Sportauspuff motorabstimmen?

  • Hallo Leute, ich fahr seit einiger Zeit mit dem Hattech Endschalldämpfer Für meine BMW f650 169 -95'er Bj. Ich habe einen merklichen Leistungsverlust was die Beschleunigung ab 4000 Umdrehungen angeht, der Schub der gewöhnlich da eingesetzt hat ist nicht spürbar sondern linear; das zeigt sich auch in der Endgeschwindigkeit. Ist es vlt notwendig den Vergaser anders zu bedüsen ect. Oder muss ich damit leben, wenn ich ihn dran lassen will?


    Viele Grüße,


    Benny:victory:

  • Bringt nix

    Dir fehlt der notwendige Staudruck...

    Da kannste bedüsen wie willst...

    Wenn brauchste andere Gaser.anderer Lufi.andere Krümmer von EGU zb....und schon diese bekommen.scheitert weil EGU nix mehr macht..

    SR Schrobenhausen als alternative macht auch nix mehr für unser Kälble


    Ergo...beste Ausbeute ist original..

    Oder schleiche Laut😉

  • Hallo Rolf,

    interessierte Frage von einem interessierten Menschen:

    Es ist doch ein Viertakt-Motor, wieso braucht der einen Staudruck, um vernünftig zu laufen? Ist ja kein Motor mit Spülverlusten.

    Grüße aus Mainz

    Thomas

  • Thomas

    da fragste den falschen...Ich gebe nur gute wie auch weniger gute Erfahrungen wieder.schlicht,....es funzt ned

    letzt jahr hat ein Kumpl an seiner XX die originalen gegen Sporttöpfe getauscht,weil lauter wollte...dann aber motzen weil die Honda XX keine 290 mehr bringt sondern bei 250 Kraftlos abkackt,wobei dem Markus zeitgleich aber sogar de Vater mit der schwächeren Kawa Z1000 abhaut beim beschleunigen...es harmoniert eben nicht...auch nicht beim Rotax der F 650...


    Bin kein Motorenbauer und auch kein Schrauberguru,sondern einfacher selbstschraubender Zimmermann...

  • Relevanz von Abgasgegendruck für Viertakter[Quelltext bearbeiten | Abschnitt hinzufügen]

    Ich kopiere hier einfach mal eine Wikipedia Diskussionsbeitrag zu dem Thema



    Vielerorts hört man immer wieder die Überzeugung, dass ein gewisser Abgasgegendruck beim Vierzylinder ebenfalls vonnöten ist, um ein hohes Drehmoment bei niedrigeren Drehzahlen möglich zu machen. Zur Begründung dieser Überzeugung allerdings habe ich noch nicht viel Einleuchtendes vernommen. Gibt es da einen Zusammenhang, oder verwechseln diese Leute dabei nur den dann eben vergleichsweise schlechteren Drehmomentverlauf bei hohen Drehzahlen, den eine restriktive Abgasanlage mit hohem Gegendruck eben bewirkt, mit einer tatsächlichen Verbesserung des Drehmoments bei niedrigen Drehzahlen?

    Christian

    In den Überschneidungsphasen eines Viertakters, wo Auslassventil noch offen und Einlassventil anfängt auf zu gehen, werden durch das enstehende Vacuum im Auslass,die restlichen Abgase aus dem Zylinder heraus und Frischgass in den Zylinder hineingezogen. (durch die hohe Strömungsgeschwindigkeit im Auspuff entsteht ein Vacuum im Auslasskanal) Dann brauchst du den Rückprall der Abgase um die Frischgase nicht nach außen zu ziehen. Je besser das zeitlich abgestimmt ist, desto mehr Frischgas steht zur Verbrennung bereit und kann Leistung entwickeln.

    Das war nur ein kleiner Teil dessen was man daräüber schreiben kann. Es sind noch viele Faktoren zu berücksichtigen und das hier zu beschreiben ist recht schwierig.

    mfg Robin



    .

    Oesie

  • Jain. Der Effekt, den der zitierte dort beschreibt, betrifft vor allem Mehrzylindermotoren. Im Ansaugtrakt heißt der Effekt Schwingrohraufladung, im Auspuff hat der nicht wirklich einen Namen, findet aber trotzdem statt. Resonanzeffekt könnte man das nennen. Mit dem Gegendruck an sich hat das nichts zu tun.


    Wer ausländisch kann:


    Das Thema ist komplex, aber ich versuchs mal: In dem Moment, wo die Auslassventile auf gehen, hast du eine Überdruckwelle, die mit Schallgeschwindigkeit durch den Auspuff nach draußen wandert. Bei einer Änderung des Durchmessers nach oben (bei einem Mehrzylindermotor passiert das im Krümmer, wo die einzelnen Zylinderrohre zusammen laufen) bildet sich eine Unterdruckwelle, die in Richtung Zylinder zurück wandert. Wenn das Timing jetzt genau passt und diese Unterdruckwelle genau im Zylinder ankommt, wenn die Auslassventile sich wieder schließen, dann hast du quasi einen Unterdruck im Zylinder, der dann dafür sorgt, dass mehr Luft angesaugt werden kann.

    Außerdem hat man noch den Trägheitseffekt - hinter einer Überdruckwelle findet sich immer ein Gebiet mit leichtem Unterdruck. Wenn die Überdruckwelle auf ein Hindernis trifft (z.B. den Kat) wird sie als Überdruckwelle reflektiert und wandert zurück in Richtung Auslassventil. Wenn du die genau so taktest, dass sie genau bevor das Auslassventil vom nächsten Takt auf geht am Ventil ankommt und dort wieder reflektiert wird hast du eine leichte Unterdruckwelle, die wieder dabei hilft, Abgase aus dem Motor zu ziehen.

