LED-Scheinwerfer an F800 GS

  • Nach längerer Suche habe ich einen Voll-LED-Scheinwerfer für die 800er GS gefunden, der auch ein E-Kennzeichen auf der Scheibe hat.

    Am Wochenende ist er endlich bei mir angekommen. Der Einbau hat inclusive Werkzeugsuche und wieder Wegräumen 20min gedauert, wobei das Steckerlösen dabei noch am Aufwändigsten war! Es ist wirklich eine plug&play - Lösung. Dranstecken und alles funktioniert.

    Wie hell er tatsächlich ist, muss ich demnächst noch ausprobieren... :victory:


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  • E Nummer heißt nicht automatisch, dass das Ding tatsächlich für den Straßenverkehr zugelassen ist. Gerade chinesische Anbieter drucken gerne irgendeine E Nummer drauf die entweder gar nichts bedeutet oder nur, dass das Teil auf elektromagnetische Verträglichkeit geprüft wurde. Lass die Nummer mal beim TÜV oder Dekra oder so checken.


    Sieht aber gut aus

  • Nach längerer Suche habe ich einen Voll-LED-Scheinwerfer für die 800er GS gefunden, der auch ein E-Kennzeichen auf der Scheibe hat.

    Darf man auch Hersteller und Bezugsquelle erfahren?

    Wie hell er tatsächlich ist, muss ich demnächst noch ausprobieren...

    Wir sind gespannt auf deinen Erfahrungsbericht. :victory:

    Nette Grüße vom Michel aus der Pfalz. :wave:
    Head of F650 Forum :wink:

  • Gekauft habe ich den Scheinwerfer über AliExpress bei Factory Motorcycle Lighting Store. Der Versand hat ca. 3 Wochen gedauert, das Paket kam gut verpackt mit DHL.

    Über die Erfahrungen in Dunkelheit werde ich noch berichten...

  • Ich vermute mal es handelt sich um diese Scheinwerfer: https://de.aliexpress.com/item…ce904f1&priceBeautifyAB=0


    Zumindest kann ich auf den ersten Blick sagen das dieses E-Zeichen einer schnellen Kontrolle am Straßenrand standhält, nach der Beschriftung handelt es sich um ein in Spanien geprüftes Abblendlicht und Fernlicht. Was ich nicht entdecken kann ist die Kennzeichnung für Tagfahrlicht falls das von Interesse sein sollte, also zumindest das Licht wie im oberen Bild ist damit nicht zum Fahren geeignet (die Kennung 50R sagt auch aus das es ein Standlicht ist, als Tagfahrlicht müsste RL aufgedruckt sein). Die Kennzeichnung entspricht, soweit ich das erkennen kann, den Vorgaben, ob dahinter wirklich eine entsprechende Prüfung ist oder das einfach nur Copy&Paste von woanders ist kann ich natürlich nicht beurteilen...

    Hier könnte aber ggf der TÜV weiterhelfen, der kann es prüfen...

  • Gestern Abend hatte ich Gelegenheit, den neuen Scheinwerfer zu testen.

    Subjektiv macht er ein deutlich helleres Licht, was schon durch die kaltweiße Lichtfarbe begründet ist.

    Beim Ablendlicht fällt auf, dass es keine definierte Lichtkante gibt, was wir von herkömmlichen Scheinwerfern kennen. Auch gibt es keinen Kegel nach rechts oben. Es verschwimmt eher in der Ferne. Direkt vor‘m Motorrad empfinde ich es als sehr angenehm hell.

    Das Fernlicht ist super! Hier wird die Fahrbahn genial ausgeleuchtet.

    Ich habe versucht, es in Bildern festzuhalten, m.E. kommt es jedoch nicht sehr gut rüber.


    Vom Versender hatte ich mir noch das Zertifikat zusenden lassen. Damit bin ich hoffentlich auf der sicheren Seite...

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    1. Fernlicht
    2. Abblendlicht
    3. Standlicht
  • Wenn die E-Nummer und das Zertifikat nicht gefaked ist, dann ist alles gut und Du bist auf der sicheren Seite. Das Zertifikat brauchst du nicht mal, es reicht die Nummer die für mich auf den ersten Blick korrekt aussieht.

    Aber wenn es keine definierte Lichtkante gibt und das Licht nicht assymetrisch verläuft, dann kann ich mir kaum vorstellen das die Nummer echt ist da dies eigentlich vorschrift ist! Ich habe für diesen Scheinwerfer (sofern es wirklich dieser Scheinwerfer war und nicht ein nachbau von einem Chinafake, ja die Chinesen faken sogar ihre fakes und finden das auch noch richtig gut) schon einige Bilder gesehen auf denen zu erkennen war das es die Helldunkel Grenze gab. Vielleicht ist die einfach zu weit vorne so das sich das Licht bis dahin "verliert"? Stell Dich doch mal 5m vor eine Wand dann kann man das eigentlich gut sehen ob es die Hell/Dunkel Grenze gibt und wie sie verläuft.


