Beiträge von Ekkehart

    Ohne jetzt ins Detail zu gehen. Die Relais haben normalerweise ein aufgedrucktes Schaltbild bzw. Kennzahlen an den Anschlüssen ( in der DIN 72552 glaube ich, steht das drin) D.h. man kann die Relaisspule und die Schaltkontakte leicht identifizieren. Ich würde ein Relais ziehen und Blinker bzw, Warnblinkanlage einschalten und dann die Anschlüsse für die Spule auf Betriebsspannung prüfen. Man hört eigentlich auch, wenn die Spule anzieht. Bei einem rein elektronischen Relais eher nicht. Ansonsten Relais mit Betriebsspannung in ausgebautem Zustand betreiben und Schaltkontakte mit Ohmmeter überprüfen.


    Ich habe erst einmal in Jahrzehnten ein defektes Blinkrelais gehabt (in einem AR, Relais von Bosch), vermute daher eher irgendwo einen Kabelbruch.

    Offensichtlich verfügt der Kabelsatz ja über ein Relais (relay) und über einen Schalter (control switsch). Ansonsten Ansonsten soll wohl connect ACC positive mit Plus des Akkumulators (accumulator) = Batterie verbinden heißen. Der Rest ist Batterie negativ = Minuspol.

    Abgesehen davon, dass man das Teil bei nich Benutzung/Abstellen des Moppeds konsequent ausschalten muss, sollte es eigentlich problemlos funktionieren. Eine stärkere Sicherung führt nicht dazu, dass man die serienmässige Verkabelung stärker belasten kann!!!, es brennt dann halt nicht die Sicherung durch, sondern eventuell der Kabelbaum. D.H. ein parallel Schalten zu den Heizgriff Anschlüssen ist nicht sinnvoll. Ganz im Gegenteil.


    Ich würde mir das Relais ansehen und feststellen, wie es angesteuert wird und die Stromversorgung des Relais über den Heizgriffanschluss machen. Das sind nur ein paar Milliamper für die Relaisspule und völlig umkritisch. Dann kann man über eine fliegende Sicherung die Heizung direkt an den Akku (Polung wäre auch egal) anschließen und über den Control switch bei eingeschalteter Zündung betätigen. Bei Zündung AUS ist die Mimik dann aus.


    Notfalls musst du mal einen Ausflug in die Südheide nach Hambühren machen.

    Mein Schloss bei einer 95er Ur-F funktioniert sowohl bei Rechts- als auch Linksanschlag problemlos. Man muss allerdings zum Abziehen des Schlüssels den Lenker leicht hin- und herbewegen und vielleicht den Schlüssel leicht drehen. Ansonsten hilft ein entsprechendes Spray. Ich verwende hier allerdings weder WD-40 noch Caramba o.ä. sondern ein Spray für Systemschließanlagen der Firma Keso (CH).

    Sehr richtig:clap1:


    Dazu kommt noch, dass 1m Kabellänge bei einem Motorrad schon eine ganze Menge ist und die nominelle Spannung von 12V= im Betrieb je eigentlich immer um mindestens 10% überschritten wird. Ob meine Heizgriffe oder die Beleuchtung beim Start (wenn beides denn eingeschaltet ist) dann nur vielleicht 10V= bekommen geht für die Praxis im (Elektronen) Rauschen unter.

    Holger


    An der Stelle ist das Fotografieren extrem schwierig, sollte man schon eine Endoskopkamera haben oder die ganze Cockpit Verkleidung ausbauen. Die Steckerleiste mit zwei freien Steckplätzen (+/-) befindet sich oberhalb des rechten Gabelholms. Ist relativ gut zu sehen, etwas schwieriger ist das Einstecken der Amp-Stecker. Ich glaube ich habe eine gebogene Spitzzange oder o.ä. verwendet.


    Was Relais angeht, bin ja nicht der Konrad Zuse.

    Kleine Frage: warum so umständlich mit Relais und Verkabelung unter der Sitzbank. Sowohl die Ur-F als auch die ST haben rechts unter dem "Armaturenbrett" bereits eine entsprechenden Buche, die bei "Zündung an" mir Strom versorgt wird. Ich habe zwei Sätze original BMW Handgriffe, Ludger sei Dank, nachgerüstet. Da waren die Kabel eher zu lang. Die Stromaufnahme ist ausserdem so gering in beiden Schaltstufen, dass ein Relais auch nicht erforderlich ist.

