Abblendlichtbirne wechseln CS

  • Hallo Freunde!


    Bin mit dem Bock gerade in München auf der Arbeit und mir ist das Abblendlicht ausgefallen, würde aber gerne mit Licht durch die vielen Tunnels nach Hause fahren...

    Hat jemand eine Kurzanleitung für mich? Ich hab das noch nicht gemacht und die Anleitungen liegen zu Hause...


    Vielen Dank

    Andreas

  • Ist selbsterklärend...

    Von unten die Gummitülle auf der Rückseite abziehen, Stecker abziehen (sind nur 2 Kabel mit jeweils einem Kabelschuh dran, einer ist an der Lampe selber und der andere an der Fassung, dieser kann sogar dran bleiben, nur das Kabel an der Lampe muss getrennt werden, siehe dazu das Bild unten), Halteklammer lösen/aushaken, Birne raus, neue rein und alles wieder in umgekehrter Reihenfolge zusammen.

    Lampe ist eine H3 Lampe, diese sind normalerweise mehr in Nebelscheinwerfern zu finden. Eine Spezielle Motorradlampe wie z.B. bei H4 oder anderen Bauformen wirst Du da nicht finden, kannst schon froh sein wenn Du eine "Premiumlampe" bekommst, wobei die vorteile der +xxx% Lampen sowieso konstruktionsbedingt eher verpuffen bei unseren Scheinwerfern und man damit eigentlich Problemlos auf eine günstige Standartlampe zurückgreifen kann

  • Normalerweise gibt es da auch keine Probleme, die Lampen brennen halt gerne mal durch dadurch das sie einerseits immer an sind und andererseits die großen Eintöpfe auch nicht unbedingt für Ihre seidige Laufruhe bekannt sind (aber unter anderem deswegen fahren wir sie ja auch, oder?) was die Lebensdauer eines heißen/glühenden Draht auch nicht unbedingt erhöht...

  • Hallo,

    bringen denn die Night Braker Birnen von Osram wirklich mehr an Licht.?

    BZW sind die Mehrkosten gerechtfertigt?.

    Es gibt da eine Auto und eine Motorad Produktline. Sind die Unterschiede wirklich so hoch`?

    Wäre ein Umbau auf LED Licht machbar/bezahlbar?

  • bringen denn die Night Braker Birnen von Osram wirklich mehr an Licht.?

    Wie man in Wikipedia nachlesen kann, sind alle Glühbirnen ein Kompromiss zwischen Helligkeit und Lebensdauer: https://de.wikipedia.org/wiki/…nsdauer_und_Lichtausbeute

    Bei Glühbirnen, die für ihre Leuchtkraft beworben werden, dürfte dies auf Kosten der Lebensdauer sein. Trotzdem können es natürlich die Hersteller unterschiedlich gut schaffen.


    BZW sind die Mehrkosten gerechtfertigt?.

    Wäre das so klar zu beantworten, würde sich ja nur ein Typ durchsetzen.

    Ein Unterschied zwischen Markenglühbirnen und Billigglühbirnen soll der sein, dass Markenglühbirnen nicht unbedingt mehr Licht abgeben, sondern dass sie es besser verteilen, d. h. dahin strahlen, wo es benötigt wird und nicht in den Himmel oder sonstwohin. So liest man es in Tests der Stiftung Warentest oder ADAC und auch hier im Forum haben sich einige Leute in Beiträgen, die ich jetzt erst suchen müsste, mit bewundernswerter Gründlichkeit mit dem Thema auseinandergesetzt.


    Ich will mal so sagen:

    Wenn das Abbeldlicht in erster Linie als Tagfahrlicht dient, also um gesehen zu werden, dürfte es auch eine billige, schlechtere Glühbirne tun, auch für innerstädtische (beleuchtete) Tunnel, aber für Nachtfahrten über Land, also wenn die Straße ausgeleuchtet werden muss, würde ich zum Besten, was gibt, greifen.

    Es gibt da eine Auto und eine Motorad Produktline. Sind die Unterschiede wirklich so hoch`?

    Da hängt sich vielleicht ein anderer rein.

    Wäre ein Umbau auf LED Licht machbar/bezahlbar?

    Für die F800GS gibt es das seit einiger Zeit. aber bis man das Geld dafür 'raus hat, muss man doch sehr viel fahren.

    Vielleicht gibt es Umrüstkits auch für weit verbreitete, inzwischen eingestellte Motorradmodelle wie die Einzylinder-F650GS, aber ich fürchte, dass Käufer, die zu preisgünstigen Gebrauchtmotorrädern greifen, vielleicht an solchen Teilen sparen. Mit dem Nischenprodukt CS dürfte das doppelt schwer sein.


    Keine Lösung sind LED-Lampeneinsätze anstelle der Glühbirnen, da diese die Sache mir der Lichtverteilung nicht hinbekommen, weil die Reflektoren nicht darauf abgestimmt sind. Damit wird es spätestens beim TÜV Ärger geben.


    Der Einsatz einer Markenglühlampe dürfte also die einfachste Methode für gutes Licht sein.

    Wer mehr will, ist m. E. am Besten mit Zusatzscheinwerfern bedient statt mit Modifikationen am Hauptscheinwerfer.


    Eckart

  • Hallo,

    bringen denn die Night Braker Birnen von Osram wirklich mehr an Licht.?

    BZW sind die Mehrkosten gerechtfertigt?.

    Es gibt da eine Auto und eine Motorad Produktline. Sind die Unterschiede wirklich so hoch`?

    Wäre ein Umbau auf LED Licht machbar/bezahlbar?

    Fragst Du allgemein oder im speziellen zur CS?

    Allgemein: Ja, in meinen Augen Ja, Vermutlich und legal nicht. Zu dem mehr Licht ist hier auch schon das eine oder andere geschrieben wurden: Kurzzusammenfassung: Es ist nicht mehr Licht (das ist nicht erlaubt weil gesetzlich begrenzt), das Licht ist nur "besser verteilt" was bei einem Freiflächenreflektor einen ziemlich großen unterschied machen kann, bei einem Scheinwerfer mit Streuscheibe oder Projektionsscheinwerfer aber eher geringe Auswirkungen hat.

    Im speziellen bei der CS: Nein, irrelevant, irrelevant und legal ebenfalls Nein. Für die CS gibt es weder Motorrad noch KFZ Premiumlampen da die Lampen bei PKWs normalerweise im Nebelscheinwerfer zu finden sind und beim Motorrad ein echter Exot sind. Abgesehen davon hat die CS einen Projektionsscheinwerfer

  • Hallo

    Was die Auswirkung bei der CS betrifft, kann ich noch nicht mitreden, hab diese ja erst ein paar Tage.

    Aber bei meiner Hayabusa, ebenfalls mit Linse, merke ich mit den Nightbreakern oder Nightracern schon eine deutliche Verbesserung des Lichtes. Heller und stärker. Die mögliche Verkürzung der Lebensdauer ist mir dies wert, weil ich als Schichtler viel abends oder frühmorgens unterwegs bin.

    Tagsüber fahre ich grundsätzlich mit Fernlicht, um besser gesehen zu werden.


    Ich hab übrigens den Tip hier ausm Forum ausprobiert und den kompletten Scheinwerfer mit warmem Wasser und Spüli ausgewaschen. Unglaublich was da an Dreck rauskam!! Jetzt isser wieder wie neu.


    Gruß Harry

  • Ja, auch bei den Projektionsscheinwerfern ist eine Verbesserung zu sehen, aber nicht so stark wie bei einem Freiflächenreflektionsscheinwerfer. Und ich vermute auch mal das Du eine alte/gebrauchte Lampe gegen eine neue Nightbreaker getauscht/verglichen hast, auch die Lampen verschleißen und werden mit der Zeit schlechter.

    Aber abgesehen davon: Bei der CS hat sich die Frage erledigt, es ist eine H3 Birne im Abblendlicht verbaut und dafür ist mir keine einzige Motorradlampe bekannt und auch von den anderen "Premiumlampen" gibt es meines Wissens nach keine...


    Die anderen "tuningmöglichkeiten" für das Licht sind auch an anderer stelle schon mehrfach angeschrieben worden. Das Reinigen ist durchaus eine gute Massnahme oder das neu verkabeln mit Lastrelais direkt an die Batterie hat zum Teil enorme Verbesserungen zur folge

  • Doch die Nightbreaker gibts in H3.


    Und was meine Versuche bei der Busa angeht: Ich hab einige neue Lampen verglichen. Nicht alt mit neu.

    Hab es auch mal mit 80w und 100w Lampen versucht aber hatte dann doch Bedenken, dass die Schose zu heiß wird und mir das Gehäuse wegschmilzt.

  • OK, die kannte ich wirklich noch nicht und ich habe vor einem Jahr oder so eigentlich extra nach einer solchen Lampe gesucht. Danke für den Hinweis!

    Von den 80 und 100W Dingern würde ich auch abraten, im normalfall sind das nur chrombedampfte Kunststoffreflektoren, die können einen die Temperatur ganz schnell mal übel nehmen. Wie es temperaturmässig mit LED und Xenon aussieht ist mir jetzt allerdings nicht bekannt (klar ist mir bekannt das der Lichtpunkt bei einer Xenon viel wärmer ist, ob sich dies allerdings auf den gesammten Scheinwerfer auswirkt oder die Hitze besser abgeschirmt ist durch den zusätzlichen Glaskolben ist mit nicht bekannt, allerdings hatte ich damals in meinem Honda Silver Wing keine Probleme damit).


    Zum CS/H3 Thema sollte man vielleicht noch erwähnen: Die Nightbreaker (bzw genauer die Nightbreaker unlimited, es gibt auch Nightbreaker Laser aber nicht in H3) sind keine speziellen Motorradlampen. Gerade bei den Vibrationen des Eintopfs sollte das die Haltbarkeit (von der ohnehin verminderten Lebensdauer) noch weiter verkürzen...

  • Von den 80 und 100W Dingern würde ich auch abraten, im normalfall sind das nur chrombedampfte Kunststoffreflektoren, die können einen die Temperatur ganz schnell mal übel nehmen.

    Bei meiner F800GS hatte der Reflektor nicht mal der serienmäßigen Lampe standgehalten, aber ganz schnell war trotzdem nicht: Es hatte schon ein paar Jahre, sprich: Deutlich über Garantie und Gewährleistung hinaus gedauert, bis der Schaden deutlich wurde.

    Allerdings ist das ein bekannter Serienfehler, neue Scheinwerfer sind robuster.

    Wie es temperaturmässig mit LED und Xenon aussieht ist mir jetzt allerdings nicht bekannt

    Die Rechnung ist aber ganz einfach: Was an elektrischer Leistung hinein geht, muss auch wieder hinaus, entweder als Licht, der Rest als Wärme. Bei einer Glühlampe ist der Wirkungsgrad 5 %, das bedeutet, von den eingespeisten 55 Watt verlassen 2,7 Watt den Scheinwerfer als Licht 52 Watt als Wärme. Ohne wenn und aber !


    Etwas günstiger ist die Lage bei Xenon-Lampen. Eine TÜV-beständige Lösung bedeutet allerdings einen neuen Scheinwerfer - und der sollte auf die Verhältnisse abgestimmt sein.


    LED-Lampen haben einen erheblich höheren Wirkungsgrad man erreicht um die 40%, deswegen muss man für das gleiche Licht weniger elektrische Leistung hineingeben und damit ist auch die abzuführende Wärme wesentlich geringer. Ein Vergleich ist trotzdem schwierig: Die LED selbst ist temperaturempfindlich. LED-Einsätze (die nicht TÜV-konforme Lösung) haben daher Kühlkörper im Sockelbereich, der bei dem knappen Platz bei vielen Motorrädern keinen Platz findet; der Reflektor wäre aber nicht gefährdet. Bei kompletten Scheinwerfern muss sich der Hersteller Gedanken gemacht haben: Zusatzscheinwerfer haben oft ein Kühlkörper-Gehäuse, Bei kompletten Scheinwerfern ist das wegen der Gehäusefläche weniger kritisch, aber mangelnde Kühlung bedeutet verkürzte Lebensdauer.


    Eckart

  • Die Xenonbrenner sind aber meines Wissens nach im Lichtpunkt deutlich heißer als eine Halogenlampe. Bei dem einen handelt es sich ja auch "nur" um einen glühenden Draht während das andere ein Plasma Lichtbogen ist. Ich habe jetzt auf die schnelle nur Herstellerangaben der Lichter eines A380 gefunden (die, wenn ich mich recht erinnere 50 oder 60W und damit etwas mehr als im PKW Bereich haben), da wird von 800°C am Glas (der äußere Glaskolben) und 240°C am Sockel gesprochen. Vergleichswerte zu den Halogenlampen habe ich dort nicht gefunden, die Tatsache das die aber extra auf die hohe Temperatur hinweisen lässt mich vermute das sie höher ist als bei den früher verwendeten Halogenlampen (die dann ggf auch mal ziemlich deutliche 3stellige Wattzahlen hatten).

    Auch bei LEDs bin ich mir jetzt nicht so sicher ob die unbedingt so kalt bleiben. Wenn ich da an meine Taschenlampen denke, die werden zum teil schon sehr deutlich warm, ohne entsprechende Kühlung auch deutlich mehr als Handwarm. Allerdings muss ich da auch zugeben das vorallem die eine LED Taschenlampe mit ihren fast 20W natürlich auch nicht unbedingt als "Kinderspielzeug" anzusehen ist, ein entsprechender LED Einsatz für PKWs wird aber vermutlich auch nicht viel weniger haben, oder?

  • Die Xenonbrenner sind aber meines Wissens nach im Lichtpunkt deutlich heißer als eine Halogenlampe.

    Der Xenon-Lichtbogen hat 4000 Grad, der Halogen-Glühfaden knapp 3000 Grad.

    Aber darauf kommt es gar nicht an.

    da wird von 800°C am Glas (der äußere Glaskolben) und 240°C am Sockel gesprochen.

    Darauf schon eher, deswegen sollte man das Glas nicht anfassen.

    Das Glas heizt natürlich die umgebende Luft auf und warme Luft steigt nach oben. Genau dort, also oberhalb der Glühbirne, hatte sie meinen Reflektor verbrannt. Trotzdem wird die Luft keine 800 Grad mahr am Reflektor gehabt haben.

    3stellige Wattzahlen

    Die Werte für Kfz-Glühbirnen sind doch bekannt: 60 bzw. 55 Watt.

    Auch bei LEDs bin ich mir jetzt nicht so sicher ob die unbedingt so kalt bleiben.

    Natürlich nicht. Trotz des besseren Wirkungsgrads gilt auch hier die Faustregel nach dem Energieerhaltungssatz: Elektrische Leistung = Wärmeleistung. Wie heiß es dann wird, ist eine Frage der Wärmeabfuhr. Das Prinzip kennt man ja von der Winterkleidung: Je besser die Isolation, desto wärmer.

    ein entsprechender LED Einsatz für PKWs wird aber vermutlich auch nicht viel weniger haben

    Kommt drauf an: Der LED-Scheinwerfer, den ich für meine F800GS haben könnte, hat fast die gleiche elektrische Leistung wie das Original, obwohl man denken könnte, wegen des besseren Wirkungsgrads müsse es viel weniger sein. Ich vermute, dass Parallelwiderstände eine zusätzliche Leistungsaufnahme haben, damit die ZFE nicht denkt, die Birne sei durchgebrannt. In ähnlicher Form kennt man das von der F650GS von LED-Blinkern: Die haben 1-2 Watt, aber damit der Blinkgeber damit klar kommt, werden 8-9 Watt in Widerständen verbraten.



    Der Thread hat sich ja schon sehr weit vom Ursprungsthema entfernt.

    Wie man liest, ist das Licht der CS schlechter als es das der GS auch schon ist.

    Ich würde mir zumindest die beste Birne besorgen, die es gibt und im Falle häufiger Dunelfahrten vielleicht noch mit Zusatzscheinwerfern nachhelfen.


    Umbauen könnte man alles mögliche. Beinahe jedes Teil kann man durch ein höherwertiges Ersatzteil ersetzen, mit mehr oder weniger Aufwand. Bevor das ausartet, wäre bessere Lösung dann aber vielleicht doch, das Motorrad im Ganzen durch etwas Neues, Modernes zu ersetzen.


    Eckart

  • Die dreistelligen Wattzahlen waren ebenfalls auf die entsprechenden Lichter am Flugzeug bezogen und das der Hersteller auf die hohe Temperatur der Xenonlampen hinweist (im Vergleich zu herkömmlichen Halogenlampen) lässt vermuten das die thermische Belastung für den Reflektor höher sein wird.


    Und natürlich müssen wir die Leistungsaufnahme nicht am Kabel sondern am Leuchtmittel/der LED selber betrachten und darüber wird es vermutlich auch relativ wenig gesicherte Auskünfte geben. Ich behaupte aber mal das meine LED Taschenlampe mit ihren fast 20W schon so ziemlich das Ende der Fahnenstange darstellen wird und vermutlich eher schwächere LEDs in den Retrofit Kits sind.


    Das mit der besten Birne würde ich jetzt aber nicht unbedingt uneingeschränkt empfehlen, das müsste ggf ausprobiert werden. Ich würde aber auf jeden Fall zu einer guten Birne (kein billiges China oder Baumarktteil sondern von einem Hersteller wie Osram, Phillips, GE, Bosch usw) raten, bei der besten (das dürfte die Nightbreaker unlimited sein) ist die Haltbarkeit, gerade mit den Lebenszeichen des Eintopfs, ein zu großer Unsicherheitsfaktor (meiner persönlichen Meinung nach), das beste Licht bringt einem auch nichts wenn die Haltbarkeit so gering ist das man 3 mal im Jahr auf der Landstraße im dunkeln fährt weil das Ding ständig durch geht.

    Ein Zusatzscheinwerfer ist natürlich eine gute Option, hier ist allerdings auch auf die Zulassung zu achten da die meisten entweder als Nebel oder Fernlicht zugelassen sind und damit wieder gesetzlichen Beschränkungen unterliegen...

    Ich persönlich rate an dieser Stelle zu der direkten Verkabelung mit Lastrelais, was allerdings natürlich auch wieder auf die Haltbarkeit geht (nicht weil die Lampe schneller kaputt geht sondern weil sie innerhalb der Spezifikation kaputt geht und mit der "verlustbehafteten Verkabelung" länger lebt als in den Spezifikationen angegeben) womit man dann mit den Premiumlampen vermutlich auch aus einer CS brauchbares Licht bekommt, dies allerdings nicht sehr lange...