Schrauben Ansauggeräuschdämpfer lösen sich nicht

  • Ich benötige dringend Hilfe, da ich mitten in einer Überholung meiner G650GS stecke und nicht weiterkomme. Die beiden 24er Schrauben, mit denen der Ansauggeräuschdämpfer am Rahmen befestigt ist, bekomme ich nicht ab. Die Schrauben drehen sich und das Gewinde kommt auch ein Stück heraus, aber danach ist Schluss. Die Schrauben lassen sich weiter drehen, aber das Gewinde dreht sich nicht aus der Kontermutter auf der innenliegenden Seite heraus. Ich habe dann die Kontermutter mit einem Ringschlüssel zusätzlich gehalten, obwohl sie ja angeschweißt sind, alles ohne Erfolg. Ich mache das auch nicht zum ersten Mal.

    Für Hinweise, die zur Ergreifung des Schuldigen führen, bin ich dankbar. ;)

  • Die sind nicht orischinol. Original sind die Dinger rund, jedenfalls an unseren drei Dakars. Sofern meine Auffassung richtig ist: Schätze da hat mal jemand die Schrauben überdreht, neue gebastelt und übersehen daß die Mutter auch im Eimer ist. Da dürfte dann sanfter Druck von der Schraubenspitze her helfen oder - vier Hände vorausgesetzt - eine Unterstützung mit Zug durch einen flachen untergelegten Maulschlüssel oder simpel einen breiten, flachen Schraubendreher.

    Nach Ausbau würde ich mal die Gewinde in den Muttern nachschneiden und gucken, ob das dann sauber läuft. Gepaart mit neuen Schrauben und geringem Drehmoment der Schrauben sollte das funktionieren, ohne die Muttern abzutrennen.

    Grüße

    Chris

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

  • Habe das Gehäuse jetzt mit zwei Torx Schrauben neben der Einspritzanlage abbekommen. Das Gewinde der Schrauben ist nicht mehr in Ordnung und Ersatz bei leebmann bestellt. Einen Gewindeschneider besitze ich leider nicht, aber vielleicht sollte ich das mal ändern.

  • Tu´ Dir selbst einen Gefallen und schneide das Gewinde nach, bevor Du die neuen Schrauben reindrehst. Brauchst nur einen simplen Handgewindebohrer mit Windeisen, bei Hornbach ein paar Euro fuffzich in der richtigen M-Größe, dürfte M5 oder M6 sein. Für´s Neuschneiden in rohen Bohrlöchern gibt´s drei im Set, für Vor-, Mittel- und Fertigschneiden. Für´s Nachschneiden vermackter Gewinde reicht ein Gewindebohrer für´s Fertigschneiden (das sind die einzeln angebotenen....). Dann einen Tropfen Öl auf´s Werkzeug, den Gewindebohrer mit ruhiger Hand ohne Gewalt in´s Gewindeloch eindrehen bis das Gewinde greift, dann sauber lotrecht zur Bohrung mit wenig Druck reindrehen. Rausdrehen, Gewinde säubern, fertig.


    Für versteckte Ecken gibt´s Gewindebohrer auch als Bit, aber für den Normalfall sind Windeisen einfacher und präziser.

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  • Gewindeschneider ist auch bestellt und ich hoffe die neue Schraube hält in dem Gewinde. Wäre es eine „einfache“ Schraube, in der nicht noch ein Gewinde drin ist, wäre die Lösung einfach. So muss ich warten bis die Teile da sind. Als Übergangslösung (Moped muss Morgen wieder laufen) werde ich mir noch etwas einfallen lassen.

    Danke dir Chris

  • Ich hab mir damals mal diesen Satz gegönnt. Für 120€ hat man alle üblichen Größen innen- und außenschneider dabei, inkl. Ein paar Feingewinde Größen. Hatte bisher alle Größen die ich brauchte dabei. Ist nicht das richtige, um in einen Stahlklotz neue Gewinde zu schneiden aber zum nachschneiden reicht der aus.

  • Hui Bub...die sehen ja gut aus.


    Schau dir die Gewinde in dem "Bogen" besser mal genau an, nachschneiden geht nur, wenn noch was zum schneiden da ist.

    Ansonsten hat den "Bogen" bestimmt jemand für ne ganz schmale Mark rumliegen, der bleibt beim Ausschlachten fast immer über.


    Aber original sind die. Glaube das war eine Sache die mit den Doppelzündern kam?

    Gibts auf jeden Fall in rund und eckig original.

    Auf der Suche nach Teilen für F650Rallye oder Oryx? Oder gar einem kompletten Oryx Kit? ---> PN

  • Die sind nicht orischinol. Original sind die Dinger rund, jedenfalls an unseren drei Dakars.

    Doch die sind original. Die waren nur früher rund. Hat BMW mal geändert. Habe nämlich selbst erst für eine dieser Schrauben beim Freundlichen Ersatz gekauft und war auch erstaunt, dass die als Ersatz freigegebenen die im Foto abgebildete Form hatten.

  • Noch ein kurzes Update. Habe mit einem Gewindeschneider die Gewinde in der „angeschweißten“ Mutter nachgeschnitten, neue Schrauben rein und alles ist wieder fest. Dem Forum sei Dank, wieder ein Problem gelöst und viel gelernt.

    Grüße Bernd

  • Meine Schrauben sahen genauso aus.

    Is ne völlige Fehlkonstruktion, das Material ist zu weich, an der Stelle treten enorme Vibrationen auf.

    Das rüttelt sich immer wieder kaputt.


    Ich habs anders gelöst, da mit dem puren Tauschen der Schrauben das Problem immer wieder auftritt:

    - das vergurkte Gewinde abgesägt

    - durch die Schraube von oben vorsichtig durchgebohrt

    - das (M5 ?) Gewinde, in das die Verkleidungsschrauben eingeschraubt werden von oben mit dem Gewindeschneider weiter geschnitten, also komplett durch. Somit habe ich aus der ehemaligen Schraube sozusagen eine Mutter mit durchgehendem Gewinde gemacht

    - in die Rahmenfesten Muttern des Bügels von unten zwei Inbusschrauben eingeschraubt und festgezogen

    - das Schraubengewinde muss oben ca. 1cm rausstehen, Schrauben evtl. entsprechend kürzen

    - nun den Luftfilterkasten mit den angefertigten Muttern (die vorher Schrauben waren) festziehen

    - wenn auf die richtige Länge der herausstehden Schrauben geachtet wurde passen jetzt auch noch wie gewohnt die Verkleidungsschrauben ins gleiche Gewinde. Fertig!