welches Relais/Ideen zu Defekt

  • Hallo

    nach meinem kleinem Unfall hab ich nu alles repariert und dachte los gehts.

    Zuerst alles schick dann fiel mir auf, dass die Blinker wechselseitig immermal ausfallen. Dh Blinker vorne+hinten+Cockpitanzeige gehen nicht rechts oder links. danach wieder beide oder keine seite

    dh Kontrolle:

    Sicherung Ok

    Leuchtmittel Ok da sie ja immermal gehen

    Stecker am blinker selbst sind fest und gereinigt

    ich hoffe auf keine probleme der elektrik/kabel durchgescheuert, da strömlinge für mich ein rotes tuch sind ;)


    nach durchforsten von diesem forum-> verdacht, dass das Relais einen weg hat-> mein schlaues reperaturbuch raus und geschaut wo das sitzen soll. stelle leider fest, dass die beschreibung nicht passend ist- falls das relais hinter der abgebauten batterie steckt- welcher der dortigen kästchen ist der richtige ? :D

    gleich mal bei louise geschaut was die dinger kosten- bin überfordert welcher der richtige/kostengünstigste wäre-kann ja auch net vergleichen welches das richtige wäre, da ich nicht weiß wie sowas aussieht (absoluter neuling im mopped schrauben)


    wenn ich das richtig gelesen habe nen 2 poligen?

    verbaut sind die originalen glühbirnen, kein umbau auf LED

    kein warnblinklicht vorhanden

    handelt sich um eine R13 BMW GS F 650 Bj2002

    hoffe auf eure hilfe und vielen dank im voraus!

  • BMW GS F 650 Bj2002

    Deswegen habe ich Deinen Beitrag gleich mal passend verschoben.


    nach meinem kleinem Unfall

    Deinen letzten Beiträgen zufolge handelte es sich um einen Schaden am Lenker, sodass es nach Deiner Fehlerbeschreibung ...

    Blinker vorne+hinten+Cockpitanzeige gehen nicht rechts oder links. danach wieder beide oder keine seite

    ... nahe liegt, dass vielleicht der Blinkerschalter oder die Leitungen dorthin Schaden genommen haben.

    verdacht, dass das Relais einen weg hat-> mein schlaues reperaturbuch raus und geschaut wo das sitzen soll. stelle leider fest, dass die beschreibung nicht passend ist- falls das relais hinter der abgebauten batterie steckt- welcher der dortigen kästchen ist der richtige ?

    Das dicke Relais neben der Batterie ist das Anlasserrelais.

    Das Blinker-Relais ist in der Elektronikbox unter dem Luftfilter. Ich musste da selber nie ran, aber im Forum finden sich bestimmt nähere Hinweise.


    Welches Blinkrelais für LED-Blinker / Wo ist das Blinkrelais bei der CS?


    Aber - wie gesagt - wegen des Bezugs zum Unfall würde ich zuerst woanders suchen.


    Eckart

  • verdammt da passt einer auf wer wann wohin fliegt ;) aber ja du hast recht . der lenker war hin. blinkerschalter ist ein guter punkt.ist zwar auf rechts gefallen und links der schalter aber wer weiß...dann werd ich mal den wackelkontakt/defekte leitung suchen...das was am meisten spaß macht in der reperatur- ein fehler der ab und zu auftritt... nagut dennoch danke bis hier hin!

  • verdammt da passt einer auf wer wann wohin fliegt

    Es lief anders: Da schreibt einer, er hätte einen Unfall gehabt und danach geht etwas nicht.

    Ist es da nicht naheliegend zu fragen, was für einen Unfall, um darüber herauszukriegen, was dem Teil zugestoßen sein könnte ? Da schaut man doch schnell mal über die letzten Beiträge des Fragestellers, vielleicht hat er ja anderswo was dazu geschrieben ... und tatsächlich: er hat !