    Verstanden habe ich das nicht ganz. Das mit dem Runterschalten vielleicht. Wer schon mal ein Fahrzeug angeschoben hat, der weß, dass das üblicherweise nicht im höchsten (in diesem Fall 5.) Gang macht wird. Aber ich habe meine Lizenzen von A bis F4 ja auch schon im letzten Jahrhundert erworben.

    Sicher gäbe es noch die Möglichkeit im Gefälle per Killschalter den Motor abzustellen. Abgesehen von dem Problem, das man hat wenn man aus irgendwelchen Gründen doch plötzlich Motorleistung braucht, könnte sich da zumindestens die Vergaser ja nicht auf Null-Förderung gehen, unverbranntes Kraftstoffgemisch im Aufpuff sammeln und PENG. Ob das ABS bei entsprechenden Fahrzeugen ebenfalls Probleme bekommt?


    Ich habe mal in jungen Jahren den Auspuff eines M 109 (US-Truck 2,5t R-6 Benzinmotor, seitengesteuert) abgesprengt. Der hatte einen separaten Zündschalter und da konnte man es im Gefälle ordentlich knallen lassen. In diesem Fall nur 1x

    Die BA sagt (S. 36) 1200 +/- 100U/min


    Aus der Ferne kann man natürlich nicht sagen woran es evtl. liegt, dass der Motor im Bereich dieser Werte nicht rund läuft bzw. abstirbt. Das kann von Kerzensteckern über Luftfilter bis zu schlechter LL-Einstellung viele Ursachen haben.


    2000 U/min bedeutet auf jeden Fall: schlechte Abgaswerte, höherer Verbrauch, schlechte Motorbremswerte, Probleme beim Schaltverhalten.


    Als erstes sollte man mal versuchen im betriebswarmen Zustand die Drehzahl runterzuregeln und die LL- Luftdüsen neu einstellen. Ab da beginnt die Arbeit mit der Kristallkugel, wenn man den Zustand der Vergaser nicht kennt (Einstellung Düsennadeln, Bedüsung). Ich weiß, bei mir ist alles original bzw. nach Werkstatthandbuch, da muss ich nicht prüfen. Wenn da natürlich in der Vergangenheit, meine Ur-F ist fast 25 Jahre alt, Amateure rumgebastelt haben, die natürlich immer ein größeres Halbwissen als die Konstrukteure und Hesrteller haben, ist alles möglich.

    Hauptsache der Motor springt zügig an. Ich glaube innerhalb 3 Sekunden läuft meine Ur-F. Ob mit viel Choke (Anschlag) oder wenig oder ohne ist völlig egal. Das muss man ausprobieren. Wenn der Motor läuft muss man ihn eigentlich nur mit etwas Gefühl, Gasgriff oder Choke am Leben halten. Nach 300m Fahrt ist das eigentlich schon erledigt. Spätestens dann habe ich den Choke sowohl bei ST als auch Ur-F auf Null.

    Warmstart geht eigentlich immer ohne Choke mit etwas Gas. Meine Ur-F läuft betriebswarm mit 1200U/min rund. Mit elektronischem Drehzahlmesser gemessen. Das mechanische Schätzeisen zappelt etwas, hatte nur noch keine Lust die Welle zu wechseln.

    Da das Teil ja wohl bei einem Vertragshändler war, sollte es ja eine ordentliche, detaillierte Rechnung geben. Falls die Kerzenstecker tatsächlich erneuert wurden, sollten sie ja auch mit kanpp 60 EUR auf der Rechnung stehen. BMW baut bestimmt keine NGK für 10 EUR ein. Nagelneue Blechstecker von Beru sollten aber auch funktionieren, weil eben neu.


    Ansonsten könnte man mal die Vergaserdeckel abmachen und die Membranen kontrolieren, sollten aber beim Kaltstart keinen großen Einfluss haben. LL-Düsennadeln könnte man einstellen. Vorsichtig eindrehen bis zum Anschlag, dann etwa 4,5 Umdrehungen herausdrehen. Mehr gibt es an den Vergasern nicht wirklich einzustellen. Ich habe gerade gestern einen undichten Vergaser wieder eingebaut (nur den habe ich zerlegt) und nichts verstellt oder gar das Kraftstoffniveau gemessen. Motors ist sofort mit halbem Choke (+12°C in der Garage) wieder angesprungen und nach 300m ohne Choke mit etwa 1300U/min weitergelaufen


    Ich würde mal meine Startprozedur genau prüfen: wieviel Choke? etwas Gas geben oder nicht? Oder starten und langsam den Choke ziehen? Meine ST mit gut 20'km verhält sich auch anders als meine Ur-F mit knapp 80'km.


