Neue Reisenduros 2019

  • Hallo zusammen,


    mir geht es genauso. Ich wünsche mir eine Enduro mit einfacher Technik, 45 PS reichen, aber max. 160 Kg. Besser < 150 Kg. Was ist daran so schwer zu bauen? Ich bin 1987 mit einer 600 Tenere (160 Kg, 45 PS) zu zweit 19.000 Km kreuz und quer durch Australien gefahren, Offroad ca. 70%... Einzige Veränderung: Selbst gebauter, stabiler Gepäckträger für Softbags…


    Kein einziger Schaden, keine Probleme und das bei zum Teil 50 Grad im Schatten, nur ohne Schatten :)


    Heute geht es nur noch darum, möglich vielen möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen... Und ich kann keinen verstehen, der sich mit einer 250 Kg Adventure auf Weltreise begibt, außer er ist Enduro Profi... Wie will so ein Gerät bei strömendem Regen Offroad mit Gepäck überhaupt fahren? Das ist schon schwer genug mit 150 Kg...


    Ich suche seit Jahren nach etwas zweckmäßigem für eine Weltreise, die ich in 5 Jahren mit 63 Jahren starten möchte, habe aber noch nichts gefunden. Meine Dakar ist mir zu schade, zu schwer und zu viel Elektrik. Hatte lange die Yamaha WR 250 im Auge, aber der Rahmen ist m.E. zu schwach...


    Gruß Uli :wave:

    Wer nichts riskiert, hat nicht gelebt...

  • Neu kenn ich eigentlich nur die KTM 690/ Husqvarna 701 und ein paar Exoten wie SWM, CCM und AGP aber die sind alle preislich hoch angesetzt. Ich denke mal die Emissions-Flottenziele in der EU sind schuld dass es von den Japanern nichts gibt, gibt anscheinend einfach nicht genug Kundschaft, da verkaufen sich Naked Bikes besser.


    Die CRF250L finde ich noch interessant aber 25PS sind dann halt auch eher zurückhaltend

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  • Uli_Ddorf  

    Schau dich mal nach einerUrF um...weniger Elektronik als die Dakar und mit minimalem Aufwand Touren und Treckingtauglich zu bekommen...

    Hab meine schon öfters flachgelegt im Acker...auch mit Sozia und gerödel... Und.... Weitergepröttelt...Extrem Offroad kannste knicken,aber Feld,Wald und Wiese gehn schon mit den richtigen Gummi.....

    Ist halt keine MX ala KickTausendMal😂 und von der SuperTäterä meilenweit wech😂...schon allein wegen dem fehlenden Kicker...und anschieben im dreck,ichwaaasesned 😂

  • Ist halt keine MX ala KickTausendMal😂


    Die EXC und LC4 kommen heute alle mit Mädchenknopf daher. Meine 625 SC mit dem abgespeckten aber giftig gemachten LC4 Motor muss noch getreten werden aber das ist so soft, die reiss ich dir mit dem rechten Arm an. Da musste noch nicht mal großartig einen Druckpunkt suchen und zurück geschlagen wird auch nur dann, wenn man nicht bis zum Ende durchzieht. Kickt sich fast so an wie ne 50er Zündschlapp ;)

    Die Zeiten das man einem KTM Interessierten eine Probefahrt anbieten kann mit der Auflage das er sie selber ankicken muss und dabei genüsslich eine Zigarette dreht und raucht und schon mal vorsorglich ein Platz im Krankenhaus für ein lädiertes Wadenbein bestellt, sind lange vorbei ;)

    Das Problem bei den Hard-Enduros ist das sie für Gelände super gut sind aber für die Langstrecke einfach nicht geeignet sind. Da liegt der Kompromiss zu sehr im Bereich der Reisetauglichkeit. dann nimmt man lieber eine Reiseenduro und geht bei der Geländegängigkeit die Kompromisse ein.

  • Neu wirds schwer, ansonten liebäugle ich manchmal mit gebrauchten DR-Z 400*, XR 650 L und TT 600 E.

    Gebraucht eben.

    Aber nu ist ja meine Dakar gestrippt auf 180 Kg mit dreiviertel Tank.






