Batterie - Gel oder AGM (hautpsache Wartungsfrei) - für die GS-Dakar?

  • chefin

    du schreibst: es wird sauber erkannt, egal wie voll der Akku ist.

    Hat dein Gerät eine Anzeige oder von was leitest du „sauber erkannt“ ab?

    Mein BMW Gerät lädt immer zuerst beim einstecken mit ca. 1A auf 14.4V, nachher mit 0.1 bis 0.2A bis zur 100% Anzeige am Gerät. Was immer die 100% bedeuten mögen. Das Ganze macht es jedesmal, auch wenn ich nach dem Ausstecken sofort wieder einstecke. Deshalb meine Nachfrage nach einer Bedienungsanleitung.

    Vielleicht kann ich anhand deiner Aussage das Verhalten meines Gerätes etwas besser interpretieren, vor allem, da ich mit einer Gel-Batterie liebäugle🤔

    Lg motoknut

  • Ja, mein Gerät hat 4 LEDs für 6V Blein, 6V AGM, 12V Blei, 12V AGM, 4 weitere LED für 25,50,75,100%


    Ohne Akku leuchtet nur die Standby LED.


    Zu LiPo Akku, die haben eine Laderegelschaltung im Gehäuse, so das sie sich wie ein Bleiakku anschliessen lassen. Ich habe aber selbst noch keine gehabt, schätze aber das 3 Zellen ganz gut passen. Sie haben 3,7V Zellenspannung, damit 11,1V Nennspannung bei 3 Zellen. Vollgeladen sind sie bei 4,2V je Zelle = 12,6V. Aber beim starten brechen sie nicht so stark weg wie ein Bleiakku. Der geht unter 6V für kurze Momente. LiPo bleiben bei diesen Strömen so bei 11V stehen. Dadurch startet er viel kräftiger und auch die Zündung bekommt viel höhere Spannung.


    Soll also heisen: man hat da etwas taugliches gebaut. Obs aber den Preis wert ist...meiner Meinung nach nicht. LiPo haben einige Nachteile, wie zb hohen Verschleiss bei voll geladen und am Endladepunkt. Einmal Tiefentladen und sie sind kaputt. Ideal wäre sie halb voll zu lagern, da ist der geringste Verschleiss. Halte es daher eher für eine Modeerscheinung, weil aktuell ja jedes Auto Lithiumakkus bekommen soll. Lithium hat also einen positiven Klang im Kopf und den wollen die Hersteller den Mopedfahrer unterjubeln.

  • Hallo

    LiPo in einem Motorrad..... ich weiss nicht recht. Und zudem noch neues Ladegerät kaufen. Dann muss man doch sicher am Bike Ladegerät auch was anpassen.

    Wie lange hat du denn schon eine in deinem?


    Lg motoknut

    Hi,

    lies doch einfach den von mir verlinkten Artikel + Verlinkung auf LiFePo4 Batterien da steht doch alles drin.


    Ansonsten, die Teile kosten jetzt nur noch rund 85 €. (z.B. für die F 650)

    Umgerüstet habe ich jetzt 6 Motorräder - hauptsächlich "Schwerstarter" wie Einzylinder + Ducati Motoren.

    Bei allen jetzt nach der Winterpause ohne jedes Nachladen: traumhaftes Startverhalten.

    Plus: je 3 - 4 Kg Gewichtseinsparung - das schafft man selbst mit kpl. Umrüstung auf Titanschrauben nicht.

    Die jetzt angebotenen LiFePo4 incl. eingebautem Balancer sind nach m.M. kpl. Wartungsfrei.

    Einbauen + vergessen - das mag ich.

    Gruß

    Hansemann

  • Hallo Hanseman

    Habe den Artikel gelesen. Ich denke aber LiPo Batterien haben noch ganz andere Probleme, z.B. Überhitzung bei Überladung oder einfach so beim Laden, oder der fragwürdige Rohstoffabbau zur Herstellung. Aber das sind Punkte, die muss jeder mit sich selbst klären.

    Wie viele Jahre hast du denn deine LiFePo4 schon im Einsatz?


