Öldrucklampe funktioniert nur nach dem Regen

  • Hi Jungs,


    Meine F650 ST (BJ1996) steht auf Regen.


    Unter normalen Verhältnissen funkt meine Öldrucklampe nicht. Regnet es aber, macht die wie gewollt. Zündung... Lampe an , Start und Lampe aus.


    Öldruckventil hab ich mal ausgebaut, (gereinigt) und gecheckt. Da Sie ja bei Regen spielt, sollte da auch alles passen. Lampe selbst habe ich auch gecheckt, funktioniert (bei Trockenheit). Kabelbruch hätte ich versucht so weit wie möglich einzuschränken (ist halt nicht ganz einfach).


    Seit 2-3 Tagen habe ich jetzt das selbe Spiel mit dem Kühlungsventilator. Wenn trocken geht der nicht an. Gestern nach einem Gewitter summt der plötzlich wieder nach 5-10 Innenstadtfahren (So wie es eigentlich immer ist).


    Ich bin da jetzt eher am Ende meines Lateins.

    Von der Logik her, würde ich sagen, dass das Wasser irgendwo einen Kontakt überbrückt, der bei Trockenheit nicht geht. Nur Wo kommt die Öldrucklampe mit dem Kühlventilator zusammen, bzw. wie kann es sein, das zuerst das eine eingeht und dann das andere.


    Batterie habe ich gerade neu gekauft. Sicherungen scheinen mir gut zu sein. Zur Sicherheit habe ich die einfach mal alle ausgetauscht.



    ... und nun?


    Dank euch fürs miträtseln :-)

  • Nun ja, alte Elektrik eben.

    Ich würde alle Kontakte auf Korrosion prüfen, säubern und mit Kontaktspay behandeln.

    Jedes Kabel was damit zusammenhängt peinlich genau auf Scheuerstellen prüfen, ggf mal mit anderem Kabel überbrücken.

    Und notfalls Leitungen austauschen.

    Immer mit den Leitungen anfangen natürlich, dessen Verbraucher Probleme macht.

  • Hallo,


    klingt irgendwie nach einem Masseproblem,

    zumindest beim Öldrucksensor oder der hat auch einen weg, der geht gerne mal in die Jagdgründe.


    Gibt es sonst irgendwo Elektrophänomene ? Licht ? Blinker ? usw. ?


    Beim Lüfter bitte mal die Kabel vom Lüfter Schalter ( am Thermostatgehäuse ) abziehen und schauen ob kein "Grünspan" etc. zu sehen ist, sonst gut reinigen.

    Wir hatte hier auch schon einige Schalterdefekte.


    Schaltpläne F 650 - BJ. 1993 - 2000


    Hier gibt es die Schaltpläne für die F650 St


    Mit dem "Regen" muss ich noch mal überlegen ;)


    :wave:


    Mac

  • Habe mir gerade mal das Schaltbild angesehen. Der Öldruckschalter schaltet Masse auf die Kontrolleuchte, der andere Anschluss derselben geht an einen sagen wir mal Sammelpunkt (+) von dem auch u.a. die Bremslichtschalter, Hupe, Blinker etc. versorgt werden. Stromversorgung über die Sicherung F2 (15A) und F3 (7,5A). Der Kühlerventilator wird ähnlich wie die Öldruckkontrollleuchte ständig mit Strom versorgt über Sicherung F2 und F3. Der Ventilatorschalter stellt bei entsprechender Temperatur die Masseverbindung her und der Ventilator läuft. Das Zündschloss wird über die Sicherung F1 (20A, ich würde sie mal als Hauptsicherung bezeichnen) direkt vom Akku mit Strom versorgt. Vom Zündschloss werden dann die F2 und F3 mit Strom versorgt.


    Ich kann leider keine Gemeinsamkeiten für beide "Regenprobleme" erkennen. Üblicherweise wird die Verkabelung ja im Regen auch nicht nass.


    Das Auswechseln der Sichrung ist ohnehin nicht wirklich hilfreich. Wenn sie durchgebrannt sind, sieht man das. Ansonsten reicht einmal ziehen und wieder einstecken, um eine eventuelle Oxidschicht zu brechen.


    Hier kann man wohl nur die komplette Verkabelung prüfen, vor allem die Masseanschlüsse. Alle lösen, leicht abschmirgeln und Kupferpaste auftragen.

  • Alle Masseverbindungen z.B. unter der Sitzbank, Lampenmaske und besonders am Motor überprüfen. Abschrauben, mit Messingdrahtbürste die Kontaktflächen säubern und mit ein bisschen Fett (Vaseline) neu ansetzen.