    Einfacher wäre es natürlich gewesen, Du hättest in der Frage ein paar Worte zum Unfall geschrieben oder den Link zum Beitrag dazu gepostet. Denn nicht jeder recherchiert sowas gleich nach.

    dann werd ich mal den wackelkontakt/defekte leitung suchen

    Wackelkontakte sind immer ärgerlich. Ich hatte da mal diesen: Kabelbruch am Zündschloss

    Vielleicht hast Du ja auch sowas, halt in der Blinkerleitung, jetzt nachdem der Lenker so unsanft gedreht wurde.


    Eckart

  • tschuldigung war mir nicht bewusst das das ne rolle spielt bzw das sich überhaupt jmd solche gedanken macht und das nachforstet. hut ab! da jetzt erstmal das große fressen mit den eltern bald ansteht werde ich kaum dazu kommen. sobald ich was weiß berichte ich. bis dahin allen ein besinnliches fest und viel spaß beim auspacken von ersatzteilen etc ;)

  • Tritt das Problem (also dass sie sporadisch nicht gehen) denn nur in der Fahrt auf oder auch im Stand bei ausgeschaltetem Motor? Wenn auch bei ausem Motor dann würde ich persönlich doch eher von einem Fehler des Relais ausgehen. Kabelbrüche und andere Kontaktfehler sind im Stillstand normalerweise gleichbleibend und brauchen die Bewegungen der Fahrt (Lenkbewegungen, Motor Vibrationen, Straßenunebenheiten), um so sporadisch zu sein.

    Das Relais sitzt in der Elektronikbox, die ist in Fahrtrichtung vor der Batterie unter der schwarzen Abdeckung. Da sind eine Schraube und 2 Muttern, die du entfernen musst (oder reicht für die Elektronikbox Abdeckung auch die eine Schraube in der Mitte? Bin mir grad unsicher)

    Beim wegnehmen Vorsicht, in der Abdeckung ist noch ein Relais befestigt. Ich glaube, das ist sogar das Blinkrelais, bin mir aber auch da mal wieder unsicher. An den Relais musste ich noch nie was machen

  • der fehler tritt nur beim fahren auf. werde demnächst mir die kabel genauer anschauen und wenn da nix ist mich mal an das relais ransuchen. so alt und runtergekommen die maschine ist, ist es eh nur eine frage der zeit eh die kabel abgammeln.der vorbesitzter hatte sie immer draußen stehen und ich fahre auch bei allem wetter (momentan -10 grad und schlamm)

    jetzt kommt ne bestimmt doofe frage aber wenn ich ein durchgescheuertes kabel hab- im kfz handel dann einfach ein gleiches rausgesucht (durchmesser, kfz isolierung) und drangesteckt/gelötet oder ? was anderes dabei beachten ?

  • der fehler tritt nur beim fahren auf.

    Dann solltest Du vielleicht diese Dinge simulieren:

    Lenkbewegungen, Motor Vibrationen, Straßenunebenheiten

    Und weil Du

    tausche den lenker

    gemacht hast, würde ich dort anfangen. Denn da müsstest Du ja die Armaturen einschließlich des Blinkerschalters abgebaut haben und somit ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich bei dieser Aktion der Fehler hier eingeschlichen hat.

    wenn ich ein durchgescheuertes kabel hab- im kfz handel dann einfach ein gleiches rausgesucht (durchmesser, kfz isolierung) und drangesteckt/gelötet oder ?

    Im Prinzip ja, aber ...

    Zündschlosskabel gebrochen, konnte ich so auseinander ziehen. Abisoliert beidseitig und ein Stück Kabel zwischengelötet, Schrumpfschlauch drüber und gut.