    Wenn Du auf Nummer sicher gehen willst: Fahr beim nächsten TÜV vorbei, die können in einer Online Datenbank sehen ob diese Zulassungs bzw E-Nummer wirklich gibt. Dann weisst Du zumindest sicher ob die Nummer ein fake ist, ob der Scheinwerfer selber dann noch ein fake eines fakes ist lässt sich damit aber natürlich nicht herausbekommen. Solange die Nummer aber echt ist sollte es normalerweise keine Probleme mit der Rennleitung geben, wenn die nicht echt ist kannst Du ggf über Paypal noch Dein Geld wiederholen

  • ist doch egal ob mit oder ohne rechtliche Zulassung. Zumindest solange du mit dem Gitter vor den Scheinwerfer auf öffentlichen Strassen fährst...😁

    Motorradfahren ist die wildeste Spielart einer friedlichen Seele 🙄

  • Im GS Forum wurde schonh viel darüber diskutiert. Dort haben auch einige schon das Möppi anstandslos mit diesem Scheinwerfer durch den TÜV bekommen, einer hat sogar die NUmmer beim TÜV prüfen lassen ohne Beanstandung, und einer hat einen Bekannten, der die E NUmmer in Spanien (E9) prüfen konnte und auch grünes Licht gegeben hat. Ich denke mal, mehr kann man nicht tun. Nur weil etwas aus China kommt, ist e ja nicht pauschal schlecht. Mittlerweile

    kommt ja fast alles aus China ...

  • Im GS Forum wurde schonh viel darüber diskutiert.

    So viel, dass manch einer den Thread wohl nicht mehr lesen mag.

    Mittlerweile kommt ja fast alles aus China

    Ja, aber es kommt eben auch viel Schrott von dort. Darauf, dass es in Ordnung ist, kann man sich wohl verlassen, wenn der Gegenstand unter nicht-chinesischer Aufsicht hergestellt oder vertrieben wurde; sonst besteht eben ein gewisses Risiko.

    Dort haben auch einige schon das Möppi anstandslos mit diesem Scheinwerfer durch den TÜV bekommen, einer hat sogar die NUmmer beim TÜV prüfen lassen ohne Beanstandung, und einer hat einen Bekannten, der die E NUmmer in Spanien (E9) prüfen konnte und auch grünes Licht gegeben hat.

    Die ersten Ausführungen wurde ja ohne Zulassung verkauft und sind vielleicht jetzt noch im Handel. Aber ich denke, man hat seiner Sorgfaltspflicht Genüge getan, wenn man auf die Merkmale achtet.


    Zu einer Umrüstung sehe ich mich jetzt nicht veranlasst, aber wenn heute noch einmal Ersatz fällig würde, würde ich auch einen LED-Scheinwerfer vorziehen. Bei mir war vor längerer Zeit der Reflektor schwarz geworden. Den einen oder anderen Besitzer der ersten F800GS-Baujahre wird dieses Schicksal wohl auch noch treffen.


    Eckart

  • Hab ihn mir zwischenzeitlich auch gekauft und bin begeistert. Das Licht ist anders, weil der Lichtkegel anders ist, aber es ist mal richtiges Licht. Im Dunkeln spitze, im hellen ein zusätzlicher Sicherheitsfaktor weil man viel besser gesehen wird. Bisher sind keine Probleme bekannt. Weder technisch noch mit der Polizei oder dem TÜV. Aber warum auch? LED´s sind auf 30.000 Stunden ausgelegt (ca. 11 Jahre bei täglich 8 Stunden Betrieb), und das E-Kennzeichen ist vorhanden. Ich würde ihn immer wieder kaufen.

  • LED´s sind auf 30.000 Stunden ausgelegt (ca. 11 Jahre bei täglich 8 Stunden Betrieb)

    Steht das im Datenblatt des Scheinwerfers ?

    Für meine letzte F650GS hatte ich ein LED-Rücklicht von Touratech, bei dem nach rund 2 Jahren mehr als die Hälfte der LEDs der Kennzeichenbeleuchtung ausgefallen war. Ich fahre viel - aber doch keine 8 Stunden täglich.

    Wikipedia schreibt, dass unter optimalen Bedingungen 50000 Stunden erreichbar sind, das heißt anders herum, dass es sonst sehr viel weniger sein kann. Manch einer wird sich noch an die ersten LED-Ampeln erinnern, von denen manche nach einer Weile wie Schweizer Käse aussahen. Soviel nur, um Enttäuschungen vorzubeugen, wenn es doch keine 30.000 Stunden werden. 2031 frage ich nochmal nach.

    Die Qualität ist echt gut.

    Insofern ist eine Qualitätsaussage doch erst nach einer gewissen Zeit möglich. Aber inwischen sind rund 2 Jahre seit dem Erscheinen dieses Scheinwerfers vergangen und ...