    Lg motoknut

  • Sich über fragwürdige Abbaubedingungen der Lipo-Zellen Gedanken während man wie selbstverständlich diese Gedanken in ein Notebook schreibt und das Smartphone auch nicht weit weg liegt, finde ich auch immer sehr konsequent ;)

    Und das wo ein Smartphone bei vielen selbstverständlich jedes Jahr aber spätestens nach 2 Jahren ausgetauscht wird. Da bleiben die Zellen im Motorrad bestimmt länger am Leben.

  • LiPo haben geringe Selbstentladung. Das hilft dem Faulenzer gut über den Winter. Typisch sind weniger als 10% pro Monat, je nach Qualität der Materialien sind auch 2% pro Monat möglich. Wie ich oben geschrieben habe, ist der Spannungseinbruch unter Last viel kleiner. Aber das weis jeder Modellbauer schon seit 20 Jahren. Typisch sind C30 beim LiPo, heist ca 30x Kapazität als Entladestrom. Ein 4Ah kann also ca 120A liefern kurzfristig. Und bricht dann nur um 0,5V pro Zelle weg, wenn überhaupt (ebenfalls ein Qualitätsmerkmal, das je nach Produkt etwas unterschiedlich ist). Kein Wunder das schwergängige Starter damit viel besser starten.


    Nachteile werden aber gerne verschwiegen: wie du sagtest, die Brandgefahr und damit einhergehend, fast unlöschbar(Wasser ist Brennstoff für Lithium, mit Wasser löschen würde bedeuten einen brennenden Tank mit Benzin löschen zu wollen). Löschmöglichkeit: Sand oder hektoliterweise Wasser über 10-15 Minuten. Teslas Akkus müssen zb 2 Tage unter Brandwache und permanent unter Wasser gehalten werden. Der Akku ist in einem wasserdichten Behälter im Wagenboden und wird bei Bedarf geflutet. Weitere Nachteile: hoher Verschleiss wenn sie randvoll sind. Hier muss die Ladereglerschaltung aktiv dagegen arbeiten. Ich vermute mal, das sie nur bis 4V geladen werden, was ungefähr 80% Ladung entspricht. Und in Wirklichkeit sind keine 4Ah Akkus sondern 5Ah Akkus verbaut, die eben nur bis 4Ah geladen werden. Aber wenn man da spart bekommt man vieleicht echte 4Ah Akkus, immer randvoll und in 2-3 Jahren hinüber. Des weiteren, im kalten sind LiPos kaum zu gebrauchen. Wer also im Winter Laternenparker ist, kann unter Umständen garnicht mehr starten, wenn da mal -10° aufkommen. Garagenparker dürfte das weniger interessieren. Werden sie wieder warm, erholen sie sich auch, bekommen also keinen Schaden deswegen. Und zu guter Letzt der Preis. 85Euro. Dafür bekomme ich 4x yuasa Gelakkus. Die mir jeweils 3-4 Jahre halten, wenn ich sie im Winter pflege auch etwas länger.


    Zu deiner Frage bzgl Blei/AGM. Ich merke wenig Unterschied. Einzig, wenn sie ne Woche steht und ich schalte Zündung ein, bricht die Spannung stark zusammen (Licht geht mit an bei Zündung ein). 11,8V. Starten tut sie, dreht aber etwas unwillig in den ersten 2-3 Umdrehungen. Frisch geladen am Pflegegerät ist das nicht so. Blei bricht nicht ganz so stark weg. Aber hier vermute ich, das aufgrund der höheren Ladeschlusspannung von 14,8V bei AGM gegen 14,4V bei Blei durch den Laderegler mit 14,2V nicht ganz vollgeladen wird. Aber scheint ihr jetzt auch nicht wirklich weh zu tun. Hatte uralte Zündkerzen und unwillig angesprungen. Konnte trotzdem minutenlang orgeln und rumprobieren bis ich endlich die richtige Chokestellung hatte und sie angesprungen ist. Also trotz weniger Ladung immer noch ausreichen. Und mit neuen Zündkerzen springt sie so oder so viel besser an, kann also nicht sagen, wie lange ich nun orgeln könnte bis sie Akku leer hat.

  • Hallo chefin

    Danke für deine sachlichen und ausführlichen Feststellungen. Du scheinst dich gut auszukennen. Werde dein Post bei meinem nächsten Batteriekauf sicher berücksichtigen.