    * was da für Preise aufgerufen werden lässt mich wütend werden... oder neidisch... oder traurig

    Zylinder statt Kinder

    Gruß Jürgen

  • * was da für Preise aufgerufen werden lässt mich wütend werden... oder neidisch... oder traurig

    Die Preise finde ich gar nicht mal so abwegig:


    https://suchen.mobile.de/fahrz…b6-930d-656f-989f034e2b54


    https://suchen.mobile.de/fahrz…ff-ca1f-7e1d-ffe9d90d378b


    Trockengewicht 132 kg, Wasserkühlung und Offroad-Gene inclusive, war bei mir in der engeren Wahl, hatte mich damals für eine Reise-Enduro mit ABS entschieden.


    bob-muc

  • naja wenn dann mal ne kleine Enduro da ist jammern wieder alle dass dann doch 200ccm fehlen oder 10 PS und und und.

    Zum aufheben ist die 650 wahrlich schwer genug.

    uli -die 250 Rally mal gefahren? Fährt sich nett, natürlich kein Dampfhammer. Denke in Asien und Südamerika ist ne Teileversorgung kein Problem somit keine schlechte Wahl.

    Ich überlege ob ich meine Wr langstreckentauglich mache. Beim nächsten Trip will ich leicht :-).

    Gruß

  • Zitat

    Ich überlege ob ich meine Wr langstreckentauglich mache. Beim nächsten Trip will ich leicht :-).

    Er hat JEHOVA gesagt - Verräter!!!


    Böser Busche , gaaaanz böse...:shock: :knuppel:




    Wenn leicht, dann allenfalls mit weniger Sprit/Gepäck/Rettungsring !

    Aber doch nicht mit einer Reiswaffel anstelle Eurer Reisedampfer...


    Also bitte - unvorstellbar :rant: - lieben Gruß aus Franken - Ray

  • Moin Moin,


    nein ich bin die Honda noch nicht gefahren. Die Honda sieht klasse aus, ist aber m.E. ein Blender mit 149 Kg (ohne Sprit) viieeel zu schwer.


    Dann kann ich auch auf bewährtes zurück greifen, Yamaha XT 600 Tenere, 159 Kg 30 l Tank, oder TT 600 mit 153 Kg, da habe ich deutlich mehr Leistung und Drehmoment...


    Die Yamaha WR 250 wiegt 128 Kg (ohne Sprit). Ich bin sie schon auf der Straße und im Gelände in Ligurien gefahren. Offroad ein Traum, wenn man sonst mit der Dakar fährt, auf der Straße erstaunlich handlich und flott, aber nichts für große Straßen. Am Ende wäre die Tenere der beste Kompromiss. Sehr robust, stabiles Heck, viel Drehmoment unten rum und einen 30 l Tank, den ich ja im Gelände nicht voll machen muss. Aber mit den Taschen ist der Schwerpunkt erstaunlich tief. Ich bin die Maschine über 50.000 Km gefahren, davon viel im Gelände. Nie ein Schaden, kein einziger Ausfall...


    Warum baut keiner mehr so ein Motorrad ;(

    Wer nichts riskiert, hat nicht gelebt...

  • Und Yamaha WR 450 F ,ist die was?

    Und dann reisefertig umbauen ( lassen ), soweit wie möglich.

    Ich weiß grad nicht, wie pflegebedürftig sie ist.

    Zylinder statt Kinder

    Gruß Jürgen

  • Bin mir bei der WR450 nicht sicher, sind anscheinend robuste Motoren, allerdings ist es trotzdem ein Wettbewerbsmotorrad. Immer wenn die Wartungsintervalle in Stunden statt km angegeben sind wär ich vorsichtig. Bei solchen Wettbewerbsenduros rüstet man meines Wissens einen größeren Ölkreislauf nach, der die Langlebigkeit verbessert, aber Laufleistungen und Serviceintervalle werden immer ein Problem sein. Gibt viele (USA...) die sich zb eine KTM EXC umbauen (Tank, Ölkreislauf, Gepäcksystem) und damit keine Probleme haben, aber ewig hält so ein Kolben etc dann einfach nicht.

  • Bin mir bei der WR450 nicht sicher, sind anscheinend robuste Motoren, allerdings ist es trotzdem ein Wettbewerbsmotorrad. Immer wenn die Wartungsintervalle in Stunden statt km angegeben sind wär ich vorsichtig. Bei solchen Wettbewerbsenduros rüstet man meines Wissens einen größeren Ölkreislauf nach, der die Langlebigkeit verbessert, aber Laufleistungen und Serviceintervalle werden immer ein Problem sein. Gibt viele (USA...) die sich zb eine KTM EXC umbauen (Tank, Ölkreislauf, Gepäcksystem) und damit keine Probleme haben, aber ewig hält so ein Kolben etc dann einfach nicht.