    Löten sollte man vermeiden. Zumindest dort, wo das Kabel Bewegungen, auch Vibrationen, ausgesetzt ist, denn dann droht bald der nächste Kabelbruch. Diese Erfahrung musste ich selbst machen:

    Meine Hoffnung, dass die Reparatur des Pannendienst zusammen mit meinen Nacharbeiten so haltbar sind, dass ein außerplanmäßiger Werkstattaufenthalt vermieden werden kann, haben sich leider doch nicht erfüllt. Ende Oktober gab es wieder das Problem, auf das ich diesmal aber besser vorbereitet war und selber wieder flott kam.

    Mehr in diesem Thread: Kabelbruch am Zündschloss


    Apropos durchgescheuertes Kabel - sowas müsste man ja finden. Ein Kabelbruch kann schwer zu finden sein. Die Kabel verlaufen ja in Isolierschläuchen, die äußerlich unbeschädigt aussehen können, obwohl die Kabel drinnen durch sind.


    Wegen Deiner Lenkerarbeiten würde ich empfehlen, beim Blinkerschalter zu beginnen: Die Kabel sind dort angelötet und bei Belastung kann da mal etwas abreißen (Weniger beim Gebrauch als beim Arbeiten daran).


    Eckart

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Eckart () aus folgendem Grund: 2 Absätze angefügt

  • Vorallem kommt es drauf an, welches Lötzinn man noch hat. Der gute Schrauber hat sich vor 30 Jahren seine 1Kg Rolle Lötzinn gekauft die noch bis zur Rente reicht. Der Newbee kauft sich seine 100gr Rolle heute und ärgert sich grün und blau.


    Früher hatte Lötzinn Blei und was mal gelötet war, konnte kein Vibrator mehr trennen. Weder der aus Flensburg noch der von Rotax. Bleifreies Lötzinn neigt aber viel stärker zum Erschütterungsbruch. Man bekommt das mit Silber in den Griff, aber dann wird das Zinn auch schnell teuer. Und es benötigt höhere Verarbeitungstemperaturen. Ich rede da von 400-430° gegenüber 300-350° bei Bleizinn. Wenn man genau sucht, bekommt man auch heute noch bleihaltiges Zinn. Möglicherweise nicht im Homebedarf, aber bei Industrieversorger gibts das noch. Wir dürfen es auch noch verwenden, wenn wir höhere Temperaturen über 400° zum Verzinnen benutzen müssen. Sonderregelung.


    Aber auch Bleihaltiges wird bei Bewegungen schneller brechen als Kupferkabel. 100% die selbe Festigkeit bekommt man nicht. Allerdings...der Unterschied zwischen Kabel das 20 Jahre hält und die Lötstelle die nun nur 12 Jahre hält ist eigentlich irrelevant. Schrumpfschlauch drüber das stabilisiert nochmal. Nur Stellen an denen Bewegung unvermeidlich sind, zb beim Übergang Rahmen zu Cockpit sollten keine Lötstellen haben, sondern die Lötstellen vor und nach der Bewegungsstelle anbringen. Also ruhig etwas mehr Kabel wegschneiden und das bewegte Teil durchgängig machen.


    Kabel sollte man beim Mopedhändler oder KFZ-Bereich holen. Normale Leitungen beim Baumarkt oder Elektrofachgeschäft sind weder besonders Ölbeständig noch Kältefest. Hitze eher weniger, 70° halten alle aus. Aber Kälte von -25° max sind bereits spezielle Kabel und daher sollte man keine normalen nehmen die bei 0 Grad schon verhärten. Vorsicht, auch kein Silikonkabel, den Mehr hilft nicht mehr. Silikonkabel sind extrem temperaturfest, aber äusserst schnittempfindlich. Heist schon geringe mechanische Belastungen über ein Eck oder eine Kante führen zu Isolationsschäden. Silikonkabel müssen in Schutzschläuchen geführt werden. Aber der KFZ-Händler hat da seine speziellen Kabel und das sollte normalerweise passen.


