Dekompression funktioniert oft nicht

  • Ich würde fragen wollen, ob das Ventilspiel stimmt?


    Das einzig mögliche würde ja sein dass die Ventile klemmen und somit auch die Deko diese nicht richtig anheben kann. Halte ich für höchst unwahrscheinlich und wär mir auch komplett neu dass soetwas überhaupt passiert.

    Wenn ein Ventil klemmen würde, kann das nur offen stehen bleiben und dann wäre gar keine Kompression da. Wenn ein Ventil geschlossen klemmen würde, müsste beim Start etwas nachgeben und wäre damit zerstört. Ich denke das wäre für den Ventiltrieb tötlich.

  • Wenn ein Ventil klemmen würde, kann das nur offen stehen bleiben und dann wäre gar keine Kompression da. Wenn ein Ventil geschlossen klemmen würde, müsste beim Start etwas nachgeben und wäre damit zerstört. Ich denke das wäre für den Ventiltrieb tötlich.

    ja die Ventile sehen nicht mehr gut aus wenn sie Mal klemmen. Es hätte zum Beispiel sein können dass ein Auslass Ventil geschlossen bleibt und somit zu wenig entweichen kann. Damit müsste auch mehr komprimiert werden und der Anlasser schafft es nicht mehr genug Kraft für die Kompression anzurufen.

    Das würde auch das Problem mit dem plötzlichen "gegen die Wand fahren" beim Anlassen erklären. Am Anfang ist noch wenig Abgas im Zylinder das entweichen muss. Mit der Zeit wird das jedoch immer ein bisschen mehr. Irgendwann kommt der Punkt wo es zu viel ist und eine Kompression ist nicht mehr möglich.


    Das ist aber glücklicherweise hier nicht das Problem (wäre auch zugegebenermaßen extrem unwahrscheinlich.)

  • Dann müsste ein Teil des Ventils oder der Nockenwelle fehlen. Die Nocke drückt ja auf den Tassenstößel und der auf das Ventil. Wenn das Ventil zu bleibt muss irgendein elementarer Teil des Ventiltriebs fehlen

  • Wenn man am Dekohebel herumschleifen muß, ist generell was falsch. Das kann schlicht so nicht notwendig sein.

    Wie sieht die Ventilfeder des betreffenden Ventils aus?

    Meine Beiträge geben meine private Meinung wieder ohne Anspruch auf sachliche Richtigkeit.

  • Schlechte Nachrichten. Die Dekompressionsprobleme sind wieder da. Bisher nur sporadisch. Ich werde weiter beobachten...

    dann bin ich mal gespannt.


    Bei mir war es dieser Jahr so, das ich dieses "Startproblem" auf den ersten 300-500km auffällig oft hatte. Auf den folgenden 1500 km war es dann wieder verschwunden.

  • Wenn man am Dekohebel herumschleifen muß, ist generell was falsch. Das kann schlicht so nicht notwendig sein.

    Wie sieht die Ventilfeder des betreffenden Ventils aus?

    ich sehe das genauso, konnte das "kleben" des Hebels damit aber klar und eindeutig abstellen. Scheinbar ist da aber noch was Anderes faul..

    Am Ventiltrieb ist sonst nichts auffälliges zu erkennen.

  • der Starter beim Drücken der Tasters ganz kurz los läuft um dann wie vor eine Wand zu Fahren. Man hört auch, daß er beim Loslassen leicht zurückdreht, was für das Luftpolster im Motor sprechen würde.

    bei einer "perfekten" Deko sollte das nicht vorkommen, die Frage ist aber ob der Rotax-Motor eine "perfekte" Deko hat.

    Vom unteren Totpunkt bis zum oberen Totpunkt dreht die Kurbelwelle 180°. Da die Nockenwelle untersetzt ist, müsste die "perfekte" Deko für eine Umdrehung von 90° der Nockenwelle das Ventil öffnen.

    Ich aber es nie nachgemessen bzw. kontrolliert, glaube aber das "Rotax-Motor" keine "perfekte" Deko hat. Je kürzer das Auslassventil durch die Deko geöffnet ist, desto mehr muss der Anlasser gegen die Kompression arbeiten.


    Geht man jetzt davon aus das sie in Gunskirchen gut gearbeitet haben, dann sollte der Anlasser den Motor mit einer gewissen Sicherheit beim Start durchdrehen können.


    Ist das nicht der Fall, gibt es zwei Möglichkeiten bzw. Kombinationen aus beiden

    - der "Widerstand" des Motors ist zu groß -> z.B. Probleme bei der Deko

    - der Anlasser bringt nicht genügend Drehmoment um den Motor durchzudrehen -> Batterie, Kontakte, Anlasser usw.