    Für mich klingt das auch nach einem klassischen Massefehler der im feuchten Zustand aufgrund geringer Übergangswiderstände gerade eben so nicht auftritt.

  • Ein Tipp zur Fehlersuche....

    Bei trockenen Wetter wenn die Kontrollleuchte nicht leuchtet, das Moped partiell mit einem Gartenschlauch abduschen.... dabei so vorgehen wie das Moped sich selbst nass machen würde also erst mal den Bereich des Motor/Fahrgestell. Kurz warten und schauen ob das Phänomen auftritt.

  • Tja, dann würde ich sagen, Handschuhe an und rein in die Elektrik.



    Verflixt ist bei der Maschine schon, das Sie quasi unzerstörbar ist, aber die Elektrik zickt und zickt un dzickt

  • Wenn sie durchgebrannt sind, sieht man das. Ansonsten reicht einmal ziehen und wieder einstecken, um eine eventuelle Oxidschicht zu brechen.

    Ohne Deine professionelle Erfahrung in Abrede stellen zu wollen, ich kann Dir in diesem Falle ver*sichern*, dem ist nicht unbedingt so. Einen vibrationsbedingten Haarriß in der Sicherung erkennt man nicht mit bloßem Auge und auch nicht mit dem Multimeter (je dicker die Sicherung, desto schlimmer; ist bei der alten Africa Twin und ihrer 30A-Hauptsicherung ein beliebtes Problem); in Ruhelage gibt´s dann einen Kontakt, bei laufendem Motor nicht mehr. Entsprechend kann ich nur empfehlen, Sicherungen gegen Neuteile zu tauschen und die alten, geprüften Sicherungen erst dann wieder einzubauen, wenn der Fehler anderweitig verortet werden konnte.


    Grüße

    Chris

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

  • Schau mal nach dem Massepunkt hinten am Kupplungsdeckel. Der dürfte am meisten der Witterung ausgesetzt sein.


    Verflixt ist bei der Maschine schon, das Sie quasi unzerstörbar ist, aber die Elektrik zickt und zickt un dzickt

    Empfinde ich jetzt gerade umgekehrt. Da an der Maschine fast keine Elektrik ist, geht auch fast nie etwas kaputt. Zumindest liest und hört man selten von Elektrikproblemen an der Vergaser-F. Ausnahme: Regler.

  • Klar sind neue Teile im Regelfall besser als alte. Wenn ich mich aber nicht täusche sind die Sicherungshalter bei der F gummigelagert von daher auch einigermassen vibrationsfest, Da die Teile fast nichts kosten, werfe ich sie weg, wenn ich sie denn schon mal ziehe. Habe in Jahren mit der F nur einmal eine durchgebrannte 20A Sicherung gehabt. Ursache unbekannt, Sicherung gewechselt, Fehler ist nie wieder aufgetreten. Verkabelung etc. absolut original.

    Ansonsten halte ich die Elektrik der F für ganz passabel. Wenn man die Reglerprobleme und Kerzenstecker behebt, zuverlässig wie ein Lanz Glühkopfmotor. Vosse sieht das wohl ähnlich.

  • Schau mal nach dem Massepunkt hinten am Kupplungsdeckel. Der dürfte am meisten der Witterung ausgesetzt sein.


    Verflixt ist bei der Maschine schon, das Sie quasi unzerstörbar ist, aber die Elektrik zickt und zickt un dzickt

    Empfinde ich jetzt gerade umgekehrt. Da an der Maschine fast keine Elektrik ist, geht auch fast nie etwas kaputt. Zumindest liest und hört man selten von Elektrikproblemen an der Vergaser-F. Ausnahme: Regler.

    ich hab meine Prinzessin jetzt seit einem Jahr...

    Batterie getauscht, regler getauscht, jetzt die Geschichte

    Sonst fährt die 1a.


    Und auf den Kerzenstecker wart ich schon die ganze Zeit ;)


    Danke für den Tip. Ich werd am Wochenende mal schauen, ob ich was finde

  • Schau mal nach dem Massepunkt hinten am Kupplungsdeckel. Der dürfte am meisten der Witterung ausgesetzt.

    ...ist der bei dir überhaupt drann?(Kupplungsdeckelschraube rechts unten).Ich hatte diesen Masseanschluss rechts hinter die Karosserie geschoben damit er bei der Kupplungsdeckelmontage nicht stört und beinah vergessen:/ Vielleicht liegt der lose und hat quasi irgendwo nen Wackelkontakt:g:

    Man verliert die meiste Zeit damit, daß man Zeit gewinnen will.