    Ansonsten hier mal ein Link zu den Bezeichnungsschlüsseln


    https://de.wikipedia.org/wiki/Typenkurzzeichen_von_Leitungen


    Feindrähtig oder Feinstdrähtig benutzen, die sind am besten für bewegliche und vibrationsempfindliche Bereiche. Starr oder mehrdrähtig neigen schneller zum brechen.

  • super vielen dank für die ausführliche antwort. da werde ich einem älteren herren mal nen minnibestand abknöpfen ;) hab mir jetzt auch quetschhülsen etc besorgt, da man ja üblicherweise angeblich nicht mehr lötet, sondern quetscht. werd dann mal testen was wie lange hält. temperaturbeständig ist bei mir auch wichtig und gut das du es ansprichst. die karre wird hauptsächlich im alpinen gefahren und auch jetzt bei -10 grad ;)

    denke eh das ich nach und nach alle kabel erneuern muss-diese sind alle sehr alt und spröde, dazu muss es aber draußen wärmer werden...besitzte leider noch keine garage zum basteln und im schnee findet man so schlecht das passende werkzeug

  • Es geht nicht um Schmelztemperatur, sondern um Löten und verbinden. Natürlich ist die Schmelztemperatur niedriger.


    Und ich weis jetzt nicht, in wie fern Spenglerarbeiten sich mit dem Elektrolöten von Kupfer vergleichen lassen, wenn wir hitzeempfindliche Materialien direkt neben dran haben. Aber wie der Spengler weis, kann man ein 1m Stahlstab vorne rotglühend machen und hinten immer noch ohne Handschuhe halten...eine weile, 1-2 Minuten bis es sich langsam erwärmt. Kupfer und Alu hält man keine 15sec wenn man vorne drauf hält...und so würde die Wärmeleitfähigkeit die Kunststoffisolation ganz schnell kaputt machen.


    Also bitte nicht Elektro und Spenglerei vergleichen. Auch wenn man das selbe Grundmaterial benutzt.

  • Ich rede da von 400-430°

    :eek: Schon mal mit einer grösseren Spitze oder besserer Lötstation probiert? ΔQ = m · c · ΔT
    Der Hersteller meines Schätzchen meint für Sn100 352° http://kb.hakkousa.com/KnowledgebaseArticle10297.aspx (Achtung, von der FX-951 gibt es billige, nutzlose China-Kopien https://www.youtube.com/watch?v=mV0-pV1C6Yk  https://www.youtube.com/watch?v=WrHAXlXcZFg)

    Ein anderer bekannter Hersteller meint 340 – 360°C http://www.farnell.com/datasheets/62753.pdf

  • Das Problem an der Lötstelle ist nicht der Bruch in der Lötstelle welche man mit einer ineinander geschobenen Stoßverbindung und einem Verdrillen durch einen Extradraht verhindern kann, das Problem ist die Steifheit der Lötverbindung und einer erhöhten Bruchgefahr direkt neben der Lötverbindung in den Teilen des Kabel, das durch Bewegung stark beansprucht wird, so wie es am Lenkkopf der Fall ist.

    Dadurch das man durch eine Lötverbindung den frei beweglichen Teil einschränkt, kommt es daneben zu stärkeren Belastungen die einen erneuten Kabelbruch fast heraufbeschwören. In So einem Fall ist es dann besser das Kabel auf Länge zu tauschen beziehungsweise das bewegliche Stück zu tauschen und dort zu verlöten, wo keine Bewegungen mehr sind, wie z.B. am Rahmen.

    Sichere Verbindungen erhält man indem man an der Trennstelle beide Seiten ca. 1cm abisoliert und beide verdrillten Andern leicht aufdreht, auf Stoß ineinander schiebt, diese dann mit einem Stück feinen Draht stramm verdrillt als würde man das Kabel mit Isolierband umwickeln und das ganze dann sauber verlötet. Schrumpfschlauch drüber oder mit selbstverschweissenden Isolierband umwickeln und danach vergessen.