    Bei meiner Dakar tritt das Problem vermehrt auf wenn die Batterie nicht "gut geladen" ist. Aber identische Symptome bedeuten eben nicht immer identische Ursache.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von rotax () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • rotax ob es wirklich am Anlasser liegt könnte man doch durch Anschieben relativ leicht herausfinden, oder? Wenn sie dann anspringt dann ist es wahrscheinlich dass der Anlasser nicht genug Kraft hat um gegen die Kompression zu arbeiten.

  • rotax ob es wirklich am Anlasser liegt könnte man doch durch Anschieben relativ leicht herausfinden, oder? Wenn sie dann anspringt dann ist es wahrscheinlich dass der Anlasser nicht genug Kraft hat um gegen die Kompression zu arbeiten.

    falls das Problem der Anlasser wäre, dann würde das Anschieben keine neuen Erkenntnisse bringen, da das Anlassen der F hier, ja meistens funktioniert. Nur ab und zu bleibt der Motor "stecken" und so ein "zufälliger" Fehler ist oft nicht so einfach zu finden.

  • Bisher hatte ich das Problem nur zweimal. Dann auch nur beim ersten drücken des Anlassertasters. Der zweite Versuch hat immer geklappt. Vor dem Umbau konnte ich oft bis zu 10X drücken bis sie anspringen wollte. Scheint also doch besser geworden zu sein...

  • bei einer "perfekten" Deko sollte das nicht vorkommen, die Frage ist aber ob der Rotax-Motor eine "perfekte" Deko hat.

    Vom unteren Totpunkt bis zum oberen Totpunkt dreht die Kurbelwelle 180°. Da die Nockenwelle untersetzt ist, müsste die "perfekte" Deko für eine Umdrehung von 90° der Nockenwelle das Ventil öffnen.

    Ich aber es nie nachgemessen bzw. kontrolliert, glaube aber das "Rotax-Motor" keine "perfekte" Deko hat. Je kürzer das Auslassventil durch die Deko geöffnet ist, desto mehr muss der Anlasser gegen die Kompression arbeiten.

    So wie ich das verstanden habe, lässt die Deko während der Verdichtungsphase nur einen Teil der Gase entweichen. Danach muss immer noch der Rest komprimiert werden. Ganz ohne würde der Motor nicht anspringen, da zu wenig zum verbrennen da wäre.

  • bei einer "perfekten" Deko sollte das nicht vorkommen, die Frage ist aber ob der Rotax-Motor eine "perfekte" Deko hat.

    Vom unteren Totpunkt bis zum oberen Totpunkt dreht die Kurbelwelle 180°. Da die Nockenwelle untersetzt ist, müsste die "perfekte" Deko für eine Umdrehung von 90° der Nockenwelle das Ventil öffnen.

    Ich aber es nie nachgemessen bzw. kontrolliert, glaube aber das "Rotax-Motor" keine "perfekte" Deko hat. Je kürzer das Auslassventil durch die Deko geöffnet ist, desto mehr muss der Anlasser gegen die Kompression arbeiten.

    So wie ich das verstanden habe, lässt die Deko während der Verdichtungsphase nur einen Teil der Gase entweichen. Danach muss immer noch der Rest komprimiert werden. Ganz ohne würde der Motor nicht anspringen, da zu wenig zum verbrennen da wäre.

    meine Vorstellung (nicht Wissen!) sieht da anders.


    Der Anlasser dreht den Motor z.B. bis zu einer max. Drehzahl von 500 U/min an (nur ein Zahlenbeispiel)

    der Deko-Hebel wird z.B. bei 400 U/min deaktiviert


    Also beschleunigt der Anlasser den Motor mit aktivierter Deko bis 400 U/min und dann schnappt der Hebel um, der Motor hat volle Kompression, zündet das Gemisch und läuft (hoffentlich) an.

  • Mal aus der Sicht eines Ditten


    Balsmeier hat das selbe geschrieben wie Rotax nur aus einem anderen Blickwinkel


    Balsmeier aus der Sicht des "Theoretikers" den die Details weniger interessieren sondern das Ergebniss. Rotax aus der Sicht des Technikers, der die Details beleuchtet und das Ergebniss aus den mechanischen Abläufen ableitet.


    Ihr habt beide es (fast) genau richtig beschrieben


    PS: Der Motor hat natürlich nicht die volle Kompression wenn ein Teil der Luft vorher entweicht. Kompression ist ein Druckmass. Wenn man Luft entweichen lässt, wird statt 1:11 nur 1:8 komprimiert, da bereits 3 Teile Luft weg sind. Technisch gesehen, ist der Kolben bereits einen Teil des Weges nach oben gelaufen und der Restweg ergibt eben nur einen 1:8 Kompression. Und genau das macht für den Anlasser die Erleichterung aus.

  • Ich hätte es nicht besser schreiben können :clap1: