F650 ST lässt sich manchmal nicht Starten

  • Guten Tag liebe Mitglieder,

    ich habe mir vor kurzem eine BMW F650 ST Bj. 1998 mit einer Laufleistung von 14000km zugelegt.
    Sie läuft super, nur gab es jetzt zwei Mal das Problem, dass sie nach einer Tour von etwa 70km nicht mehr Starten lies. Beim einschalten der Zündung leuchtet ja normalerweise die Leerlaufanzeige und die Öllapme auf. Jedoch kam es nun zwei Mal vor, dass diese Kontrollleuchten nicht leuchteten und beim betätigen des Starters nichts geschah. Beim ersten Mal habe ich die Batteriekontakte und die Sicherungen überprüft, alles so wie es sein sollte. Dann habe ich etwas am rechten Griff und der rechten Schaltereinheit hin und her bewegt. Kurz darauf leuchteten die Lampen wieder auf und ich konnte ohne weitere Probleme weiterfahren.
    Am Montag kam das selbe Problem wieder vor. Jedoch konnte ich diesmal so viel an der Schaltereinheit hin und her bewegen, ohne dass irgendwas passierte. Als ich sie dann anschieben wollte und ein oder zwei Meter (noch im Leerlauf) bewegte, leuchteten die Lampen an und ich konnte sie ganz normal per Knopfdruck starten.

    Nun wollte ich euch fragen, an was es liegen könnte und ob dieses Problem bekannt ist.
    Ist es möglicherweise an Wackelkontakt oder was anders?

    Ich bedanke mich schon im Voraus für eure Hilfe!

  • Aus der Ferne schwer einzuschätzen. Am rechten Griff befinden sich ja "nur" Killschalter und Startknopf sowie Lichtschalter. Das Licht bzw. der -schalter sollten ja keinen Effekt haben. Ich würde methodisch vorgehen und bei den Batterieanschlüssen anfangen und mich dann vorarbeiten. Ich vergesse übrigens, da ich sehr selten ST fahre, dass sie einen Sicherheitsschalter am Seitenständer hat. Wenn man den Ständer ausklappt, gehen allerdings die Öldruckkontrolllampe und die LL-Lampe nicht aus. Der Schalter sollte ebenso wie der Killschalter, der ja in Reihe mit dem Ständerschalter ist, keinen Einfluss haben. Die Leitungen von und zur Sicherung F2 (15A) würde ich mir auch mal genauer ansehen (Spannungen bzw. Durchgang messen). Viel Erfolg

  • Morsche

    problem hatte ich vor zwo jahren als ich zum kurventraining wollte als instruktor

    passierte on tour am vortag inne rechtskurve

    ursache war kabelbruch im zündschloss

    anschlag rechts war alles tot

    konnte kälble(bj99) abfangen und danach mim trailer zum kumpl...

    kommt vor

    hab deshalb mittlerweile kompletten kabelbaum auf reserve im kuhstall zu liegen


    wennste von unten inne verkleidung schaust,siehste kabelstrang zum zündschloß

    wackel mal vorsichtig daran...falls...ab zum freundlichen per trailer

  • Hallo Swoohs,


    also wenn du die rechte Schaltereinheit bewegst:


    dort ist NUR Startkopf / Killschalter, bei einem Kabelbruch ( offen ) ist Ende mit starten

    Der Lichtschalter hat damit nichts zu tun.


    Was mich wundert sind die Leerlauf und Öldrucklampe, die haben mit der rechten Griffeinheit nichts zu tun,

    sehr wohl aber das Sammelkabel zum Öldruckschalter und Leerlaufschalter

    Sollte das Kabel zum Leerlaufschalter gebrochen sein , zieht ein Relais im Cockpit nicht an , dann startet auch nichts.

    Allerdings sieht man das da die Leerlauflampe nicht brennt auch wenn Leerlauf drin !


    Was ist mit dem Seitenständerschalter (ok ) und Kupplungsschalter ( ok ) ?


    Wenn am Zündschloss was bricht ist alles tot - Lenker bewegen ( rechts-links) geht dann was ?


    Siehe Schaltplan :


    http://www.zettrich.de/Schaltplan%20F%20650%20ST%20Motor.jpg



    ich überlege weiter


    :wave:


    Mac

  • Ich habe jetzt mal den Lenker in beide Richtungen bis zum Anschlag bewegt, die Lampen leuchten ohne weiteres so, wie es sein sollte. Auch habe ich am Kabel direkt unterm Zündschloss hin und her gewackelt, die Lampen leuchten weiterhin. Also kann man einen Kabelbruch direkt am Zündschloss ausschließen?


    Der Tipp mit der F2 Sicherung klingt für mich sehr logisch, da diese Sicherung ja für die Kontrolllampen und die Sperrrelais zuständig ist. Leuchten die Lampen nicht, ist das Relais gesperrt und es kann nicht gestartet werden. Verstehe ich das so richtig?