    Mein Kumpel hat seit 15 Jahren eine WR 450, aber die ist mir zu giftig... Er fährt keine Wettbewerbe oder Rennen, aber eine gute Mischung aus Offroad und Landstaße. Und er macht alle 2 Jahre einen Service, bei einer Laufleuistung von ca. 2500 km pro Jahr. Also auch nicht gerade viel. Große Touren macht er leider auch nicht....


    Aber ich halte die WR für sehr zuverlässig. Siehe auch hier:


    https://roadbooktouren.de/mietfuhrpark/


    Mit denen war ich schon unterwegs und die Maschinen laufen super :thumbsup2:

    Wer nichts riskiert, hat nicht gelebt...

  • Immer wenn die Wartungsintervalle in Stunden statt km angegeben sind wär ich vorsichtig. Bei solchen Wettbewerbsenduros rüstet man meines Wissens einen größeren Ölkreislauf nach, der die Langlebigkeit verbessert, aber Laufleistungen und Serviceintervalle werden immer ein Problem sein.

    Bei Wettbewerbsmaschinen oder Enduros die überwiegend im Gelände bewegt werden kann man die Wartungsintervalle gar nicht anders angeben als in Betriebsstunden. Meist wird auch der Verbrauch in l/h angegeben. Anders ist das gar nicht möglich. Im Gelände kommen wenig Km zusammen aber viel Zeit bei teilweise hohen Drehzahlen und Belastung und dazu wenig Kühlung.

    Grundsätzlich ist eine Wettbewerbsenduro für die Straße sehr gut tauglich. Ich kenne zig Leute die sich die KTM EXC zu SuperMoto umgebaut haben und alle sehr glücklich damit sind. Reisetauglich ist noch mal eine andere Frage aber Straßentauglich mit gelegentlicher Langstrecke sind sie vom Wartungsaufwand her allemal. Der Ölkreislauf ist hier wirklich meist der einzige Unterschied. Im Wettbewerb ist das Gewicht und das schnelle erreichen und halten der Öltemperatur wichtig. Auf der Strecke wollen wir viel Öl und eine gute Kühlung. Das lässt sich umrüsten, Der Rest wie Kurbelwelle, Lager oder auch Kolben sind von der Haltbarkeit nichts schlechter als bei einer Serienmaschine der Straße. Im Gegenteil, oft sogar verbessert.

    Wartungsintervalle in Stunden ist also ganz normal und nichts was auf erhöhten Verschleiss hindeutet, da muss keine Alarmglocke klingeln. Ich hab meine KTM 625 SC auch auf der Straße bewegt, bin damit aber nie glücklich geworden. Zum einen war es illegal weil die eine 17 KW U´Zulassung hatte *ggg* zum andern war sie viel zu kurz übersetzt und es fehlte ihr der Ruckdämpfer am Hinterrad. Der kleine Ölkreislauf hat mich nicht gestört, Ich wechsel so oder auch bei der F 650 das Öl gerne ein mal mehr. Ölwechsel bei der KTM dauerte 10 Min mit dem Stahlbus-Ventil. Ölfilter ist die selbe Patrone die wir von unserer F kennen. Ruck Zuck erledigt.

    Wer eine robuste leichte Enduro haben möchte die man auch Reisetauglich umbauen kann ist mit der WR 450 sehr gut bedient. Der Motor ist super wartungsfreundlich und sehr haltbar.

  • Zitat

    @Ray: bei 250.000km kann man ja mal überlegen 😁.

    Ich gebe Dir mit Freuden eine Dakar mit <20.000km aus meiner Sammlung

    für einen Freundschaftspreis.

    Da kannst du die dicken Tanks adaptieren und weitere 220.000km draufspulen.


    Aber wie ich bereits durchgehört habe,

    ist bereits die Sehnsucht nach etwas Leichterem zu stark geworden.

    Dann behaltet wenigstens Eure Brummer und gebt die nicht drein.


    Ich hab schon Andreas nicht verstanden, warum er seine treue TT39


    nach all dem gemeinsam Erlebten (Pamir-Gebirge, Baikalsee oder Canning-Stock-Route)

    weggegeben hat. Zum Glück konnte ich sie vor ein paar Jahren sichern und bewahren.


    Lieben Gruß aus Hip - Ray