    Bisher sind keine Probleme bekannt

    Wenn meine F800GS nicht schon so alt wäre, würde ich jetzt vielleicht auch ... zumal die Preise inzwischen offebar erheblich gefallen sind.


    Eckart

  • Wer genau liest, wird feststellen das da steht: 30.000 auf Leuchtmittel. Verstehen die wenigsten, aber die Elektronik hält keine 30.000 Stunden in den meisten Fällen. Wer also einen defekt am LED hat, hat kein defektes LED sondern ein Lötstellenbruch, Kondensatordefekt, sonstiges elektronisches Problem.


    Eine optimal betriebene LED wird praktisch nicht zerstört. zB mit normalen Vorwiderstand in einem Bedienfeld eingebrachte Betriebs-LED leuchtet auch nach 40 Jahren ununterbrochenen Betrieb so wie am Anfang. Mit 10mA in optimaler Umgebung.


    Ich durfte diese Diskussion auch schon führen mit Philips bzgl LED-Leuchtmittel. Die konnten nachweisen über Farbindikatoren, das mehr als die zulässigen 85° in der Elektronik waren. Also war die Kühlung unzureichend, sprich, meine Lampe mit ihren Glashüllen die nach unten zeigen und hinten geschlossen sind haben zuviel Stauwärme. Lebensdauer ca 3 Monate bei maximal 2std am Stück pro Tag.


    Ich selbst bastel inzwischen im Betrieb eigenen LED-Beleuchtung für Lager und Arbeitsplatz. Gut gekühlt, Netzteil getrennt von LED, 24V, 6 LED in Reihe mit Vorwiderstand, also keine aktiven Elemente mehr im Strompfad und die LED auf Aluschienen geklebt die ausreichend abkühlen. Lebensdauer aktuell bei 5 Jahre a 250 Arbeitstage a 9,5Std (zeitschaltgesteuert). In den über 11.000 Std aktuell ist nicht eine LED kaputt. Pro Meter sind 120LED, wir haben 2x50m Leuchtband mit jeweils 2 LED-Schienen pro Band. Damit dürften es 24.000 LED sein, nicht eine davon ist bisher defekt gegangen. Das erste Netzteil hat es allerdings nach 5 Monaten zerlegt, Gewährleistung.


    Und das ganze ist "billige" Chinaware.

  • Wer genau liest, wird feststellen das da steht: 30.000 auf Leuchtmittel.

    Mangels Bezug weiß ich nicht, wo "da" ist, weil der Artikel inzwischen öfter zu finden ist. Wenn es aber irgendwo steht, um Käufer über eine tatsächlich geringere Lebensdauer hinwegzutäuschen, wäre das eine gezielte (und vermutlich abmahnfähige) Irreführung der Käufer, denn die Lebensdauer eines Produkts ergibt sich nicht aus der Summe der Lebensdauer der Einzelteile. Da das Leuchtmittel - anders als bei Glühbirnen - nicht austauschbar ist, bedeutet jeder Ausfall einen Totalschaden für den Scheinwerfer. Dass das Leuchtmittel nicht austauschbar ist, geht auf EU-Vorschriften zurück, die das zwar nicht ausdrücklich vorschreiben, in der Praxis aber darauf hinauslaufen.


    Eckart

  • Naja...steht auf den Verkaufsverpackungen und so. Für die Lebensdauer gibt es keine Vorschriften, lediglich die 2 Jahre Gewährleistung sollten sie halten. Alles andere ist freiwillig. Ob die LED 30.000 Std oder 2000 hält ist also nicht vorgeschrieben. Also kann jeder schreiben was er will, auch die Lebensdauer auf einzelne Komponenten beziehen.


    Ist auch garnicht so ungewöhnlich, ein Auto hält ja auch 15 Jahre, aber Bremsen, Reifen, Kupplung, Öle und diverse Elektronik ist dann schon getauscht. Oder wer erinnert sich noch an 9 Jahre Garantie gegen Durchrosten. Wird aber nur zum tragen kommen, wenn es ein Loch hat. Oberflächenrost der in 2-3 Jahren erst durchgerostet ist, zählte dann nicht. Wir bekommen viel im Leben verkauft, das wir anders definieren. Auch immer lustig die Garantie über die Gewährleistung hinaus. Hat schonmal einer sich diese Garantiebedingungen genau durchgelesen. Da stehen gerne mal so Dinge drin, wie Material wird bezahlt, Reparaturkosten nicht. Bei einem 50 Euro Gerät und der Tatsache, das ein Monteur 15 Minuten weise abrechnet a 100€/std könnte man sich solche Garantieversprechen völlig sparen.


    Ich reg mich da schon lange nicht mehr auf.


    Nachtrag


    Hab gerade mal etwas rumgestöbert, teilweise sind diese Texte auch wieder geändert und man liest irgendwas von Durchschnittliche Lebensdauer...was genauso nichtssagend ist.