einlegesohle im Stiefel des darauf gestellten Fußes, wobei die Energievorsorgung drahtlos erfolgt, so wie bei neuesten Handys.

    Es würde also gut in die Zeit passen, war aber vielleicht damals seiner zeit zu weit voraus, ein bei Erfindern nicht zu seltenes Schicksal. Vielleicht war aber auch einfach die Marktlücke zu klein, denn die angegebene Webseite gibt es nicht mehr und die sonstige Suche offenbart keine Einkaufsquelle.

    Aber wer weiß, vielleicht gibts das ja bald als Sonderausstattung, wie es bei Heizgriffen heute schon üblich ist.


    Apropos Heizgriffe: Wiso ist eigentlich da noch keiner auf die Idee gekommen, die mit dem Kühlwasser zeu heizen ... oder etwa doch ... ?


    Eckart

    Die Kollegen vor mir haben ja wohl die Unernsthaftigkeit der Frage noch nicht erfasst ?!


    nur eine Heizspirale um die Fußrasten wäre wohl doch zu einfach

    Wahrscheinlich auch nicht haltbar, es würde dann wohl bald zu Kurzschlüssen kommen. Allerdings würde ich als Elektrotechniker auch zu eine elektrischen Lösung tendieren.

    Fußrasten runter, statt dessen Lenkerenden montieren und Griffheizung aus dem Zubehör drauf

    Schon besser, aber wahrscheinlich auch nicht nachhaltig genug.

    Für hohle Fußrasten wie diese

    https://shop.touratech.de/fuss…ure-ohne-schalthebel.html (Link aus einem anderen Beitrag geklaut)

    könnte man Leistungswiderstände einbauen wie diese: https://www.conrad.de/de/draht…-160022-1-st-1525146.html

    Das wäre preisgünstiger und daher eher als Geck tauglich.

    Dann nur noch einen Fußschalter dafür installiert - nie mehr Fußrastenvereisung !


    Ich schließe mit dem Disclaimer:

    Um die Sinnigkeit und zu Ersthaftigkeit will ich dabei nicht nachdenken

    Mein Vorschlag ist (hoffenltich ) sinnlos und unernsthaft (genug) !


    Eckart

    Hallo,

    Ausserdem bin ich mir immer noch nicht sicher ob hier der "klassische" Kabelbruch am Zündschloss vorliegt, denn es wird immer nur beschrieben das der Hauptscheinwerfer ausgeht. Beim Kabelbruch am Zündschloss war bei mir immer alles aus, also Licht, Kontrollleuchten und Motor.

    Das ist nicht DER klassiche Kabelbruch, das stand aber auch schon in der Frage:

    Es geht nur das Ablendlicht aus. Fernlicht habe ich nicht probiert.

    Das wäre aber hilfreich.


    Bei Motorrädern mit getrennten Scheinwerfern, also i. a. H7-Glühbirnen, ist das Abblendlicht dauernd an, muss also nicht über den Lichtschalter gehen.


    Die F650GS hat aber einen Scheinwerfer mit H4-Glühbirne, wo Abblendlicht und Fernlicht abwechselnd leuchten. Deshalb müssen beide Leitungen über den Lichtschalter gehen, der ja bekanntlich am Lenker ist.


    Durch die genaue Beobachtung des Fehler kann man recht genau einkreisen, welche Leitung betroffen sein muss.

    Vom Zündungsplus, schaltungstechnisch hinter dem Entlastungsrelais, geht eine Leitung zum Lichtschalter, der ein Umschalter zwischen Abblendlicht und Fernlicht ist. Dieser Schalter hat 2 Abgänge, jeweils einen für Abblendlicht und Fernlicht. Das ist so einfach, dass man auch ohne Schaltbild zurecht kommt.


    Wo ich aber lese, dass die Analyse noch gar nicht so tief war: Häufig brechen die Leitungen von der Lampenfassung ab. Weil diese Leitungen in mechanischem Kontakt zu anderen vom Lenker bewegten Teilen stehen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich ein Fehler wie beobachtet zeigt.

    Sollte das tatsächlich so sein, hätten wir jetzt am Problem vorbei diskutiert. Aber gut, motorradtechnisch ist ja Saure-Gurken-Zeit.


    Eckart

    Hallo,

    hatte vor 2 jahren kabelbruch am zündschloss und ist gecrimpt...hält

    Kannst Du ein Foto zeigen oder wenigstens beschreiben wo ?

    elektriker zu hilfe genommen...der riet mir vom tausch ab

    Warum ?

    schon running daylight

    Hä ? WTF = ^

    fahrlicht sollte eigentlich von der laufenden lima kommen

    Bei meiner F800GS kommt die Versorgung nicht von der laufenden Lichtmaschine, sondern bei laufendem Motor oder wenn man fährt. Die Versorgung des Lichts hängt genauso an der Bordstromversorgung wie andere Verbraucher auch, dort elektronisch geschaltet von der ZFE, die das Tacho- und das Drehzahlsignal auswertet. Man bekommt das Licht auch bei nicht laufender Lichtmaschine an. Die Einzylinder haben nicht so viel Elektronik, das Licht hängt da einfach am "Zündungsplus" (hinter dem Entlastungsrelais).

    Ich möchte mir eine Crimpzange kaufen. Ich habe meinen Computer bemüht. Es gibt aber so viele Hersteller.

    Man kauft sich ja keinen Lastwagen, nur weil man einmal umzieht. Auch auf die Gefahr, mich als Crétin zu outen, habe ich meine aus dem Baumarkt, wo ich für den Preis keine Spitzenqualität erwarten kann. So selten, wie ich die benutze, kann ich auch mal den eine oder andere Wiederholung wegen eines Fehler in Kauf nehmen.

    Weis nicht was die Leute so gegen Löten haben. Richtig gemacht ist genau so gut wie Crimpen. Weder bricht das eher

    Gegen Löten ist an sich gar nichts einzuwenden, nur nicht dort am Lenker: Durch das Lötzinn verliert die Litze ihre Beweglichkeit und bekommt die Brüchigkeit eines Drahts. Außerdem muss verbleibende Leitungslänge die Biegebeanspruchungen auffangen, weshalb es um so eher zu einem erneuten Kabelbruch kommt.

    Deshalb: Löten nur dort, wo die Leitung unbeweglich ist.


    Man kann die gecrimpten Verbindungen auch nachlöten, aber das ist der Hosenträger zum Gürtel.

    Sozusagen die Nachteile gecrimpter Verbindungen mit den Nachteilen gelöteter Verbindungen verbinden ...


    bei Kabeln die starker Biegebeanspruchung ausgesetzt gibt es die Variante das in der Mitte ein Kunststoffteil eingesetzt ist um das Knicken des Kabels zu verhindern.

    Ist das nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben ?

    Wenn es damit gelingt, die Biegebeanspruchung auf die Länge gleichmäßiger zu verteilen, ist das in Ordnung.

    Eventuell greifen aber auch ganz einfache Maßnahmen wie diese

    Kabelbinder am Lenkkopflager recht locker gelassen, damit das Kabel sich nicht so stark knickt.

    Das hatte ich nach meiner Reparatur des Kabelbruchs gemacht, denn BMW hat da wohl nicht richtig nachgedacht. Das Problem verdeutlicht diese Animation, die ich seinerzeit mal erstellt hatte:

    kabelbruch.gif


    Eckart