    Der Seitenständer kann es in meinen Augen nicht sein, da ja weiterhin die Öllampe Leuchten müsste?


    Danke für eure Hilfe!

  • Bei mir kommt es ab und an vor das

    der Leerlauf nicht sauber drin ist.

    Dann leuchten auch die Lampen nicht

    und beim Anlassen passiert nix.

    Beim nochmaligen Schalten in den

    ersten Gang und retour gehts dann und die Lichter brennen. :crosser:

    Einmal Löwe - immer Löwe :oops:

    Einmal Ur F - immer Ur F :victory:
    :bikebayern:

  • Müsste eigentlich nicht, wenn der Motor aus ist, dennoch die Öllampe leuchten ?

  • also die Öldrucklampe brennt immer ( siehe Schaltbild )

    es sei denn der Öldruckschalter bzw. das zu diesem Kabel hat einen Fehler oder Zündschloss tot.


    Den Zündschalter kann man bei der Ur-F ( hab ich schon gemacht ) dann bestimmt auch bei der ST öffnen


    http://faq.f650.com/FAQs/Photo…tionSwitchF650Classic.jpg


    Vielleicht sind ja auch die Kontakte im Schalter verschlissen....


    Bitte auch mal die rote Kabelbrücke mit Stecker im Kabelbaum ( liegt ( bei mir ) auf der Batterie ) im Schaltbild für die DWA prüfen ob ok

    Batteriepole sind auch schön fest ?



    :wave:


    Mac

    Dieser Beitrag wurde bereits 2 Mal editiert, zuletzt von macgyver ()

  • Also ich sehe es so, wenn bei Zündung Ein und mit Getriebe im Leerlauf weder LL-Leuchte, noch Öldruck-Leuchte, noch Startknopf funktionieren, dann ist irgenwo was von Batterie zu diesen Leuchten nicht in Ordnung und einen Unterbruch hat (Kabel, Stecker, Sicherung, Schalter)


    Dumm nur, dass es nun funktioniert und wohl im dümmsten Moment wieder ausfällt. Darum lieber in der Garage die Ursache finden und beheben. Aufgrund deiner Beschreibung, würde ich auch auf einen Kabelbruch tippen. Könnt auch einen Kurzschluss gegen Masse sein, aber dann sollte in den meisten Fällen eine Sicherung durchbrennen.


    Auf dem von macgyver verlinkten Schaltplan könnte es die rote, die weiss-rote, die grüne oder die schwarz-grüne Leitung sein und entsprechende Stecker, Sicherungen und Schalter dazwischen.


    Sofern die Batterie richtig angeschlossen ist, die Pole sauber, fett- und korrisions-frei (Wenn man Polfett verwendet, dann dieses erst NACH dem zusammenschrauben anwenden und nicht etwa davor!) kann man sich auf die Suche machen. Natürlich einfacher wenn der Fehler der Fehler vorhanden ist als wenn alles in Ordnung ist. Aber fehlerhafte Stecker, Schalter und Kabel gehen teilweise mit einem erhöhten Spannungsabfall einher.


    Man kann folgendes machen, wenn man es nicht gerade für länger als 30 Minuten macht (ansonsten genug starkes Netzgerät oder gar geladene Autobatterie verwenden). Zündung ein und zuerst alle Verbraucher ausschalten dann die Eine Seite des Voltmeters an den Plus-Pol der Batterie anhängen und mit dem Messgerät die Spannung an der weiss-rote, die grüne oder die schwarz-grüne Leitung messen. Sollte eigentlich immer wenige mV sein.


    Danach das ganze nochmals mit Licht und, wenn vorhanden, eingeschaltener Griffheizung.


    Damit man besser an die Kabel und Stecker kommt, kann man die Cockpit-Verkleidung abschrauben.

  • Also ich sehe es so, wenn bei Zündung Ein und mit Getriebe im Leerlauf weder LL-Leuchte, noch Öldruck-Leuchte, noch Startknopf funktionieren, dann ist irgenwo was von Batterie zu diesen Leuchten nicht in Ordnung und einen Unterbruch hat (Kabel, Stecker, Sicherung, Schalter)


    auf jeden Fall !

    Ich habe zwar in 24 Jahren F-Betrieb noch keine einzige Sicherung gewechselt, aber es kann ja tatsächlich sein das hier auf dem Weg ein Kupferwurm vorliegt bzw. was "abgefault" ist =O

    Allerdings sollte man das auch an den Kabeln sehen , eventuell mal den ganzen Sicherungsblock rumdrehen !

    tippe irgendwie immer noch auf das Zündschloss :whistle:




    :wave:


    Mac

  • So, endlich hab ich den Fehler durch Zufall gefunden. Als ich die Verkleidung auf Höhe der Batterie etwas gedrückt habe, ging die Zündung aus. Bei Wiederholung ging die Zündung wieder an.

    Es lag also am Batteriepol, ich habe wohl beim Einbau der Bordsteckdose die Schraube nicht richtig befestigt..


    Danke nochmal für eure Hilfe!