    Die restlichen Möglichkeiten wie Zündungsprobleme, Wasser im Tank, Tankentlüftung, Zusatzfilter (da ist sie ST IMHO etwas empfindlicher als die Ur-F) lasse ich mal weg. Wenn nicht gerade am Zündungs pick-up gebastelt wurde ist der Bereich rel. unkritisch.

    Digital und Analog? Das ist ja wie Bier mit Rotwein.


    Ich habe eine kleine analoge Uhr, die mit Klett und Flausch unten rechts so bei 4 Uhr auf dem DZM befestigt ist. Problem ist nur das Wechseln der Knopfzelle. Ansonsten hat man das Teil in Sekunden entfernt. Hatte aber noch nie Probleme mit Vandalismus etc. Zumindest nicht beim Mopped.

    Der Prüfer hat gar keine Chance das eng oder weit zu sehen. Kein entsprechendes Zertifikat und es heißt abbauen. Jede Veränderung die man sofort erkennen kann (Anbauten, Kotflügelverbreiterungen mit entsprechenden Reifen bei PKWs) ergibt sofort die Möglichkeit der Umsatzsteigerung per Nachprüfung und/oder Einzelabnahme.


    Ich werde jedesmal nach Betriebserlaubnis für Stahlflex gefragt und das ist schon ziemlich lächerlich.

    Die Tankentlüftung der ST unterscheidet sich von der Ur-F etwas. Es könnte durchaus sinvoll sein, nach dem Absterben (wie geschieht das? schlagartig, so wie wenn man den Killschalter betätigt oder mehr ruckelnd, wie bei Spritmangel d. leergefahrenen Tank?) mal den Tankverschluss zu öffen und neu zu starten. Natürlich wird es da niemals zischen wg. Unterdruck oder gar Vakkum.


    Wie ist der Ladestand des Akkus? Auch neue Regler können Frühausfälle haben.

    Mal bei vollem Akku mit abgeklemmten Regler fahren bzw. nach Ausfall starten.


    Kraftstoffleitung am Benzinhahn trennen und mal den Durchfluss in "N" und "R" prüfen. Ansonsten bleiben noch evtl. Blechkerzenstecker von Beru übrig. BMW hat bestimmt keine NGK Kunststoffstecker eingebaut.

    Ich würde als erstes den unter der Sitzbank verlegten Filter (ich bin ein Zusatzfilterfan, aber ohne geht es 100% auch) entfernen und die Kraftstoffleitung auf direktem Wege vom Benzinhahn zum Vergaser verlegen. Bei Filter unter der Bank muss der Saft ja fast bergauf fließen! Kein Wunder, dass man den Choke braucht! Dazu ist es unter der Sitzbank auch noch (Regler und Motorabluft) ordentlich warm. Da könnte es sogar Dampfblasenbildung (Kraftstoff) geben. Das wäre dann übrigends tatsächlich eventuell ein sog. "vapor lock"


    Bei der Gelegenheit kann man gleich prüfen, wenn Leitung am Tank ab ist, wie der Durchfluss in Normal und Reserve Position ist.


    Wenn das nichts gebracht hat, würde ich die anderen Verdächtigen befragen.


    Was "alten" Sprit angeht, habe gerade ein Glas französiche "essence" neben mir stehen, nach 30 Jahren immer noch zündfähig.

    "Kein Spiel" klingt für mich so wahrscheinlich wie "kein Ölverbrauch". Das hängt wohl stark mit der Messmethode zusammen.


    Wenn man das Vorderrad herunterdrückt und das Hinterrad anhebt, hat man immer Spiel. Das sind zumindestens bei der Befestifung des Federbeins keine H8 Passungen sondern ganz ordinäre Schrauben in entsprechenden Bohrungen, die wohl im Betrieb ausschlagen.


    Und wer glaubt, dass man mehr als ein halbes Dutzend Lagerstellen bis 130'km spielfrei halten kann, der glaubt auch die Sache mit dem Zitronenfalter.


    Meine Buchen und Lager hatten jedenfalls bei etwa 60'km erheblichen Verschleiß und die Laufspuren waren an den Buchsen deutlich zu sehen. Trotz regelmässigem Einsatz von lithiumverseiftem Fett und ohne Hochdruckreinigereinsatz.