    Schade, dass sich niemand wegen der Betriebsanleitung für das Ladegerät gemeldet hat. Finde einfach im www nichts. Vielleicht kommt ja noch was 🧐


    Lg motoknut

  • Hat jemand die Bedienungsanleitung? Finde nichts im Netz

    BMW bietet die Anleitungen prinzipiell hier zum Download an:
    http://www.bmw-motorrad.com/co…manuals/manuals_main.html

    Leider hat sich die Seite bei meinem Versuch nicht richtig aufgebaut. Vielleicht hast Du mehr Glück.

    Ansonsten könntest Du ja mal bei den Veantwortlichen reklamieren.


    können diese Chips. Auch 1-2mV genau zu messen ist heute einfach geworden. Die Technik ist inzwischen sehr ausgereift und Narrensicher geworden. Woran sie nun genau erkennen welcher Akkutyp weis ich nicht, hab ich mich noch nicht schlau gemacht bisher.

    Was alles möglich ist, ist das Eine, was in der Praxis wirklich umgesetzt wird und was nötig ist, etwas anderes:

    Was immer die 100% bedeuten mögen

    Deswegen schließe ich mich diesem Stirnrunzeln auch an. In meinem Beitrag Batterie - Gel oder AGM (hautpsache Wartungsfrei) - für die GS-Dakar? war ich ja näher darauf eingegangen, dass und auch warum eine so feine Unterscheidung gar nicht nötig ist.


    Eckart

  • Naja...heute bastelt kein Entwickler mehr selbst einen Komperator um eine Spannung zu messen. Er nimmt einen fertigen Chip, baut ihn in die Schaltung und das was er kann, wird ausgegeben. Und da die eben heute extrem genau sind, wird auch das Ergebniss diese Genauigkeit haben. Sprich es ist technisch möglich und wird folglich auch so gemacht. Es weniger gut zu machen, wäre ein Mehraufwand. Da erschliesst sich der Sinn nicht so ganz. Was Billig ist, wäre die Verarbeitung des ganzen. Billiges Plastik, schlechte Passform, ungenau gelötet, keine Qualitätskontrolle (10% der Waren verläst die Fabrik defekt, wird einfach mitkalkuliert, lieber 10% mehr herstellen statt teure Endkontrolle). Aber technologisch wird heute das geboten was vor 2 Jahren als Weltneuheit raus kam und Amazon und Ebay sind die ersten die es verkaufen.


    Vermutlich steckt dir im Kopf das der Fachhandel Produkte anbietet die absolut Top sind. Um rauszubekommen und zu testen, wie gut und lange haltbar etwas ist, muss es einige Jahre auf dem Buckel haben und getestet sein. Das ist heute fast unmöglich da alle Jahre die Evolution was neues bringt. Ladegeräte die man nun seit 5 Jahren hat, sind egal wie gut sie damals waren, heute nur noch Schrottwert. Jedes moderne Chinagerät ist besser. Heist nicht, das die Chinaware gut ist. Es gibt Markenprodukte die viel besser sind. Aber die Welt dreht sich heute so schnell, das 5 Jahre alte Geräte technologisch von jeder Billigware geschlagen werden.

  • das würde ich so nicht unterschreiben. Nur weil es CPUs gibt, die einem Smartphone 8 Kerne mit jeweils 2GHz bescheren heißt das nicht, dass diese auch in allen Smartphones eingebaut sind. Und ich bin mir fast sicher, dass das auch bei Einzelkomponenten a.k.a. Chips gilt. Nur weil es neue High tech chips gibt, die auf wenige mV genau messen können heißt das nicht, dass die auch überall eingebaut werden. Die älteren Versionen sind vermutlich billiger herzustellen.

    Und danach hängt ja immernoch ein Riesiger batzen an Arbeit an der Entwicklung der Logik fürs Laden. Selbst wenn das Ladegerät genau weiß, dass aktuell 14,023V fließen muss es das ja noch in eine Aktion umwandeln (Ladestrom reduzieren) und da gibt es sicher noch erhebliche Unterschiede zwischen den Ladegeräten. Nur weil die Technik fein genug messen kann, um zwischen Batterietypen zu unterscheiden heißt es nicht, dass die Ladelogik das kann.

  • Naja, Elektronikchips sind Massenware. Da wird nichts mehr in billiger Version hergestellt wenn es neue Chips besser können. Allein das Auflegen der alten Serie kommt teurer als neue Generationen billiger auf den Markt zu werfen. Gerade im Bereich der Akkuladegeräte verfügen selbst günstige Ladegeräte über feinste Ladelogik. Teilweise werden die Geräte als NoName bei Aldi&Co für ganz kleines Geld über den Tresen gereicht. Die Masse macht den Gewinn über eine kleinere Marge. Das ist in der Elektronikbranche völlig normal denn sonst würden es kaum einer von uns Leisten können am Internet teilzunehmen weil es gar keine PCs für den Konsumer geben würde.

  • Genau so ist es, wie Hauke es beschreibt.


    https://www.amazon.de/Elegoo-a…4127075&s=gateway&sr=8-10


    Schau dir an, was es da für kleines Geld so gibt. Hab 2 dieser Bausätze hier im Labor mal nachmessen, da wir den ganzen Messpark ja haben. Diese Teile messen ausreichend gut. Kein Bauteil hat große Toleranzen. Wenn du heute High-tec Spannungsmessungen machst, gehts nicht mehr um mV, sondern um µV. Erst in diesem Bereich beginnt es aufwendig zu werden.

  • Ich hab im Winter 14/15 eine Gel oder AGM Batterie eingebaut (bin mir nicht ganz sicher. Delo von Louis aber ich weiß nicht mehr welche. Glaube aber Gel) und bin seitdem ca 40.000km ohne ein Problem gefahren. Ich habe die Batterie bisher genau 1 mal selbst geladen als ich den H4 Lampentest gemacht hab. Sonst ging das Motorrad auch nach dem Winter mit eingebauter Batterie immer sofort an

    jetzt ist sie plötzlich auf der Fahrt gestorben. 300km Autobahn und Landstraße, Pause gemacht, bei Zündung an keinen Mucks mehr.

    4,5 Jahre und 55.000km hat sie gehalten. Delo Gel-Batterie von Louis. Haltbarkeit finde ich im Prinzip okay. Ich hab damals 70€ bezahlt. Dafür 4 jahre lang keinen Gedanken an die Batterie verschwendet. Vor 2 Jahren brauchte Simon eine, da wollten die 100€ haben. Das wäre mir für die Leistung zu viel. Aktuell gibt es die YB12 AL-A allerdings überhaupt nicht mehr als Gel oder AGM

  • Hallo zusammen,


    hab mir für meine 1150er mal eine Hawker Odyssey gegönnt , Kumpel von mir hat die nun sage und schreibe 14 Jahre in seiner 1150er in Betrieb.:clap1:

    Man muss zwar Pol-Adapter oder ähnliches verbauen und etwas die Anschlüsse anpassen , aber bisher bin ich von der Leistung der Batterie beeindruckt , gut ist ja auch noch neu mal sehen wie

    lange das so bleibt - auch wenn es "nur" 10 Jahre werden ;) bin ich bei dem höheren Preis immer noch zufrieden.:whistle:


    Für die F650 gibt es die auch

    https://www.wunderlich.de/shop…i-batterie-28580-000.html

    Klar , ist teuer aber die sind schon sehr robust.


    Bisher hatte ich in der 1150er diese Marke verbaut - die haben immer so ca. 5 Jahre in der GS gehalten ( dann ABS blinken ) , sind aber immer noch in der Garage in Betrieb für LED Licht :giggle:

    bei Reichelt gab es die vor einigen Jahren ab 35 € - da kann man nicht meckern.

    https://www.reichelt.de/blei-v…8-ah-wp-18-12-p44425.html

    Für die F650 habe ich bei diesem Hersteller leider (noch) nichts passendes gefunden.


    Bei der Ur-F und dem "groben" Regler sollte man schon eine GEL benutzen die dauerhaft 14.5 - 15 V ohne Schäden übersteht.

    Der Regler der F650GS ist hier deutlich besser.


    Meine Saito ( Blei-Säure) ist in der F650 nach nur 2 Jahren plötzlich gestorben, allerdings war Louis hier sehr kulant auf eine Ersatzbatterie.:thumbsup2:



    :wave:


    Mac