    Kompliziert wird das ganze bei Mehrzylindermotoren, wo die Druckwellen der einzelnen Zylinder sich gegenseitig beeinflussen.


    Bei der Ur-F mit ihrem Doppelkrümmer und unterschiedlichen Längen hast du die Effekte ein wenig. Das kann man aber nicht so eben am Stammtisch evaluieren, ob ein Auspuff jetzt mehr oder weniger Motorleistung verursacht. Auspuff richtig auslegen ist kompliziert.

    Aber "einen von diversen Ingenieuren durchentwickelten und an das Motorrad angepassten Auspuff gegen einen generischen Fremdentwickelten tauschen = weniger Leistung" ist als Faustformel erstmal denkbar.

  • Hallo Leute, ich fahr seit einiger Zeit mit dem Hattech Endschalldämpfer Für meine BMW f650 169 -95'er Bj. Ich habe einen merklichen Leistungsverlust was die Beschleunigung ab 4000 Umdrehungen angeht, der Schub der gewöhnlich da eingesetzt hat ist nicht spürbar sondern linear; das zeigt sich auch in der Endgeschwindigkeit. Ist es vlt notwendig den Vergaser anders zu bedüsen ect. Oder muss ich damit leben, wenn ich ihn dran lassen will?


    Viele Grüße,


    Benny:victory:

    vermutlich läuft der Motor jetzt zu mager. Entweder du hast einen (richtigen) Pass vor der Haustür oder du musst es eben mit dem Choke simulieren.

    Pass bedeutet, du fährst z.B: auf 2000 Höhenmeter, läuft das Mopped dann viel besser (bzw. zwischen drin), ist das Gemisch zu mager ...


    Variante 2 für Leute ohne Pass vor der Haustür, Motor warm fahren und dann den Choke eine wenig aktivieren und dann schauen ob das Mopped besser läuft. Wenn ja, ist das Gemisch zu mager und muss angefettet werden.


    Da das Problem erst bei 4000 U/min auftritt wäre dann vermutlich die Lösung, größere Hauptdüsen.

  • wow danke erstmal für eure schnellen antworten. Ich mag die fachliche Diskussion weil ich gern hinter die Kulissen schaue. Dein tip mit dem choke ist gut, ich hab den Leerlauf auch eher auf 1.600 als 1.400+- , vlt ist das ein Nebeneffekt mit der Gemischaufbereitung. Frage ist jetzt noch: um quasi auf die selbe Leistung zu kommen wie vorher brauche ich quasi mehr Benzin? Oder ist das zu vernachlässigen.

  • noch ein anderer Gedanke:

    In dem Drehzahlbereich hatte ich brutale Probleme, als zu verschiedenen Krümmer- / Zubehörauspuffkombinationen noch ein
    fehlender Ansaugschnorchel hinzukam.
    -> Schnorchel wieder angebaut Problem weg


    Is der Schnorchel bei dir noch dran?


    Merk mit meinem Hattech keinen so dramatischen Unterschied zum Original.
    Mit dem MSR hatte ich gefühlt im oberen Drehzahlbereich leichte Verluste, dafür unten rum deutlich mehr Punch.

  • ansaugschnorchel ist noch dran,ja. Habe sonst nichts geändert. Die Woche werde ich nochmal basteln da es Zeit wird für service und Reparatur. Danach werde ich mal schauen. An sich fahre ich eh nicht so schnell als dass es großartig auffällt. Damals hatte ich wie gesagt nur den Endschalldämpfer getauscht, mehr nicht.

  • Servus Ben,


    Abstimmung ist tatsächlich schwierig. Darüber könnte man ewig schreiben.

    Bei unserer F650ST (die du laut Foto wahrscheinlich auch fährst) ist ein EGU Krümmer und Auspuff angebaut.


    Jetzt musst du wissen, dass der ST Vergaser im Vergleich zur Ur-F bereits magerer ausgelegt ist und eine kleinere Hauptdüse drin hat.


    Ich habe das Optimum mit zwei 140er Düsen erreicht (originale nehmen, andere Hersteller haben andere Maße). Original waren es evtl. 132.5 oder so.

    Danach musste ein wenig mit der Höhe der Düsennadeln experimentiert werden.

    Letztendlich habe ich auch die oben verschlossene Airbox "aufgemacht". Dort sind auf Höhe der Querstrebe zwei und geschlossene runde Plastikdeckel bei der ST, bei der Ur-F offen.

    Der Schnorchel ist nach einigen Tests wieder dran, da es ohne beim spontanen Gasaufreißen zum "Verschlucken" kommt. Schade, denn der Sound aus der Airbox ist ziemlich nett.


    Zu Guter Letzt sind Iridium-Zündkerzen verbaut, die mir sehr gut gefallen, da ich glaube, die Verbrennung wird etwas besser oder anders ausgedrückt:

    Der Funke kommt gefühlt besser mit auch weniger idealem Gemisch zurecht, merkt man besonders beim Kaltstart.


    Alles in Allem fühlt sich der Motor so wie er begast wird gesund und potent an.

    Es gibt gelegentlich eine winzige viertel Gedenksekunde beim Gasaufreißen, bis die volle Beschleunigung anliegt, aber kaum der Rede wert.


    Ob das im Vergleich jetzt mehr oder weniger Leistung als komplett Original (Auspuff, Krümmer, Düsen, Einstellung) ist war meiner Freundin letztendlich egal.

    Sie freut sich am schönen Sportsound und auch am gewollten Patschen und "Bubbern" beim Abtouren. (Leerlaufdüse etwas reingedreht, also magerer gestellt).


    Ich wünsche dir viel Erfolg und Geduld beim Testen.